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Elizabeth George - Wo kein Zeuge ist

  • Emily
  • 15. Juli 2006 um 13:58
  • Zum letzten Beitrag

Es gibt 63 Antworten in diesem Thema, welches 21.250 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (1. Mai 2025 um 10:48) ist von Juva.

  • Doris
    trommelt
    Beiträge
    13.191
    • 24. Juni 2010 um 21:02
    • #61

    Hallo Maya,

    Zitat von Maya

    und hoffe ich trete jetzt keinem Fan auf die Füße oder so was... :breitgrins:

    Jedem seine Meinung! Ich kenne bis auf zwei Bücher alle dieser Reihe und war auch nicht immer zufrieden damit. Gerade die letzten sind einfach nicht mehr so gut wie die früheren Fälle. Es ist aber sicher auch nicht einfach, immer gleichbleibend gut zu schreiben oder sich gar mit jedem Buch noch zu steigern, vor allem, wenn man so ausführlich schreibt wie Elizabeth George.

    Eigentlich kann man, bezogen auf den Fall, jedes Buch für sich lesen, aber die Figuren Lynley, Havers oder auch Deborah St. James, die sich immer wieder in der Handlung finden, wurden vom ersten Buch an stetig weiter entwickelt und sehr differenziert dargestellt, so dass in Wo kein Zeuge ist sicher einiges vorkommt, dessen Erklärung in einem früheren Buch zu finden ist. Wenn du dein Glück mit E. George nochmal versuchen willst, bist du wahrscheinlich mit einem der ersten Fälle besser beraten. So viele Fans können sich einfach nicht irren :zwinker:

    Grüße
    Doris

  • Valentine
    Mermaid Librarian
    Beiträge
    28.533
    Bilder
    35
    • 1. März 2016 um 13:59
    • #62

    Als in einem Londoner Park die fast nackte Leiche eines Jungen im Teenageralter gefunden wird, glaubt Thomas Lynley zunächst an eine Einzeltat, doch sehr bald ist klar, dass zuvor bereits drei Teenager in anderen Stadtvierteln umgebracht wurden, aber offensichtlich niemand eine Verbindung zwischen den Toten hergestellt hat. Pikantes Detail: die ersten drei Mordopfer hatten eine dunkle Hautfarbe.

    Hillier, Lynleys Vorgesetzter, verfällt in blinden Aktionismus, als in der Presse Rassismusvorwürfe laut werden, und versucht Winston Nkata zum farbigen Posterboy umzufunktionieren, was diesem überhaupt nicht passt. Lynley ist ebenfalls nicht gut auf Hillier zu sprechen, weil der ihm plötzlich einen beim FBI ausgebildeten Profiler vor die Nase setzt. Diese Animositäten im Hintergrund machen die sowieso schon komplizierten Ermittlungen nicht gerade einfacher, außerdem drängt die Zeit, da zu befürchten steht, dass der Killer erneut zuschlägt.

    In diesem Band zeigt sich Elizabeth George nach zwei etwas zäheren Bänden endlich wieder von ihrer besten Seite. Das Tempo passt , die Figurenfülle wirkt zwar zunächst etwas verwirrend-erschlagend, bietet aber Raum für diverse falsche Fährten (allerdings kommt zumindest eine davon ein bisschen schwach zum Abschluss), und die Balance zwischen der Polizeiarbeit und dem Privatleben von Lynley, Havers und Nkata stimmt ebenfalls, wobei sich die Grenzen ab einem bestimmten Punkt in der Handlung gezwungenermaßen verwischen.

    Ein spannendes, gesellschaftskritisches Gesamtpaket, das bis zum Ende zu fesseln vermag, mit psychologischem Einfühlungsvermögen, einem eher düsteren Grundton und einigen (weitgehend unschönen) Überraschungsmomenten.

    4ratten

    (Ich habe gerade festgestellt, dass ich das Buch bei Erscheinen schon mal hier in einer Leserunde gelesen habe und mich daran kein Stück erinnern konnte :lachen: )

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

    Einmal editiert, zuletzt von Valentine (1. März 2016 um 14:02)

  • Anne
    Gast
    • 21. Juli 2021 um 21:53
    • #63

    Ich lese eure Beiträge, wenn ich mit dem Buch durch bin. Bin heute wieder ein gutes Stück weiter gekommen. Das Buch hat ein heftiges Thema und jetzt wird es besonders spannend. Ich bin echt gespannt.

  • Juva
    Patronus
    Beiträge
    2.396
    Bilder
    10
    • 1. Mai 2025 um 10:48
    • #64

    Nachdem ich mit den Vorgängerbänden der Krimiserie um Thomas Lynley und Barbara Havers absolut nicht zufrieden war, hat mir dieser Teil trotz der dramatischen Entwicklungen in Bezug auf Lynleys Privatleben wieder richtig gut gefallen. Hier passte vieles, was mich bei den letzten Bänden gestört hat, deshalb kamen mir die 800 Seiten auch nicht zu lang vor:

    Lynley und Havers ermitteln endlich wieder zusammen. Dabei sind einige Dinge so geblieben, wie die LeserInnen sie kennen: Havers kann sich gegenüber Vorgesetzten und deren Befehlen schlecht zusammen nehmen und schafft es nicht immer, sich und ihr Leben so zu organisieren, wie sie es gerne hätte (wovon häufig vor allem ihre Kleidung und Ernährung Zeugnis ablegen). Lynley hält trotzdem an ihr fest und weiß ihre Stärken zu schätzen, obwohl sie auch ihn gelegentlich an den Rande des Wahnsinns treibt.

    Anders ist, dass Lynley hier oft verunsichert und dünnhäutig erscheint, was hauptsächlich mit den ständigen Maßregelungen durch seinen Chef Hillier zu tun hat. Er stellt fest, wie sehr ihm sein ehemaliger Vorgesetzter immer den Rücken freigehalten hat und dass es leider nicht genügt, ein guter Polizist zu sein, in den Ränkespielen innerhalb des Scotland Yard ist auch ein gewisses politsches Talent gefragt.

    Davon kann auch Winston Nkata ein Lied singen, der frisch befördert worden ist und von Hillier, der die Vorwürfe der Presse, man habe sich bei den Ermittlungen institutionellen Rassismus geleistet, dadurch zu kontern gedenkt, dass er einen farbigen Polizeibeamten quasi zum Gesicht der Ermittlungen machen. Dabei erkennt er nicht, dass Nkata - nicht viel anders als Havers, aber vielleicht etwas diplomatischer - auch seinen eigenen Kopf hat und für sich andere Prioritäten zu setzen gedenkt.

    Deborah und Simon St. James kommen in diesem Fall nur am Rande vor, was mir nach dem letzten Band gut gefällt. Dass der Kriminalfall sozialkritische Züge hat ist bei Elizabeth George nichts Neues, ich finde aber, dass diese sich hier ganz gut mit den kriminalistischen Aspekten des Falles die Waage halten.

    Insgesamt hat mir "Wo kein Zeuge ist" wirklich gut gefallen und ich habe Lust bekommen, die noch ausstehenden Bände der Lynley-Reihe zu lesen.

    5ratten


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