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Elizabeth George - Wer die Wahrheit sucht/A Place of Hiding

  • Valentine
  • 1. Dezember 2015 um 10:37
  • Zum letzten Beitrag
Bitte achtet auf die aktuelle Regeländerung der Forenregeln (Punkt 7) - KI-Texte werden hier im Forum nicht geduldet und unverzüglich gelöscht!

Es gibt 90 Antworten in diesem Thema, welches 24.482 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Dezember 2015 um 08:59) ist von Valentine.

  • Valentine
    Mermaid Librarian
    Beiträge
    29.067
    Bilder
    35
    • 1. Dezember 2015 um 10:37
    • #1

    [kaufen='3442462983'][/kaufen] [kaufen='1444738364'][/kaufen]

    Hier kommt unser Thread zu Lynley 12 :smile:

    Ich wünsche uns wieder ganz viel Spaß und spare mir wie immer allen weiteren Kommentar außer der Bitte, an Spoilermarkierungen zu denken und klar zu kennzeichnen, wo Ihr gerade im Buch seid.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
    Beiträge
    5.552
    • 1. Dezember 2015 um 13:48
    • #2

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe gestern Abend mit Lesen begonnen und bin bis einschl. Kapitel 2 gekommen.

    Ich habe das Buch 2007 oder 08 gelesen, kann mich aber mal wieder nur daran erinnern, dass die Handlung auf Guernsey spielt - und ich seither unbedingt mal die Kanalinseln besuchen will :breitgrins: Und dass mir das Buch damals gut gefallen hat.

    Wir haben uns ja in den letzten Bänden schon öfters über das Bild der Frau in Frau Georges Büchern gewundert - und hier passiert mir das direkt auch wieder. Immerhin sind wir inzwischen in den 2000er Jahren angekommen und prompt läuft einem China River über den Weg, die sich insgeheim nur über einem Mann definieren kann. Und das so extrem, dass sie wirklich nie mitbekommen hat, dass Matt sie nur als Betthäschen gebraucht hat? All die Jahre? Dabei scheint sie doch eigentlich auf eigenen Füßen zu stehen.

    Und auch Deborah ist wieder mal hochsensibel und hat mit ihrem geringen Selbstvertrauen zu kämpfen. Ich war ehrlich froh, als plötzlich Cherokee vor ihrer Tür steht und ihre Hilfe braucht, das lenkte Deborah (und uns) von ihren aktuellen Problemen ab.

    Helen hält sich oft für nichts wert, Deborah hat ebenfalls ein schlechtes Selbstbewußtsein, beide Frauen sind ständig der Meinung, sie stehen weit unter ihren Männern. Isabelle Ardery war auch sehr speziell (und wird es noch in den nächsten Bänden) und auch die vielen durchlaufenden weiblichen Figuren kommen immer schlechter in den Romanen weg als die Männer, finde ich. Wenn Frau George ein Mann wäre, dann würde ihr ja beinahe etwas Frauenfeindlichkeit unterstellen :breitgrins: Barbara kommt mir hier noch am normalsten vor.

    Ich finde es gut gemacht, dass wir diesmal bereits mit einem geschehenen Mord und einer festgenommenen Verdächtigen konfrontiert werden und so "von außen" in die Handlung kommen. Auch, dass diesmal der Fokus bei den St. James' liegt, finde ich gut.

    Cherokee ist ja echt ein verträumtes Herzchen, bei mir hätten direkt sämtliche Alarmglocken geschrillt, wenn mir jemand für einen Kurierdienst 5000 Dollar bieten würde. Da geht es mir wie China. Wobei,nachdem sie sich mit Guy anfreundet, scheint es doch eher keinen kriminellen Hintergrund zu geben. Ich bin gespannt, für welches Projekt die überbrachten Pläne sind. Und ich bin auch noch lange nicht überzeugt, dass der Mord was mit den Plänen zu tun hat. Frau George liefert uns auch gleich weitere Motive bzw. Verdächtige: Menschen, die von Guy lange Zeit begünstigt wurden und seit der Erkrankung seiner Schwester nicht mehr und die deswegen sauer auf ihn sein könnten. Näheres wissen wir aber noch nicht. In jedem Fall tut mir die Schwester leid, die nun todkrank alleine zurückbleibt.

