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C. J. Sansom - Die Gräber der Verdammten (Shardlake 7)

  • nirak
  • 9. Februar 2021 um 18:56
  • Zum letzten Beitrag

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 1.435 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. Juni 2025 um 11:15) ist von Grisel.

  • nirak
    Büchersüchtig
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    7
    • 9. Februar 2021 um 18:56
    • #1

    [kaufen='9783596704941'][/kaufen]

    Krimi mit Suchtfaktor

    Matthew Shardlake verschlägt es nach Norwich. Hier soll er den Tod an Edith Boleyn aufklären. Dieser Zweig der Boleyn-Familie ist nur entfernt mit der noch jungen Elizabeth Tudor verwandt, aber sie möchte trotzdem den verdächtigen Ehemann John Boleyn vor dem Galgen bewahren. Matthew hat schon einige Dienste für die zukünftige Königin von England getätigt und so ist er auch hier zuversichtlich. Der Fall entwickelt sich schnell zu einer Katastrophe. Nichts scheint zusammenzupassen und alles scheint möglich zu sein. Doch nicht nur dieser Prozess verlangt dem Rechtsanwalt alles ab, er gerät auch noch mitten in den Aufstand der einfachen Leute im Jahre 1549.

    Dieser neue Fall für Rechtsanwalt Matthew Shardlake ist bereits Band 7 dieser Reihe. Ich selbst habe nur die ersten zwei Teile gelesen, kam aber hier mit der Handlung wunderbar zurecht. Der 10-seitige Prolog klärt die politische Lage im Land und sorgt somit für die nötige Übersicht.

    Danach ging es dann direkt mit der Geschichte weiter. Aus Sicht von Matthew wird dieser Fall dann geschildert. Auf diese Weise ist man immer bei allem, was dem Rechtsanwalt so geschieht mit dabei. Durch diesen Erzählstil der Ich-Perspektive entfällt aber auch die Sicht der anderen Protagonisten. Ich lese ganz gern Geschichten, die aus der Sicht des Charakters erzählt wird. Der Erzählstil von C. J. Sansom ist zudem leicht und locker zu lesen, auch wenn es vielleicht die eine oder andere zu häufige Wortwiederholung gibt.

    Der eigentliche Kriminalfall ist gut durchdacht und geschickt in der Handlung intrigiert. Allerdings gerät er auch ein wenig in den Hintergrund durch die Ereignisse dieses Sommers. Der Aufstand der Bauern im Jahre 1549 in England war mir so gar nicht geläufig. Ich fand es spannend zu lesen, wie Matthew darin verwickelt wurde und wie er mit dieser Situation umgegangen ist. Auch das Handeln der anderen Charaktere wie Barak oder der Rechtsanwaltsgehilfe Nicholas war nachvollziehbar. Diese Protagonisten haben zwar auch eine Vorgeschichte, die in den anderen Bänden erzählt werden, aber durch kleine Rückblenden bleiben auch die Leser auf dem Laufenden, die die Vorgeschichten nicht kennen. Mir hat in diesem Fall nichts gefehlt.

    Ich fand es spannend, wie sich jeder einzelne Protagonist so seine Gedanken zu der politischen Lage im Land gemacht hat und daraus seine Konsequenzen gezogen hat. Es gibt hier interessante Details aus dieser Zeit zu lesen, auch wenn der Krimi dadurch vielleicht in den Hintergrund gerutscht ist. Am Ende klärt sich natürlich alles auf und die ersten losen Fäden für den nächsten Teil sind auch schon gelegt.

    Fazit:

    „Gräber der Verdammten“ ist vielmehr als „nur“ ein Kriminalroman vor historischem Hintergrund. Er weist mit einigen Details aus dem Jahre 1549 auf. Erzählt von einem Aufstand, der hoffnungsvoll begann und in einem Desaster endete und lässt seine Protagonisten einiges Erleben und sich selbst hinterfragen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und die 1000 Seiten in Rekordgeschwindigkeit gelesen.

