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  1. Literaturschock - Bücherforum
  2. Grisel

Beiträge von Grisel

  • Dan Jones - Henry V - The Astonishing Rise of England's Greatest Warrior King

    • Grisel
    • 16. November 2025 um 10:02

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    Man merkt, Dan Jones mag seinen Henry V, weil er im Vorwort erzählt, dass er den bislang ausgelassen hat, zwischen Büchern über die Plantagenet und die Rosenkriege. Nun, meinte er, wäre die Zeit reif gewesen, seinem Lieblings-König eine zeitgenössische Biographie zu widmen.

    Es ist extrem lobenswert, dass Jones nicht erst beim König Henry V ansetzt, sondern beim Herzogssohn Henry of Lancaster, denn es ist stark anzunehmen, dass es genau diese Erfahrungen, vollendet durch die Lehrjahre als Kronprinz unter Vater Henry IV waren, die ihn geprägt und zu dem König gemacht haben, der er war. Warum muss ich das annehmen, wo ich gerade eine Biographie gelesen habe? Das ist ein bisschen das Problem hier.

    Das Buch ist extrem lesbar geschrieben, wobei es natürlich hilft, dass Henrys V Leben jede Romanautorin vor Neid erblassen lässt. Es ist auch gespickt mit Fuß- und Endnoten, wobei ich kritisch anmerken muss, dass zumindest in meiner Paperbackausgabe erstere so winzig markiert waren, dass ich sie zwar immer brav mitgelesen habe, aber nicht immer das Pünktchen finden konnte, zu dem sie gehörten. Dafür kann Jones natürlich nichts. Formal habe ich auch einen Stammbaum hier schmerzlich vermisst und ich kenne meine Lancasters & Co zwar, aber das wäre kein Fehler gewesen, dafür haben wir praktische Karten.

    Die enorme Lesbarkeit ist Fluch und Segen gleichzeitig, denn es lässt das Buch ein bisschen oberflächlich erscheinen. Wie war nun das Verhältnis von Henry junior und senior oder gar junior und Richard II? War das wirklich so unproblematisch, dass Henry V seine Stiefmutter kurzerhand der Hexerei beschuldigt hat, weil er Geldsorgen hatte? "Sie hatte Luxushaft und nette Abendessen." Na dann! Und was hatte England letzten Endes von all dem? Die Endbewertung fand ich da ein bisschen enttäuschend. "Manche sagen so, manche so". Klar, man spürt im Text die Bewunderung und die Vielschichtigkeit Henrys, aber ich hätte mir da schon ein bisschen mehr erwartet, so wie Jones diese Biographie eingangs ("jetzt bin ich bereit") ankündigt.

    Am Ende bleibt ein sehr lesbares Buch eines spannenden, aber nicht unproblematischen Mannes, der vielleicht doch noch ein bisschen länger auf DIE zeitgenönissche neue Biographie warten muss. All das klingt fieser, als es gemeint ist, ehrlich Jones, denn ich hatte Freude an dem Buch.

    4ratten

  • Margaret McDonald - Glasgow Boys

    • Grisel
    • 10. November 2025 um 10:27

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    Inhalt:

    Finlay und Banjo sind zwei junge Burschen in Glasgow, die ihr Leben in der Fürsorge verbracht haben und langsam an einen Punkt kommen, wo sie überlegen müssen, wie es weitergehen soll. Einst waren sie wie Brüder, bis das zerbrochen ist. Warum?

    Autorin:

    Margaret McDonald ist eine schottische Autorin aus Glasgow, "Glasgow Boys" ist ihr Romandebüt.

    Meinung:

    Ich liebe es, wenn mich Bücher, bei denen ich das echt nicht erwartet hätte, eiskalt erwischen. Liebe, ein großes Wort, und genau das ist hier die Grundlage, die Liebe und ihre vielen Gesichter. Die Autorin hat das wirklich wunderschön umgesetzt: Freundschaft, Pflege- bzw. gefundene Familie, romantische Liebe, ... Wir haben hier alles und dazu den Kampf dieser beiden gleichermaßen normalen wie außergewöhnlichen jungen Männer um ihren Platz im Leben.