    Ob der Mann am Strand etwas mit dem Mord zu tun hat? Was hat er damals gesucht? Und wie ist Guy überhaupt gestorben?

    China erschien mir am Anfang recht bodenständig, aber was ihre Beziehung mit Matt angeht, war das wohl eher eine Seifenblase. Gut, es ist zwar nicht schön, dass ihr eigener Bruder sie damals an Matt "verkauft" hat, aber abgeneigt war sie damals ja scheinbar auch nicht. Und es hätte sich ja dennoch durchaus Liebe daraus entwickeln können, damals waren sie ja noch sehr jung.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Miramis
    Patronus
    Beiträge
    7.434
    • 1. Dezember 2015 um 21:51
    • #3

    Hallo zusammen,

    schön dass wir den nächsten Lynley miteinander in Angriff nehmen. Ich bin nun auch mit an Bord und habe bis einschließlich Kapitel 3 gelesen.

    Diesmal soll ja das Ehepaar St. James im Zentrum des Falles stehen, und folgerichtig fängt es auch mit ihnen an. Deborahs Ausstellung ist gefloppt; schade für sie, aber mal im Ernst, was hat sie denn gedacht? Dass sie plötzlich ein neuer Stern am aufgehenden Fotografenhimmel ist? Ich fände es gar nicht so schlecht für sie, wenn sie sich mal mit der so abwertend bezeichneten "kommerziellen" Fotographie einen Namen macht, aber wahrscheinlich denke ich für ihre Kreise eh viel zu pragmatisch. Nun gut, wenigstens ist die Kinderlosigkeit ein Thema, das wir bis hierher nur ganz sachte gestreift haben, vielleicht haben wir ja Glück und es bleibt dabei.

    Denn: es tut sich ein Fall auf! China River scheint hier in eine brenzlige Lage geraten zu sein, aber Vorsicht: bisher wissen wir nur durch Cherokees Erzählung, was passiert ist. Wer weiß, was dieser Tunichtgut alles weggelassen oder hinzugefügt hat... es geht jedenfalls um Mord. Das Opfer kennen wir auch bereits aus einer kurzen Sequenz, und auch schon ein wenig aus dem Umfeld.

    Erzählerisch finde ich es ganz gut gemacht, wie Elizabeth George ihre Geschichte diesmal aufzieht. Wir werden wohl mit den Ermittlern, sprich Deborah und St. James, auf Spurensuche gehen und die ganze Angelegenheit von vorne aufrollen. Das Setting mit Guernsey als Schauplatz des Verbrechens finde ich sehr reizvoll, auch die Einblicke in die Zeit des 2. Weltkriegs und der Besatzung. Von Charlotte Link hab ich schon mal ein Buch über diese Zeit auf der Insel gelesen und fand es ziemlich spannend, insofern habe ich eine vage Vorstellung, was die Bevölkerung damals erlebte. Zu dem Thema ein Museum zu schaffen, ist sicher eine interessante Angelegenheit. Aber ob der Mord direkt damit zusammen hängt, soweit würde ich mich zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall aus dem Fenster lehnen.

    Also, ich wünsche uns allen ein paar schöne und spannende Lesestunden und freue mich schon aufs Spekulieren! :breitgrins:

    :lesen: Kai Meyer - Die Bibliothek im Nebel

  • Miramis
    Patronus
    Beiträge
    7.434
    • 1. Dezember 2015 um 22:00
    • #4
    Zitat von odenwaldcollies


    Wir haben uns ja in den letzten Bänden schon öfters über das Bild der Frau in Frau Georges Büchern gewundert - und hier passiert mir das direkt auch wieder. Immerhin sind wir inzwischen in den 2000er Jahren angekommen und prompt läuft einem China River über den Weg, die sich insgeheim nur über einem Mann definieren kann. Und das so extrem, dass sie wirklich nie mitbekommen hat, dass Matt sie nur als Betthäschen gebraucht hat? All die Jahre? Dabei scheint sie doch eigentlich auf eigenen Füßen zu stehen.


    Hm, ich kann mir eigentlich nciht vorstellen, dass eine Beziehung mit so wenig Substanz über solch einen langen Zeitraum tragfähig ist. Ob es wohl wirklich so war, dass ihr Bruder sie "verkauft" hat? Oder redet er nur Unsinn, um sie von Matt loszueisen?

