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  3. Historische Romane

Nelio Biedermann - Lázár

  • Ele95
  • 11. Oktober 2025 um 01:02
  • Zum letzten Beitrag

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 389 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. April 2026 um 16:55) ist von b.a.t..

  • Ele95
    Hauself
    Beiträge
    165
    • 11. Oktober 2025 um 01:02
    • #1

    Glanz und Elend

    Lázár, Familienroman von Nelio Biedermann, EBook Rowohlt Verlag

    Eine Familie in den Strudeln des 20. Jahrhunderts

    Mit der Geburt Lajos, des weißhaarigen Kindes mit den blauen Augen, beginnt der Untergang der Familie Lázár. Das 20. Jahrhundert bricht an, das feudale Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn wird für immer verändert ausgelöst durch den Untergang des Habsburgerreichs, beiden Weltkriegen, Flucht und der Verlust von Macht Geld und Ländereien.

    Das Buch teilt sich in 60 kurze Kapitel, schnelle Szenenwechsel befeuern die Lesegeschwindigkeit. Im auktorialen Erzählstil aus der Sicht verschiedener Charaktere. Schon im ersten Kapitel hat sich bei mir Lesefluss eingestellt. Ich war verblüfft wie wortgewaltig und bildhaft der 22jährige Autor schreibt.

    Insgesamt jedoch finde ich das Buch jedoch nicht ausgereift. Zum Teil sprunghaft im Verlauf und dann wieder verliert sich der Autor in Nebensächlichkeiten. Über die beiden dazwischengeschobenen Kapitel über Stalins Tod, habe ich mich gewundert, das hat keinen Bezug zur Geschichte. Fast alle Figuren sind mir fremd geblieben, ihre Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Sie sind schwermütig und phlegmatisch, obwohl sie in Luxus leben. Erst Eva und auch Pista im letzten Drittel, engagieren sich, nehmen ihr Leben in die Hand.

    Ich hätte auch mehr geschichtliche Fakten und Zusammenhänge erwartet. Über die Verhältnisse und Lebensumstände in Ungarn, zu Beginn des 20. Jahrhunderts und bezüglich der beiden Weltkriege hätte ich mehr Informationen gewünscht. Dies ist aktuell meine bevorzugte Ära in historischen Romanen. Dieser Roman lässt jedoch auf besseres hoffen, es ist noch viel Luft nach oben. Eine sorgfältigere Recherche hätte ich mir gewünscht.

    Durch den Hype und die großen Ankündigungen um dieses Buch, habe ich mehr erwartet. Wer sich einen kurzen Überblick über diese Epoche verschaffen will, ist hier nicht verkehrt. Von mir schwache 3 Sterne.

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    Einmal editiert, zuletzt von Ele95 (11. Oktober 2025 um 10:27)

  • Bluebell
    Bibliothekar*in
    Beiträge
    2.086
    • 11. Oktober 2025 um 09:12
    • #2

    Danke, Ele! Ich hatte anderswo schon aufgeschnappt, dass das Buch Erwartungen nicht ganz erfüllt und der Hype zumindest zweifelhaft ist. Aber der Autor scheint talentiert zu sein und ist ja noch jung, also wie du sagst, vielleicht steigert er sich noch. :)

  • Online
    thomas_b
    Quidditch-Legende
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    du / er
    • 11. Oktober 2025 um 10:07
    • #3

    Lazar ist der 2. Roman des Autors, nicht sein Debüt.

  • Ele95
    Hauself
    Beiträge
    165
    • 11. Oktober 2025 um 10:45
    • #4

    Danke für den Hinweis, habe korrigiert. ;)

  • b.a.t.
    ...
    Beiträge
    2.126
    • 6. April 2026 um 16:55
    • #5

    Ich habe das Buch gelesen und bin hin und hergerissen. Ich habe die Sprachgewalt nicht gefunden, die dem Autor zugeschrieben wird. Sein Schreibstil ist modern, flüssig lesbar und sehr gut. Allerdings auch in keiner Weise für mich herausragend, weder positiv noch negativ.

    Bei vielen Personen, die er so beschreibt fehlte mir manchmal der Tiefgang. Ich wollte zum Beispiel mehr über den geistig eingeschränkten Onkel Imre erfahren.

    Die Geschichte während der Monarchie und auch noch nach dem ersten Weltkrieg ist so belanglos wie die Familie selbst. Ungarischer Landadel, die im Kleinen ihre Privilegien genossen, aber auch keinen wirklichen Einfluss auf das Geschehen hatten.

    Lajos, das Familienoberhaupt, der während des Zweiten Weltkriegs "organisierte", also den Transport der ungarischen Juden nach Auschwitz leitete hatte zwar Gewissenskonflikte, war aber zu feige, um sich dem System entgegenzustellen.

    Nach den kommunistischen Enteignungen wurde es etwas interessanter und tiefgehender, die beschriebenen Menschen waren nicht mehr so plakativ. Es wurde etwas tiefer, nicht nur von Überschriften geprägt.

    Für mich war es eher ein durchschnittliches Leseerlebnis.


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