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Mehr Platz der Lyrik

  • b.a.t.
  • 29. September 2022 um 20:38
  • Zum letzten Beitrag

Es gibt 713 Antworten in diesem Thema, welches 57.371 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Dezember 2025 um 08:59) ist von Valentine.

  • Zank
    Hohlbein-Sammlerin
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    5
    • 3. Oktober 2022 um 21:24
    • #41

    Ah, danke sandhofer . Ich habe das Gedicht im Internet auf diversen Seiten immer nur in dieser Form und unter seinem Namen gesehen und gar nicht weiter nachgeschaut. :ohnmacht:

    Da sieht man wieder wie wichtig Primärquellen sind. Ich gelobe Besserung!

    :lesen: Mein SUB / Hohlbein-Sammlung / Entenhausen-Regal  :lesen:

  • sandhofer
    Je nun...
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    2
    • 4. Oktober 2022 um 10:35
    • #42

    Ist ja auch kein Problem, und ich wollte hier auch keine Diskussion abwürgen. Aber gerade bei Lyrik finde ich es wichtig, sich über die Herkunft eines Gedichts Gedanken zu machen. Oder über den Kontext.

    Auch ist es unterdessen leider so, dass - gerade bei bekannten Namen - im Internet jede Menge "Zitate" herumschwirrt, die bestenfalls ungefähr so vom jeweiligen Promi geäussert wurden oder auch gar nicht.

    Da bin ich etwas sensibel.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Kirsten
    Radbiest
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    1
    • 4. Oktober 2022 um 20:10
    • #43

    Ich habe in der 8. Klasse in meinem Englischbuch dieses Gedicht gefunden und mag es immer noch sehr:

    Tonight at noon

    Supermarkets will advertise 3p extra on everything

    Tonight at noon

    Children from happy families will be sent to live in a home

    Elephants will tell each other human jokes

    America will declare peace on Russia

    World War I generals will sell poppies on the street on November 11th

    The first daffodils of autumn will appear

    When the leaves fall upwards to the trees

    Tonight at noon

    Pigeons will hunt cats through city backyards

    Hitler will tell us to fight on the beaches and on the landing fields

    A tunnel full of water will be built under Liverpool

    Pigs will be sighted flying in formation over Woolton

    And Nelson will not only get his eye back but his arm as well

    White Americans will demonstrate for equal rights

    In front of the Black house

    And the monster has just created Dr. Frankenstein

    Girls in bikinis are moonbathing

    Folksongs are being sung by real folk

    Art galleries are closed to people over 21

    Poets get their poems in the Top 20

    There’s jobs for everybody and nobody wants them

    In back alleys everywhere teenage lovers are kissing in broad daylight

    In forgotten graveyards everywhere the dead will quietly bury the living

    and

    You will tell me you love me

    Tonight at noon

    Adrian Henri

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • TheNightingale
    Frau Schnute
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    119
    • 4. Oktober 2022 um 20:20
    • #44

    Kirsten wow. das kannte ich gar nicht. was für ein Hammergedicht. Und die vorletzte Zeile ist so herzzerbrechend. Der Titel allein ist schon der Wahnsinn.

    Irgendwie erinnert es an 'finster wars der Mond schien helle' aber ist dabei soviel tiefgehender. Hammer.

    ~~ noli timere messorem ~~

  • Kirsten
    Radbiest
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    1
    • 5. Oktober 2022 um 07:33
    • #45
    Zitat von TheNightingale

    was für ein Hammergedicht.

    Finde ich auch. Mein damaliger Englischlehrer hat es nicht so gesehen, wir haben das Gedicht nämlich nicht besprochen.

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    26
    • 11. Oktober 2022 um 20:41
    • #46

    Kirsten

    Das Gedicht ist ja echt mega! Wie schade das ihr es in der Klasse nie besprochen habt. Aber umso schöner, das es Dir aufgefallen ist.

    Mir gefällt wie es sich immer mehr steigert und eine ganze Geschichte erzählt. Dabei eine gewisse romantische Komponente hat, die Person aber vor allem erzählt, welche Themen sonst wichtig sind, aber eben die Person an die es gerichtet ist genauso.