    Zitat von odenwaldcollies


    Cherokee ist ja echt ein verträumtes Herzchen, bei mir hätten direkt sämtliche Alarmglocken geschrillt, wenn mir jemand für einen Kurierdienst 5000 Dollar bieten würde. Da geht es mir wie China.


    Genau! Ich hoffe ja sehr, dass Cherokee nicht selbst etwas mit dem Mord zu tun hat und China nur dafür missbraucht, ihr die Tat in die Schuhe zu schieben. Denn, für was genau sollen die 5000 Dollars denn seind? Ich bin da sehr misstrauisch.

    Zitat von odenwaldcollies


    Ob der Mann am Strand etwas mit dem Mord zu tun hat? Was hat er damals gesucht? Und wie ist Guy überhaupt gestorben?


    Diese Fragen beschäftigen mich auch und ich denke, wir werden früher oder später Antworten darauf erhalten. Im Moment wissen wir ja noch nicht einmal, was mit Guy überhaupt passiert ist. Da ist es schwierig, irgendwelche Verschwörungstheorien zu spinnen. :breitgrins:

    :lesen: Kai Meyer - Die Bibliothek im Nebel

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
    Beiträge
    5.552
    • 1. Dezember 2015 um 22:28
    • #5
    Zitat von Miramis


    Hm, ich kann mir eigentlich nciht vorstellen, dass eine Beziehung mit so wenig Substanz über solch einen langen Zeitraum tragfähig ist. Ob es wohl wirklich so war, dass ihr Bruder sie "verkauft" hat? Oder redet er nur Unsinn, um sie von Matt loszueisen?

    Genau das kann ich mir auch schwer vorstellen, dass die Beziehung dann so viele Jahre lief. Ich bin mir ebenfalls nicht sicher, ob Cherokee das mit dem "Verkauf" vorgeschoben hat.

    Zitat von Miramis


    Genau! Ich hoffe ja sehr, dass Cherokee nicht selbst etwas mit dem Mord zu tun hat und China nur dafür missbraucht, ihr die Tat in die Schuhe zu schieben. Denn, für was genau sollen die 5000 Dollars denn seind? Ich bin da sehr misstrauisch.

    Als Mörder sehe ich Cherokee bisher nicht, dafür kommt er mir zu harmlos und naiv vor. Obwohl, genau das ist auch wieder verdächtig :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
    Beiträge
    5.552
    • 1. Dezember 2015 um 22:32
    • #6
    Zitat von Miramis


    Deborahs Ausstellung ist gefloppt; schade für sie, aber mal im Ernst, was hat sie denn gedacht? Dass sie plötzlich ein neuer Stern am aufgehenden Fotografenhimmel ist? Ich fände es gar nicht so schlecht für sie, wenn sie sich mal mit der so abwertend bezeichneten "kommerziellen" Fotographie einen Namen macht, aber wahrscheinlich denke ich für ihre Kreise eh viel zu pragmatisch. Nun gut, wenigstens ist die Kinderlosigkeit ein Thema, das wir bis hierher nur ganz sachte gestreift haben, vielleicht haben wir ja Glück und es bleibt dabei.

    Dass sie enttäuscht ist, kann ich noch verstehen aber sie mußte sich ja darüber im Klaren sein, dass genau so etwas passiert. Wenn sie deswegen direkt in eine tiefe Sinnkrise stürzt, dann sollte sie sich wirklich lieber erstmal, wie auch von dir geschrieben, in der kommerziellen, aber sicheren Fotographie einen Platz sichern.
    Ehrlich, ich befürchte, dass das Thema Kinderlosigkeit noch nicht durch ist, zumal auch Helen schwanger ist.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Kirsten
    Radbiest
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    1
    • 2. Dezember 2015 um 08:53
    • #7

    Ich bin bis Montecito gekommen

    Da greift Frau George ziemlich in die Klischeekiste: Kalifornien, Surfer, Hippies... Wie kann man seine Kinder nur China und Cherokee nennen :entsetzt: China scheint sich wirklich nur über ihren Matt zu definieren. Dass sie ständig auf das Telefon schielt (bei diesem Wort ist mir wieder einmal aufgefallen, wie alt auch dieses Buch ist) und auhc ihre Gedanken ständig um ihn kreisen... hat sie kein eigenes Leben? Denn das hat er anscheinend schon, so wie ich das aus dem Telefongespräch heraushöre.

