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Im Alter reist Nelka wieder nach Norddeutschland. Sie kehrt zurück an den Ort, an dem sie als Zwangsarbeiterin jahrelang arbeiten musste. Ihr Wissen bei der Veredlung von Apfelbäumen hat dem Gutsherrn während des Kriegs gute Dienste geleistet und ihm danach zu seinem Vermögen verholfen. Sie will Marten damit konfrontieren, wie sehr er von ihr profitiert hat.
Nelkas Vater hat ihr schon früh beigebracht, mit Apfelbäumen zu arbeiten. Dieses Wissen hat ihr das Leben gerettet. Es hat ihre eine Sonderstellung auf dem Hof verschafft, die sie von der ganz schweren Arbeit teilweise ausgeschlossen, aber auch die Aufmerksamkeit des Gutsherrn auf sie gelenkt hat
Die Selbstverständlichkeit, wie Nelka von der Straße gesammelt und mit zahlreichen anderen Frauen nach Deutschland gebracht wurde, ist erschreckend. Noch schlimmer fand ich den Umgang mit den Frauen und Männern auf dem Gut. Sie waren nur so viel wert, wie sie arbeiten konnten. Die deutschen Herren konnten über sie in jeder Lebenslage verfügen und haben das auch getan.
Svenja Leiber erzählt eine bedrückende Geschichte, aber sie hat mich nicht so berühren können, wie ich das vom Klappentext her erwartet habe. Dafür waren mir die Charaktere zu flach.![]()