    Klar, man kann die Augen ein bisschen verdrehen, welche Rolle Glück und Zufall hier spielen, aber haben sie es nicht verdient, auch mal Glück zu haben? Banjos Geschichte fand ich noch etwas spannender als die von Finlay, aber sie ergänzen sich schön und sind mir beide sehr ans Herz gewachsen.

    Und was war nun der Grund für ihr Zerwürfnis?

    Spoiler anzeigen

    Ich fand es sehr erfrischend, dass es kein Großes Geheimnis war, sondern einfach eine Sache von gekränkten Gefühlen und Missverständnis unter Teenagern. Auch die Versöhnung der beiden fand ich wunderbar schlicht, ein Zufallstreffen, ein Anruf nach längerem Zögern und dann das Treffen und schon sind sie wieder Teil ihres jeweiligen Lebens, wie sie das immer waren. Als Finley zu Banjo sagt, er war seine "erste Liebe" (und das eben nicht romantisch) fand ich das wunderschön.

    Ein Buch, das für mich weniger wegen des Inhalts zum Highlight wurde, sondern weil es mich tief berührt hat. Keine Frage daher.

    5ratten

  • James Corey - Die Gnade der Götter. The Captive's War 1

    • Grisel
    • 10. November 2025 um 10:00

    Ich habe in der Zwischenzeit "Livesuit" gelesen, eine Novelle, die im gleichen Universum spielt. Da ist momentan kein direkter Bezug, aber ist eine spannende Ausweitung der Geschichte und ich fand es sehr gut. Wird interessant, ob sie das wie bei "Expanse" auch ausweiten mit den begleitenden Novellen.

    Sorry, Link mag mich nicht.

  • James Corey - Die Gnade der Götter. The Captive's War 1

    • Grisel
    • 23. August 2025 um 09:04

    Das Buch war ein interessanter Fall, tolle Prämisse und, wie schon bei "The Expanse", ein sehr starker Fokus auf Charaktere & ihre Macken & Beziehungen, was bei mir schon mal die halbe Miete ist.

    Aber einfach zu lesen war es nicht, aus mehreren Gründen. Ich brauchte viel Mut zur Lücke, nicht zuletzt weil unsere menschlichen FreundInnen hier Teil einer Forschungsgruppe sind und ich Bahnhof verstanden habe, wenn sie - oft - über ihre Arbeit gesprochen haben. Aber gut, bei "Expanse" waren sie Raumschiffsbetreiber, von denen verstehe ich auch nicht mehr als von Bio-Laborarbeit, fairererweise. Ist halt gefühlt normaler in Science Fiction. Genauso die Unmengen an liebevoll beschriebenen Aliens, bei denen mein Vorstellungsvermögen bald aufgegeben hat, weil es etwas überfordert war. Auch das Tempo war vielleicht nicht immer ideal.

    Allerdings, wie gesagt, die Grundlage der Geschichte finde ich so deprimierend wie spannend wie vielversprechend. Die Vorwegnahme der Zukunft stört mich überhaupt nicht. Sind wir uns ehrlich, erwarten wir echt, dass die Menschen nicht "gewinnen"? Aber der Weg dorthin und was es sie und alle anderen kosten wird, das ist der für mich interessante Punkt.

    Das sah man schon sehr eindrucksvoll am Ende hier.

    Spoiler anzeigen

    Dass Dafyd, um Jellit zu retten, versehentlich ihn und Pseudo-Else opfert, oh my, das war echt ein Schlag in die Magengrube, ganz abgesehen von der entsetzlichen Entscheidung, die er hier am Ende trifft. Aber gerade "der Schwarm" ist für mich hier die interessanteste Wildcard. Wohin wird sich das entwickeln?


    Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es weiter geht und werde dabei bleiben und bereue fast, nicht etwas länger gewartet zu haben, denn aus Erfahrung weiß ich, dass das Warten von Hardcover bis Großes Paperback bis - endlich - normales Paperback echt quälend sein kann.