    5ratten

  • Kessi69
    Waldfee
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    1
    • 9. Februar 2021 um 19:33
    • #2

    Oh, dass ist auch definitiv etwas für mich. Ist gleich auf meine Wunschliste gekommen:)

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Valentine 10. Februar 2021 um 08:54

    Hat den Titel des Themas von „C.J.Sansom - Die Gräber der Verdammten“ zu „C. J. Sansom - Die Gräber der Verdammten“ geändert.
  • HoldenCaulfield 8. Juni 2024 um 19:01

    Hat den Titel des Themas von „C. J. Sansom - Die Gräber der Verdammten“ zu „C. J. Sansom - Die Gräber der Verdammten (Shardlake 7)“ geändert.
  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    26
    • 2. Dezember 2024 um 21:53
    • #3

    Ich hab endlich mal begonnen diesen Band der Shardlake Reihe zu lesen. Ich dachte ja eigentlich das ich die Reihe schon im Sommer beenden würde, aber dann hab ich Band 7 so vor mir hergeschoben, weil es eben der Letzte ist. Ich bin schon jetzt melancholisch, auch weil ich einen Ankündigungstext für Band 8 gefunden hatte, und des klang so so gut. ||

    Shardlake ist mittlerweile in die Jahre gekommen (naja aus heutiger Sicht... er ist Ende vierzig^^) aber sein Talent sich immer in einen großen Schlamassel zu bringen hat er nicht verloren *gg* Ich bin gespannt, wie sich der Fall entwickeln wird!

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    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    • 9. Dezember 2024 um 21:08
    • #4

    Manchmal würde ich mir schon wünschen das jemand Sansom im Lektorat eingedämmt hätte. Das Buch ist zwar im Kern spannend, aber mal wieder zieht sich der Rest der Handlung schon ziemlich. Das Buch hat in der Taschenbuchausgabe über 900 Seiten und ich habe mal wieder das Gefühl ich komme nicht voran obwohl ich lese und lese und lese...

    Trotzdem ist es schön den vertrauten Figuren noch einmal zu begegnen.

    Der historische Hintergrund ist auch einmal mehr wirklich etwas für mich komplett Neues. Die im Roman beschriebenen Bauernaufstände kannte ich vorher nicht.

    SUB und Neuzugänge

    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    • 11. Dezember 2024 um 19:15
    • #5

    Hab ich schon erwähnt das es sich zieht und zieht und zieht???

    Ich frage mich warum ich die Reihe trotzdem so mag... Ok definitiv wegen Shardlake, aber auch weil die historischen Details schon immer sehr interessant sind. Nur hätte es manches in der Handlung selbst einfach nicht gebraucht, um trotzdem alles Wichtige zu erzählen. Hier wärend schon mehr als ein paar hundert Seiten einfach nicht nötig gewesen. Aber Sansom hat das wohl anders gesehen :lachen:

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    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    • 14. Dezember 2024 um 15:35
    • #6

    :ohnmacht:

    Ehrlich gesagt hätte mich die Lektüre wohl beinahe in eine Leseflaute gestürzt.

    Nun verabschiede ich mich also von Shardlake, Nicholas, Barak und all den andren Figuren die ich in der Reihe dieses Jahr begleitet habe. Das Ende bot noch einen kleinen Ausblick darauf, wie das Ganze wohl weiter gegangen wäre... Gleichzeitig ist es wenigstens so weit abgeschlossen, das man Shardlake zu einem Zeitpunkt verlässt, bei dem ihm endlich mal persönlich ein paar wirklich gute Dinge widerfahren sind, obwohl die Ereignisse im Roman grausam waren und ihn und Nicholas und auch Barak wohl für immer verändert haben.

