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Starke Frauen waren schon immer etwas, das mit Vorsicht betrachtet wurde. Im besten Fall, aber seltensten Fall werden sie belächelt. Häufiger schienen und scheinen sie immer noch etwas zu sein, das man bekämpfen muss. Schaut man in der Geschichte zurück, so kann man nur zu deutlich sehen, was Frauen passierte, die anders waren.
Die Frau, die dem Buch den Titel gab, ist so eine starke Frau. Nemesis zeigte den Menschen Konsequenzen auf, die sie verdienten. Sie strafte nie ohne Grund. Trotzdem hat ihr Name heute einen negativen Beigeschmack, denn wie kann es sein, dass eine Frau Männer zurechtweisen darf? Aber eine Göttin kann man nicht töten, man kann nur ihren Ruf zerstören. Später konnte man Frauen durchaus töten. Hexenverbrennungen waren bis auf wenige Ausnahmen Frauenverbrennungen. Auf dem Scheiterhaufen endeten auch hier die Frauen, die auffielen. Sei es, weil sie den Mund aufmachten oder weil sie etwas konnten, das man den Frauen ihrer Zeit nicht zugestanden hat. Auch heute geht es den Frauen, die auffallen, oft nicht anders. Laute Männer gelten als stark, dagegen werden Frauen, die lautstark ihre Meinung vertreten, oft hysterisch genannt.
Diese Ungerechtigkeit macht wütend, das spürt man in jeder Zeile. Die Autorin schreit ihre Wut in ihrem Buch heraus. Manchmal war mir das fast ein bisschen zu viel. Auf der anderen Seite ist es nie zu viel, Ungerechtigkeiten anzusprechen. Vieles, was ich in Tara-Louise Wittwers Buch gelesen habe, habe ich schon gehört oder gelesen. Trotzdem ist es nicht noch ein weiteres Buch zum Thema. Es ist eine weitere Stimme in einem Chor, der immer lauter wird. Und das ist gut so.
