Und hier können wir länger lesen.
Kapitel 12-14: "Aubessian" bis "Holtas Wut"
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Ich bin noch nicht durch, stecke mitten in Kapitel 13 und komme aus Gründen, die nichts mit dem Buch zu tun haben, fest. Lese jeden Tag nur ein paar Seiten. Das Parallelbuch ist schuld!

Ok, Kapitel 12.
Das ist das einzige Kapitel, in dem zwei Dinge auftauchen, die mich, nein, nicht gestört, aber die Stirn haben runzeln lassen. Ganz kurz zwar, aber trotzdem. Auch beim wiederholten Lesen.
Punkt 1 - Firn und James. Firn ist also bisexuell. In einer Welt wie Salkurning ist das sicher sehr schwer auszuleben und ich fühle mit ihm. Dass seine Truppe und überhaupt auch sonst niemand etwas mitbekommen soll, ist klar. Aber mich als Leserin hat es überrumpelt. Es fühlt sich für mich jedesmal so an, als würde ich einen Zauberer ein Kaninchen aus dem Hut ziehen sehen, ohne zuvor von dem Hut etwas mitbekommen zu haben. Ich hoffe, das ist jetzt so verständlich. James hat sich im Übrigen wohl auch so gefühlt
.Punkt 2 - das tote Pferd. James soll ein Pferd töten, soweit so gruselig. Aber gut, er bereitet sich vor, will es erst betäuben, besorgt sich einen Kohle-Ersatz. Er macht sich Gedanken. Nicht zu viele, jedenfalls bekommt man es so nicht mit, trotzdem merkt man, dass es ihn wurmt. Dann - nichts. Das Pferd ist tags zuvor verendet. Die ganzen Planungen verpuffen. Ich bleibe ohne ein Leckerbissen zurück
. Nicht, dass ich so genau darüber lesen wollte, wie James ein armes Rennpferd killt, aber dass es jetzt gar nicht zu einem Konflikt kommt, wurmt auch ein wenig.Ich habe dieses Gefühl immer, wenn ich in einem Buch einer solchen Wendung begegne. Zuletzt habe ich mich sehr geärgert, als bei Lois McMaster Bujold der hyperaktive Miles einen Überfall auf ein Raumschiff akribisch plant, und dann bekommt man als Leser nichts von dem Überfall selbst mit, oder jedenfalls nicht aus Miles' Sicht, denn der bricht direkt vor dem Start der Operation zusammen, Magengeschwürdurchbruch.
Eigentlich sind diese Punkte überhaupt nicht dramatisch und ich vielleicht zu kritisch, aber ich wollte es loswerden.
Der Rest von Kapitel 12 ist der Hammer. Firn ist Tristain Gascogne! O-M-G! Was hat seine Familie ihm angetan, dass er weggelaufen und nie zurückgeblickt hat?! Ist hier wieder eine Person, die nicht das hatte sein können, was sie sein wollte, wie z. B. Halfast? Von solchen Personen wimmelt es hier offenbar. Carmino, dessen Eltern wollten, dass er im Laden aushilft. Haminta, die bei der Truppe festhängt.
Interessant fand ich auch am Anfang des Kapitels, wie James die Verantwortung für seine künftigen Tagen (z. B. Pferd anzünden) auf Aubrey abwälzt. Die beiden vermischen sich immer mehr miteinander und das ist schon fast ein wenig gruselig.
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Aeria
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Ich bin auch noch mitten drin, aber Firn hat mich genauso überrascht wie dich. Er ist der Herr von Fornestembre. Aber was heißt das als Konsequenz für unsere drei? Kommen sie praktisch nur mit Firns Hilfe zurück? Das kann ich mir nicht vorstellen. Eher, dass er etwas wichtiges weiß, z.B. über die Brogor.
