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4 - Three Love Problems
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Kapitel 34
Bei Featherstones Begräbnis wird wieder viel geklatscht und getratscht und über das Begräbnis an sich diskutiert. Auch so was Typisches fürs Dorfleben.
Und nicht nur Will Ladislaw ist wieder im Lande, sondern auch ein Unbekannter, der an Featherstones Beisetzung teilgenommen hat. Wer das wohl ist? Hatte er vielleicht doch ein Kind?
Kapitel 35
"The Christian Carnivora"
Schöne Bezeichnung für die gierigen Möchtegern-Erben - die eine ziemliche Überraschung erleben, als das Testament eröffnet wird. Der Alte hatte ja einen schrägen Humor, sein altes Testament nicht ungültig zu machen, so dass sich zunächst einige als glückliche Erben betrachten, nur um festzustellen, dass im eigentlichen, zweiten Testament alles ganz anders verteilt wurde und sie leer ausgehen. -
Kapitel 36
Mutter Vincy ist ja ziemlich überzeugt, dass ihre Kinder äußerst wohlgeraten sind

Der Vater hat Bedenken, was Rosamonds Verlobung mit Lydgate angeht, da der junge Doktor nicht viel Geld hat und sich erst noch fest etablieren muss. Lydgate wiederum fühlt sich unwohl in seiner Rolle als Verlobter, stört sich am Dorfklatsch und ist auch nicht begeistert davon, so viel Zeit bei den Vincys zu verbringen, wo er sich nicht sonderlich wohl fühlt. Lieber würde er sich seiner Forschung widmen. Mit Farebrother scheint er sich ja trotz der Abstimmung über die Kaplansstelle im Krankenhaus angefreundet zu haben, das Zwiegespräch der beiden fand ich sehr nett.
Rosamond weiß indessen, wie sie ihren Vater zu nehmen hat, und beschwatzt ihn letztendlich, der Verlobung doch zuzustimmen.
Kapitel 37
Brooke hat eine Zeitung, den "Pioneer", gekauft und Will zum Herausgeber befördert. Das sorgt unter den anderen hohen Herren in der Gegend für ziemlichen Aufruhr, zumal Will auch noch ausländischer Abstammung ist.
Zwischen Will und Casaubon herrscht immer noch Eiszeit, aber Brooke schafft es gelegentlich, ihn zum Besuch in Lowick mitzubringen, worüber Dorothea nicht unglücklich ist:
ZitatHence the mere chance of seein Will occasionally was like a lunette opened in the wall of her prison, giving her a glimpse of the sunny air (...)
Zitat(...) it seemed fresh water at her thirsty lips to speak without fear to the one person whom she had found receptive )...)
Eines Tages ergibt sich dann endlich eine Gelegenheit, dass die beiden alleine miteinander reden können, und sie lässt vage durchblicken, dass sie wirklich nicht glücklich ist mit ihrem Ehemann. Er wiederum erzählt ihr von seinen Eltern und Großeltern, den ärmlichen Verhältnissen, in denen er aufgewachsen ist, bis Casaubon die Familie finanziell unterstützte, und bittet sie schließlich um ihre Meinung zu seinem Angebot, für Brookes Zeitung zu arbeiten.
Dumm nur, dass Dorothea Casaubon von Wills Plänen erzählt, der sich bemüßigt fühlt, in einem geschraubten langen Brief darzulegen, dass er davon ganz und gar nichts hält. So einfach lässt sich Will aber nicht Vorschriften machen und wehrt sich seinerseits brieflich. Ob Casaubon ahnt, dass Will und Dorothea auf vertrautem Fuße stehen? Oder ist er immer noch sauer, dass Will sich gegen seine Einmischerei gewehrt und dafür sogar auf das Geld verzichtet hat?
Kapitel 38
Mrs. Cadwallader, die Pfarrersfrau mit der losen Zunge, macht mir inzwischen durchaus Spaß, vor allem, dass sie Casaubon jetzt "Aquinas" nennt, fand ich lustig.
Mr. Brookes politische Ambitionen schlagen auch im Pfarrhaus hohe Wellen. Man hält nicht gerade viel von ihm, wie mir scheint, und offenbar geht er mit den Pächtern auf seinem Land nicht gerade vorbildlich um. Ich bin gespannt, ob er letztendlich Erfolg haben wird.
