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Nina George & Jens J. Kramer - Die magische Bibliothek der Buks: Das Verrückte Orakel

  • Mungo
  • 24. August 2024 um 10:27
  • Zum letzten Beitrag
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Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 2.100 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. April 2026 um 15:59) ist von Valentine.

  • Mungo
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    • 24. August 2024 um 10:27
    • #1

    Nina George & Jens J.Kramer

    Die magische Bibliothek der Buks: Das Verrückte Orakel

    [kaufen='9783522508223'][/kaufen]

    Erschienen bei Planet! im Juli 2024

    384 Seiten

    Die Buks sind kleine magische Wesen mit riesengroßen Augen, die in einem großen, verborgenen Haus leben und dort die Bücher in ihrer riesigen Bibliothek hüten. Sie haben unterschiedliche Namen, die oftmals ihren Charakter widerspiegeln. Neben der Königin Queen Buk gibt es zum Beispiel Romantica, Rebella, die gerne Geschichten mit mutigen Heldinnen liest oder Sherlokko Buk. Die Bücher werden jedoch nach und nach von einer mysteriösen Bleichkrankheit befallen, die alle Tinte auf den Seiten verschwinden lässt und es scheint noch das ein oder andere Geheimnis mehr zu geben. In einer Gewitternacht meldet sich dann das Verrückte Orakel nach langer Zeit zum ersten Mal wieder und prophezeit die Ankunft von 5 Kindern, die zur Rettung beitragen könnten.

    Auch die Perspektive der Kinder wird erzählt, dabei handelt es sich um vier Freunde: die Zwillinge Nola und Finn, Thommy und Mira. Dass es nur vier Kinder statt fünf sind, wird immer wieder thematisiert, aber oft der Verrücktheit des Orakels zugeschrieben, dessen Prophezeiungen oftmals auch ungenau sind. Allerdings könnte es sich bei dem fünften Kind auch um Geraldine handeln, die Tochter der Ministerin und Klassenkameradin der anderen vier. Die Kinder und Geraldine können sich gegenseitig nicht ausstehen, da diese sie immer wieder versucht zu ärgern oder auffliegen zu lassen.

    Mehr und mehr wird deutlich, dass die Geschichte nicht ganz in der heutigen Zeit zu spielen scheint. Es werden immer wieder spezielle Apps erwähnt, mit denen die Kinder im Grunde alles tun,( z.B. eine Hierbinich-App, die zu jedem Zeitpunkt weiß, wer sich wo aufhält) oder auch dass in ihrer Schule Hologramme zur Vorführung gewisser Themen benutzt werden und altmodische Schulbücher hingegen gar nicht mehr. Irgendwann kommt heraus, dass es in ihrem Leben gar keine Bücher mehr gibt: diese verschwanden nach und nach, da sie nur zu eigenen wilden Ideen und Fantasie, die die Ordnung stört, führten.

    Die Ministerin ist besonders darauf bedacht, dass niemand je wieder zu den Büchern zurückkehrt.

    Die vier Freunde entdecken nun aber das Haus der Buks und mit diesen Wesen auch die Welt der Bücher. Die Buks sehen in ihnen die Kinder aus der Prophezeiung. Jedoch scheinen sie ihnen nicht all ihre Geheimnisse zu verraten.

    Natürlich wollen die Kinder den Buks helfen. In der richtigen Welt kommt ihnen Geraldine immer mehr auf die Schliche, wobei sie auch eine eigene Geschichte hat, die sich um das Verschwinden ihres Vaters dreht. Es wird immer deutlicher, dass sie wahrscheinlich das fünfte Kind ist und ihr Vater ebenfalls etwas mit den Buks und den Büchern zu tun hatte.

    Das Buch endet mit einem ziemlichen Cliffhanger, was ich für ein Kinderbuch in dem Alter nicht unbedingt praktisch finde. Wenn man nicht weiterliest, gibt es im Grunde kein richtiges Ende.

    Die Idee mit den Buks hat mir von Anfang an gut gefallen. Gerne hätte ich eigentlich mehr über die Wesen und ihre Geschichte erfahren, wenn es denn schon so viele von ihnen gibt. Was mich anfangs doch etwas irritiert hat, war die Geschichte der Kinder. Erst nach und nach wird einem klar, dass ihre Welt ein wenig anders ist als unsere und die Technik dort schon viel weiter fortgeschritten.

    Ich wusste erst nicht, was ich davon halten sollte, denn es erschien mir ein wenig zu viel auf einmal gewollt. Die Story der Buks an sich wäre schon interessant für mich, aber gleichzeitig diese Vorstellung einer Welt, in der es keine Bücher mehr gibt, fand ich fast etwas zu viel für ein Kinderbuch ab 10.

    Und doch hat es am Ende dann alles wieder zusammengepasst, sodass es mir doch irgendwie gut gefallen hat. Es ist auf jeden Fall etwas für erfahrenere Leser würde ich sagen.

    Hin und wieder sind mir Formulierungen aufgefallen, die ich etwas ungewohnt fand bzw. mir nicht geläufig waren und ich mir vorstellen kann, dass es den Kindern ähnlich geht.

    Alles in allem schon ein gutes Buch, durchdacht und manchmal vielleicht doch etwas zu viel auf einmal für die Zielgruppe. Ich hätte doch gern mehr über die Buks erfahren.

    Die Illustrationen vorne und hinten im Buch haben mir gut gefallen.

    Ich vergebe 3,5 Sterne, aber mit Tendenz zu 4.

