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Mehr Platz der Lyrik

  • b.a.t.
  • 29. September 2022 um 20:38
  • Zum letzten Beitrag

Es gibt 762 Antworten in diesem Thema, welches 89.030 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. Mai 2026 um 09:36) ist von Kritty.

  • Valentine
    Mermaid Librarian
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    • 9. Oktober 2025 um 08:59
    • #641

    Gern auch in Marienliedern, "Maria, hilf uns all/in diesem Jammertal" :)

    Danke für den Link zum Heine. Das war für die damalige Zeit ganz schön deutlich, oder?

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

  • Kritty
    Eskapismusenthusiastin
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    • 11. Oktober 2025 um 14:30
    • #642

    (Ich würde mich mal schon mal dazu melden dass ich voraussichtlich (spätestens) Montagabends/-nachts ein Gedicht reinposten würde. Bat weiß Bescheid :) )

    Not all those who wander are lost - Tolkien

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    Einmal editiert, zuletzt von Kritty (12. Oktober 2025 um 10:45)

  • Kritty
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    • 15. Oktober 2025 um 04:47
    • #643

    Entschuldigung!

    Hier mit etwas Verspätung.


    "Start Here" von Caitlyn Siehl

    Start by pulling him out of the fire and
    hoping that he will forget the smell.
    He was supposed to be an angel but they took him
    from that light and turned him into something hungry,
    something that forgets what his hands are for when they
    aren’t shaking.
    He will lose so much, and you will watch it all happen
    because you had him first, and you would let the world
    break its own neck if it means keeping him.
    Start by wiping the blood off of his chin and
    pretending to understand.
    Repeat to yourself
    “I won’t leave you, I won’t leave you”
    until you fall asleep and dream of the place
    where nothing is red.
    When is a monster not a monster?
    Oh, when you love it.
    Oh, when you used to sing it to sleep.
    Here are your upturned hands.
    Give them to him and watch how he prays
    like he is learning his first words.
    Start by pulling him out of another fire,
    and putting him back together with the pieces
    you find on the floor.
    There is so much to forgive, but you do not
    know how to forget.
    When is a monster not a monster?
    Oh, when you are the reason it has become so mangled.
    Here is your humble offering,
    obliterated and broken in the mouth
    of this abandoned church.
    He has come back to stop the world
    from turning itself inside out, and you love him, you do,
    so you won’t let him.
    Tell him that you will never know any better.
    Pretend to understand why that isn’t good enough.

    Not all those who wander are lost - Tolkien

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  • b.a.t.
    ...
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    • 16. Oktober 2025 um 19:01
    • #644

    Die Geschichte einer destruktiven Beziehung, ein Festhalten, obwohl man weiß, dass es einem nicht gut tut.

  • sandhofer
    Je nun...
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    • 16. Oktober 2025 um 20:02
    • #645
    Zitat von b.a.t.

    Die Geschichte einer destruktiven Beziehung, ein Festhalten, obwohl man weiß, dass es einem nicht gut tut.

    Das war auch mein erster Gedanke. Aber bei weiterem Lesen musste ich feststellen: Ich verstehe das Gedicht, ehrlich gesagt, nicht. Nicht wegen der Sprache - die ist sogar sehr einfach: kurze Sätze, Alltagsbegriffe.

    Aber worum geht es? Eine toxische Beziehung? Kindeserziehung? Oder sind wir in einer magisch-phantastischen Welt? Ich werde den Eindruck nicht los, dass sich Caitlyn Siehl von Satz zu Satz durchgehangelt hat, assoziativ ein Wort nach dem andern eingefügt hat, ohne nachzulesen, was gerade geschrieben war.

    Irgendwer hat im Internet zu diesem Gedicht geschrieben: "Explore the depth of emotions and thoughts through this captivating piece of poetry." Das hilft mir leider auch nicht weiter.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • HoldenCaulfield
    Feministin
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    • 16. Oktober 2025 um 21:12
    • #646

    Ich habe den Eindruck es geht nach jedem "When is a Monster not a Monster" um eine andre Person. Und wie eine toxische Beziehung das eigene Verhalten prägen kann. Also auch Auswirkungen auf weitere Beziehungen (egal in welcher Weise. Man hat ja auch Geschwisterbeziehungen, Eltern-Kind Beziehung etc.) hat. Und auch, dass das eigene Verhalten diese toxischen Muster halt ebenfalls reproduziert. Also in solchen Beziehungen sind immer mindestens zwei Personen die aufeinander reagieren und diese toxische Dynamik auslösen.

    SUB und Neuzugänge

    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • Alice
    liest
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    • 16. Oktober 2025 um 23:59
    • #647

    Mein spontaner Eindruck war: Eine Mutter, deren Sohn irgendetwas Schreckliches getan oder erlebt hat.

  • Kritty
    Eskapismusenthusiastin
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    • 17. Oktober 2025 um 00:31
    • #648
    Zitat von sandhofer

    Aber worum geht es? Eine toxische Beziehung?

    Das könnte es schon gut treffen, Beziehung dabei auch inklusive nicht-romantischer Beziehungen. Wann ist das Monster kein Monster? Wenn man es liebt. Wann rettet/versorgt man ein Monster weil es keines ist? Wenn man es liebt.

