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Das Buch spielt zu Beginn der 1980er Jahre, die Sandinisten haben gewonnen, es gibt weitreichende Reformen, in diesem Buch wird besonders die Bildungsinitiative erwähnt. Allerdings stehen auch die von den USA finanzierten Contras bereits vor der Tür. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit an Schriftzüge wie „USA - Hände weg von Nicaragua“, das dürfte kurz nach dem Handlungszeitraum des Buches gewesen sein. Das Buch selbst ist ebenfalls von 1987 und drückt die Unterstützung der sandinistischen Regierung Nicaraguas aus.
Hauptfiguren sind Daniel, Victor und Isabel, die unterschiedliche Traumaerfahrungen aus den vergangenen Kriegsjahren und aktuelle Probleme (Armut, zerrissene Familienstrukturen) mit sich herumtragen. Sie sind Freunde und proben gemeinsam für einen Auftritt in einem Jugendhaus.
Mir war das Buch zu moralisch/lehrreich, es wirkte nicht so als wollte die Autorin eine interessante Geschichte erzählen, sondern darüber belehren, wie schwer es die Jugendlichen in Nicaragua haben und wie sehr die politische Situation, der Bürgerkrieg das Leben beeinflusst (und dass die Sandinisten die Guten sind, auch wenn nicht alles perfekt ist). Ich glaube nicht, dass diese politisierte historische Darstellung heutzutage jemanden begeistern kann.
