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Daphne Du Maurier - Die Vögel/Wenn die Gondeln Trauer tragen

  • Katia
  • 24. August 2008 um 10:14
  • Zum letzten Beitrag

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 4.885 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. Juli 2025 um 08:12) ist von Bluebell.

  • Katia
    Schüler*in
    Beiträge
    58
    • 24. August 2008 um 10:14
    • #1

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    Fünf Novellen von Daphne Du Maurier enthält dieser Band - titelgebend wurden zwei durch Verfilmungen bekannte: Die Vögel und Wenn die Gondeln Trauer tragen.

    Wer die beiden Filme kennt, hat schon einen guten Eindruck, welche Art von Horror Du Maurier schreibt: es sind Alltagsszenerien, die sich langsam zu albtraumhaften Szenarien aufschaukeln, mysteriös, häufig mit offenem Ende. Auch die drei anderen Geschichten machen da keine Ausnahme:
    Das Alibi handelt von einem gutsituierten Londoner, der sich bei einer ärmlichen alleinerziehenden Mutter einmietet mit dem Plan sie zu ermorden. Doch dann verfällt er einer Leidenschaft und schließlich steht die Polizei vor seiner Tür ...
    Die blauen Gläser werden Marda West nach einer OP eingesetzt, damit sie wieder sehen kann - doch sie sieht Dinge, die sie fast um den Verstand bringen.
    Die gespaltene Sekunde handelt von einer Frau, die ihr Haus nach einem kurzen Spaziergang völlig verändert vorfindet und nicht mal die Polizei glaubt ihr.
    Die Vögel hat außer dem Grundmotiv, den sinnlos angreifenden Vögeln, und einzelnen kleinen Szene wenig mit dem Hitchcock-Film gemeinsam. Beide auf ihre eigene Art bedrückend.
    Dagegen ist die Handlung von Wenn die Gondeln Trauer tragen in der Verfilmung fast beibehalten worden - lediglich die Story rund um die Kirchenrestauration und manche Anspielungen, kleinere Handlungselemente fehlen in der literarischen Vorlage.

    Daphne Du Mauriers Novellen haben mich in der Art wie Spannung geschaffen wird an die Raold Dahls erinnert - oft am Ende der Geschichte noch ein Dreh mit dem der Leser nicht gerechnet hat, Unheimliches ganz unterschwellig. Zwar konnte ich die Auflösung oft schon vorher ahnen, das tat dem Lesevergnügen aber wenig Abbruch. Nicht ganz ohne Grund sind die Verfilmungen bekannter, da sie teilweise vielschichtiger und anspielungsreicher sind - was die Novellen bei einer Länge von etwa 50 Seiten auch kaum sein können. Trotzdem empfehlenswert für Leser die sich auf eher unblutige Weise einen Schauer über den Rücken jagen wollen.

    Große Unterhaltungsliteratur!

    4ratten

    Katia

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  • Annabas
    Gast
    • 24. August 2008 um 12:21
    • #2

    Hallo,
    danke für die interessante Rezi! Das Buch ist schon auf meinen Wunschzettel gewandert. :klatschen:

    Daphne DuMaurier ist eine der Autorinnen, von denen ich demnächst etwas wieder lesen möchte. Vor einiger Zeit habe ich "Rebecca" und "Meine Cousine Rachel" gelesen, beide fand ich damals angenehm spannend. Ein bisschen Bedenken habe ich, ob die Schreibweise vielleicht inzwischen zu altmodisch anmutet, aber das muss ich eben herausfinden.

    Viele Grüße von Annabas :winken:

  • Annabas
    Gast
    • 21. Februar 2009 um 16:56
    • #3

    Daphne Du Maurier – Die Vögel / Wenn die Gondeln Trauer tragen

    [kaufen='359616673X'][/kaufen]

    Inhaltsangabe:
    Fünf Erzählungen.