    Ich mag eure Eindrücke < 3

    Am Anfang des Gedichts passiert etwas, dass das lyrische "him" in etwas Schreckliches ("he was supposed to be an angel") und "he" wird dann Stück für Stück mehr zu einem Monster. Das lyrische Du, das anfangs versucht hat, den anderen zu retten, sieht dabei quasi zu. Das lyrische Du ist einerseits immer da für den anderen und aber auch Teil des Problems ("Oh, when you are the reason it has become so mangled.", "Tell him that you will never know any better.").

    Also wie bat sagte, eine Art destruktive Beziehung (welche Art von Beziehung ist nicht durch den Text definiert), da stimme ich zu.

    Not all those who wander are lost - Tolkien

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  • b.a.t.
    ...
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    • 20. Oktober 2025 um 20:11
    • #649

    Mary Oliver - The Loon

    Not quite four a.m., when the rapture of being alive
    strikes me from sleep, and I rise
    from the comfortable bed and go
    to another room, where my books are lined up
    in their neat and colorful rows. How

    magical they are! I choose one
    and open it. Soon
    I have wandered in over the waves of the words
    to the temple of thought.

    And then I hear
    outside, over the actual waves, the small,
    perfect voice of the loon. He is also awake,
    and with his heavy head uplifted he calls out
    to the fading moon, to the pink flush
    swelling in the east that, soon,
    will become the long, reasonable day.

    Inside the house
    it is still dark, except for the pool of lamplight
    in which I am sitting.

    I do not close the book.

    Neither, for a long while, do I read on.


    Oliver, Mary: Devotions. New York City: Penguin Random House 2019 , S.210

    2 Mal editiert, zuletzt von b.a.t. (21. Oktober 2025 um 19:43)

  • sandhofer
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    • 21. Oktober 2025 um 08:57
    • #650

    Ein perfekter Morgen: ein Buch und die (unberührte?) Natur. Ein perfektes Gedicht, zu lesen vor dem Einschlafen. Einzig die Zeilenumbrüche könnten m.M.n. organischer sein.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Valentine
    Mermaid Librarian
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    • 21. Oktober 2025 um 09:07
    • #651

    Tolle Auswahl, Mary Olivers Naturgedichte sind einfach schön.

    Oder auch Natur-und-Bücher-Gedichte :herz:

    Da geht mir richtig mein Leserinnenherz auf, so wunderbar beschreibt sie den Zauber der Bücher und des Lesens. Und dann kommt die Natur ins Spiel und ist zumindest für den Moment noch faszinierender. Gefällt mir, gerade weil Oliver das so unkitschig und geradeheraus beschreibt.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

  • b.a.t.
    ...
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    • 21. Oktober 2025 um 14:37
    • #652

    Ja mir geht es auch so, ich finde viele Gedichte in dem Band sehr ansprechend. Mich persönlich stört nur das 4 am, das ist für mich eher gruselig )

  • Valentine
    Mermaid Librarian
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    • 21. Oktober 2025 um 14:46
    • #653

    4 a.m. geh ich auch nicht mit, ich wäre eher Typ Sonnenuntergang :lachen:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

  • HoldenCaulfield
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    • 21. Oktober 2025 um 14:55
    • #654

    b.a.t. 8)

    SUB und Neuzugänge

    Seltsam im Nebel zu wandern... (Hesse)

  • sandhofer
    Je nun...
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    • 21. Oktober 2025 um 15:58
    • #655
    Zitat von b.a.t.

    Ja mir geht es auch so, ich finde viele Gedichte in dem Band sehr ansprechend. Mich persönlich stört nur das 4 am, das ist für mich eher gruselig )

    Zitat von Valentine

    4 a.m. geh ich auch nicht mit, ich wäre eher Typ Sonnenuntergang :lachen:

    Nach dem, was ich auf die Schnelle finde, ist das Gedicht 2002 zum ersten Mal erschienen. Da war Mary Oliver 67. Wenn Ihr erst mal in dem Alter seid ... :evil:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Valentine
    Mermaid Librarian
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    • 21. Oktober 2025 um 16:24
    • #656

    Ich bin ehrlich gespannt, ob sich das bei mir so einstellen wird.

    Bislang finde ich eher von Jahr zu Jahr das frühe Aufstehen ätzender. Aber ich bin auch noch keine 67 :breitgrins:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.
    Leonard Cohen

  • thomas_b
    Quidditch-Legende
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    Pronomen
    du / er
    • 21. Oktober 2025 um 17:27
    • #657

    Ich stehe mit zunehmendem Alter auch immer später auf ...

  • Alice
    liest
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    5.578
    • 21. Oktober 2025 um 19:00
    • #658

    Hübsch - aber es könnte eigentlich genauso kein Gedicht sein, oder?! :/

  • b.a.t.
    ...
    Beiträge
    2.143
    • 21. Oktober 2025 um 19:05
    • #659

    Ist es aber )

  • Alice
    liest
    Beiträge
    5.578
    • 21. Oktober 2025 um 19:27
    • #660
    Zitat von b.a.t.

    Ist es aber )

    ;)

    Was ich ausdrücken wollte: Ich sehe für mich hier keinen oder sehr wenig Sinn in den Zeilenumbrüchen - es "funktioniert" für mich genauso als kurzer Prosatext.

    (Mit den Absätzen ist das eine andere Sache - aber die wären ja ok.)

    Vielleicht ist der Übergang einfach immer mehr fließend..?! :/


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