  • Susanna Clarke - Jonathan Strange und Mr. Norrell

    • Grisel
    • 18. August 2025 um 17:40
    Zitat von Valentine

    Ich mochte das Buch auch sehr gerne und kann gleichzeitig gut verstehen, warum man es NICHT mögen kann.

    Für letztere Leser:innen, die trotzdem wissen wollen, wie es ausgeht, gibt es eine Serienverfilmung. Ich weiß allerdings nicht, ob die was taugt.

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    Vor 10 Jahren wolltest Du noch danach Ausschau halten. :D


    Thema

    [Fantasy] Jonathan Strange & Mr Norrell (BBC)

    Ich habe vor einigen Tagen begonnen die Serie zu Jonathan Strange & Mr Norrell von Susanna Clarke zu schauen und wollte mal wissen ob noch einige hier sie geschaut haben?

    Das Buch hatte ich durch dieses Forum entdeckt und es wurde zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher, also war ich natürlich echt gespannt als ich erfahren habe dass es verfilmt wird! Dann hatte ich aber vergessen danach Ausschau zu halten und vor einigen Tagen mich daran erinnert und es angeschaut (ich glaube mir fehlen…
    zauberin
    9. Juli 2015 um 14:12
  • Sabrina Qunaj - Die Tochter der Drachenkrone

    • Grisel
    • 30. Juli 2025 um 11:07

    Ich fand, das war bislang ihr schwächstes, vor allem mit Gwenllian wurde ich echt nicht warm. Es hat sich trotzdem relativ von selbst gelesen, das muss ich ihr lassen.

    Mein zweites Problem war das gefühlt ununterbrochen verwendete Wort "Freinc" für Normannen. Abgesehen davon, dass ich das hasse, wenn AutorInnen gekünstelt ungewöhnliche Worte verwenden, zwischen komplett normalem Deutsch/Englisch, nur um "authentisch" zu klingen (auch Penmans "for certes"), kam es wirklich ständig vor. ZB auch um Gwenllians freincische Schwägerin zu benennen. Seufz. Die hat einen Namen! Nenne sie irgendwie, nur bitte nicht "die Freincin", ich kann nicht mehr!

    Schade, denn ansonsten mag ich Sabrina Qunajs Bücher sehr gern und werde sicher auch beim nächsten dabei sein. Aber bitte bitte bitte, weniger Franks, ah Freincs.

  • Axel S. Meyer - Die Herren der See

    • Grisel
    • 11. Juli 2025 um 14:37

    Ich wurde mit dem Buch nicht so recht warm. Ich fand die Dialoge vor allem anfangs ziemlich hölzern und hin und wieder hatte ich das Gefühl, der Erklärbär macht Überstunden. Später, als Landers selbstsicherer wurde, wurde es besser.

    Ich hatte allerdings auch ein Riesenproblem mit den Figuren, von den 4 wichtigen, Beneke, Portinari, Pawest und Landers waren die ersten extrem unsympathisch und Landers wollte für mich nicht so recht zum Leben erwachen.

    Die erzählte Geschichte war durchaus interessant, aber ich kam mit der Umsetzung nicht ganz klar.

  • Patrick Stewart - Making it so. A memoir / Mein Leben

    • Grisel
    • 30. Juni 2025 um 17:38

    Ich war anfangs ein bisschen enttäuscht, dass Star Trek erst so spät im Buch gekommen ist, denn ich kenne - und liebe - Stewart tatsächlich nur als Picard. Bisher.

    Aber tatsächlich habe ich mich auf keiner Seite gelangweilt. Er kann echt schreiben und außerdem fand ich die Einblicke in das Leben als Theaterschauspieler sehr interessant.

    Ich fand es immer wieder erstaunlich, wie offen er auch stets Probleme mit KollegInnen (ein wahres Who's Who) erwähnt, aber gleichzeitig stets liebe- und respektvoll. Außerdem geht er auch mit sich selbst hart ins Gericht, beruflich und privat, und beichtet gleich zwei Seitensprünge.

    Ein großartiges Buch, so geht Autobiographie!

