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Auclair - Simon vom Fluss

  • illy
  • 11. Januar 2024 um 16:24
  • Zum letzten Beitrag

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 1.200 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. Mai 2025 um 10:07) ist von illy.

  • illy
    Bücherjunkie
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    • 11. Januar 2024 um 16:24
    • #1

    In den 1970ern erschien diese dystopische Comicreihe in wöchentlichen Folgen.

    Die Gesamtausgabe wurde in 3 Bänden veröffentlicht

    Gesamtausgabe Band 1

    [kaufen='978-3966585323'][/kaufen]

    Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite: https://www.cross-cult.de/titel/simon-am…?titel_medium=9

    Dieser erste Band der Gesamtausgabe enthält neben 3 Folgen der Geschichte ein vierseitiges "deutsches" Vorwort über das Simon-Gesamtwerk und seinen Schöpfer sowie knapp über 30 Seiten inkl. Skizzen und Fotos über den Autor und die Anfangstage seines Schaffens bis zum Auftaktband der Simon-Geschichte. Es werden auch der diesbezügliche Urheberrechtsstreit und die Plagiatsvorwürfe erläutert, weswegen die erste Folge "Die Ballade des Rotschopfs" nicht koloriert ist. Das war alles ziemlich interessant, wenn auch manchmal zu "französisch", in dem Sinne, dass ich Namen und Geschehnisse nicht vollständig kannte oder einordnen konnte.

    Jetzt freue ich mich auf die eigentliche Geschichte.

  • illy
    Bücherjunkie
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    • 15. Januar 2024 um 17:43
    • #2

    DIE BALLADE DES ROTSCHOPFS

    Ein wenig merkt man hier vielleicht den revolutionären Geist der Nach68er - ich habe nämlich im Nachhinein überlegt, wodurch die Herren sich eigentlich den allgemeinen Unmut verdient haben, ihre Herrschaft scheint nicht besonders willkürlich und ungerecht, in der Stadt wird nicht gehungert und dass sie jemanden verfolgen, der einen aus ihren Reihen schwer verletzt hat, ist nicht so verwunderlich. Sie sind aber jedenfalls hier die Bösen, derer man sich erwehren muss. Allen voran der Rotschopf, der die Revolution anführt, aber mehr ein Symbol zu sein scheint als ein echter Anführer mit einer Mission. Doch auch Simon bleibt mir viel zu blass - er ist der weise naturverbundene Typ, den man um Rat fragt, der hilft, aber ich erkenne gar keine besonderen Qualitäten, wofür ist er geradezu berühmt?

    Aber all das bedenke ich erst im Nachhinein, während des Lesens fesselt die Erzählung schon ganz gut, auch wenn man die Heftchen-Cliffhanger etwas zu sehr bemerkt, wenn man es als Ganzes liest. Die Erzählung war eine Hommage an eine sehr naturverbundene Vorlage, die weiteren Geschichten sind mehr von Auclair selbst gestaltet, ich bin gespannt, wie es weitergeht.

  • illy
    Bücherjunkie
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    • 16. Januar 2024 um 17:27
    • #3

    DER CLAN DER ZENTAUREN

    Auf seiner Wanderung durchs Gebirge wird Simon von einem „Reitervolk“ gefangen genommen und in ihr Lager gebracht. Dort trifft er einen alten Mann, der ein Freund seines Vaters war. Von diesem bekommt er (und wir) ein Stück weit die Entwicklung der Welt erzählt, das heißt der Untergang unserer Zivilisation und die Entstehung einfacher Gemeinschaften, aber auch die Warnung vor diktatorischen Gruppen, die mit Gewalt die Macht über ihre Umgebung an sich reißen wollen. Am Ende wartet eine Aufgabe auf Simon und damit wohl der Auftakt einer Reihe von Abenteuern.

    Der Ausflug in die Vergangenheit ist schwarz-weiß, der Rest bunt koloriert und die Farben passen gut zu der Erzählung. Ein wenig schwer zu glauben finde ich den (doch ziemlich kurzen) Zeitablauf vom Untergang der Zivilisation bis zum aktuellen Zeitpunkt an dem schon so viel vergessen scheint. Und auch Simons Leben erscheint etwas oberflächlich gestaltet, er hat keine Jagdwaffen, es ist tiefster Winter, aber Vorratssorgen kennt er nicht? Solche Momente, die mir zu vereinfachend schienen, gab es mehrere.

  • illy
    Bücherjunkie
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    • 19. Januar 2024 um 17:35
    • #4

    DIE SKLAVEN

    Simon erfährt, dass die Mitglieder des Clans aus dem vorigen Band überfallen und die meisten von ihnen brutal versklavt wurden. Mit zweien von Ihnen die entkommen konnten plant er die Befreiung der übrigen aus dem riesigen Lager, in das sie verschleppt wurden.