    Zitat von odenwaldcollies

    Genau das kann ich mir auch schwer vorstellen, dass die Beziehung dann so viele Jahre lief. Ich bin mir ebenfalls nicht sicher, ob Cherokee das mit dem "Verkauf" vorgeschoben hat.

    Das kann ich mir bei der Konstellation schon vorstellen. China will nicht alleine sein und Matt braucht jemand fürs Bett :rollen:

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
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    • 2. Dezember 2015 um 10:55
    • #8
    Zitat von Kirsten


    Dass sie ständig auf das Telefon schielt (bei diesem Wort ist mir wieder einmal aufgefallen, wie alt auch dieses Buch ist)

    Bei "Telefon" habe ich auch kurz gestutzt, denn das Buch ist 2003 rausgekommen, aber nachdem dann die Handys erwähnt wurden, war ich beruhigt :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • Kirsten
    Radbiest
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    1
    • 2. Dezember 2015 um 11:16
    • #9
    Zitat von odenwaldcollies

    Bei "Telefon" habe ich auch kurz gestutzt, denn das Buch ist 2003 rausgekommen, aber nachdem dann die Handys erwähnt wurden, war ich beruhigt :breitgrins:

    Beim Handy hatte ich das Gefühl, als ob ihr diese "neue" Sache noch nicht so geheuer war. So richtig angekommen ist sie noch nicht im Handy-Zeitalter :zwinker:

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
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    5.552
    • 2. Dezember 2015 um 11:29
    • #10

    Gestern Abend bis einschl. Kapitel 5 gelesen:

    Guy schien recht beliebt auf Guernsey gewesen zu sein und streckenweise habe ich mich gefragt, warum ihn jemand umgebracht hat. Aber sein Saubermann-Image bekommt erste Kratzer, wenn man den Umgang mit seiner Familie, oder Familien, sieht. Scheinbar war er ein notorischer Fremdgänger und die Beziehung zu seinem Sohn war ebenfalls schlecht. Wobei er früher wohl bemüht darum war, seinen Sohn öfters sehen zu dürfen. Aber inzwischen war es nur noch hässlich zwischen den beiden. Warum hat sich das so entwickelt? Schleichend oder ist etwas spezielles vorgefallen? War Guy vielleicht gar nicht Adrians Vater? Wobei Guy auch fremde Menschen unterstützte, wie Frank und Graham, denen er den Floh von dem Kriegsmuseum ins Ohr setzt. Oder Paul aus einer armen Familie, den er unter seine Fittiche genommen hat. Warum also diese abweisende Haltung Adrian gegenüber? Zugegeben, Adrian zeigt sich bei seinem ersten Auftritt alles andere als von seiner guten Seite, aber seinen Frust bzgl. Guy kann ich schon etwas nachvollziehen.

    Die Idee mit dem Museum für all die Sammlerstücke von Frank und Graham finde ich nicht schlecht, allerdings befremdet mich Franks Sehnsucht nach der damaligen heroischen Zeit doch etwas. Außerdem missfällt mir absolut sein Verhalten Paul gegenüber. Guy dachte am Morgen seines Todes (so liest es sich jedenfalls, dass er an dem Morgen, an dem wir ihn zum Schwimmen begleitet haben, ermordet wurde) daran, dass er einige Menschen, die er bisher finanziell unterstützt hatte, nun enttäuschen muss. Heißt das, dass Frank noch nichts wusste, dass ihm evtl. die finanzielle Unterstützung durch Guy wegbricht? Er schließt ja nicht aus, dass das Testament hier vielleicht noch eine Regelung parat hält. Dafür zu morden, ohne es genau zu wissen, wäre aber dünn.

    Was ist das mit Paul? Ich finde es ja toll, wenn Guy den Jungen unterstützt hat und ihm dadurch vllt. eine Zukunftsperspektive ermöglichen kann, aber wie weit ging ihre Beziehung von Guys Seite aus? Und warum flüchtet Paul vor Valerie, als diese seinen Rucksack öffnen möchte? Wollte er etwas vor ihr verstecken? Der Junge tut mir jedenfalls sehr leid.