Kapitel 39
Dorothea beginnt sich wieder für das Projekt "bessere Behausungen für die Armen" zu interessieren, als sie mit James Chettam und ihrem Onkel zusammentrifft.
Und sie erfährt, dass Casaubon Will das Haus verboten hat, was für sie beide traurig ist. Trotzdem versucht sie ihre Gefühle herunterzuspielen. "I have no longings" - was für eine schrecklich resignierte Aussage aus dem Mund einer so jungen Frau!
Brooke besucht einen seiner Pächter, dessen Sohn beim Wildern erwischt wurde, und bemüht sich, guten Willen zu zeigen, indem er auf Anzeige oder Strafe verzichtet ...
Kapitel 40
Der Einblick ins Familienleben der Garths gefällt mir, trotz aller Schwierigkeiten und der gestrengen Art der Mutter herrscht doch ein liebevoller Umgang. Das Angebot von Brooke, Garth wieder als Verwalter einzusetzen, bedeutet finanzielle Erleichterung für die geplagte Familie, und Mary muss nicht weggehen, um als Lehrerin ihr Geld zu verdienen.
Farebrother versucht ein gutes Wort für Fred Vincy einzulegen, und tatsächlich überlegt sich Garth, ihn als Assistenen zu engagieren.
Kapitel 41
Featherstones rätselhafter Erbe bekommt ungebetenen Besuch von seinem ungeliebten Stiefvater, der ein Stückchen vom geerbten Kuchen abhaben will. Den sehen wir sicherlich noch mal wieder, auch wenn er zunächst einen schnellen Abgang gemacht hat ...
Kapitel 42
Lydgate, inzwischen verheiratet, macht einen Hausbesuch in Lowick Manor, wo Casaubon über seine Gattin nachdenkt und sich eingestehen muss, dass sie nicht die Musterehefrau ist, die er sich vorgestellt hat. Obwohl sie ihre Pflichten treu und brav erfüllt, fühlt er sich von ihr kritisiert, und natürlich ist ihm auch ihr gutes Verhältnis zu Ladislaw ein Dorn im Auge. Er glaubt, Will hätte es darauf abgesehen, nach seinem, Casaubons, Ableben Dorothea zu heiraten und so an ihr Erbe zu kommen - aber da wird er nun einen Riegel vorschieben. (Was für ein misstrauischer Typ, und was für ein Pessimist, der in allen immer nur das Schlechteste sieht und vermutet!)
Auf sein Drängen hin erfährt er auch endlich von Lydgate die Wahrheit über seinen Zustand und ist äußerst verstimmt, als sich herausstellt, dass Dorothea schon längst Bescheid wusste.
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Ich habe jetzt bis zum 37. Kapitel geelesen:
Ich muss sagen dass, je länger ich lese, ich umso mehr diese Geschichte mag. Auch ich war kurz davor, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen und bin so froh, dass ich es nicht getan habe, denn gerade im Moment entdecke ich Passagen, die auch immer wieder mein Leben betreffen und die Worte mit denen George Eliot gewisse Dinge beschreibt, treffen genau ins Schwarze. Es sind genau die Worte, die ich immer suche. Ich merke immer mehr, dass ich mich gerne mit dieser Frau unterhalten hätte, aber es hat immer noch keiner an der Realisierung von Zeitreisen gearbeitet.

Ich kann nur sagen, dass mir Casaubon immer unsympathischer wird. Er ist ein Egoist par execellence und ruht sich nun auf seiner erfolgreichen Hochzeit aus. Er vernachlässigt seine Frau und ich denke er weiß es und darum ist er auch so eifersüchtig. ER erahnt, dass Will ganz andere Saiten in Dorothea zum erklingen bringt, als er es jemals in der Lage wäre. In Gegenwart von Will wird mir Dorothea auch das erste Mal etwas sympathischer, weil sie auf einmal viel lebendiger wird. Er tut ihr gut, die Gespräche mit ihm und die Achtung und den Respekt den er ihr als Mensch entgegenbringt. Ich finde es gut und faszinierend von Will, dass er so ehrlich ist und nun alleine seinen Lebensunterhalt bestreitet um ja nicht mehr von diesem Kotzbrocken abhängig zu sein. Das nenne ich konsequent und verdient vollste Anerkennung.