    Meine Meinung zum Buch::
    Jede Erzählung ist etwas ganz Besonderes. Der Gruselfaktor ist angenehm altmodisch und kommt (fast) ohne Blut aus und die Autorin schafft es, in jede Geschichte eine Überraschung einzubauen.
    Die einzelnen Erzählungen bewerte ich nachfolgend (ich nehme die hier übliche Bewertungsskala ++ / + / 0 /- / --)

    1. Die Vögel (++):
    Mit dem Film hat die Erzählung, die als Vorlage diente, nicht viel gemeinsam – außer dem Grundgeschehen, dass harmlose Vögel plötzlich und unerwartet Menschen und Häuser angreifen. Die Stimmung ist aber wesentlich düsterer und hoffnungsloser als im Film.

    2. Das Alibi (+):
    Mr Fenton verspürt plötzlich den Drang, einen Menschen zu töten. Die Vorbereitungen laufen perfekt, doch dann kommt etwas dazwischen, womit weder Mr Fenton noch ich als Leserin gerechnet habe. Sehr überraschend und wirklich gut.

    3. Die blauen Gläser (+):
    Die fast erblindete Marda lässt sich künstliche Linsen einsetzen, mit deren Hilfe sie wieder sehen kann. Doch sie kann nun mehr sehen, als sie will.
    Auch eine tolle Grundidee!

    4. Die gespaltene Sekunde (++):
    Was tun, wenn nach einem Spaziergang nichts mehr so ist, wie vorher, wenn plötzlich fremde Leute im Haus wohnen und alte Freunde verschwunden sind?
    Man kann die Verzweiflung der Protagonistin sehr gut nachfühlen, und auch ihr plötzliches Erkennen, was wirklich geschehen war.

    5. Wenn die Gondeln Trauer tragen (++):
    So spannend und geheimnisvoll wie der Film!

    Alles in allem ist diese Sammlung ein echter :tipp:

    Viele Grüße von Annabas :winken:

  • Kiba
    maulfaul
    Beiträge
    10.560
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    7
    • 3. Juli 2014 um 23:03
    • #4

    Heute habe ich Die Vögel von Daphne Du Maurier gelesen.

    Das sind nur 50 Seiten, also schnell erledigt. Als Kind habe ich mich des öfteren schön mit der Verfilmung gegruselt. Aber zwischen Film und Geschichte liegen wieder mal Welten.

    Die Ehefrau in der Kurzgeschichte ist unerträglich hilf- und nutzlos, tztztz.

    Die Stimmung der Geschichte ist ziemlich düster, wobei ich beim Lesen auf dem Balkon in der Sonne lag und um mich herum friedliches Vogelgezwitscher ein nettes Kontrastprogramm bot. :breitgrins:

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.

  • Kirsten
    Radbiest
    Beiträge
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    Bilder
    1
    • 1. August 2018 um 10:32
    • #5

    Die Vögel

    Ich kann mich nur wenig an den Film erinnern, aber ich habe den Eindruck als ob die beiden sehr verschieden sind. Verglichen mit dem Buch wirkt der Film oberflächlich auf mich. Daphne du Maurier hat es auf wenigen Seiten geschafft, viel Spannung aufzubauen. Der Farmer scheint der einzige Mensch zu sein, der die Bedrohung ernst nimmt und der etwas unternimmt. Trotzdem scheint es, als ob alle seine Mühe umsonst ist. Schade, dass die Geschichte nur so kurz ist.

    5ratten

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • Valentine 1. August 2018 um 10:33

    Hat den Titel des Themas von „Du Maurier, Daphne - Die Vögel/Wenn die Gondeln Trauer ....“ zu „Daphne Du Maurier - Die Vögel/Wenn die Gondeln Trauer tragen“ geändert.
  • Kirsten
    Radbiest
    Beiträge
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    Bilder
    1
    • 2. August 2018 um 14:00
    • #6

    Wenn die Gondeln Trauer tragen

    zählt zu meinen Lieblingsfilmen. Anders als der Film beschränkt sich das Buch nur auf die Ereignisse in Venedig. Die Ereignisse davor werden nur angedeutet und deshalb hatte ich manchmal Schwierigkeiten, Buch und Film zu trennen. Aber wie in Die Vögel auch, steigt hier die Spannung mit jeder Seite. Der letzte Satz "eine blödsinnige Art, zu sterben" gefällt meiner schwarzen Seele und hätte auch gut zum Hauptdarsteller Donald Sutherland gepasst :evil:

    5ratten

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • Bluebell
    Bibliothekar*in
    Beiträge
    1.978
    • 10. Juli 2025 um 08:12
    • #7

    [kaufen='978-3458363217'][/kaufen]

    Ich habe diese Version gelesen, in der leider wirklich nur zwei statt fünf Geschichten enthalten sind. Sehr gerne hätte ich noch mehr gelesen!