Auch dass er sich als bisexuell zu erkennen gibt, war sehr überraschend. Dann ist seine ganze Art mit Frauen umzugehen nur Tarnung. Und sein ganzes Verhalten James gegenüber ist nur dem Grund geschuldet, dass er sich in James verguckt hat.
Das Problem mit dem Pferd hast du sehr gut gelöst, Loons Gerringer . So ist es mir viel lieber, als dass James es töten müsste!
Auch hat mir die Aufführung sehr gut gefallen. Man kann sehr gut nachvollziehen, wie die Truppe am Anfang noch unter Halfasts Tod gelitten hat, aber dann nach und nach wieder zu sich gefunden hat. -
Firn ist also bisexuell. In einer Welt wie Salkurning ist das sicher sehr schwer auszuleben und ich fühle mit ihm. Dass seine Truppe und überhaupt auch sonst niemand etwas mitbekommen soll, ist klar. Aber mich als Leserin hat es überrumpelt. Es fühlt sich für mich jedesmal so an, als würde ich einen Zauberer ein Kaninchen aus dem Hut ziehen sehen, ohne zuvor von dem Hut etwas mitbekommen zu haben. Ich hoffe, das ist jetzt so verständlich. James hat sich im Übrigen wohl auch so gefühlt
.Auch dass er sich als bisexuell zu erkennen gibt, war sehr überraschend. Dann ist seine ganze Art mit Frauen umzugehen nur Tarnung. Und sein ganzes Verhalten James gegenüber ist nur dem Grund geschuldet, dass er sich in James verguckt hat.
Och, das ist ja schade, wenn diese Szene wie das Kaninchen aus dem Zaubererhut rüberkommt! Gut, ich wusste es, und ich wollte nicht, dass man es früher weiß. Aber zumindest von hier aus im Rückblick sollte es so sein, dass man Spuren von Firns Interesse an James entdecken kann. Und dass irgendetwas an diesem Interesse mehr ist, als er normalerweise für jemanden aufbringt. Ist euch aufgefallen, dass er ihn kein einziges Mal mit seinem Namen angeredet hat?
Ohne jetzt diese Diskussion lostreten zu wollen: Ich finde die Etikettierung (hetero-, homo-, bisexuell) einengend. Klar gibt es Leute, die immer und eindeutig nur eins davon sind, vielleicht ist das sogar die Mehrheit (glaube ich aber nicht). Ich konnte schon als Kind nicht verstehen, warum man sich nur in Personen des anderen Geschlechts verlieben sollte. Man tendiert vielleicht stärker zu einer Seite und lebt diese dann eben, das braucht keine bewusste Entscheidung, es fügt sich so, liegt ja auch an den Vorstellungen der Gesellschaft, in der man aufwächst. Aber ich denke, dass sehr, sehr viele Menschen irgendwann in ihrem Leben einmal fühlen, dass sie auch anders empfinden (könnten). (Nur meine Meinung.)
Firn sehe ich so, dass er sich greift, was und wen er eben gerade haben will. Seine Art, mit Frauen umzugehen, ist keine Tarnung, so geht er mit Frauen eben um. Er lebt seine Triebe aus (um Gefühle ging es bisher nicht).
Auch in Salkurning kann man, wie in jeder Menschenwelt, an nicht-regelkonformen Sex kommen, wenn man das will. Ich meine nur, man muss ihn nicht bedauern, ich denke, wenn er gewollt hat, wird er gewusst haben, wo er bekommt, was er will. Und, weil er nun mal Firn ist, sich wenig an offiziellen Regeln gestört haben dabei – die beachtet er nur soweit, dass er sich nicht unnötig in Gefahr bringt. Ich glaube nicht, dass er an Gelüsten leidet, die er verheimlichen musste.
James war natürlich total überrascht. Wirklich?