    Schade das der Roman keine Kürzungen erfahren hat, ich fand das sich manches ewig im Kreis drehte. Auch wenn mir klar ist das der Autor den Fokus unbedingt auf den Aufständen lassen wollte. Es wirkte aber teilweise auch ein bisschen so, das er all seine Recherche und seine Gedanken dazu präsentieren wollte. Komme was da wolle. Das hat leider den Fokus unnötig verschoben, da der Mordfall eigentlich spannend und mit einer der besten der gesamten Reihe ist - vor allem die Konstruktion dahinter ist richtig gut.

    Dieses ewig in die Länge ziehen hat leider dafür gesorgt das ich die beteiligten Figuren immer wieder aus den Augen verloren hatte und teilweise nicht mehr richtig wusste, wer da noch mal wer war. Da diese Aspekte auch immer wieder mit den Aufständen verknüpft wurden, war ich nicht nur einmal verwirrt. Es gab einfach viel zu viele Namen und Figuren.

    900 Seiten waren hier einfach zu viel. Ehrlicherweise hätten es 400 Seiten weniger auch getan. Aber das finde ich schon wärend der gesamten Reihe so. Trotzdem habe ich sie auch heiß und innig geliebt. Shardlake ist einfach eine Figur, die mir sicher immer mal wieder in den Sinn kommen wird. Ich hoffe ja, das die Serie weiter gedreht wird.

    Für jetzt aber erstmal ein Abschied und meine Bewertung:

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

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  • Valentine
    Mermaid Librarian
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    35
    • 17. Dezember 2024 um 09:54
    • #7
    Zitat von HoldenCaulfield

    Es wirkte aber teilweise auch ein bisschen so, das er all seine Recherche und seine Gedanken dazu präsentieren wollte. Komme was da wolle.

    Das ist anstrengend. Mir ging es so mit einem Roman von Lindsey Davis über den englischen Bürgerkrieg. Da war auch so viel an Wissen reingepackt, dass der Lesefluss darunter gelitten hat.

    Aber ich lasse die Reihe trotzdem mal auf der Wunschliste. Und die Verfilmung klang auch super.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    26
    • 17. Dezember 2024 um 11:19
    • #8

    Valentine

    Ich meckre ja bei jedem Band über die Längen. ^^ :P aber ich liebe die Figuren und werde Shardlake sehr vermissen. Die Verfilmung fsnd ich sehr unterhaltsam und ich denke sie wird Dir gefallen.

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  • Grisel
    Quidditch-Legende
    Beiträge
    1.448
    • 29. Juni 2025 um 11:15
    • #9

    Witzig, das war tatsächlich der erste Shardlake - ausgerechnet der fetteste - wo ich keine Längen feststellen konnte, für mich hat er sich tutto completto von selbst gelesen. Ich habe das ja immer sehr bedauert, dass ich bislang keine Höchstnote vergeben konnte, weil wir in jedem Buch das hatten, was ich 200-Seiten-Herumeiern nenne. Da ich das hier nicht feststellen konnte, habe ich "Tombland" nun endlich, auch stellvertretend für die gesamte Reihe, die Höchstnote geben können. :klatschen:

    Wenn ich hier an dem Buch was würde kritisieren wollen, dann dass ich Shardlakes Entwicklung in der Einstellung zu Kett und der Rebellion nicht immer so klar nachvollziehen konnte, aber das hat eher erstaunt als gestört.

    Es ist sehr schade, dass die Reihe hier endet, die kommenden Umwälzungen, einmal quer durch die Tudor-Geschwister, hätte interessanten Stoff geboten. Aber ich finde, C. J. Sansom hat sich - trotz Herumeiern :saint: - einen Platz im Olymp der Besseren AutorInnen Historischer Romane verdient, früher nannte ich sie KönigInnen, ja, das war er definitiv, ein König. :love:

    Ich werde Shardlake und die seinen vermissen, aber sicher eines Tages nochmal besuchen.


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