    Cherokee und China waren also bei der Szene, in der Guy zum Schwimmen geht, bereits auf Guernsey. Soll China das Busenwunder sein, von dem Adrian spricht? Von einer anderen Frau war bisher noch nicht die Rede, die zu dem Zeitpunkt öfters mit Guy zusammen war. Andererseits wurde dieses äußere Attribut bisher bei China noch nicht ausdrücklich erwähnt :breitgrins:

    Guy ist an dem Stein erstickt, der bei seinem Auftritt erwähnt wurde. Es ist ein Elfenrad, ein Stein, der seinen Träger beschützen soll. Von wem er ihn erhalten hat, wurde, glaube ich, auch nicht erwähnt. War er nicht selber überrascht, diesen Stein zu finden? Wobei ich das Gefühl hatte, er hatte einen Verdacht, von wem er sein könnte.

    War sich Lynley nicht bewusst, dass er Deborah den Schubs in Richtung Ermittlungen auf eigene Faust gegeben hat? Oder hat er damit schlichtweg nicht gerechnet? Ich kann Deborah verstehen, wenn sie nun nicht so schnell locker lässt, aber Simons Sorge, dass es gefährlich wird, wenn sie dem wahren Mörder zu nahe kommen, sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Ich denke, es ist kein Fehler, wenn sie sich zu dritt an die Nachforschungen machen, wobei das immer noch gefährlich genug ist. Und die Polizei von Guernsey wird auch alles andere als begeistert sein.

    Die Autorin präsentiert schon ein paar Verdächtige samt mögliche Mordmotive, aber wahrscheinlich liegt die Wahrheit am Schluß wieder wo ganz anders :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
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    • 2. Dezember 2015 um 11:30
    • #11
    Zitat von Kirsten


    Beim Handy hatte ich das Gefühl, als ob ihr diese "neue" Sache noch nicht so geheuer war. So richtig angekommen ist sie noch nicht im Handy-Zeitalter :zwinker:

    Stimmt, das Gefühl hatte ich auch :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • kaluma
    Leserin & Vorleserin
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    8.193
    • 3. Dezember 2015 um 01:07
    • #12

    Hallo zusammen,

    ich wollte nur kurz vermelden, dass ich leider wieder etwas verspätet einsteigen werde. Zwar habe ich das Buch hier liegen, aber ich hänge noch beim Lockwood fest. Ich versuche mich zu beeilen.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Kirsten
    Radbiest
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    1
    • 3. Dezember 2015 um 08:56
    • #13

    Ich habe bis einschliesslich Kapitel 9 gelesen.

    Kann St. James wirklich einfach in dem Fall ermitteln? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keine Probleme mit unterschiedlichen Zuständigkeiten gibt. Immerhin ist er doch in London fest angestellt, oder? Ich finde es auch problematisch, dass er und Deborah persönlich in den Fall involviert sind, weil sie die Hauptverdächtige kennen. Gerade Deborah lässt sich zu sehr von ihren Gefühlen leiten... da sehe ich Probleme auf die beiden zukommen.

    Guy scheint nicht nur der nette Kerl gewesen zu sein, den seine Schwester in ihm zu sehen glaubt. Zumindest war er ein ziemlicher Frauenheld und in der Beziehung nicht gerade wählerisch. Seine Exfrau und die letzte Geliebte werfen in jedem Fall ein komisches Licht auf seinen Frauengeschmack. Lief da doch etwas mit China? Und was ist mit Paul, den er "mein Prinz" genannt hat?

    China kommt mir ganz anders vor, als ich sie in Kalifornien kennen gelernt habe. Sie wirkt kalt und unbeteiligt. Das mag natürlich der Schock sein. Aber so, wie sie sich gerade am Anfang präsentiert und dann später verhalten hat, passt das für mich nicht zusammen.

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • Valentine
    Mermaid Librarian
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    35
    • 3. Dezember 2015 um 10:20
    • #14

    Immerhin habe ich gestern das erste Kapitel geschafft :rollen:

    China und Cherokee haben nicht nur ungewöhnliche Namen, sondern auch verwirrende Familienverhältnisse, sie scheinen nur Halbgeschwister zu sein und sich nicht allzu gut zu verstehen. Cherokee hat seine Schwester offenbar auch nicht zum ersten Mal um Geld angepumpt. Und nachdem rauskam, dass er seine Schwester gegen 50 Dollar und ein Surfbrett quasi an diesen Matt, mit dem sie zusammen ist (der hat 100 Pro eine Affäre, oder?), "verkauft" hat, scheint er schon immer knapp bei Kasse gewesen zu sein.

