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Ein junger Mann erschießt den Kanzler, sein “Kriegername” ist Kain Zweifel. In einem Verhör mit einem Ermittler und einem Psychologen sollen seine Beweggründe geklärt werden.
In einem Dialog mit knappen Regieanweisungen breitet sich die Situation vor dem Leser aus. Die beiden Beamten sind dabei lediglich Stichwortgeber und es entspannt sich kein Schlagabtausch. Zwaifel legt seine Ansichten dar. Erst als ein Agent hinzukommt, bekommt er Gegenwind und auf den letzten Seiten erhält das Geschriebene somit etwas Dynamik. Leider disqualifiziert sich der Neuankömmling durch anfängliches Schimpfen und Fluchen. Die psychologischen Herausforderungen einer solchen Verhörsituation bleiben komplett unbeachtet.
Inhaltlich präsentiert das Werk einerseits den Versuch, allgemeingültige Aussagen zu treffen, andererseits hat sich einiges durch konkreten Bezug auf historische Situationen oder Statistiken bereits überholt (das Buch erschien 2001). Stellung wird an keiner Stelle bezogen. Der Attentäter erhält die Gelegenheit, seine Überzeugung kund zu tun, doch bevor es in die Tiefe geht, erfolgt ein Verweis auf das zukünftig entstehende Manifest. Auch wenn einzelne Gedanken nachvollziehbar dargelegt werden und gute Ausgangspunkte für eine Diskussion sein könnten, ist das gesamte Konstrukt etwas wackelig. Vor allem als Klimawandel und Tierleid ins Spiel kommen, wird es schwer nachvollziehbar.
Insgesamt keine bereichernde Lektüre und ein