  • C. J. Sansom - Die Gräber der Verdammten (Shardlake 7)

    • Grisel
    • 29. Juni 2025 um 11:15

    Witzig, das war tatsächlich der erste Shardlake - ausgerechnet der fetteste - wo ich keine Längen feststellen konnte, für mich hat er sich tutto completto von selbst gelesen. Ich habe das ja immer sehr bedauert, dass ich bislang keine Höchstnote vergeben konnte, weil wir in jedem Buch das hatten, was ich 200-Seiten-Herumeiern nenne. Da ich das hier nicht feststellen konnte, habe ich "Tombland" nun endlich, auch stellvertretend für die gesamte Reihe, die Höchstnote geben können. :klatschen:

    Wenn ich hier an dem Buch was würde kritisieren wollen, dann dass ich Shardlakes Entwicklung in der Einstellung zu Kett und der Rebellion nicht immer so klar nachvollziehen konnte, aber das hat eher erstaunt als gestört.

    Es ist sehr schade, dass die Reihe hier endet, die kommenden Umwälzungen, einmal quer durch die Tudor-Geschwister, hätte interessanten Stoff geboten. Aber ich finde, C. J. Sansom hat sich - trotz Herumeiern :saint: - einen Platz im Olymp der Besseren AutorInnen Historischer Romane verdient, früher nannte ich sie KönigInnen, ja, das war er definitiv, ein König. :love:

    Ich werde Shardlake und die seinen vermissen, aber sicher eines Tages nochmal besuchen.

  • Mark Twain - Der Prinz und der Bettelknabe

    • Grisel
    • 7. Mai 2025 um 08:24

    Immer wieder spannend, wie unterschiedlich wir alle Bücher lesen!

    Ich war von diesem hier absolut bezaubert, vor allem vom "little king". Ich weiß jetzt schon, dass dieses Buch mein Bild von Edward VI fatalerweise für immer prägen wird. ;) Ich fand diese Mischung aus unerschütterlicher Arroganz, Fassungslosigkeit, aber vor allem Mut und Loyalität, mit der Edward seine haarsträubenden Abenteuer erlebt, sehr anziehend, vor allem, was mir immer wichtig ist bei Romanen, so menschlich (königlich!) und vielschichtig.

    Dazu kamen noch der unerschütterliche Miles und der ebenfalls etwas verstörte Tom, der sich auch tapfer schlägt. Am besten haben mir aber die Teile Edwards gefallen. Das Ende war dann nur folgerichtig, hat mich aber auch noch einmal entzückt, wie Toms Höhenflug rapide durch schlechtes Gewissen abgelöst wird und er selbst alles tut, um das Missverständnis aufzuklären. Erfrischend anders als das Topos, dass der Identitätsdieb (wenn auch versehentlich hier) böse sein muss.

    Neben der Menschlichkeit, die mich so begeistert hat, kommt hier noch ein gewaltiger Schuss Humor dazu. Das war mein erster Twain.

    Was mich hier allerdings wundert ist die Einordnung als Kinderbuch. Abgesehen von den politischen Verwicklungen ist es schon relativ grausam, Toms hartes Leben, das Edward kurzfristig übernimmt und all die Justizopfer, denen die beiden Jungs hier noch helfen können. Das wundert mich allerdings immer, warum Held = Kind ein Buch automatisch zu Kinderbuch macht. Oder gibt es da entschärfte Fassungen? Oder bin ich mittelalterliche Frau :D so dünnhäutig?

    Egal, das Buch fand ich wundervoll und wir treffen es nochmal wieder, wenn es um meine Jahreshighlights geht. :love:

  • Andrew O'Hagan - Mayflies

    • Grisel
    • 28. April 2025 um 11:57
    Zitat von Valentine

    Ich gebe zu, ich musste lachen beim Lesen :breitgrins:

    Mir ging es mit einem Buch von O'Hagan ganz ähnlich. Es ist allerdings schon so lange her, dass ich den Titel nicht mehr weiß - aber ich weiß noch, dass es mich thematisch wahnsinnig gereizt und beim Lesen dann leider gar nicht überzeugt hat.

