Beiträge von Keshia

    50 Bücher zu Hause, die gelesen werden müssen, würden mich enorm stressen. Von der Bücherei habe ich maximal 10 und das sind dann auch meist zu viele, einige gehen dann immer ungelesen zurück.

    Ich leihe allerdings auch wirklich lieber in der Unibibliothek aus, weil man da bis zu 6 Monate problemlos verlängern kann, in der Stadtbücherei nur einmal (2 Monate). Das ist dann bei Büchern, die man länger (wieder-) lesen möchte oft etwas knapp.


    An diesen Neuerscheinungen für 2 € Zuschlag bin ich selten interessiert. Ich leihe in der Bücherei ganz selten mal Fiction aus, meist sind es Sach- oder Fachbücher (nur so aus Interesse) oder Bildbände und Biografien.

    Fachbücher wären bei Neukauf so teuer, dass man ja nicht einfach mal in verschiedene Fachbereiche reinschnuppern würde, ohne, dass es weh tut.


    Ich hatte übrigens kürzlich mit jemandem gesprochen, mit dem ich ein paar Zugfahrten aufgrund des 9-€-Tickets gemacht habe. Frage war, welche Anlaufpunkte man sich mal vormerken sollte. Mir kam dann spontan die Idee, man könnte doch mal in verschiedenen Städten die Stadt- oder Landesbibliotheken oder Unibibliotheken besuchen.


    Nur, falls jemand noch eine Sommeraktivität braucht!:)


    LG von

    Keshia

    Gab es nicht vor ein paar Jahren so einen Fall, dass eine Influencerin oder Bloggerin in New York, meine ich, verschwand, man annahm, dass das ein Fake war, dann annahm, ihr Freund oder so hätte etwas damit zu tun und sie am Ende wirklich tot aufgefunden wurde?


    Falls dich das Thema interessiert, darüber gibt es bei Youtube einige kritische Beiträge:


    https://www.youtube.com/result…h_query=Influencer+kinder


    Ich kannte mich in der Welt der "Mamiblogger" auch nicht aus, hatte immer angenommen, das würde ja Spaß machen, weil man besonders intensive Zeit mit den Kindern verbringt (wo und was können wir spielen, was können wir basteln, was ist jahreszeitlich interessant, wie fördern wir das Lernen unseres Kindes - so hatte ich mir das vorgestellt). Als ich dann das erste Video zum Thema gesehen habe, wurde mir klar, dass einige Eltern ihren Kindern ein ganzes Stück unbeschwerte Kindheit rauben und andere das Kind sogar schädigen. Es gab eine Szene, in der ein Junge im Auto saß, der gerade seinen Hund verloren hatte oder das Leben des Hundes stand auf der Kippe und er war noch beim Tierarzt. Die Mutter filmte und meinte, er sollte mehr Tränen für die Instagramstory zeigen. Der Junge war im Kindergarten- oder Grundschulalter!


    So etwas hätte ich einer Mutter gar nicht zugetraut, noch dazu einer, die anderen Müttern Tips gibt!


    LG

    von Keshia

    Beim Verlag hatte sie sich mit einem langen Brief vorgestellt, in dem sie alle Druckfehler aufführte, die sie in zwei kürzlich erschienenen Büchern entdeckt hatte.


    Mein Bruder war Hiwi bei einem Wirtschaftswissenschaftler. In den Semesterferien hat er dann "aus Spaß" eines der Bücher, das der Prof geschrieben hatte, komplett auf Grammatik- und Rechtschreibfehler untersucht, alles angestrichen (war seine eigene Ausgabe), und das dann später dem Prof für die Neuauflage vorgelegt.^^

    Da entwickelte sich auch eine gewisse Such-Leidenschaft.


    LG von

    Keshia

    Ich habe mir ja gestern ein Buch nur des Titels wegen gekauft. Dass er direkt schön ist, möchte ich nicht behaupten, aber er ist auf jeden Fall ... anders:
    Noisy Outlaws, Unfriendly Blobs, and Some Other Things That Aren't as Scary, Maybe, Depending on How You Feel About Lost Lands, Stray Cellphones, Creatures from the Sky, Parents Who Disappear in Peru, a Man Named Lars Farf, and One Other Story We Couldn't Finish, So Maybe You Could Help Us Out.


