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Titel: Limerence
Autorin: Scarlett Drake
Allgemein: 429 S.; Scarlett Drake Publishing, 2025
Inhalt:
Felix kann es kaum ertragen. Sein größter Rivale ist zurück. Nach zwei Jahren in denen die Ballettwelt dachte, das Nicoló Savini nicht mehr Tanzen würde, kehrt er ausgerechnet nach London zurück. Engagiert in Felix Company. Wie soll er den Rivalen ausstechen? Hat er überhaupt eine Chance die nächste Hauptrolle zu ergattern?
Nico ist aufgeregt. Er kann kaum erwarten ihn tanzen zu sehen. Felix Taylor-Brooke, der beste Tänzer dem er je begegnet ist. Felix, der alles andere als nette Worte findet, als sie sich wieder sehen.
Die nächste große Produktion wird entscheiden, wer wird die Nr.1 und wer damit automatisch die Nr. 2. Felix hat entschieden, er will sich nicht verdrängen lassen... Doch unvorhergesehen, fühlt er sich zu Nico immer stärker angezogen und kann dies auch bald kaum noch verbergen. Er würde natürlich nie zugeben, das er Nico ganz vielleicht sogar mag. Mehr als nur mag... Und schließlich, was ist schon dabei mit seinem Rivalen einmal... na gut zwei... dreimalviermalfünfmal ständig ins Bett zu gehen. Es ist nur körperlich. Natürlich. Gefühle? Niemals. Nicht für Nico. Aber was wenn doch???
Meine Meinung:
Ballett war ehrlicherweise nicht unbedingt auf meiner Liste der Sportarten die ich auf dem Schirm hatte. Auch wenn ich mich durch meine Kindheit ein klein wenig auskenne, ich war früher manchmal sogar bei Aufführungen.
Scarlett Drake hat eines meiner absoluten Jahreshighlights geschrieben - Oleander - weshalb es nur eine Frage der Zeit war, das ich andere Bücher der Autorin für mich entdecken würde. "Limerence" ist insgesamt leichter und weniger schwermütig erzählt. Aber es hat mich genauso in seinen Bann gezogen.
Nicht nur das Setting war so lebendig, das ich das Gefühl hatte mitten beim Training dabei zu sein, oder wenn Felix sich in seinen privaten Tanzübungen verliert. Es ist von Anfang an spürbar, das Felix und Nico aufeinander prallen würden. Aber auch, das die Rivalität dafür sorgen könnte, das sich beide näher kommen.
Ich liebe die Geschichte einfach so sehr. Die tollen Nebenfiguren, allen voran Christian Darling (dessen eigene Geschichte bald erscheint) und die sich aufbauenden Gefühle zwischen den beiden Hauptfiguren. Ich habe Felix und Nico sehr in mein Herz geschlossen. Die Annäherung war einfach so so toll und glaubwürdig erzählt. Man spürt regelrecht wie sich nach und nach ganz langsam etwas verändert. Nicht nur in der Art und Weise wie sie miteinander schlafen, sondern im gesamten Umgang. Auch in ihren Gesprächen und beim Training. Scarlett Drake ist einfach eine so so gute Autorin, sie kann über Gefühle so schreiben, das man sie beim Lesen quasi miterlebt.
Felix Unsicherheiten als Tänzer treten dabei auch immer stärker zu Tage. Nico hat derweil mit seinen generellen Gefühlen zum Tanzen zu kämpfen. Während sich die beiden einander langsam aber sicher öffnen, können sie auch zulassen, sich emotional näher zu kommen. Näher als sie je gedacht hätten. Das war einfach richtig schön mit zu erleben. Nicht nur wegen der Liebesgeschichte als solches, sondern auch für beide Figuren. Sie verdienen es so sehr, glücklich zu werden.
Schön fand ich vor allem, das Kommunikation und auch Probleme damit, auf eine gesunde Art erzählt werden. Es geht viel mehr darum, Vertrauen aufzubauen, aber auch den Partner zu unterstützen. Sich in entscheidenden Momenten nicht zurück zu ziehen, sondern erst recht für einander dazu sein, Auch wenn es vielleicht dann gerade schwer fällt.
Und ja, es ist schon ordentlich spicy. Wer das nicht so gerne liest, ist hier also eher fehl am Platz. Ich fand, das es eher verstärkt hat, zu zeigen, wie die beiden miteinander umgehen und sich emotional näher kommen.
Scarlett Drake ist für mich echt eine absolute Empfehlung im Bereich Romance. Limerence funktioniert auch, wenn man mit Ballett vielleicht nicht ganz soviel anfangen kann. Es wird so erzählt, das man sich in dieser Welt ganz gut zurecht finden kann. Ich fand es eine ganz wunderbare Mischung und vergebe:
(der Abzug ist eigentlich fast nichtig, aber Oleander war eben so ein krasses Highlight für mich. Da muss ich wenigsten ein bisschen differenzieren)