    Das beruhigt mich, dass es dann vielleicht doch nicht allein an mir lag, sondern dass sein Stil vielleicht nicht jederfrau liegt. Ich lasse ihn dann wohl in Zukunft in Frieden.

    PS: Danke für das gestiftete E! :schulterzuck:

  • Andrew O'Hagan - Mayflies

    • Grisel
    • 25. April 2025 um 17:17

    [kaufen='978-0571273713'][/kaufen]

    Inhalt:

    In den 80ern verbringen Jimmy "Noodles" und sein bester Freund Tully ein Wochenende auf einem Musikfestival in Manchester. 30 Jahre später erfährt Jimmy schlimme Nachrichten.

    Meinung:

    Kennt Ihr das, anhand von Klappentext und begeisterten Stimmen wisst Ihr noch vor dem Öffnen, dass Ihr ein Buch lieben werdet? Magisch, oder? Doch was machen wir, wenn wir uns geirrt haben???!!!

    Das muss einer dieser Fälle sein, wo ich ein komplett anderes Buch gelesen haben muss, als die begeisterten Stimmen.

    Beim ersten Abschnitt über die jungen Männer und ihr nicht gerade "lost weekend" in Manchester habe ich schon gemerkt, hier stimmt was nicht, das Buch hat mich nicht einfach auf Distanz gehalten, ich kam überhaupt nicht rein. "Das ist Englisch, ich kann Englisch, warum habe ich keine Ahnung, was die da reden?!" Frustrierend. Am kulturellen Umfeld kann es nicht gelegen habe, ich bin zwar etwas jünger, aber habe die 80er erlebt und liebe die alte Manchester-Musik-Szene. Auch nicht Slang, denn es war kein sprachliches, sondern ein inhaltliches Phänomen, ihre Unterhaltungen haben sich für mich zeitweise wie ein Scrabble-Brett gelesen. Ich konnte keinen Sinn herauslesen.

    Gut, habe ich mir gedacht, der zweite Teil reißt es dann vielleicht raus.

    Nope.

    Es hat sicher nicht geholfen, dass mir die Figuren, auch der über alle Klees als toller Mensch gelobte Tully, komplett fremd und ergo gleichgültig geblieben sind. Außerdem hätte ich das Buch nie gekauft, hätte ich gewusst, worum es in der zweiten Hälfte geht. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber nicht das, sichtlich.

    Ja, schade. Ich bin sicher, das ist ein gutes Buch, aber wir waren einfach nicht für einander bestimmt und ich habe fast das Gefühl, dem Autor eine Entschuldigung zu schulden. Aber das musste jetzt einfach raus!

    In diesem Sinn vergebe ich relativ neutrale

    3ratten

  • Ann Baer - Die Farben des Jahres

    • Grisel
    • 5. März 2025 um 17:18

    Oh wie schön! Ich habe das Buch vor unendlich langer Zeit gelesen und war bezaubert davon. Mir hat besonders gut gefallen, wie unaufgeregt es war. Tat genau, was es versprochen hatte, ohne übliche, typische Romanelemente, Spannungskurve, Drama! Brauchte diese Geschichte nicht.

  • Maggie O'Farrell - Hamnet/Judith und Hamnet

    • Grisel
    • 17. Februar 2025 um 17:22

    Fast wären wir nicht zusammen gekommen, das Buch und ich und das wäre eine Tragödie gewesen, denn es hat sich nun als mein erstes Highlight 2025 entpuppt. Aber beim Klappentext habe ich mir einst gedacht, meine Güte, warum soll ich das lesen?! Nichts gegen tragische Ereignisse und bei manchen historischen Romanen ist es ohnehin klar, aber in dem Fall hat mich der Klappentext wirklich abgeschreckt. Aber dann habe ich einen Podcast über das Buch gehört, wo die Autorin es vorgestellt hat und habe gemerkt, dass ich es doch lesen möchte. Allerdings habe ich es dann erst recht eine Weile am SUB geparkt. Jetzt war es endlich soweit.