Wie selten findet man es heute noch, dass Menschen, weil sie glücklich sein wollen, in den sauren Apfel beißen und dass angenehme Leben zu Gunsten des Glücks aufgeben und lieber härter für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Die meisten gehen doch den Weg des geringsten Widerstandes und jammern dann rum, dass sie so unglücklich sind, aber keiner ändert etwas an der Situation, weil sie einfach keine Lust auf ein unbequemeres Leben haben. Ich habe diese Sorte Mensch so satt und umso mehr mag ich diesen Will.
Ich fand diese Geier, die sich um das Sterbebett vom alten Featherstone versammelt haben einfach nur erbärmlich. Das habe ich auch schon life erlebt und es hat mich einfach nur angekotzt. Wie Valentine schon sagte; nur die Kleider ändern sich, aber nicht die Geschichte.Viele GRüße Tina
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Ich muss sagen dass, je länger ich lese, ich umso mehr diese Geschichte mag. Auch ich war kurz davor, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen und bin so froh, dass ich es nicht getan habe, denn gerade im Moment entdecke ich Passagen, die auch immer wieder mein Leben betreffen und die Worte mit denen George Eliot gewisse Dinge beschreibt, treffen genau ins Schwarze. Es sind genau die Worte, die ich immer suche. Ich merke immer mehr, dass ich mich gerne mit dieser Frau unterhalten hätte, aber es hat immer noch keiner an der Realisierung von Zeitreisen gearbeitet.
Das wäre wirklich toll. Sie hatte einen großartigen Blick fürs Zwischenmenschliche, für die schönen wie die hässlichen Seiten, und zwischendurch blitzt auch immer mal wieder ein ziemlich bissiger Humor auf.
ZitatWie selten findet man es heute noch, dass Menschen, weil sie glücklich sein wollen, in den sauren Apfel beißen und dass angenehme Leben zu Gunsten des Glücks aufgeben und lieber härter für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Die meisten gehen doch den Weg des geringsten Widerstandes und jammern dann rum, dass sie so unglücklich sind, aber keiner ändert etwas an der Situation, weil sie einfach keine Lust auf ein unbequemeres Leben haben. Ich habe diese Sorte Mensch so satt und umso mehr mag ich diesen Will.
Schön gesagt! Ich mag ihn ja eh wegen der Verfilmung, aber ich finde ihn auch unglaublich sympathisch beschrieben
Er geht seinen Weg und will sich dabei von niemand abhängig machen. Irgendwo habe ich mal den Spruch gelesen, man solle nichts aus einer Hand annehmen, die man nicht auch gerne schütteln würde, wenn sie nichts außer dem Händedruck selbst anzubieten hätte. Will ist einer der wenigen Menschen, der das wirklich verinnerlicht zu haben scheint.ZitatIch fand diese Geier, die sich um das Sterbebett vom alten Featherstone versammelt haben einfach nur erbärmlich. Das habe ich auch schon life erlebt und es hat mich einfach nur angekotzt. Wie Valentine schon sagte; nur die Kleider ändern sich, aber nicht die Geschichte.
Wie viele Familien zerbrechen auch heute noch an solch kleinlichen Erbstreitigkeiten :sauer:
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Ich habe jetzt diesen Teil beendet und freue mich schon auf den nächsten. Es verspricht interessanter zu werden.
Casaubon erkennt, warum er bei Dorothea an Sympathie verliert, aber er kommt nicht auf den Gedanken auch nur ansatzweise sein Verhalten zu ändern. Er ist so egoistisch, dass er Dorothea noch nicht einmal nach seinem Tod den Kontakt mit seinem Vetter gönnt.
Für die Garth‘ freue ich mich aufrichtig. Es ist ihnen zu gönnen, dass es jetzt anscheinend besser bestellt sein wird um ihre wirtschaftliche Lage. Nun hat auch Mary Gewissensbisse gegenüber Fred, weil sie indirekt daran schuld ist, dass Fred nicht, sein ihm zugedachtes, Erbe erhalten hatte.
