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Malibu, Sommer 1983. Auf dem mondänen Anwesen von Surfer-Model Nina Riva steht die alljährliche Poolparty an, eins DER Ereignisse im Kalender der Reichen, Schönen und Angesagten. Doch Nina ist gar nicht in Feierlaune. Ihr Mann hat sie wegen einer anderen Frau verlassen, das scheinbar so beneidenswerte Luxusleben kann die Leere in ihrem Inneren nicht füllen und am liebsten würde sie einfach alles abblasen, doch dafür ist es leider zu spät.
Nina hat mit noch nicht einmal 30 Jahren schon ein bewegtes Leben hinter sich. Ihr Vater, ein gefeierter Rockstar, hat nie viel von Verantwortung und Zuverlässigkeit gehalten, ihre Mutter ist irgendwann innerlich an der Belastung zerbrochen, vier Kinder fast komplett alleine großzuziehen und Nina musste viel zu früh viel zu erwachsen sein und war für ihre jüngeren Geschwister immer der Fels in der Brandung. Auch heute noch stehen sich die vier sehr nahe, trotz aller Verschiedenheit und mancher Konflikte, und natürlich sind auch Jay, Hud und Kit bei der Party am Start, mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an den Abend - der, wie man direkt zu Beginn des Buches erfährt, mit einem Brand enden wird.
Zeitlich springt der Roman zwischen dem Tag der Party und der Vorgeschichte der Familie hin und her und beleuchtet dabei nicht nur Ninas Blickwinkel, sondern auch die Perspektiven ihrer Eltern und Geschwister. Aus vielen kleinen Bruchstücken setzt sich schließlich das Bild einer ziemlich dysfunktionalen Familie zusammen und die glanzvolle Welt der Superreichen und Berühmten wird gnadenlos entzaubert.
Das liest sich unterhaltsam und temporeich weg, die Charakterzeichnung fand ich jedoch nicht besonders subtil. Insbesondere die Perspektive der Männer und deren Blick auf Frauen hat mich oft genervt, selbst bei dem eigentlich ganz sympathischen jüngeren Bruder, und so manche Entwicklung in der Handlung wirkte wie direkt aus einer Seifenoper übernommen. Als TV-Serie hätte es mir vermutlich noch mehr Spaß gemacht als zum Lesen. Im Roman fehlte mir ein klein bisschen der Tiefgang.
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