Sylvia Filz - Wintertage wie im Märchen
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Inhalt: Wie fantastisch ist das denn? Es ist nur noch ein Platz frei! Paula bucht kurzerhand einen Single-Winterurlaub in Finnland. Schnee garantiert! Versprochen werden ein verschneites Holzhaus, gemeinsame Essen an einem alten Holztisch, Abende mit Glögi am knisternden Kamin und aufregende Aktivitäten wie Schneeschuhlaufen. Das klingt großartig und ist genau das, was Paula nach einem anstrengenden Jahr braucht.
Bereits auf dem Flug lernt sie die sympathische Simone kennen, die das gleiche Ziel hat. Zwei Männer entpuppen sich als tolle Mitreisende, aber es gibt leider auch eine Nervensäge.
Paula und Simone erleben zauberhafte finnische Wintertage, beobachten warm eingepackt die Nordlichter in eiskalten, klaren Nächten und entdecken, dass die Liebe oft dort lauert, wo man sie am wenigsten erwartet.
Meine Meinung: Finnland hat sich als ein sehr nettes Ziel entpuppt. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Frauen erzählt. Paula und Simone, die beide einen Single-Urlaub gebucht haben. Sie lernen sich im Flugzeug kennen und sind sich auf Anhieb sympathisch. Ja, sowas gibt es. Aber dass man nach einer Stunde sagt, dass wir jetzt beste Freunde sind, halte ich für sehr übertrieben. Zudem arbeiten beide zufällig in einer Bank und beide haben schlechte Erfahrungen hinter sich. Paula ist eher die Ruhige und Simone die Quirlige, sie passen perfekt zusammen.
Auch die beiden Männer die gemeinsam anreisen, sind natürlich beste Freunde. Und das Vierergespann versteht sich auf Anhieb bestens. Bis der fünfte kommt: Wolfram. Er entpuppt sich als komischer Kauz, der nur mit seinem Geld angibt, ständig zu spät kommt, nie mithilft und allen auf die Nerven geht. Was zur Folge hat, dass er immer ausgeschlossen wird. Manchmal tat er mir schon fast leid, Aber auch hier löste sich dann alles in eitel Wonne auf. Liebesroman eben.
Den Urlaub verbringen die fünf in einer gemütlichen Hütte eines älteren Ehepaares. Die Frau kocht den ganzen Tag und umsorgt die Gäste und die beiden Frauen helfen natürlich sofort mit. Das ging mir am meisten auf die Nerven. Die Frauen stehen natürlich in der Küche und die Männer sitzen gemütlich am Kamin und gehen vielleicht mal kurz Holz holen.
Alles in allem ist es ein netter Roman für kalte Wintermonate, wo man Liebesgeschichten, warme Socken, Tee und Kitsch braucht. Ich fand es teils nervig, aber der Schreibstil der Autorin ist sehr gut.
Auch wenn vieles negativ klingt, wurde ich dennoch sehr gut unterhalten. Das ist das dritte Buch der Autorin und sie schreibt wirklich sehr ruhig und nett. Spannung darf man keine erwarten, aber genau das richtige um einfach abzuschalten.
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