Punkt 2 - das tote Pferd. James soll ein Pferd töten, soweit so gruselig. Aber gut, er bereitet sich vor, will es erst betäuben, besorgt sich einen Kohle-Ersatz. Er macht sich Gedanken. Nicht zu viele, jedenfalls bekommt man es so nicht mit, trotzdem merkt man, dass es ihn wurmt. Dann - nichts. Das Pferd ist tags zuvor verendet. Die ganzen Planungen verpuffen. Ich bleibe ohne ein Leckerbissen zurück
. Nicht, dass ich so genau darüber lesen wollte, wie James ein armes Rennpferd killt, aber dass es jetzt gar nicht zu einem Konflikt kommt, wurmt auch ein wenig.Ich habe dieses Gefühl immer, wenn ich in einem Buch einer solchen Wendung begegne. Zuletzt habe ich mich sehr geärgert, als bei Lois McMaster Bujold der hyperaktive Miles einen Überfall auf ein Raumschiff akribisch plant, und dann bekommt man als Leser nichts von dem Überfall selbst mit, oder jedenfalls nicht aus Miles' Sicht, denn der bricht direkt vor dem Start der Operation zusammen, Magengeschwürdurchbruch.
Das Pferd. Aeria, ich verstehe deinen Punkt!
Aber ganz
ehrlich: Ich konnte das nicht. Ich konnte James das nicht tun lassen, ich
konnte das überhaupt nicht passieren lassen. Angesichts dessen, was in
diesen Büchern sonst so passiert, ist das vielleicht lächerlich. Aber ich hätte
James das nicht verzeihen können. Einem Tier so geplant und sinnlos Gewalt zuzufügen
– nein. (Ich frage mich, ob er es getan hätte, wenn er nicht drumrum gekommen
wäre.)Ich glaube, RitaM sieht es ähnlich.
Auch hat mir die Aufführung sehr gut gefallen. Man kann sehr gut nachvollziehen, wie die Truppe am Anfang noch unter Halfasts Tod gelitten hat, aber dann nach und nach wieder zu sich gefunden hat.
Danke!

Was hat seine Familie ihm angetan, dass er weggelaufen und nie zurückgeblickt hat?! Ist hier wieder eine Person, die nicht das hatte sein können, was sie sein wollte, wie z. B. Halfast? Von solchen Personen wimmelt es hier offenbar. Carmino, dessen Eltern wollten, dass er im Laden aushilft. Haminta, die bei der Truppe festhängt.
Dorian, der kein sesshafter, ordentlich arbeitender Ehemann werden konnte, Harfen-Haggerty, der keinen Bock auf seine Harfner-Karriere hat … Ja, es wimmelt!
PS: Was liest du parallel, Aeria? (*neugier*)
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Wenn du, Loons Gerringer , tatsächlich James das Pferd hättest töten lassen, egal aus welchem Grund, hätte das mein Bild von James komplett über den Haufen geworfen. Ich sehe ihn als friedliebenden Menschen, der sehr schwer daran zu tragen hat, dass ein Mörder sein anderes ich ist, oder wie man Aubrey auch sonst bezeichnen will. Es hieße für mich, dass Aubrey langsam James übernimmt, und James immer mehr in den Hintergrund tritt bzw. komplett verschwindet.
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Höhö, ich sage ja nicht, dass er ein armes Pferdchen hätte umbringen sollen (das bekommen die Aubessians auch ohne ihn gut hin), aber dass James nicht einmal ins Schwitzen gekommen ist, das fuchst mich *g. Ich hätte ihm gegönnt, dass er sich wenigstens mal vor Angst schlotternd die Stallungen hätte ansehen müssen.
Heute blutrünstig:
Aeria
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Ach ja, was ich lese, Loons Gerringer . Davon sollte ich wohl gar nicht erst angfangen, denn wenn ich erstmal loslege, holla! Ich verrate aber, dass es eine russische gigantisch-geile Fantasy-Reihe ist (s. meine Instafotos). Ich will eine deutsche Übersetzung! Sofort! *schnief* Damit ich mich darüber mit jemandem austauschen kann.
