[kaufen='978-3453442009'][/kaufen]
Fremde Götter ist Teil 3 der Der Rabbi und der Kommissar -Reihe von Michel Bergmann.
Leider hat mir dieser Teil nicht so gut gefallen wie die beiden Vorgänger.
Henry Silberbaum, der ein Ermittlungsverbot vom Vorstand seiner Gemeinde ausgesprochen bekommen hat, wird von Herrn Fuhrmann, einem Gemeindemitglied gebeten ihm zu helfen.
Dessen Tochter wurde vor kurzem Mutter und nun plagen ihn Sorgen, da er genau weiß, dass sie nicht seine leibliche Tochter ist. Mit seiner Frau hat er bisher nicht darüber gesprochen. Henry soll herausfinden, wer der richtige Vater ist. Also macht sich Rabbi Silberbaum auf die Suche. Etwas verzwickt, aber nicht unmöglich. Hilfe findet er dabei nicht nur bei seiner Mutter, sondern auch bei seinem Freund Kommissar Berking.
Frau Fuhrmann war vor der Hochzeit mit ihrer Freundin eine Zeit bei einer Sekte in der Schweiz. Also begibt sich auch der Rabbi auf die Reise, um den Guru dieser Gemeinschaft kennenzulernen und genaueres zu erfahren. Dort liefert er sich nicht nur einen Schlagabtausch mit diesem.
Währenddessen muss er aber auch seinen alltäglichen Pflichten nachkommen und so ist es kein Wunder, dass es zu Konflikten kommt. Zumal er die Reise in die Schweiz ein zweites Mal antreten wird. Denn Hilfe scheint auch eine andere Person von ihm zu erhoffen. Aber was steckt da dahinter?
Natürlich ist auch wieder die sympathische Heimleiterin des Altenheims, Esther Simon, mit der Henry schon eine Art Freundschaft verbindet, mit dabei. Sie ist ihm ja sehr zugetan und wird im Laufe der Geschichte auch dessen amerikanische Liebste kennenlernen.
Die Aufgeschlossenheit und moderne Einstellung Henrys verschafft diesem Ärger mit Gemeindedirektor Dr. Friedländer. Henrys Kollege hat sich nachdrücklich über dessen Regelbrüche beschwert.
Neben dem alltäglichen jüdischen Leben bezieht der Autor diesmal verstärkt die momentane politische Situation mit ein. Henry nimmt mehrmals dazu Stellung, was ich irgendwann als zu belehrend empfand.
Was ich nicht für sehr glaubwürdig hielt, war die Hilfestellung von Berking. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die schweizer Polizei einfach so einem deutschen Kollegen einen oder mehrere Gefallen tun wird. Auch Berkings weitere Hilfe kam mir eher realitätsfern vor. Aber in einem Cosy Crime will man ja nicht so pingelig sein.
Ein Roman um Rabbiner Silberbaum erscheint diese Jahr noch. Du sollst nicht lügen
Da sich die einzelnen Bände an den 10 Geboten orientierten, hätten wir noch ein paar vor uns gehabt. Aber leider ist der Autor im Juni verstorben. So muss ich wohl im nächsten Fall Abschied nehmen von dem sympathischen Henry Silberbaum und werde nie erfahren, ob er nicht doch Esther Simon seiner amerikanischen Freundin vorziehen wird.