Ich war ursprünglich wegen des "urban exploration"-Themas auf das Buch aufmerksam geworden und mehr über den Inhalt als "Ein paar Leute erkunden ein altes Gebäude und irgendetwas gruseliges passiert." wusste ich auch nicht (mehr), als ich es nun nach Jahren endlich gelesen habe.
Ich fand es eher mittelprächtig. Der Grusel hielt sich sehr in Grenzen. Action und Spannung gab es da schon mehr, aber auch hier fehlte etwas, nämlich Protagonisten, die mir nicht egal sind. Die Charaktere, abgesehen vielleicht von Balenger, blieben oberflächlich und uninteressant (und im Fall von Cora schlicht nervig), sodass mich ihr Schicksal nicht besonders mitgenommen hat. Auch fand ich ihr Verhalten vereinzelt nicht ganz nachvollziehbar.
Morells Art zu schreiben, hm, sie erfüllt ihren Zweck, lässt aber eher selten Atmosphäre aufkommen, was ich angesichts des eigentlich durchaus interessanten Schauplatzes schade fand.
Insgesamt ein durchaus spannendes, schnell zu lesendes Buch für zwischendurch, wenn man nicht zu viel erwartet. Auf den zweiten Band werde ich verzichten.