/edit: Es geht um Königreiche, Drachen, Magie, Liebe, Intrigen. Sch... auf Game of Thrones, diese Reihe ist viel besser.
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Da stimme ich dir zu. Die Russen schreiben tolle Fantasie. Also liest auf Russisch?
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RitaM Jep, ich lese die Reihe im russischen Original.
Nochmal zu Firn und seinem unfreiwilligen Outing. Mir ist es schnurz, mit wem er es tut, wann und wie oft. Meine Reaktion ist eher der Überraschung geschuldet. Beim Lesen habe ich, weil ich ja diese Szene schon kannte, genau auf die Zeichen gewartet, die uns verraten, dass Firn auf James steht. Ja, er nennt James nie beim Namen, aber ist das ein Zeichen von Begehren? Aus Firn spricht die meiste Zeit das pure Mißtrauen James gegenüber. Wir wissen ja jetzt auch, warum. Firn hatte James im Verdacht, ihn für den Maikron ausspionieren zu wollen. Dass er James das Messerwerfen beibringt, geschieht wohl eher aus Langeweile denn aus wirklichem Interesse. Natürlich kann er seinen Schüler auf diese Weise auch im Auge behalten. Doch plötzlich - peng - Knutschattacke. Da leuchtet in meinem Kopf immer ein "Hä?!" auf.
Jetzt mache ich mich an Kapitel 13

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Ich habe schon geahnt, dass es irgendwann zwischen Firn und Horgest richtig knallen wird, aber das ist doch sehr heftig! Ich weiß nicht, ob es nur Firns überhebliche Art war oder eher eine Art Sorglosigkeit den Gefühlen anderer gegenüber, aber Firn hat es heraus gefordert. Und Horgest ist in seiner Trauer darauf eingegangen. Sehr übel für alle!
Dieser Abschnitt hat aber auch klar gemacht, dass doch nicht so ein guter Zusammenhalt innerhalb der Truppe herrscht, wie ich zuerst gedacht hatte. James hat sich nicht mehr zugehörig gefühlt, und sogar Camino will nicht mehr bleiben. Vielleicht ist es wirklich das beste, wenn alle zusammen weiterziehen und James sich Firn anvertraut. Er scheint ja noch eine wichtige Rolle zu haben. -
Beim Lesen habe ich, weil ich ja diese Szene schon kannte, genau auf die Zeichen gewartet, die uns verraten, dass Firn auf James steht. Ja, er nennt James nie beim Namen, aber ist das ein Zeichen von Begehren? Aus Firn spricht die meiste Zeit das pure Mißtrauen James gegenüber. Wir wissen ja jetzt auch, warum. Firn hatte James im Verdacht, ihn für den Maikron ausspionieren zu wollen. Dass er James das Messerwerfen beibringt, geschieht wohl eher aus Langeweile denn aus wirklichem Interesse. Natürlich kann er seinen Schüler auf diese Weise auch im Auge behalten. Doch plötzlich - peng - Knutschattacke. Da leuchtet in meinem Kopf immer ein "Hä?!" auf.
Das tut mir leid. Ich hatte wirklich gehofft, dass es anders rüberkommt.
Dieser Abschnitt hat aber auch klar gemacht, dass doch nicht so ein guter Zusammenhalt innerhalb der Truppe herrscht, wie ich zuerst gedacht hatte. James hat sich nicht mehr zugehörig gefühlt, und sogar Camino will nicht mehr bleiben.
Ja, da sind sie mal richtig mit den schroffen Kanten dieser Gesellschaft zusammengekracht. Und Carmino ist empört. (Hier geht es ja auch mal gegen die Männer, da kriegt er es mit.)
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Ja, da sind sie mal richtig mit den schroffen Kanten dieser Gesellschaft zusammengekracht. Und Carmino ist empört. (Hier geht es ja auch mal gegen die Männer, da kriegt er es mit.)
