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Jean-Christophe Grangé - Im Wald der stummen Schreie

  • Hanni
  • 19. Januar 2021 um 18:14
  • Zum letzten Beitrag
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Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 486 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. Mai 2026 um 15:31) ist von René Bote.

  • Hanni
    olma naira
    Beiträge
    2.637
    • 19. Januar 2021 um 18:14
    • #1

    Jean-Christophe Grangé - Im Wald der stummen Schreie

    [kaufen='978-3431038156'][/kaufen]

    Inhaltsangabe

    Die erfolgreiche Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa wird auf eine besonders grausame Mordserie angesetzt, bei der drei Frauen brutal ausgeweidet und Teile ihres Körpers vom Täter verspeist wurden. Während einer nicht ganz legalen Abhöraktion eines Psychiaters bekommt Jeanne mit, dass sich ein Vater besorgt über die unverständlichen Taten seines autistischen Sohnes äussert. Er ahnt, dass dieser zu einem Verbrechen fähig wäre. Die Ermittlungen führen Jeanne bis in den Dschungel Argentiniens und was sie dort entdeckt, hätte sie sich in ihren schlimmsten Albräumen nicht vorstellen können.

    Meine Meinung

    Nachdem ich erst ein bisschen Zeit brauchte, um in das Setting reinzukommen, hat mir die Geschichte zunehmend besser gefallen. Die Spannungskurve steigt bis zum Ende hin steil an. Das Thema ist für zartbesaitete Leser eher nichts, denn es wird explizit geschildert, wie die Leichen am Tatort aufgefunden wurden. Die Charaktere wurden lebensecht, aber leider auch durchweg unsympathisch beschrieben. Ich konnte mich mit keinem davon identifizieren noch fühlte ich gross mit. Aber das hat der Spannung keinen Abbruch getan und die Geschichte konnte mich gut unterhalten.

    Das war mein erstes Buch von diesem Autor, ich kenne seine Werke bisher nur als Romanverfilmungen. Ich habe das gekürzte Hörbuch gehört, gelesen von Andrea Sawatzki. Das ganze war mit Musik an den spannenden Stellen untermalt, was zwar wirklich für mehr Spannung sorgte, aber leider beim schneller hören eher in einem nervösen Gedudel mündete.

    Von mir gibt es für diese Geschichte vier Ratten 4ratten

    Liebe Grüsse Hanni 8)

  • René Bote
    Hauself
    Beiträge
    253
    • 14. Mai 2026 um 15:31
    • #2

    Ich bin auf das Buch gestoßen, weil ich im Rahmen einer selbst gestellten Challenge nach einem Buch gesucht habe, das in Argentinien spielt. Der Auftakt war nicht sehr vielversprechend, die Protagonistin kommt, obwohl noch ziemlich jung, wie die typische abgewrackte Ermittlerin rüber, deren Leben mehr offene Baustellen hat als eine durchschnittliche deutsche Großstadt. Dass sie ihre amtlichen Befugnisse für private Interessen und privateste Dinge anderer Menschen zu ihrer persönlichen Erbauung nutzt, macht es nicht besser. Was dieses Vorgeplänkel betrifft, wäre für mich weniger eindeutig mehr gewesen.
    Spannend wird es, sobald eine Mordserie die ganze Konzentration der Protagonistin fordert. Die Hintergründe der Morde sind vielschichtig, psychische Besonderheiten und historische Traumata ganzer Nationen werden geschickt verwoben. Ich zolle dem Autor Respekt, der es geschafft hat, sich die entscheidende Wendung bei 516 Seiten bis kurz vor Seite 500 aufzuheben, ohne dass der Rest dann abgehackt wird. Die Reise der Protagonistin kreuz und quer durch Mittel- und Südamerika ist packend geschildert.
    "Abgehackt" ist allerdings auch in anderer Hinsicht ein wichtiges Stichwort: Die Morde folgen einem Ritual, bei dem vorsichtig gesagt alles zum Vorschein kommt, was sich aus einem menschlichen Körper herausholen lässt. Selbst gemessen an den Maßstäben des Genres ist das überaus brutal, wenn auch angesichts der erzählten Handlung unvermeidbar.

    Fazit:
    Nach lauem Auftakt spannend, aber selbst für das Genre sehr blutig.

    :angst:Vorsicht, Schreiberling! Wer es wagen möchte, einen Blick zu riskieren, klickt hier (Website), hier (Facebook) oder hier (Instagram).


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