    Jedenfalls bin ich (nachdem mir vor etlichen Jahren bereits Rebecca sehr gut gefallen hat) nun sicher, dass ich auch in Zukunft bedenkenlos zugreifen kann, wenn mir wieder einmal etwas von Daphne du Maurier in die Hände fällt. :)

    Von beiden Erzählungen gibt es ja auch Verfilmungen, wobei ich erst Die Vögel gesehen habe. Das ist allerdings schon lange her, und ich kann dazu eigentlich nur sagen, dass ich den Film völlig anders und (entgegen seinem Ruf) bei weitem nicht so gruselig und bedrohlich in Erinnerung habe, wie ich die Kurzgeschichte empfunden habe.
    Womit ich aber nicht gerechnet habe, war dieses völlig offene Ende - so offen, dass ich die Geschichte, wenn ich es nicht besser wüsste, sogar für ein Fragment halten würde! Man erfährt ja wirklich gar nichts -

    Spoiler anzeigen

    - weder, was aus der Familie wird (wobei ich angesichts der Umstände nicht sehr optimistisch bin), noch, was mit den Vögeln los ist (eine mögliche Ursache wird ja nicht einmal angedeutet, was aber natürlich die Phantasie anregt), und auch nicht, wie große Kreise die Ereignisse außerhalb der Farm tatsächlich ziehen - dass ganz England betroffen ist, wird zwar klar, aber betrifft es auch den Rest Europas, und vor allem: hört es auch wieder auf? Drehen die Vögel nur während einiger Tage durch und werden dann wieder normal, oder bleiben die so aggressiv? Gibt es Überlebende - die Viecher können ja nicht die gesamte Bevölkerung (Großbritanniens? Europas?) ausrotten!? :/ ^^

    In der heutigen Zeit würde so eine Erzählung wahrscheinlich mit der Message "Die Natur schlägt zurück" unterlegt werden.

    Auf Wenn die Gondeln Trauer tragen bin ich gekommen, weil der Film ausgezeichnet sein soll und ich mir gedacht habe, dann kann es nicht schaden, vorher das Buch zu lesen. Auch hier baut sich der Gruselfaktor Seite für Seite, aber (aufgrund der Kürze) relativ schnell auf und es entwickelt sich rasch eine ganz eigene Atmosphäre, in die ich mich nur zu gern hineinkippen ließ. Auch hier gibt es jedoch ein (meiner Meinung nach) etwas seltsames Ende, das zwar bei weitem nicht so offen bleibt wie bei den Vögeln, aber mich doch mit einem kleinen "Hä?" zurückließ. ^^

    Spoiler anzeigen

    Ist also die Zwergin die Killerin, die in Venedig ihr Unwesen treibt? Und hat sie der Erzähler deswegen für ein Kind gehalten, weil ihm seine Psyche aufgrund der Trauer um seine Tochter einen Streich gespielt hat? Denn eigentlich sollten ein sechsjähriges Mädchen und eine kleinwüchsige Frau, so wie ihre Physiognomie dann beschrieben wird, doch eindeutig auseinander zu halten sein.

    Sehr schräg ist auch die Geschichte mit der Vision - was er zu sehen glaubte, war in Wahrheit ein Blick in Zukunft, der ihn jedoch davon abhält abzureisen - allerdings war ja die Tatsache, dass er nicht abgereist ist, überhaupt die Voraussetzung für das, was ihm später zustößt und somit der Grund für jenes Treffen, das er in seiner Vision beobachtet - da beißen sich Ursache und Wirkung sozusagen in den Schwanz und verursachen in meinem Kopf ein philosophisches Dilemma. :D

    Fazit: Super zu lesen und beeindruckend, wie auf jeweils verhältnismäßig wenigen Seiten dermaßen dichte Atmosphären kreiert werden, dass man meint, sie mit dem Messer schneiden zu können.

    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:


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