    SUB und Neuzugänge

    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • TheNightingale
    Frau Schnute
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    119
    • 12. Oktober 2022 um 20:37
    • #47

    ich habe 2 Ausgaben der Poetry Pharmacy von William Sieghart und im 2. Band ist dieses tolle Gedicht von Robert Frost mit dem Titel 'The Road Not Taken'

    Two roads diverged in a yellow wood,

    And sorry I could not travel both

    And be one traveler, long I stood

    And looked down one as far as I could

    To where it bent in the undergrowth;

    Then took the other, as just as fair,

    And having perhaps the better claim,

    Because it was grassy and wanted wear;

    Though as for that the passing there

    Had worn them really about the same,

    And both that morning equally lay

    In leaves no step had trodden black.

    Oh, I kept the first for another day!

    Yet knowing how the way leads on to way,

    I doubted if I should ever come back.

    I shall be telling this with a sigh

    Somewhere ages and ages hence:

    Two roads diverged in a wood, and I -

    I took the one less traveled by,

    And that has made all the difference.

    ~~ noli timere messorem ~~

  • b.a.t.
    ...
    Beiträge
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    • 12. Oktober 2022 um 21:35
    • #48

    Ich mag Frosts Melancholie.

    Welcher Weg ist wohl der richtige. Der einfache oder der Mühsame.? Der den alle gehen, oder der noch nicht beschrittene?

    Immer das Gefühl etwas zu versäumen, wenn man den anderen Weg beschreitet, auch wenn beide gleich oft begangen werden?

    Gar nicht so einfach Entscheidungen zu treffen.

    Etwas Herbst und Endzeitstimmung mit vielen dunklen Vokalen/Silben.

    Einmal editiert, zuletzt von b.a.t. (12. Oktober 2022 um 21:59)

  • Alice
    liest
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    • 12. Oktober 2022 um 22:20
    • #49

    Erinnert ein wenig an den Anfang von Dantes Göttlicher Komödie.. ein zeitloses "Lebensproblem".

    Schöne Sprache. :)

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    • 17. Oktober 2022 um 13:22
    • #50

    Robert Frost muss ich immer mehr als einmal Lesen. Ich finde schon seine Sprache und der daraus entstehende Rhythmus hat etwas Besonderes.

    SUB und Neuzugänge

    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • Alice
    liest
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    • 18. Oktober 2022 um 06:37
    • #51

    Von

    Mascha Kaléko

    Beschreibt für mich gut, wie es zuweilen glücklicherweise einfach ist.

    Gute Wünsche an alle! :)

    (Link durch gültigen ersetzt...)

    Einmal editiert, zuletzt von Alice (23. Juni 2025 um 11:54)

  • Kirsten
    Radbiest
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    1
    • 18. Oktober 2022 um 06:53
    • #52
    Zitat von HoldenCaulfield

    Robert Frost muss ich immer mehr als einmal Lesen.

    Ich habe seine Gedichte sogar auf meiner Leseliste und habe noch nicht dazu gegriffen. Von ihm begleitet mich auch ein Gedicht seit meiner Schulzeit:

    Stopping by Woods on a Snowy Evening

    Whose woods these are I think I know.

    His house is in the village though;

    He will not see me stopping here

    To watch his woods fill up with snow.

    My little horse must think it queer

    To stop without a farmhouse near

    Between the woods and frozen lake

    The darkest evening of the year.

    He gives his harness bells a shake

    To ask if there is some mistake.

    The only other sound's the sweep

    Of easy wind and downy flake.

    The woods are lovely, dark and deep,

    But I have promises to keep,

    And miles to go before I sleep,

    And miles to go before I sleep.

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • Kritty
    Eskapismusenthusiastin
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    13
    • 18. Oktober 2022 um 08:02
    • #53

    Man kommt mit dem Gedichte lesen in diesem Thread kaum hinterher 😅

    Alice das ist ein schöner Text. Meine liebsten Zeilen sind glaube ich "Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
    Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen" :D


    Robert Frost mag ich ja sehr sehr gerne und dad Gedicht oben war eines der Gedichte die ich früher auswändig wusste, so sehr mochte ich es. Es hat ein klitzekleines bisschen an Zauber für mich verloren aber ich mag es immer noch sehr sehr gerne. Ich habe zwei Gedichtbände von Frost, glaube ich, da ist das Gedicht auch drin (natürlich).

    Ich mag die Atmosphäre sehr, von dem Text.