Es gibt dort eben sehr strenge Verhaltensregeln, die alle befolgen müssen. Die Älteren achten darauf, dass sie eingehalten werden, und die Jüngeren haben sich zu beugen. Da ist nicht viel Platz für Individualität. Leider damit wohl auch nicht für Weiterentwicklung.
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Loons Gerringer Mach dir bloß keinen Kopf wegen mir
Nur, weil ich kurz aus dem Takt gekommen bin, ist es doch noch lange kein Weltuntergang
.Die beiden Kapitel 13 und 14 habe ich jetzt auch durch, wobei ich wieder völlig hingerissen war von Kapitel 13, "Die Vögel der Kazimazi". Hier passiert eigentlich nichts, aber diese Ruhe, die langsame Reise nach Norden -
. Ich bin ja eigentlich kein Kopfkinomensch, aber hier schaltete es sich doch immer wieder kurz ein. James ist als Arzt in seinem Element, Firn stänkert herum, die Truppe zieht weiter der letzten Vorstellung entgegen. Um Sandrou tut es mir sehr leid, der Junge hat aber auch keinen Schutzengel auf seiner Seite...Die Pilger finde ich gruselig. Wieviele von denen mögen wohl heil in Ligissila ankommen?
Dann - "Holtas Wut". Mensch, Horg! Ich stelle ihn mir immer als einen tumben bärenähnlichen Muskelprotz vor. Er ist aufgrund seiner etwas beschränkten Denkfähigkeiten ständig ein Opfer von Sticheleien und geht oft hoch wie ein Neujahrsböller. Fast tut er mich leid, aber für echtes Mitgefühl reicht es dann doch nicht. Firn die Hand zerquetschen, also das geht ja gar nicht! Firn, der gerne Musiker geworden wäre, kann diesen Traum jetzt endgültig abschreiben. Noch dazu wird er der Truppe verwiesen. Bitter!
Hier fällt wieder auf, wie
maulfaulverschlossen James eigentlich ist. Bei der Ratsversammlung hätte er mal den Mund aufmachen können, aber er bleibt wie immer still, auch wenn es in ihm brodelt. Ich will ihn immer noch schütteln und zum Leben erwecken.Loons Gerringer Ich hätte gerne irgendwann mal ein kleines Büchlein von dir, wo all die Theaterstücke drin stehen, die die Truppe spielt

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Aeria
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Es gibt dort eben sehr strenge Verhaltensregeln, die alle befolgen müssen. Die Älteren achten darauf, dass sie eingehalten werden, und die Jüngeren haben sich zu beugen. Da ist nicht viel Platz für Individualität. Leider damit wohl auch nicht für Weiterentwicklung.
Das ist das Problem. Sie brauchen feste Regeln und vermutlich auch drastische Strafen, um ihren Alltag bestehen zu können: ständig unterwegs, ohne feste Gerichte oder Richter, mit unzähligen Gelegenheiten für Verbrechen und sich der Strafe zu entziehen.
Nur, weil ich kurz aus dem Takt gekommen bin, ist es doch noch lange kein Weltuntergang
.Nee, aber schade. Andererseits ist es für mich interessant zu sehen, wie anders ihr manche Sachen aufnehmt. Wie z.B. hier:
Hier fällt wieder auf, wie
maulfaulverschlossen James eigentlich ist. Bei der Ratsversammlung hätte er mal den Mund aufmachen können, aber er bleibt wie immer still, auch wenn es in ihm brodelt. Ich will ihn immer noch schütteln und zum Leben erwecken.Du hast Recht – aber ich bin nie darauf gekommen, dass er da hätte reden sollen. Ich war ganz in seiner Sicht gefangen, dass nämlich jedes Wort, das er zu der Sache hätte sagen können, alles nur verschlimmert hätte. Mal abgesehen davon, dass es ihm so peinlich war, dass er sowieso am liebsten im Erdboden versunken wäre. Ich finde ja immer noch, Jujuna hätte mal was sagen können. Aber die wusste es vermutlich besser.