Ich bin mir allerdings nicht Sicher, ob Lydgate mit Rosamund glücklich wird, aber ich wünsche es ihnen.Viele Grüße Tina
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Für die Garth‘ freue ich mich aufrichtig. Es ist ihnen zu gönnen, dass es jetzt anscheinend besser bestellt sein wird um ihre wirtschaftliche Lage.
Das hat mich auch gefreut. Ich mag die Familie!
Mary tat mir ziemlich leid wegen der Sache mit Freds Erbe. Aber wahrscheinlich wäre es ihr auch irgendwie auf die Füße gefallen, wenn sie sich anders verhalten hätte - diese Erbgeier hätten ihr sicher die Hölle heiß gemacht.
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Ok, auch durch.
Ich muss zugeben, dass ich diesen Abschnitt ein wenig langweilig fand, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich jetzt gerade so durch das Buch hetze.
Will will von nun an also selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen. Das ist natürlich sehr löblich und ich finde es schön, dass er seinen Lebensstil so ein wenig für Dorothea opfert. Er erkennt ja recht schnell, dass sie nicht glücklich ist.
Witzig fand ich in diesem Abschnitt die Verlobung von Lydgate und Rosamond. Er ist wirklich süß und will - gegen den Willen ihres Vaters - eine schnellst mögliche Hochzeit, kauft ein Haus und sagt, dass man ja alles nach und nach kaufen könnte. Aber Rosamond muss natürlich 12 Taschentücher am Hochzeitstag haben und Hochzeitskleidung etc. Ich glaube, der gute Lydgate hat sich das auch etwas anders vorgestellt.
Die Garths sind meine Lieblingscharaktere. Sie sind alle unglaublich sympathisch und ich finde es schade, dass man als Leser nicht öfter in ihr Haus eingeladen wird. Die Familie freut sich, dass Mary jetzt bei ihnen bleiben kann und Mr. Garth geht mit lauter Enthusiasmus an die Arbeit. Tolle Familie!
Mary tat mir ziemlich leid wegen der Sache mit Freds Erbe. Aber wahrscheinlich wäre es ihr auch irgendwie auf die Füße gefallen, wenn sie sich anders verhalten hätte - diese Erbgeier hätten ihr sicher die Hölle heiß gemacht.Das finde ich besonders schlimm. Featherstone muss doch geahnt haben, dass Mary etwas mehr für Fred empfindet. Er stellt sie also vor die Wahl, von den Aasgeier gevierteilt zu werden, oder ewig damit leben müssen, dass sie ihren Geliebten (und somit auch sich selbst) um ihr Glück gebracht hat. Das ist schrecklich.
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Er ist wirklich süß und will - gegen den Willen ihres Vaters - eine schnellst mögliche Hochzeit, kauft ein Haus und sagt, dass man ja alles nach und nach kaufen könnte. Aber Rosamond muss natürlich 12 Taschentücher am Hochzeitstag haben und Hochzeitskleidung etc. Ich glaube, der gute Lydgate hat sich das auch etwas anders vorgestellt.Ob ihm da schon Böses geschwant hat? Wahrscheinlich hat er das aber vor Verliebtheit nicht wirklich einzuschätzen gewusst. Mademoiselle muss natürlich alles standesgemäß haben
ZitatDie Garths sind meine Lieblingscharaktere. Sie sind alle unglaublich sympathisch und ich finde es schade, dass man als Leser nicht öfter in ihr Haus eingeladen wird. Die Familie freut sich, dass Mary jetzt bei ihnen bleiben kann und Mr. Garth geht mit lauter Enthusiasmus an die Arbeit. Tolle Familie!
Finde ich auch. Ich empfinde das Familienleben, so wie es geschildert wird, bei ihnen als relativ modern, mit einer Mutter, die nicht nur den Haushalt macht, sondern auch für die Bildung der Kinder sorgt, und einer fröhlich-chaotischen Kinderschar, die nicht gerade auf den Mund gefallen ist.
ZitatDas finde ich besonders schlimm. Featherstone muss doch geahnt haben, dass Mary etwas mehr für Fred empfindet. Er stellt sie also vor die Wahl, von den Aasgeier gevierteilt zu werden, oder ewig damit leben müssen, dass sie ihren Geliebten (und somit auch sich selbst) um ihr Glück gebracht hat. Das ist schrecklich.
Ich frage mich immer noch, warum er sie vor diese Wahl gestellt hat
