[kaufen='978-3831048526'][/kaufen]
Laut dem Autor Sepp Schellhorn, ist der große Erfolg seiner Kochvideos auf Social Media eher dem Zufall und seinen Freunden zu verdanken. Da ist dieses Kochbuch rauszubringen nur ein weiterer Schritt, und eine gute Idee.
Was als erstes auffällt, wenn man so durch das Buch blättert, es geht um unkomplizierte Hausmannskost, und die Gerichte sind einfach zu realisieren.
Aufgeteilt ist das Kochbuch in sechs praktische Kapitel, sodass man schnell das Gewünschte findet:
- Das erste Kapitel "Suppen & Kleinigkeiten" gefällt mir aber leider nicht so gut.
Unter anderem findet man hier eine Auswahl an belegten Broten, und da frage ich mich immer, wer für ein Butterbrot ein Rezept braucht. Es gibt hier auch noch einige Vorspeisen, wie zbsp. Carpaccio oder Tatar vom Rind, und einige Suppen. Die meisten Suppen finde ich hier auch recht einfach, aber richtig gut finde ich die Bouillabaisse und die Linsensuppe mit dem geräucherten Fisch (wobei ich an die vorgeschlagene Atterseereinanke einkaufstechnisch niemals herankommen werde).
- In "Knödel, Pasta & Co." gibt es dagegen nur Wunderbares zu entdecken.
Wer sich immer schon mal an Knödel versuchen wollte, hat jetzt keine Ausreden mehr. Kaspressknödel, Speckknödel, Grammelknödel, Spinatknödel, die Anleitungen dazu sind alle im Buch zu finden. Dazu dann noch Pasta- und Risottogerichte.
- Das Kapitel "Gemüse satt" ist das kürzeste, trotzdem aber kreativ.
- Bei den "Klassikern" gibt es all die Hauptspeisen die man so aus Österreich kennt: Schinkenfleckerl, Wiener Schnitzel, Krautwickler, Krautfleckerl, ...
- Und bei den "Süßspeisen" geht es gleich weiter mit den österreichischen Spezialitäten: Kaiserschmarren, Salzburger Nockerln, Zwetschkenfleck, Schwarzbeernocken, ...
- Zum Schluss gibt es noch die "Basic-ReSEPPte" mit Fonds, Saucen, Teige, usw.
Insgesamt gibt es 90 Rezepte zum Ausprobieren.
Alle Rezepte sind für vier Personen ausgelegt.
Der Schreibstil ist unverwechselbar. Die Anleitungen sind in einem locker flockigen Ton geschrieben, so wie der Autor auch in seinen Videos spricht.
Zu jedem Gericht weiß Sepp Schellhorn noch etwas zusätzlich zu sagen.
Alle österreichischen Begriffe werden sofort im Text ins Deutsche übersetzt.
Nur wenige Zutaten werden für den Nicht-Österreicher schwierig zu bekommen sein. Schottenkäse, Branzino und Schwarzkohl fallen mir da spontan ein. Das gilt aber zum Glück nur für sehr wenige Rezepte.
Die Fotos finde ich nicht so toll gelungen. Viele davon sehen unprofessionell aus, wie schnell mit der Handykamera geknippst. Man hätte bestimmt auch ein schöneres Foto von Sepp Schellhorn für das Cover finden können. Er steht da wie bestellt und nicht abgeholt.
![]()