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Klappentext:
Nach dem Tod ihres Mannes bringt Eileen ihre Tochter allein durch und verzweifelt fast, als sich die Geschichte wiederholt und auch ihre eigene Tochter jung und unehelich Mutter wird. Doch in den Frauen der Familie Aylward stecken Kraft und Mut, und es reicht ihnen längst nicht, nur eine Nebenrolle im Leben zu spielen.
Dieser Hinweis auf den Inhalt des Romans "Die Königin von Dirt Island" von Donal Ryan hat mich neugierig gemacht und dieses Buch kaufen lassen. Allerdings hätte ich danach nicht erwartet, dass diese starken Frauen auch wirklich so viele Schicksalsschläge erleiden müssen, um ihre Stärke zu beweisen - hier wird kaum etwas ausgelassen, es gibt Familienstreitigkeiten, Anfälle von Wahnsinn, viele (frühe) Todesfälle, Enttäuschungen und unglückliche Lieben...
Die Protagonistinnen sind die titelgebende "Königin" Eileen sowie ihre Tochter Saoirse und ihre Schwiegermutter Mary (Nana genannt), sowie in der nächsten Generation noch Saoirses Tochter Pearl. Der Zusammenhalt dieser Frauen angesichts aller Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert werden, ist eindeutig der positive Aspekt in diesem Roman, sodass sich bezogen auf den Inhalt gutes und schlechtes noch einigermaßen ausgleichen. Aber der Stil des Romans hat mir nicht gefallen, wodurch die Lektüre wirklich zäh und unangenehm wurde, ich war froh, mit dem Buch durch zu sein.
Auf dem Rücken des Romans wird unter dem Klappentext Paula Hawkins zitiert, die folgendes über den Roman gesagt hat: "In anmutiger Prosa erzählt Donal Ryan die Geschichte von vier Generationen von Frauen in diesem zärtlichen, fröhlichen Juwel von einem Roman." Auch dieses Zitat hat Erwartungen an den Roman bei mir geweckt, die absolut nicht erfüllt wurden. Anmutige Prosa konnte ich leider nicht erkennen, im Gegenteil hat mich schon der Aufbau des Romans massiv gestört, da er sich aus sehr kurzen Kapiteln (ca. 2 Seiten lang) zusammensetzt und damit trotz einer fortlaufenden Handlung sehr fragmentiert wirkt, man hat als LeserIn gar nicht die Chance, hier wirklich in einen Lesefluss zu kommen. Dazu ist die Sprache des Autors sehr kühl und sachlich und passt damit nicht wirklich zu dem teilweise doch recht emotionalen Inhalt. Diesen wiederum würde ich keinesfalls als "fröhlich" bezeichnen, siehe oben! Und ein "Juwel" sollte sich doch irgendwie in besonderer Weise auszeichnen, das konnte ich leider bis zum Ende des Romans nicht feststellen.
Die realistische, kühle Darstellung der Lebensläufe in diesem Roman betont die stoische Würde der Protagonistinnen, die sich nicht entmutigen lassen, sondern den Herausforderungen des Lebens mit Stärke begegnen. Leider hat sie mich weder stilistisch noch inhaltlich überzeugen können, für mich war dieser Roman eine sehr mühsame Lektüre.
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