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Pierre ist der hässliche Außenseiter, der nur eine Sache gut kann: Radfahren. Er ist stark und so schnell, dass er seine Gegner hinter sich lässt. Für ihn ist das Radfahren nicht nur Sport, sondern auch ein Weg in ein besseres Leben. Aber dann macht ein Unfall alle seine Pläne zunichte.
Die Geschichte beginnt am Ende. Der Unfall ist bereits passiert und er liegt im Krankenhaus und hängt seinen Erinnerungen nach. Sie sind alles, was ihm noch geblieben ist, denn er ist nur noch eine Puppe: gelähmt, taub, blind und stumm. Trotzdem kann er kommunizieren: er kann einen Muskel in seinem Gesicht bewegen und kann sich so über Morsezeichen mitteilen.
Pierre erzählt seine Geschichte fast schon trotzig und manchmal bitter, aber nie verbittert. Er spricht von seinen Erinnerungen an seine Familie, an seine Freundin und an die Rennen, die er gefahren hat. Wie er im Krankenhaus aufwachte und Stück für Stück erkannte, dass nichts mehr von ihm geblieben ist außer seinem Verstand und der Gabe, auch ohne Augen und Ohren zu beobachten. Wie er in den Wehrdienst einberufen wurde, wo er die später so wichtigen Morsezeichen lernte und schließlich auch, wie der Unfall passiert ist.
Auch wenn er nie aufgegeben hat, wusste er lange nicht, wie er sich den Menschen „draußen“ mitteilen konnte. Das erste Wort, das er nach langer Zeit wieder verstanden hat, war für ihn ein unglaubliches Erlebnis. Auch wenn viele sein Leben wahrscheinlich nicht für lebenswert halten, will er leben. Aber er entscheidet sich auch bewusst dafür, neu anzufangen und alle Brücken hinter sich abzubrechen.
Ich habe das Buch zum ersten Mal während meiner Schulzeit gelesen. Seitdem sind einige Jahre vergangen, aber der Eindruck ist der gleiche geblieben. ![]()