    Ich wüsste auch zu gerne, was hinter seinem komischen Auftrag steckt. Das ist garantiert nicht koscher.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

  • Kirsten
    Radbiest
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    • 3. Dezember 2015 um 10:55
    • #15
    Zitat von Valentine


    Ich wüsste auch zu gerne, was hinter seinem komischen Auftrag steckt. Das ist garantiert nicht koscher.

    Natürlich nicht. Aber anscheinend sieht Cherokee nur das Geld und übersieht die Risiken. Wahrscheinlich schmuggelt er sich so immer durchs Leben und bis jetzt ist alles glatt gegangen.

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
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    • 3. Dezember 2015 um 12:22
    • #16

    Ich habe gestern noch das 7. Kapitel gelesen:

    Zitat von Kirsten


    Kann St. James wirklich einfach in dem Fall ermitteln? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keine Probleme mit unterschiedlichen Zuständigkeiten gibt. Immerhin ist er doch in London fest angestellt, oder?

    Ich bin zwar noch nicht so weit, sehe aber auch jetzt schon Schwierigkeiten auf die beiden zukommen bzgl. den Zuständigkeiten.

    Zitat von Kirsten


    Guy scheint nicht nur der nette Kerl gewesen zu sein, den seine Schwester in ihm zu sehen glaubt. Zumindest war er ein ziemlicher Frauenheld und in der Beziehung nicht gerade wählerisch. Seine Exfrau und die letzte Geliebte werfen in jedem Fall ein komisches Licht auf seinen Frauengeschmack. Lief da doch etwas mit China? Und was ist mit Paul, den er "mein Prinz" genannt hat?

    Das Busenwunder haben wir inzwischen auch kennengelernt - und ich muss sagen, beide Damen sind mir äußerst suspekt. Eklig, wie sie wie die Geier auf die Testamentseröffnung warten. Ich kann mir vorstellen, dass das Testament noch eine dicke Überraschung bereithält. An einer Stelle bei Ruths Überlegungen hatte ich das Gefühl, als ob lange nicht mehr so viel von dem Vermögen übrig ist, wie die Damen und sein Sohn denken. Das mit Adrian und seiner Verhaltensauffälligkeit, die er seiner Mutter zu verdanken scheint, ist traurig.

    Dass Guy Paul "mein Prinz" nannte, hat bei mir auch direkt ein komisches Gefühl hinterlassen, und dann noch die Erwähnung des Feldbettes in der Höhle. Aber bisher deutet in Paulies Erinnerungen noch nichts darauf hin, dass Guy Pauls Schwäche ausgenutzt hätte. Vielleicht hat er ihn wirklich nur als Sohnersatz gesehen, für den Sohn, der ihm immer vorenthalten wurde.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Miramis
    Patronus
    Beiträge
    7.434
    • 3. Dezember 2015 um 12:30
    • #17
    Zitat von Kirsten

    Natürlich nicht. Aber anscheinend sieht Cherokee nur das Geld und übersieht die Risiken. Wahrscheinlich schmuggelt er sich so immer durchs Leben und bis jetzt ist alles glatt gegangen.


    Ein echter Lebenskünstler.

    :lesen: Kai Meyer - Die Bibliothek im Nebel

  • Kirsten
    Radbiest
    Beiträge
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    1
    • 3. Dezember 2015 um 13:08
    • #18

    Aber wahrscheinlich meistens auf Kosten anderer.

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • odenwaldcollies
    Moderatorin
    Beiträge
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    • 3. Dezember 2015 um 14:17
    • #19

    Das glaube ich auch.

    Liebe Grüße

    Karin

  • knödelchen
    Teetrinkerin
    Beiträge
    1.785
    • 5. Dezember 2015 um 14:20
    • #20

    Hallo ihr Lieben :winken:,

    ich habe nun auch mit dem Buch angefangen und bin bis einschließlich Kapitel 6 gekommen.

    Dieser Cherokee ist ja wirklich ein ziemlich gutgläubiger und naiver Kerl, wenn er tatsächlich nicht darauf kommt, dass dieser seltsame Auftrag nicht koscher sein kann. Flugtickets und 5.000 Dollar, um ein Dokument zu übermitteln, dass man doch genauso gut mit einem versicherten Paketdienst hätte schicken können. Und warum muss ein Ehepaar diesen Transport übernehmen? Schon sehr seltsam...