    Die 1970er-Jahre-Frisur Simons mit Schnäuzer finde ich ja ganz furchtbar, ich weiß nicht warum er den Vollbart vom Anfang verloren hat. Ansonsten erscheint mir auch hier wieder einiges unausgegoren: Aussagen wie „dann gab es in der Stadt nur noch die beiden Pferde als lebende Wesen“ erscheinen mir als Quatsch (keine Mäuse, Ratten, Katzen, …???), erneut hat Simon als Einziger kein Problem bezüglich der Versorgungslage mit Lebensmitteln und als er sich dann in schwarze Kleidung umzieht, damit er nachts nicht gesehen wird, konnte ich nur die Augen verdrehen - er hat bestimmt ein extra Tarn-Outfit dabei.

  • illy
    Bücherjunkie
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    • 19. Januar 2024 um 17:36
    • #5

    FAZIT zu Band 1

    Auch wenn ich einiges zu kritisieren habe, der Stil ist gut anzuschauen und die Story ordentlich spannend erzählt. Die Botschaften von Freiheit und Gemeinschaft gefallen mir auch ganz gut und da die Bücherei den Rest der Gesamtausgabe im Bestand hat, werde ich sie mir wohl ausleihen und lesen.

    4ratten

  • Breña
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    • 21. Januar 2024 um 19:26
    • #6

    Nach deinen Eindrücken zu den einzelnen Geschichten habe ich ehrlicher Weise nicht mit einer 4er Bewertung gerechnet. :D

    "Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht." J. L. Borges

  • illy
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    • 21. Januar 2024 um 19:39
    • #7
    Zitat von Breña

    Nach deinen Eindrücken zu den einzelnen Geschichten habe ich ehrlicher Weise nicht mit einer 4er Bewertung gerechnet. :D

    Es hat insgesamt trotzdem Spaß gemacht.

    Ausserdem bekam es einen Klassikerbonus und einen Bonus für das interessante Vorwort von bestimmt einer halben bis dreiviertel Ratte :)

  • illy 10. August 2024 um 12:05

    Hat das Thema aus dem Forum Monatsrunde Januar 2024 - Gute Lesevorsätze nach Comics, Mangas & Graphic Novels verschoben.
  • illy
    Bücherjunkie
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    • 21. Mai 2025 um 10:07
    • #8

    [kaufen='9783966585927'][/kaufen]

    Gesamtausgabe Band 2

    Nach den rund 40 Seiten Einleitung, hauptsächlich zur Lebens- und Arbeitssituation des Autors zur Entstehungszeit der Comics, die mir deutlich zu detailliert war, geht es los:

    IN DEN SÜMPFEN

    In den Sümpfen trifft Simon auf eine Frau und ihre „gerade zur Frau erwachenden“ Tochter. Er mag die ältere von beiden lieber, die erwidert die Gefühle im Ansatz, doch die Tochter verliebt sich unsterblich in Simon… Doch wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keiner kriegen und so landet er in der verbotenen Ecke der Sümpfe, die ich schnell als radioaktiv verseucht erkenne. Die Nähe zu der Strahlenquelle lässt mich darüber wundern, dass es nicht mehr Fische mit 2 Köpfen etc. gibt, aber der Comic ist halt aus den 1970ern, da war Atomkraft noch mehr Chance als Gefahr, auch wenn die Warnung vor dem Atomkraftwerk(?) hier schon recht deutlich herüberkommt. Ansonsten ist es mir deutlich zu platt, vor allem, was das Beziehungsleben angeht und die Geschlechterrollen, auch wenn Simon nicht mal den starken Mann herauskehrt.

    DIE PILGER

    Simon schließt sich Pilgern an, die auf dem Weg nach Chartres sind, in einem Dorf unterwegs helfen sie bei der Ernte, er verliebt sich und bleibt dort, dann reist er doch nach Chartres wo es eine Madonnenerscheinung gibt, die ihm unglaubwürdig vorkommt. Deutlich kürzer als die erste Geschichte und recht schlicht, immerhin mit der Botschaft, dass man nicht blind glauben soll, aber Gläubige wohl ein eher leichtes Opfer sind. Die „Zentrumsleute“ werden erneut als die Bösen identifiziert.

    ZENTRUM 3

    Sie (also Simon und seine Frau) reisen in die alte Hauptstadt, die von rivalisierenden Banden bewohnt wird. Dort gibt es auch das Zentrum, in dem es wohl Gefangene gibt, die man natürlich befreien will.


    Während mir der erste Sammelband noch ganz gut gefiel, überwiegt mittlerweile meine Kritik. Ich finde die Figuren größtenteils eindimensional und flach, die Story eher simpel und die Botschaft sehr plakativ und da kann ich mittlerweile auch mit „Klassiker-Bonus“ nicht völlig drüber hinwegsehen…

    3ratten


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