    Jetzt ist mir auch klar, warum der Spoiler im Klappentext ist, als Triggerwarnung, nicht? Denn das geht ganz, ganz tief unter die Haut. Die Sterbeszene, aber auch das danach, die Trauer und Verzweiflung der Familie, vor allem der Mutter. Ich bin keine, aber ich könnte mir vorstellen, dass manche Eltern vor sowas dann doch lieber schreiend davon laufen möchten. Mit mir hat das Buch auch was gemacht, ich denke, es wird mich noch lange begleiten.

    Dass das was spezielles ist, habe ich auch daran gemerkt, dass mich manches gestört hat, aber mir war trotzdem bald sonnenklar, dass es ein Highlight wird und ich hätte am liebsten ununterbrochen gelesen. Sowas passiert mir dieser Tage selten, aber wenn es passiert, ist es unvergleichlich. :heul: :herz:

  • [Zeitreise] Outlander - Diana Gabaldon

    • Grisel
    • 25. Januar 2025 um 09:12

    Fertig mit Staffel 7! Ja, ich bin immer noch sehr froh, dass ich das Lesen eingestellt habe. Mal sehen, wann die letzte Staffel kommt, aber das Ende möchte ich doch noch erleben.

    Nochmal Dampf!

    Spoiler anzeigen

    Also, Jamie ist nach wie vor extrem arxxxig John gegenüber und Claire lächelt milde und traurig dazu, statt ihrem Göttergatten vielleicht zu sagen, dass SIE entscheidet, wer wie mit ihr reden darf. Nächstes Mal lass sie hängen, John, OK?
    :evil:

    Und was um alles in der Welt sollte dieser dämliche Cliffhanger mit Faith?!

    In dieser Staffel haben mich erstaunlicherweise außer John Brianna und Roger bei der Stange gehalten. Aber ich hoffe mal, die machen nicht Ernst damit, in der Vergangenheit zu bleiben. Leute, Ihr habt Kinder, vor allem eine Tochter, haltet Ihr das echt für eine gute Idee?!

    Das finde ich immer so absurd bei Zeitreisegeschichten. Wer, der bei klarem Verstand ist, würde dort freiwillig bleiben? Soviele heiße Highlander kann man mir gar nicht ins Bett legen ...

  • Sabine Ebert - Der Silberbaum. Die siebente Tugend

    • Grisel
    • 8. Januar 2025 um 17:38

    Das Buch hat sich komplett von selbst gelesen, was sehr fein war. Allerdings war ich auch etwas enttäuscht, weil es mir ein bisschen wie eine Mogelpackung vorgekommen ist. Ich hatte sowas im Stil von der Barbarossa-Reihe erwartet, die politischen Irrungen und Wirrungen der deutschen FürstInnen unter Friedrich II, stattdessen war es eher "Die Kindeskinder der Hebamme", weil der Fokus rasch von den Häusern Meißen und Thüringen auf genau die fiel. Ich habe die Hebammen-Reihe mangels Interesse bewusst ausgelassen.

    Hey, Gablé lässt Du das auch durchgehen, historische Menschen durch den Filter von fiktiven Familien betrachten! Ja, eh, aber da hätte es geholfen, wenn sich Ebert entschieden hätte, einem oder einer aus dieser Familie zu folgen. So haben wir bei Lukas begonnen, dann haben wir Änne begleitet und sind dann bei Christian gelandet. Und das war schade, denn dadurch blieben die alle extrem flach und mir leider eher gleichgültig.

    Unfreiwillig komisch fand ich auch hier die eingestreuten Erinnerungen an die haarsträubenden Abenteuer der legendären VorfahrInnen. Huh! ^^

    Klingt alles fieser, als es gemeint ist, denn wir haben ein bisschen was erfahren von den Mark- und Landgrafen, aber genau deshalb fand ich es schade, dass wir so viel mehr Zeit mit den ihnen dienenden Hebammen-Menschen verbracht haben, denn ich erinnere mich lebhaft an die schillernden, spannenden und sehr lebendig geschilderten Vorfahren der Fürsten und Fürstinnen in der Barbarossa-Reihe. So blieben sie leider alle charakterlich ein bisschen auf der Strecke, historisch und fiktiv. Allerdings bleibe ich dran, denn Ebert hilft mir durchaus dabei, ein paar der historischen Lücken ("alles was nicht staufisch ist") zu schließen und sie ging runter wie Öl, also macht sie schon auch was richtig.