    China dagegen scheint zumindest beruflich auf eigenen Beinen zu stehen, hat aber emotional ihr ganzes Leben auf diesen Matt ausgerichtet, der ihr nicht annähernd dieselbe Ergebenheit entgegenbringt, ja sie sogar, wenn man Cherokee Glauben schenkt, schon immer nur fürs Bett hatte.
    Als sie das herausbekommt, beschließt sie anscheinend, ihren Halbbruder doch mit auf diesen mysteriösen Trip nach England zu begleiten. Dort bleiben sie ein paar Tage auf Guernsey und reisen dann weiter nach Paris, wo China verhaftet und des Mordes an Guy Brouard angeklagt wird, ihrem Gastgeber auf Guernsey. Dieser wurde nach seinem täglichen Bad im Meer (im Dezember :frieren:) mit einem Stein erstickt. Wie die Polizei auf China als Mörderin kommt, ist bisher noch unklar, aber es muss ja konkrete Hinweise geben, die wir bestimmt im Laufe des Buches erfahren.

    Cherokee will seiner Schwester helfen und sucht in London Deborah auf, die ja einige Zeit in Kalifornien lebte und mit China eng befreundet war. Deborah hat gerade eine ziemliche Schlappe mit ihrer ersten Fotoausstellung erlitten, ist aber sofort bereit, Cherokee zu helfen und auf Guernsey Nachforschungen anzustellen, die China entlasten sollen. St. James will Deborah nicht alleine fahren lassen und begleitet sie und Cherokee.

    Inzwischen lernt der Leser auch das Umfeld von Guy Brouard näher kennen. Er scheint auf Guernsey als Wohltäter und Gutmensch bekannt gewesen zu sein, allerdings war er wohl auch ein notorischer Frauenheld und Fremdgänger, so dass sich nun nach seinem Tod Ex-Frauen und Geliebte versammeln, die nun auf ihren Anteil an Guys angeblich nicht unbeträchtlichen Vermögens schielen.
    Etwas seltsam ist sein Verhältnis zu Paul, der wohl aus einer "bildungsfernen" Familie stammt und den er unter seine Fittiche genommen hat, denn er nennt ihn "mein Prinz" und zeigt ihm ein Geheimversteck mit Feldbett (vielleicht gehen da meine Gedanken auch zu weit, denn bisher gab es noch keinen konkreten Verdacht auf einen Missbrauch).

    Und dann sind da noch Frank und sein Vater, die ein Museum zur Besatzung durch die Deutschen im 2. Weltkrieg aufbauen wollen und durch Guy unterstützt wurden. An sich ist das natürlich ein wichtiger und löblicher Vorsatz, aber die beiden sind mir etwas zu sehr in dieser Zeit verwurzelt. Beim über 90jährigen Vater, der diese Zeit selbst miterlebt hat, kann man das ja vielleicht noch verstehen, aber Frank?

    Mir gefällt das Buch bisher sehr sehr gut, ich finde den Einstieg in die Geschichte mit einer bereits Verhafteten, die nun entlastet werden soll, gelungen und ich freue mich auch, dass Deborah und Simon wieder eine größere Rolle spielen, wobei mir aber Barbara Havers fehlt.
    Mich nervt allerdings auch das Thema ungewollte Kinderlosigkeit bei den St. James´ nicht, ganz im Gegenteil kann ich mit Deborah mitfühlen und ihre Gefühlsausbrüche verstehen. Sie hatte sich sehr Kinder gewünscht und sucht nun nach einer anderen Aufgabe, die sie erfüllt. Vielleicht muss sie ihre Ansprüche etwas runterschrauben und es doch erst mal mit normaler Auftragsfotografie versuchen, dann würde sie selbst Geld verdienen und dadurch ihr Selbstwertgefühl etwas aufmöbeln.

    Ich freue mich auf jeden Fall aufs Weiterlesen. Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen, wer Guy umgebracht haben soll und warum. Vielleicht geht das Motiv weiter in die Vergangenheit und hat eben mit der Besatzungszeit zu tun? Wobei, da war er ja noch ein Kind... :gruebel:

    :lesen: Anthony Powell - The Kindly Ones <br /><br />Mein SUB<br />Meine [URL=https://literaturschock.de/literaturforum….html#msg763362]Listen


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