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Crow lebt mit ihrem Ziehvater Osh auf einer winzigen Insel vor der Küste von Massachusetts, seit sie als Neugeborenes in einem lecken Boot auf dem Inselchen angespült wurde und Osh sich ihrer angenommen hat. Sie ist glücklich mit Osh, ihrer Katze und dem Meer direkt vor der Tür, das einfache, naturverbundene Leben liegt ihr sehr und sie genießt auch die Zuwendung von Miss Maggie, die auf der Nachbarinsel wohnt und sich wortkarg, aber liebevoll um Osh und Crow kümmert.
Nur dass sie von anderen Menschen immer misstrauisch beäugt wird, versteht Crow nicht. Irgendwie soll das mit ihrer Herkunft zu tun haben und mit der Vergangenheit der Insel Penikese, von der sie angeblich stammt. Immer mehr reift in Crow der Wunsch, mehr darüber zu erfahren, woher sie kommt, wer ihre Eltern waren und warum sie in dem Boot ausgesetzt wurde. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und entdeckt tatsächlich Überraschendes - und bringt dadurch nichtsahnend sich selbst sowie Osh und Miss Maggie in Gefahr.
"Eine Insel zwischen Himmel und Meer" ist eine spannende und berührende Spurensuche-Geschichte aus dem Jahr 1925 mit überraschenden Wendungen und interessanten Charakteren, die sich angenehm von klischee- und kitschbeladenem Einheitsbrei abhebt und Themen aufgreift, die man nicht schon x-mal gelesen hat. Auch sprachlich hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen, nicht zuletzt dank der gelungenen Übersetzung von Birgitt Kollmann. Die Liebe zur Natur und zum Meer ist ganz toll eingefangen und spiegelt sich in wunderschönen Beschreibungen, und auch die Wärme, die zwischen Crow und ihren beiden Vertrauten herrscht, wird beim Lesen förmlich spürbar.
Ein richtig schöner, warmherzig erzählter Jugendroman, der mir viel Freude gemacht hat.
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