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

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    Einmal editiert, zuletzt von Mungo (24. August 2024 um 10:52)

  • Mungo
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    • 18. September 2024 um 21:31
    • #2

    Liebe Valentine was war falsch am Titel? :)

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    Leseblueten

  • b.a.t.
    ...
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    • 18. September 2024 um 22:24
    • #3

    Verrückt war groß geschrieben

  • Valentine
    Mermaid Librarian
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    • 19. September 2024 um 08:39
    • #4

    Genau :)

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  • MacOss
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    • 19. September 2024 um 09:13
    • #5

    *Erbsenzählern gefällt das* 8)

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  • Mungo
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    • 19. September 2024 um 11:25
    • #6

    Ach so.

    Das ist aber groß geschrieben....ist ein Eigenname.

    Das Verrückte Orakel von Nina George | Thienemann-Esslinger Verlag

    ;)

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  • Sagota
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    • 19. September 2024 um 15:16
    • #7

    Mungo

    Dafür ist bei mir gerade ein Buk von rechts nach links unten über den Bildschirm 'gerast' - und das gemütlich im Stuhl ^^

    Ich hab das Buch als Vormerker in der Biblio hoffentlich bald abzuholen ;)

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Valentine
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    • 19. September 2024 um 15:52
    • #8

    Mungo: ah okay, dann drehe ich es wieder zurück. Das war nirgends für mich ersichtlich.

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  • Mungo
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    • 19. September 2024 um 16:26
    • #9
    Zitat von Valentine

    Mungo: ah okay, dann drehe ich es wieder zurück. Das war nirgends für mich ersichtlich.

    Macht ja auch nichts ;)

    Ich wollte nur sagen, dass ich es richtig übernommen hatte.

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  • Valentine
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    • 19. September 2024 um 16:28
    • #10

    Jetzt passt ja wieder alles :)

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  • Mungo
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    • 19. September 2024 um 19:10
    • #11

    Weißt du, das Orakel ist im Buch auch nicht so zuverlässig und eindeutig. Also passt das ja gerade hier zu der Verwirrung. ^^

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  • Valentine
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    • 10. April 2026 um 15:59
    • #12

    Die Zwillinge Nola und Finn leben in einer Welt, in der Bücher nur noch eine ferne Erinnerung sind und höchstens die Großeltern in ihrer Kindheit mal mit so einem Ding zu tun hatten. Der Alltag wird von Technik beherrscht, alles wird getrackt und überwacht und Träume und Phantasien sind völlig verpönt. Doch in einer gewittrigen Sturmnacht zieht es die beiden Kinder auf unerklärliche Weise hinaus in den Park. Ein Baum stürzt um und gibt den Blick auf die Mauer frei, die die Stadt umgibt, und die Neugier der beiden ist geweckt, was sich wohl hinter der Mauer verbergen mag.

    In einer alten Villa jenseits der Mauer leben die Buks, kleine Wesen mit leuchtenden Augen, die auf die einzigen Bücher aufpassen, die noch existieren. Sie sind in großer Sorge, denn einige Bücher sind bereits von der Bleichkrankheit befallen, die nach und nach den gesamten Text vernichtet. Queen Buk und ihre Untertanen sind entsetzt und hilflos, bis das verrückte Orakel sich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zu Wort meldet und prophezeit, dass fünf Kinder auftauchen und eine wichtige Rolle spielen sollen. Bis dato haben die Buks jeglichen Kontakt zu dem geheimnisumwitterten "Draußen" und zu den Menschen vermieden, die sie nur als Bücherhasser und Phantasiephobiker kannten ... aber dann stehen plötzlich Nola, Finn & Co. vor der Tür!

    Nach dem ersten Schrecken auf beiden Seiten ist schnell klar, dass nur gemeinsam die Rettung der Bücherwelt möglich ist. Die Preisfrage ist bloß, wie das anzustellen ist ...

    Ganz neu ist die Plotidee nicht, dass die Welt der Phantasie und der Literatur in Gefahr ist (Michael Ende lässt grüßen und es gibt auch eine kleine Hommage an die "Unendliche Geschichte"), aber das Autorenduo und Ehepaar George/Kramer verpasst dem Ganzen einen frischen Anstrich und erfindet mit den Buks eine entzückende Schar an kleinen Bücherwächtern mit liebenswerten Macken und Eigenheiten.

    Die dauerüberwachte, freudlose, auf Effizienz getrimmte Welt, in der die Kinder zu Hause sind, steht in scharfem Kontrast zum fröhlichen Bücherkosmos der Buks, wenngleich dieser durch den Kummer über die Bleichkrankheit getrübt wird, und an vielen Stellen ist das Buch ein flammendes Plädoyer für das Lesen und dafür, wie wichtig Geschichten für die Menschen eigentlich sind und was verloren ginge, gäbe es sie nicht mehr. Gleichzeitig ist der Auftakt zur Trilogie um die Buks ein herrliches Abenteuer um vier pfiffige Kinder, die spüren, dass es noch mehr im Leben geben muss als brav zu funktionieren, die die graue Betonumgebung der Stadt liebend gerne gegen Dornengestrüpp und Brennnesseln eintauschen und ihre neuen Verbündeten in der Büchervilla nur zu gerne unterstützen. Eine ätzende Rivalin gibt es auch noch, die fand ich anfangs ein bisschen klischeehaft, aber dann kam eine interessante Entwicklung, die mich aufhorchen ließ.

    Am allerschönsten ist, dass das Buch sowohl Kindern als auch Erwachsenen Spaß macht. Kinder werden vordergründig eine witzige und spannende Abenteuerstory lesen, während die älteren Leser:innen sich zusätzlich an literarischen Anspielungen und Wortwitzen erfreuen können. Sprachlich ist es durchaus anspruchsvoll, ohne geübtere Nachwuchsleserchen zu überfordern.

    Danke an mein Patenkind für diesen tollen Tip. Ich hoffe, er hat bald Teil 2 ausgelesen, damit ich weiterschmökern kann.

    4ratten

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