Die beiden Kapitel 13 und 14 habe ich jetzt auch durch, wobei ich wieder völlig hingerissen war von Kapitel 13, "Die Vögel der Kazimazi". Hier passiert eigentlich nichts, aber diese Ruhe, die langsame Reise nach Norden -
. Ich bin ja eigentlich kein Kopfkinomensch, aber hier schaltete es sich doch immer wieder kurz ein. James ist als Arzt in seinem Element, Firn stänkert herum, die Truppe zieht weiter der letzten Vorstellung entgegen. Um Sandrou tut es mir sehr leid, der Junge hat aber auch keinen Schutzengel auf seiner Seite...Die Pilger finde ich gruselig. Wieviele von denen mögen wohl heil in Ligissila ankommen?
Das finde ich schön! Ich habe die Bilder so deutlich im Kopf (eigentlich von der ganzen Salkurning-Reise), ich freue mich immer, wenn andere sie auch sehen können.
Ein Theater-Stücke-Buch
Am besten handschriftlich, so wie die Bücher, mit denen der Chef seine Leute triezt? Mehr Theaterbröckchen, als hier im Text stehen, habe ich aber gar nicht. Das war vor allem Mittel zum Zweck, nur am Cerf habe ich sprachlich herumgefeilt. Seit meine Tochter Theater spielt und ich davon so ein bisschen mitkriege, sehe ich das allerdings mit mehr Interesse."Die Vögel der Kazimazi" sollte man übrigens irgendwo im Hinterkopf verstauen.
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Mir geht es genauso wie dir, Loons Gerringer , ich denke auch, dass es besser war, dass James bei der Versammlung geschwiegen hat. Man darf nicht vergessen, dass er trotz allem ein Fremder in der Truppe ist. Man könnte wohl vieles wenn nicht gar alles gegen ihn verwendet.
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Bitte entschuldigt, wenn ich etwas faul beim Zitieren bin! Ich texte zZ ausschließlich von meinem Smartphone aus, und da ist es sehr umständlich, nur kurze Zitatstücke aus einem längeren Zitat herauszuschneiden. Ich hatte es schon öfter gehabt, dass ich das Zitat stark gekürzt hatte, aber mir dann die Eingabemaske unten drunter keinen Platz für meinen Kommentar gelassen hat. Das ist dann sehr frustrierend ?
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RitaM Keine Sorge, wir blicken durch, auch ohne Zitate

Ich weiß nicht, vielleicht hätte James etwas verschlimmert, wenn er was gesagt hätte. Aber eine normale Reaktion wäre es doch wohl, sich zu rechtfertigen. Selbst, wenn es nach hinten losgeht.
Loons Gerringer Ich habe die "Vögel der Kazimazi" sehr genau gelesen, weil Frillort und Baum und so

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Ich denke immer, dass sind so lange Abschnitte und dann bin ich plötzlich schon weiter. Es ist einfach total interessant, wie die Menschen agieren.
Ja, Firns Attacke kam plötzlich, aber irgendwie für mich verständlich. Allerdings habe ich ihn nicht für Bisexuell gehalten, sondern für homosexuell. Er sagte doch, die Eltern hätten mit der Schande nicht leben wollen. Also dachte ich in der Richtung sei er erwischt worden. Da die Frau, die ihre Eltern enttäuscht hat, weil sie als Mann durch die Welt ging, 30 Jahre eingesperrt wurde, dachte ich er sei abgehauen, um diesem Schicksal zu entgehen. Oder war sein Wunsch, Harfner zu werden so eine Schande?
James hat mich enttäuscht und zwar sehr. Seine Entrüstung über den Kuss war für mich so daneben. Wenn er wirklich aus dieser Welt käme, ok. Aber er kommt aus einer aufgeklärten Welt und dann so ein Machogehabe? Da hätte ich ihn selbst verprügeln können. In der ganzen Szene benimmt er sich wie Idiot. Er selbst hat von Firn Vertrauen verlangt und in der gleichen Situation ist er nicht bereit, sich alles anzuhören und zittert nur um sein Leben. Eigentlich ist er des Vertrauens von Firn nicht Wert.
