Kaufen* bei
Amazon
Bücher.de
Buch24.de
* Werbe/Affiliate-Links
Die Autorin ist eine der besten Köchinnen Österreichs, das schreibt nicht nur der Brandstätter Verlag, das bezeugen auch eine Reihe von Auszeichnungen, die Frau Razavi für ihr Wiener Restaurant &flora erhalten hat.
Gemüse gehört ihrer Überzeugung nach gefeiert. Viel zu lange habe Gemüse nur eine Nebenrolle auf der Tafel gespielt. Dabei sei kein anderes Lebensmittel so wandelbar und verschieden einsetzbar, egal welche Gemüsesorte man nun nehme.
Und wenn ich als Leser so durch das Buch blättere, kann ich der Autorin nur beipflichten. Selten habe ich kreativere Gemüserezepte gesehen.
Nach einer kurzen Einleitung und einigen praktischen Küchentipps zu Verarbeitung und Einlagerung, geht es auch schon los mit dem Kochen.
Sortiert sind die Rezepte nach Gemüsesorten, wobei die erste Seite der jeweiligen Sorte, der Warenkunde vorbehalten ist.
Insgesamt gibt es 22 Gemüsesorten als Hauptzutat zu entdecken.
Vieles davon sind Hauptgerichte, aber es gibt auch Snacks, Dips oder kleinere Vorspeisen.
Es wird unter anderem mit Joghurt, Butter oder Eiern gearbeitet, aber es gibt auch viele vegane Gerichte.
Die Zutatenlisten halten sich meistens in Grenzen und nur ganz selten kenne ich eine Zutat gar nicht. Chioggiarüben zum Beispiel, oder Goldrüben.
Die Autorin weiß mit orientalischen Gewürzen umzugehen. So viele unterschiedliche Gewürze benutzt sie in ihrer Küche völlig selbstverständlich, das Gemüse schmeckt dadurch neu und ungewohnt, aber richtig spannend. Es macht Spaß, diese Aromen kennenzulernen.
Obwohl viele der Gerichte echt kompliziert und aufwändig klingen, ist es gar nicht so schwer, die Rezepte nachzukochen. Jedenfalls die Sachen die ich ausprobiert habe, waren relativ flott gemacht.
Ausprobiert habe ich bis jetzt die gebrannte Aubergine mit Kräutern auf würziger Tomatensauce, dann die Ras-el-Hanout-Karotten auf Hummus (ich schwöre, so interessant und würzig haben Karotten noch nie geschmeckt) und das Mirza Ghasemi (ein persischer Auberginen-Dip mit Ei).
Was gibt es sonst noch so? Gebratene Salatherzen auf Labneh mit Petersilien-Oliven-Salsa, Spitzkohl aus dem Ofen mit Miso-Tofu-Sauce oder vielleicht einen Mangold-Pie mit Spinat und Ricotta?
Am Ende des Buches gibt es noch ein paar Seiten mit Basis-Rezepten. Gewürzmischungen, Saucen und eingelegtes Gemüse, sowohl ein Register nach Alphabet und eines nach Gemüsesorten.
Nicht nur die Rezepte finde ich Besonders, auch die Aufmachung könnte nicht schöner sein. Das Cover mit den goldenen Verzierungen, die wunderschönen Fotos und überhaupt.
Ein tolles Buch, bei dem man Fleisch und Fisch nicht eine Sekunde lang vermisst.