Becky Chambers - A Psalm for the Wild-Built

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    Becky Chambers - A Psalm for the Wild-Built


    (Fast fühlt es sich komisch an, Becky Chambers Büchlein - es hat nur knapp 150 Seiten - der Kategorie Science Fiction zuzuordnen, sind doch die enthaltenen Gedanken sehr irdisch und zeitgenössisch.. dennoch gehört es wohl objektiv gesehen hierher.)


    Das gewählte "Setting" klingt zunächst eher kurios - erst beim Lesen merkt man allmählich, wie gut es sich für die Gedanken eignet, die sich die Autorin hier macht.


    Amazon-Text:

    It's been centuries since the robots of Panga gained self-awareness and laid down their tools; centuries since they wandered, en masse, into the wilderness, never to be seen again; centuries since they faded into myth and urban legend.
    One day, the life of a tea monk is upended by the arrival of a robot, there to honor the old promise of checking in. The robot cannot go back until the question of "what do people need?" is answered.
    But the answer to that question depends on who you ask, and how.


    Ein interessanter Zufall will es, dass ich erst in der letzten Woche auf dem Weg zur Arbeit im Radio (Bayern 1) von einer aktuellen Einrichtung gehört habe, die der Einrichtung der Tea Monks im Buch ziemlich exakt entspricht - Leute fahren mit einem Transportrad einen mobilen Teestand an verschiedene Punkte in der Stadt und bieten dort unverbindlich Tee und Zuhör- sowie Gesprächsmöglichkeiten an. Oha.


    Der (geschlechtsneutrale) Mönch in Becky Chambers Buch begibt sich derart auf eine Reise zu sich selbst durch eine (ökologisch weitgehend versöhnte..) Welt der Zukunft auf dem Mond Panga - im zweiten Teil im Dialog mit einem Vertreter der KI.

    Liest sich schön, aber beileibe nicht flach - auf unaufdringliche und versöhnliche Weise gehaltvoll; manche Rezensenten benutzen sogar die Vokabel cosy.

    Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den zweiten Teil dieser zweiteiligen "Reihe".

    Einmal editiert, zuletzt von Alice ()

  • Vielen Dank für deine Meinung zu diesem Buch.

    Ich liebäugle ja schon eine Weile mit dieser Dilogie und habe erst letzte Woche beschlossen, meinen Büchergutschein dafür zu verwenden.


    In der deutschen Ausgabe wird der Mönch als Geschwister Dex bezeichnet und es wird das Personalpronomen "ser" benutzt. Wie ist das in der englischen Ausgabe, Alice?


    Bei der Leseprobe bin ich anfangs noch etwas über die ungewohnten Ausdrücke gestolpert, aber ich habe mich schnell eingelesen.

  • In der deutschen Ausgabe wird der Mönch als Geschwister Dex bezeichnet und es wird das Personalpronomen "ser" benutzt. Wie ist das in der englischen Ausgabe, Alice?

    In der Originalausgabe wird einfach der Plural verwendet für Sibling Dex, also they oder their.. das liest sich relativ unauffällig. (Passt durchaus, da ja auch der Roboter kein definiertes Geschlecht hat.)

  • Geschwister Dex ist ein Mönch in einer Stadt auf dem Mondes Panga. Er arbeitet in den Gärten und hat irgendwann den Wunsch dies zu ändern. Er möchte Teemönch werden und durchs Land fahren.


    Die Menschen auf Panga leben in abgegrenzten Gebieten und überlassen die restlich Natur sich selbst. Vor langer Zeit haben sie sich von Industrie und Ausbeutung ihres Lebensraums zurückgezogen. Damals hatten die Roboter, denen man die Wahl ließ, sich für die Abwanderung in die Natur entschieden. Seit dieser Zeit gab es keine Begegnung mehr zwischen Roboter und Menschen.


    Als Geschwister Dex sich dazu entschließt einen neuen Weg einzuschlagen, begegnet er Goldgefleckter Helmling. Dieser ist auf den Weg zu den Menschen, um der Frage nachzugehen, was brauchen die Menschen. Dex fühlt sich in dieser Situation recht unwohl, hat er doch ganz andere Pläne. Aber so einem neugierigen Roboter entflieht man nicht so leicht.


    Die Gespräche der beiden sind zwar oft belustigend, aber auch sehr anregend.


    Ich freue mich schon auf Teil zwei und kann das Buch nur empfehlen.