    Not all those who wander are lost - Tolkien

    SuB: 174 📜 Krittys Kabinett 🗃️ Meine Listen 📋

    :lesen:: Baba Yarina - K. Kenklies / Das Glasperlenspiel - H- Hesse / Das Lied des Dionysos - N. Pulley

    🔊: Die Dame vom See - A. Sapkowski / Zum Schweigen verdammt - M. Metzenthin / Amokspiel - S. Fitzek

    Challenges:
    Jagen und Sammeln 2025 (Punkte: 9)
    TAMKATZ - 26. Auflage (2024/2025) [1/5]
    Projekte:
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    Reading Around The World
  • Sagota
    Booktraveler
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    • 18. Oktober 2022 um 23:07
    • #54

    Alice

    Danke für das wunderschöne (und sehr positive!) Gedicht von Mascha Kaléko! Die 3. "Strophe" und diese Zeilen

    Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
    Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehen!

    wären wohl meine Lieblingszeilen (obwohl alle mir gefallen ;)

    Kirsten

    Das Gedicht von Robert Frost spricht mich auch sehr an; wunderschön!

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Sagota
    Booktraveler
    Beiträge
    5.661
    • 18. Oktober 2022 um 23:32
    • #55

    Nun will ich auch mal ein Gedicht "zum Besten geben" - dieses hier hat mir ein alter Studienkollege und Freund mal in meine China-Kladde geschrieben:

    XXXIV

    meine Gedanken

    streichen über

    die Vergangenheit

    wie der Wind

    über ein Stoppelfeld

    es gibt kein

    verweilen

    es gibt keine Frage

    nach dem Warum

    es ist nun mal

    das Gesetz des Windes

    daß er

    darüber hinwegfegt

    und nicht stehen bleibt

    all die

    abgeernteten Verhältnisse

    wer hat geerntet

    was kümmert's mich

    (aus: Straßengedichte/ wittich rohleder)

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Alice
    liest
    Beiträge
    5.292
    • 19. Oktober 2022 um 09:17
    • #56
    Zitat von Sagota

    Alice

    .. sehr positive!) Gedicht von Mascha Kaléko!

    Mascha Kaléko hat ja sehr viel Melancholisches u auch Deprimiertes oder durchaus Empörtes geschrieben, auch davon finde ich vieles sehr schön und "wahr".

    Dieses Gedicht zeigt für mich aber, dass auch immer wieder bessere Zeiten kommen: Für jeden, auch ohne besonderen Grund.

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    34.929
    Bilder
    26
    • 24. Oktober 2022 um 10:07
    • #57

    Im ersten Moment denke ich tatsächlich vor allem darüber... ja so sollte das mit den Gedanken und Gefühlen bestensfalls sein. Sie streifen um her, man fühlt etwas, aber es ist ok das dann einfach an sich vorbei ziehen zu lassen und die Gefühle nicht hm zu krass fest zu halten und sich darin negativ zu verlieren.

    Realität in meinem Leben: Klappte früher nie. Inzwischen habe ich geübt und es klappt immer besser. Schwierig da eine Balance zwischen Gefühle zu lassen und gleichzeitig auch einfach vorbei ziehen zu lassen zu finden.

    SUB und Neuzugänge

    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • b.a.t.
    ...
    Beiträge
    1.958
    • 24. Oktober 2022 um 10:38
    • #58

    Ilya Kaminsky - Deaf Rebublic

    We Lived Happily during the War

    And when they bombed other people's houses, we

    protested

    but not enough, we opposed them but not

    in my bed, around my bed America

    was falling: invisible house by invisible house by invisible house --

    I took a chair outside and watched the sun.

    In the sixth month

    of a disastrous reign in the house of money

    in the street of money in the city of money in the country of money,

    our great country of money, we (forgive us)

    lived happily during the war.


    Kaminsky, Ilya (2019): Deaf Republic, 1. Auflage. London. UK: Faber & Faber Unlimited: 3

  • Alice
    liest
    Beiträge
    5.292
    • 25. Oktober 2022 um 19:56
    • #59

    Das "Zerrissene" passt für mich in diesem Fall sehr gut zum Text, auch wenn ich "gleitende" Gedichtzeilen normalerweise lieber mag.

    Ist halt auch kein Gedicht zum Mögen, das beabsichtigt es ja gar nicht.

  • Alice
    liest
    Beiträge
    5.292
    • 25. Oktober 2022 um 20:02
    • #60

    Um zu illustrieren, was ich unter "gleitende Zeilen" verstehe, dieser Klassiker mit dem für mich so absolut passenden Titel. Einfach, geradeaus - und ein Bild. :

    Herbstbild (Friedrich Hebbel) Hörbeispiel - Medienwerkstatt-Wissen © 2006-2022 Medienwerkstatt

    Völlig anderer "Zweck" halt.

    Gutes Gedicht, das von b.a.t. , daher, finde ich.


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