Der Verlag selber klebt "historischer Roman" an das Buch und hat es somit vermutlich erst gar nicht eingereicht. Solche Bücher sind chancenlos. Es stand noch nie ein klassischer historischer Roman auf der Longlist. Ebenso wie andere spezifische Genres wie Krimis oder Thriller. Diese Bücher bleiben in ihrem Genre zu sehr bei sich. Was nichts Schlechtes ist, aber eben der Jury nicht gefällt.
Deutscher Buchpreis 2026
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Die Leiterin des Literaturhauses HH hat immerhin vier richtige Bücher für die Shortlist richtig getippt:
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Ich habe bislang nur über eines der nominierten Bücher etwas gelesen oder gehört, nämlich "Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle" von Valeria Gordeev, und angesichts der Begeisterung, mit der Adam Soboczynski in der ZEIT darüber schreibt (online leider hinter der Bezahlschranke), oder Iris Radisch im gemeinsamen Podcast mit Soboczynski "Was liest Du gerade?" das Buch in den höchsten Tönen lobt, scheint es ein heißer Anwärter auf den Preis zu sein.
Nach dem, was die beiden über das Buch sagen, scheint es eine ziemlich abgedrehte Geschichte zu sein. Ich habe mich jedenfalls von der Begeisterung anstecken lassen und werde es mir kaufen.
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Nach dem, was die beiden über das Buch sagen, scheint es eine ziemlich abgedrehte Geschichte zu sein. Ich habe mich jedenfalls von der Begeisterung anstecken lassen und werde es mir kaufen.
Und auch lesen? Diefalls warte ich auf Deinen Bericht.

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Und auch lesen? Diefalls warte ich auf Deinen Bericht.

Oha, jetzt stehe ich unter Zugzwang.

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Was, nur ein Mann? Skandal!


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Und auch lesen?
Es hei0t ja nur Bestseller, nicht best read.

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Zumal das ein 650-Seiten-Wälzer ist.

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Nach dem, was die beiden über das Buch sagen, scheint es eine ziemlich abgedrehte Geschichte zu sein. Ich habe mich jedenfalls von der Begeisterung anstecken lassen und werde es mir kaufen.
Dann kaufe dir Hirschl auch gleich, noch abgedrehter, dabei auch noch witzig. Und doch wird Bazyar gewinnen. Das passende Buch zur politischen Lage in D.
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Wenn ich nur nach dem Titel gehe spricht mich kein einziges der Bücher an,
"Selbstregulierung des Herzens" find ich klasse als Titel - macht (mich) neugierig - und ich mag den Galiani-Verlag!
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Und doch wird Bazyar gewinnen. Das passende Buch zur politischen Lage in D.
Ich glaube, in ttt gab es eine Buchvorstellung mit der Autorin, die iranische Wurzeln hat, aber hier in D (Hermeskeil, Hunsrück) geboren wurde. Eine Kleinstadt mit großer Tradition in nationalsozialistischer Zeit.... Der Bericht war sehr interessant und in der Tat relevant gesellschaftlich; ganz besonders nach dem letzten Sonntag.....
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Der Titel geht auf einen wissenschaftlichen Artikel des russischen Kybernetikers Wladimir Listschuk zurück, der ihn verwendete. Die Autorin war sofort ergriffen, erklärte sie am Longlist-Abend in Hamburg.
Der Bericht über Bazyar findet man hier (ab Minute 21:00).
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Aus der FAZ: "Fünf Frauen also und ein Mann, und noch nie war die Kandidatenschar einer Shortlist im Schnitt so jung: Bazyar ist Jahrgang 1988, Gänsler 1987, Gordeev 1986, Hirschl 1994, Mädler 1976 und Vowinckel 1996."
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Auch die 7köpfige Jury wird zunehmend weiblicher - in den ersten paar Jahren waren nur 1-2 Frauen dabei, lange Zeit waren es dann 3, auch mal 4 - diesmal sind es 5/7.
Ausgleichende Gerechtigkeit, Zufall oder einfach ein Spiegel des Geschlechterverhältnisses im "Buchkulturbetrieb"?
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Ich finde bis auf Mädler alle interessant bzw. interessieren mich die anderen 4 eher.
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Was, nur ein Mann? Skandal!


Es wachsen ja auch kaum noch männliche Autoren nach. Ich habe letztens einen Artikel gelesen (ich muss mal raussuchen, wo das war), wonach im Bereich der Romandebüts die Zahl der Männer permanent zurückgeht und die Frauen hier mittlerweile in der Mehrzahl sind.
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Ich hab grad ein Bild von den Barbapapas vor mir. Die haben auch ihre Kinder eingesetzt in die Erde, gegossen und wenn sie reif waren geerntet ))
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Die sind ja auch Kartoffeln.
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Es wachsen ja auch kaum noch männliche Autoren nach. Ich habe letztens einen Artikel gelesen (ich muss mal raussuchen, wo das war), wonach im Bereich der Romandebüts die Zahl der Männer permanent zurückgeht und die Frauen hier mittlerweile in der Mehrzahl sind.
Es war ein Artikel der ZEIT, online hier verfügbar:
https://www.zeit.de/2026/26/debuetromane-verlage-frauen-maenner-literaturbetrieb
Mittlerweile werden sogar etwa 80 Prozent (!) aller literarischen Debüts von Frauen geschrieben. Ich finde, das wirft kein gutes Licht auf junge Männer, die, so mein Gefühl, auch kaum noch Bücher lesen.
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