Was hab ich gelacht! Das ist das witzigste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen hab! Mein Mann hat es mir ganz dringend empfohlen. Er meinte, da seien Goethe, Schiller, Kleist &c so wie sie sich selbst gern gesehen hätten.
Die Helden der Deutschen Klassik, die enttäuscht sind von der Französischen Revolution und dem, was Napoleon, der nächste Hoffnungsträger, so treibt, sollen Europa rettten, indem sie in Wien den (mutmaßlichen) französischen Thronfolger aus den Händen des französischen Heeres befreien, damit er als rechtmäßiger König eingesetzt werden kann. Aber so einfach ist das natürlich nicht. Auch wenn die Befreiungsaktion gelingt, sind unsere Helden (Goethe, Schiller, Kleist, Bettine Brentano und Achim von Arnim) danach mit dem jungen Louis auf der Flucht. Die Reise findet ausgerechnet am Kyffhäuser ein vorläufiges Ende. Schiller kann sich zwar als Königserzieher fühlen (da denk ich doch an die "Briefe zur ästhetischen Erziehung"!
), Bettine schmeißt sich Goethe an den Hals ("Briefe eines Kindes") und Kleist und von Arnim liegen sich in den Armen.
Aber............ Nein, mehr will ich jetzt nicht erzählen! Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, im "Indiana Jones" zu gucken. So muss man das Buch wohl auch sehen: Ein fröhlicher Gewaltritt durch die Deutsche Klassik und Romantik.
Das Erlkönig-Manöver ist eines meiner Highlights in diesem Jahr!
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