    Der Schmutztitel ("der meist griffige Kurztitel des Werkes") lautet: NO,UB&SOTTAaS,M,DoHYFALL,SC,CftS,PWDiP,aMNLF,&OOSWCQF,SMYCHUO

    Dieses Buch muss man online kaufen, sonst verscherzt man es sich wohl mit dem Buchhändler, der diesen Titel in die Suchleiste eingeben muss! :P

    Das klingt jetzt vielleicht irgendwie schräg, aber falls das Forum beendet wird, gäbe es dann einen Weg, sich zu verständigen, wo man sich wiederfindet?


    Ich bin zwar auch nur sporadisch aktiv, hatte aber bisher hier immer gute Erfahrungen bzw. war wohl in den kontroversen Themen weniger aktiv.


    LG von

    Keshia

    Nachdem ich mir schon zwei Stunden die Finger wund gegoogelt hatte und amazon auch keine Hilfe war (da wurde nur Neustart empfohlen), habe ich jetzt die Lösung gefunden:

    Entfernen = Einstellungen, Speicherplatz vom Gerät entfernen.


    Die Lösung kam aber über die glorreiche Idee, auch mal auf Englisch zu suchen! 8|

    Bei Reddit wurde das Problem wohl schon im März besprochen (aktuell gibt es bei amazon.de im Forum mehrere User, die im Juni bestimmte Bücher nicht öffnen können) und die Lösung war, statt auf den Thumbnail/ das Cover zu klicken, den Titel in die Suchleiste einzugeben!


    Wer also das gleiche Problem hat: Titel in die Suchleiste eingeben, dann wird das Buch sofort geöffnet, ohne, dass man das Cover anklicken muss.


    Übrigens: Auf dem Kindle Fire konnte man es öffnen. Also eventuell wirklich ein Gerätebug, kein Dateifehler.


    LG von

    Keshia

    Hallo,

    nun ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich ein Buch, das ich schon angefangen hatte, nicht öffnen kann.

    Es gibt von der Reihe mehrere Bücher und die anderen lassen sich öffnen. Bei diesem Buch steht immer nur "wird geöffnet". Mehrere Neustarts brachten nichts.


    Nun kam ich auf die Idee, es vom Gerät zu entfernen und wieder hinzuzufügen.


    Wenn ich aber bei amazon auf "Löschen" gehe, steht dort "endgültig löschen?"


    Heißt das, ich müsste das Buch neu kaufen, wenn es wieder auf den Reader soll?


    Gibt es keine Funktion "vom Gerät entfernen" und dann "wieder hinzufügen", ohne das Buch neu zu kaufen? Ich meinem, auf dem Kindle Fire ging das?


    LG von

    Keshia

    Darauf komme ich, weil eine Kollegin mit dem Begriff "Knick" nichts anfangen könnte. Ich wiederum finde das den perfekten Ort, um eine Leiche abzulegen.

    Kennst du "Geschichtsfenster" auf Youtube?

    Der hat mich ja ein bisschen aufgeregt, indem er erklärte, was ein Knick ist, aber mit dem Begriff "Wallhecke" und dann alle möglichen Orte außer Norddeutschland nannte, an denen man diese Art der Feldbegrenzung sehen könne!X(


    Dialekte in Büchern sind so eine Sache. Ich kenne die vor allem von Evelyn Sanders und Charles Dickens. Evelyn Sanders hätte ich vermutlich als Nichtmuttersprachlerin teilweise schwer verstanden (sie legt schreibt teilweise mundartliche Wörter, die man als Außenstehender nicht sofort versteht).


    Im Zuge des Kriegsbeginns hatte ich mich mal mit Irlmaier befasst und kam zu dem Schluss, dass ich dessen "Prophezeihungen" keinesfalls hätte LESEN wollen, weil die wohl alle mundartlich phonetisch geschrieben waren. Also quasi in einer Fremdsprache!

    So ein paar Dialektwörter hier und da, besonders, wenn sie für die Handlung (meist Krimi) noch interessant sind, finde ich aber nicht schlecht. Aber dann müssen sie oft auch etwas erklärt werden.


    Von Evelyn Sanders habe ich z.B. gelernt, dass sich einige Deutsche (Schwaben?) "Teppiche" ins Bett legen (Bettdecke?).

    Dann kam das Wort G'sells vor. Einige Zeit später traf ich einen Bader, der mit mir ein Rezept für "Dräuble Zells" diskutierte - Johannisbeermarmelade. Seitdem heißt die bei uns so.