Firn kann ich jetzt besser verstehen. Ich habe sogar gedacht, dass Jujuna nicht sagt, weil sie alles nur gespielt haben. Hätte mir vorstellen können, dass sie eingeweiht war.
Firn selbst hat Angst vor seinen Gefühlen, im Gegensatz zu Kate möchte er sie aber gern ausleben und kann es nicht wirklich zeigen. Ich denke er hat Halfast genauso geliebt wie die anderen, vielleicht noch mehr. Seine Wut auf ihn ist seine Art mit der Trauer umzugehen. Das cersteht Horgest natürlich nicht und Jakobe,naja - eine alte Jungfer, die vor lauter Neid nicht mehr wirklich leben kann.
Firn hat gelernt Gefühle in Gewalt umzusetzen, anders hat man es ihm nicht vorgelebt und James haut in die gleiche Kerbe. Gut, dass ihm das irgendwie bewußt wird. Bei der Gerichtsverhandlung nichts zu sagen war in Ordnung, aber sich zu schämen? Hat er alles vergessen aus unserer Welt? Müßte er nicht derjenige sein, der am meisten Verständnis hat?
James versinkt sowieso so oft in seinem Selbstmitleid und denkt mehr an sich. Die kurzen Aufwallungen, an die anderen beiden zu denken sind selten und unreflektiert. Was würde den mit Pix passieren, wenn er weg wäre? Wer könnte sie dann noch davor beschützen verheiratet zu werden? Er versucht nie ihr im Lager das LEben erträglicher zu machen. Wieso hilft er ihr nicht mal Wassertragen, oder redet mit Jakobe, dass die Pix mal in Ruhe läßt. Also mein Held ist er sicher nicht, aber eben ein Mensch.
Ich hoffe mal sehr, dass die Bemühungen, die Hand in Ordnung zu bringen, helfen. Messer werfen kann er auch mit links, aber eine Harfe spielen? Ich hasse Dummheit, aber leider merken die Dummen nicht dass sie es sind und hören kann Horgest ja auch nicht.
Mein Held in dem Ganzen ist eigentlich der Chef. Ich staune immer wieder, wie er die Situationen in den Griff bekommt und wie vernünftig er ist. Für diese Welt wäre er mein Vertrauensmann und er bietet es James ja an, aber der ist so versessen auf seinen "Plan", dass er nicht zuhört. Es wäre besser gewesen erst mal in alten Sagen und Legenden zu stöbern und mehr herauszufinden. Mal sehen, wann Kates Warnung eintrifft und ob sie das tut. Wie überlebt Kate?
Spannend, aber ich hoffe, wir haben die Truppe nicht zum letzten Mal erlebt.
Die Theaterstücke sind immer wieder ein Höhepunkt. Vor allem die Vögel, Welche Leistung, sie so abzurichten.
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Aeria ich bin versucht, dich zu fragen, wie die Serie heißt, denn ich habe früher viel russisch gelesen, aber so lange Serien kann ich mir nicht leisten, dazu ist zu viel SF zu lesen. Außerdem bin ich kein GOT Fan, habe weder die Bücher gelesen noch die Filme gesehen, obwohl ich seine SF mag.
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Rhea : ich denke über James etwas anders als du. In meinen Augen ist er von Firn komplett überrumpelt worden. Der Kuss war etwas, womit er in dieser Macho-geprägten Umgebung am allerwenigsten gerechnet hätte. Er hat impulsiv und unüberlegt gehandelt. Aber er ist bereit, seine Freundschaft mit Firn weiter aufrecht zu erhalten und sucht das Gespräch mit ihm. Jemand, der in dieser Beziehung intolerant ist, würde so etwas nicht tun.
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