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Originaltitel: The Haunting Season. Ghostly Tales for Long Winter Nights
Bridget Collins: EINE STUDIE IN SCHWARZWEISS
Eine in der Vergangenheit angesiedelte Geschichte (Gasbeleuchtung, wenn überhaupt). Sehr klassisch und deswegen ohne Überraschungen für mich als Leserin. Aber schön geschrieben und ein guter Einstieg.
Imogen Hermes Gowar: THWAITES MIETER
Lucinda, die nie im Leben einen Finger krumm gemacht hat, wird von ihrem Vater in einem einsamen Haus untergebracht. Das letzte Stück muss sie sogar laufen, weil die Wege für die Kutsche zu überschwemmt sind. Warum sie und ihr kleiner Sohn dort landen, erfahren wir im Verlauf der Geschichte. Die Figur der Lucinda war mir zwar nicht sympathisch, aber mir gefiel die Darstellung zwischen Schwäche und Stärke, Unsicherheit und Entschlossenheit.
Natasha Pulley: DIE AAL-SÄNGER
Das ist aus dem „Uhrmacher in der Filigree Street“ - Universum. Das kenne ich nicht und die Geschichte wäre vermutlich mit mehr Hintergrund zu den Figuren besser gewesen, aber auch so war sie unheimlich und anders und auch winterlich genug, um mir zu gefallen. Die Uhrmacher sind etwas höher auf der „Lesen““-Liste gerückt.
Jess Kidd: LILY WILT
Lily Wilt war wunderschön, so wunderschön, dass der Fotograf, der ihre Leiche fotografieren kann, sich unwiderstehlich von ihr nagezogen fühlt.
Laura Purcell: CHILLINGHAMS ROLLSTUHL
Nach einem Reitunfall stellt man ihr freundlicherweise den Rollstuhl des verstorbenen Vaters ihres zukünftigen Schwagers zur Verfügung. Doch dieser führt ein Eigenleben.
Andrew Michael Hurley: DAS HÄNGEN DES GRÜNS
„Endlich“ mal eine Geschichte die im 20. Jahrhundert angesiedelt ist. Der Erzähler erzählt, warum er den Geruch von Stechpalmen und anderem Weihnachtsgrün unerträglich findet.
Kiran Millwood Hargrave: GEFANGEN
Wochenbettpsychose. Oder etwas anderes?
Elizabeth Macneal: UNGEHEUER
Fossiliensammeln. Wer ist hier das Ungeheuer?
Viele der Geschichten spielen rund um Weihnachte und ansonsten ist fast überall das „Wintermotiv“ anderweitig deutlich ausgeprägt. Die Geschichten sind nicht zu unheimlich, es ist eher etwas für leichten Grusel an einem Kaminfeuerabend.
Die Sammlung hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn keine Geschichte so herausragend war, dass ich nun unbedingt sofort das ganze Werk der Autorin lesen möchte. Der Nachfolgeband "Wintergeister" mit weiteren Kurzgeschichten landet jedenfalls auf meiner Merkliste.
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