  • C.J. Sansom - Die Schrift des Todes (Shardlake 6)

    • Grisel
    • 29. Dezember 2024 um 08:44

    Mir erging es mit dem Buch ähnlich, nur dass ich es etwas freundlicher betrachte, denn letzten Endes waren es bei mir diesmal eigentlich nur die ständigen Besuche in Whitehall, um mit Lord Parr und/oder Queen Catherine exakt das zu besprechen, was wir gerade er-lesen haben, die mich zwischendurch zum Weinen gebracht haben. OK, das Buch über die Feiertage gelesen zu haben, mag auch geholfen haben, aber ich habe es bis auf diese Szenen sehr genossen und hatte es halt auch nicht eilig, wie unser lieber, betrauerter C.J. Sansom. Außerdem, der Fairness halber, das war schon auch interessant, diese Einblicke in das verrückte Höflingsleben, dem sich Freund Shardlake stets zu entziehen versucht.

    Mein Fokus ist immer Charaktere und ihre Beziehungen und da ist Sansom absolut erstklassig, Shardlakes Dilemma, dass er (bzw. die Königin seines Herzens) Hilfe braucht, aber seine Freunde nicht in Gefahr bringen will oder das schöne Problem, dass er seine Dienerschaft mehr wie Ziehkinder betrachtet. All das kommt hier wieder wunderbar zum Vorschein und Nicholas Overton ist ein sehr willkommener Neuzugang, gerade weil er eine Weile braucht, um seinen Platz zwischen Shardlake und Barak zu finden.

    Die beiden Fälle, naja, ich habe nur den großen, politischen gesehen, denn der andere läuft nebenher und klärt sich eigentlich von selbst auf. Hübsch gemacht allerdings, wie sie zusammen kommen. Zu Catherine Parrs Problem habe ich mich nur die ganze Zeit gefragt, wo ist es denn eigentlich, das Problem? Kann ja jeder kommen und sagen, ich bin die Königin von England und hier ist mein Buch! Aber gut, ja, der leicht reizbare 8. Henry, den darf man natürlich nicht unterschätzen.

    Was mir auch sehr gut gefallen hat war das Einflechten der Porträts, das macht schon Spaß, sich die dann anzuschauen, wenn auch leider nicht im Original.

    Die entscheidende Frage am Ende ist aber, wird Shardlake jemals einen Butler finden, den er nicht unsympathisch findet?!

    Lange Rede, wenig Sinn, ich habe jetzt keine Angst mehr vor "Tombland". :D Aber es muss nun ein bisschen warten.

  • [Zeitreise] Outlander - Diana Gabaldon

    • Grisel
    • 22. Dezember 2024 um 07:45

    7.12.

    Ich muss mal kurz Dampf ablassen, OK? Jetzt habe ich nach den Büchern auch hier den Punkt erreicht, wo ich Jamie & Claire nur noch zum Kotzen finde, super! :D

    Spoiler anzeigen

    Fassen wir zusammen. Claire kann es natürlich nicht lassen, für die Rebellen zu spionieren und sich erwischen zu lassen, obwohl sie eigentlich weiß, dass nichts was sie tut, die Geschichte verändert, also gewinnen die bald USA doch eh! Und obwohl die beiden kein Schiff betreten können, ohne Schiffbruch zu erleiden :rolleyes: , beschließen sie nach einer Meldung, dass Jamie tot sein muss. OK! John rettet Claire das Leben und sie, ahem, trösten einander, Als Jamie dann selbstverständlich zurück kommt, missbraucht er John als Geisel, um diesmal seine eigene Haut zu retten, schlägt ihn zusammen und überlässt ihn dann den Rebellen, ergo seinen Feinden. OK, denkt sich die naive Grisel, jetzt wird er aber alles tun, um John da wieder raus zu holen, nicht? Nein, er lässt sich befördern, wird seinerseits komplett hysterisch, weil Young Ian gefangengenommen wurde und "tröstet" Claire. Und sie so "na geh, hast ihm aber eh nix getan, oder?" What the heckest heck???!!!

