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In einem stillgelegten Eisenbahntunnel wird die Leiche von Kristian Kellerman gefunden. Auch wenn er schon seit über zwanzig Jahren verschwunden war, hat ihn niemand vermisst. Kellerman war ein Monster, das junge Mädchen für sein eigenes und das Vergnügen anderer missbraucht hat.
Je mehr DCI Frank Black und DI Gerry Carver über den Toten erfahren, desto mehr fragen sie sich, ob sie diesen Fall wirklich lösen wollen. Besonders für Frank hat der Kellerman sein Schicksal verdient und jede neue Erkenntnis macht das umso deutlicher. Trotzdem ist Frank immer noch Polizist genug, um die Ermittlungen von den Taten des Opfers zu trennen.
Neben Frank und Gerry spielen auch Maggie und Rachel eine Rolle. Bei beiden ist klar, dass Kellerman und sie eine gemeinsame Vergangenheit haben. Wie sie ausgesehen hat, wird Schritt für Schritt enthüllt. Wes Markin beschäftigt sich mit einem schwierigen Thema. Er zeigt, wie sehr das Erlebte in der Vergangenheit das Leben, das sich die Überlebenden aufgebaut haben, immer noch beeinflusst. Es geht nicht nur um sie, sondern auch um ihre Familien und ihre Freunde, vor denen sie ihre Vergangenheit geheim gehalten haben. Wie werden sie mit dem neuen Wissen umgehen?
Es wird früh deutlich, dass die Geschichte keinen guten Ausgang haben kann. Kellerman wurde für seine Verbrechen bestraft. Aber dadurch hat sich der Täter selbst zu einem Verbrecher gemacht und muss selbst bestraft werden.
Wes Markin hat mich hier überrascht. Ich lese seine Krimis gerne, aber sie sind meistens leichte Lektüre. Hier hat er sich ein schweres Thema zum Aufhänger für die Handlung ausgesucht, ist damit aber sehr gut umgegangen. ![]()