    Eine Folge gebe ich denen noch Zeit, dem armen John zu helfen und hoffe inständig, der ist jetzt von seiner Jamie-Liebe geheilt!

    So, Jetzt geht es mir besser. Die letzten 1,5 Staffeln drucke ich jetzt auch noch durch, aber jetzt bin ich echt froh, dass ich das Lesen eingestellt habe!

  • [Zeitreise] Outlander - Diana Gabaldon

    • Grisel
    • 1. Dezember 2024 um 10:08

    Die absurd lange "Staffelpause" ist zu Ende, nach über einem Jahr, yay!!

    Wir sind nun also bei 7.9.

    Hm, vielleicht muss ich erst wieder reinkommen, aber die Folge fand ich sehr merkwürdig, total abgehackt und zusammenhanglos? Hat Jenny mit der Schauspielerin (schade!) auch total den Charakter gewechselt?

    Seit wann führt Roger fortwährend Selbstgespräche?!

    Aber:

    Spoiler anzeigen

    Oh, Roger trifft auf Brian Fraser und Geilis, spannend! Und wegen Ian senior habe ich tatsächlich geheult wie eine Schlosshündin. ;(

  • Helen Castor - The Eagle and the Hart: The Tragedy of Richard II and Henry IV

    • Grisel
    • 1. November 2024 um 08:27

    [kaufen='978-0241419328'][/kaufen]

    Sagt, was es tut! Helen Castor, eine britische Historikerin und Autorin ("She-Wolves") erzählt die parallele Geschichte der beiden Cousins, Richard II und Henry IV. Es beginnt mit keiner herzerfrischenden Freundschaft der beiden gleichaltrigen, aber grundverschiedenen Knaben und endet mit dem Tod Henrys IV, nach problematischer und krisengeplagter Herrschaft.

    Ein fantastisches Buch. Liest man ja oft bei Sachbücherbeschreibungen, dass sie sich wie Romane lesen. Das tat dieses Buch hier tatsächlich. Klar hilft es, dass die Geschichte wie üblich die allerbesten Geschichten schreibt, aber es ist schon auch der Autorin geschuldet, dies so zu Papier zu bringen.

    Was mir speziell gefallen hat, ist dass Castor diese Geschichte streng chronologisch erzählt, da gibt es kein Mäandern in Unterthemen, sondern wir steuern geradlinig auf den Untergang zu, den doppelten, wenn man so will, denn auch Henry IV hat die Krone kein Glück gebracht. Und England? Es hat einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen, aber hatte Henry eine andere Wahl? Auch das fand ich schön, Castor gibt uns die Hintergründe, urteilen müssen wir schon selber und es gibt auch kein Nachher-ist-man-immer-klüger-Orakeln von ihr. Das überlässt sie ebenfalls uns.

    Stattdessen arbeitet sie schön heraus. warum Richard und Henry sich so unterschiedlich entwickelt haben, weil sie auch komplett anders erzogen wurden. Kann man Richard also dafür verurteilen, zu was er geworden ist? Wäre Henry ein erfolgreicherer König gewesen, hätte er Richard legal beerbt? Ich mag das, denn in der Form ist mir das bislang nicht untergekommen.

    Ergänzt wird das Buch durch Karten, Stammbäume (man verflucht nicht nur einmal die Ehefreudigkeit von Richards Mutter und Henrys Vater!) und sogar ein Personenregister.

    "Hier gönne ich mir das Hardcover." Keine Reue!

    5ratten

    PS: Ja, ich bin ein Gablé-Opfer, Ich habe mich einst in "Das Lächeln der Fortuna" rettunglos in Henry IV und Vater John of Gaunt verliebt, aber später durch Biographien erlesen, dass die historischen Herren vielleicht nicht ganz so reizend, aber mindestens so interessant waren. Anderen mit dem gleichen schönen Problem sei Castor wärmstens ans Herz gelegt, aber natürlich jedem, der sich für diesen Part der Geschichte interessiert.


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