    Er hat mich übrigens auch hoffnungslos verwirrt, als wir gemeinsam ein Regal aufbauen wollten, weil "heben" offenbar nicht "hoch heben" bedeutet, sondern "festhalten".^^


    LG von

    Keshia

    Es ist auch so - und dieser Meinung bin ich schon seit längerem -, dass die ganz grosse Zeit des Konzepts "Forum" vorbei ist. Mit Twitter, Instagramm, YouTube, Tic-toc und wie die modernen Social Media alle heissen, sind ganz andere Dinge jetzt in Mode. Der Trend geht wohl wirklich zu Bildern, ja zu bewegten Bildern, mit nur wenig Kommentar. Foren machen heute nur noch Sinn (um auch mal einen Anglizismus zu verwenden), wenn die Mitglieder eine eingeschworene Gemeinschaft bilden. Das bedeutet, dass ein Forum sehr wenige Mitglieder und ein sehr, sehr eng gefasstes Thema haben muss, um noch zu leben. Ich kann mir vorstellen, dass ein VW Bully-Forum sehr gut existieren kann: Ein paar Angefressene und ein Haufen Periphere, die vor allem kommen, wenn sie Fragen haben - Ersatzteile, Motor säuft zu viel etc. Dieses Forum hier - 'scuse my French - hat zu wenig Angefressene und viel zu viel Peripherie. (Ich nehme mich von der Peripherie nicht aus. Auch ich habe mich im Lauf der Jahre von diesem Forum ein ziemliches Stück weg bewegt.)


    Denn dieses Forum hier ist zu gross geworden; zu wenig spezifisch für heutige Bedürfnisse ist es auch. Der Laberteil ist seit Jahren gewachsen, der Buchteil schrumpft.

    Hm, ich bin in "letzter Zeit", die sich schon seit mehr als einem Jahr hinzieht, wenig in Foren unterwegs, deshalb kann ich das schwer beurteilen.


    Die Gründe liegen aber keinesfalls in der Forenstruktur und -kultur!


    Ich sehe auf Social Media (Youtube, Instagram) durchaus immer wieder längere Beiträge und Diskussionen und denke, diese Menschen würden ihre Themen auch gern in Foren diskutieren.

    In dem anderen Forum, in dem ich noch sporadisch aktiv bin, DSLR-Forum, gibt es immer noch ellenlange aktive Threads.


    Schwierig finde ich persönlich den Anspruch vieler Foren als "Bibliothek". Für mich ist ein Forum eher eine lebendige Diskussion, so etwas wie ein Kurs, eine Lesung etc. Man bespricht aktuelle Themen ohne den Anspruch auf eine Sammlung zu Wissen in diesem Thema. Das wäre für mich eher ein (Experten-) Blog.


    Vielleicht führt das Internet dazu, dass jeder sich immer mehr zum Expertentum gedrängt fühlt und Wissen sammeln und darstellen muss. Das überfordert natürlich den Einzelnen.



    Vielleicht sollte man allg. mehr Forenregeln in Richtung "Let's agree to differ" einführen. Einfach akzeptieren, dass nicht jeder die eigene Meinung teilt, dass ein Thema nicht zu einem Konsens führen muss.


    Ich habe jedenfalls über dieses Forum ziemlich viele Bücher kennengelernt, an denen ich in der Buchhandlung vorbeigegangen oder die ich dort gar nicht erst gefunden hätte.:buecherstapel:

    Und dabei fand sich auch so manches neues Lieblingsbuch. :flirt:

    Durch das Weihnachtswichteln wurde ich Fan von Muriel Barbery und Hannah Kent. Die WOOL-Reihe hätte ich ohne das Forum nicht gelesen.


    Geld und Zeit sind aber natürlich wertvolle Ressourcen, die jeder für sich sinnvoll einteilen sollte, Nerven ebenso.:katze:


    LG von

    Keshia

    Uii, da schaut man nach langer Zeit mal wieder ins Forum und dann 8|.


    Wären es eine Möglichkeit, das Forum strikt auf Bücher zu begrenzen, ohne irgendein Off-Topic, keine TV-Sendungen, YT, Artikel usw., nur Buchdiskussionen und auch dort NUR Diskussionen zu Büchern, kein weiteres Off-Topic?

    Vielleicht auch mit einer Spendenwoche im Jahr, die fest vorgegeben ist, in der man dann für das Forum spenden kann?

    Ich übersehe so etwas auch immer wieder; vielleicht würde es einem dann leichter fallen, da mal was zu tun.


    LG von

    Keshia


    Dinge, an die ich mich gewöhnen musste:

    Cola, Laptop und Blog können, vermutlich je nach Dialekt/ Gegend, auch sächlich sein. Das Cola, das Laptop, das Blog. Für mich wäre es auch eher die Cola, der Laptop, der Blog.

    Beim Blog ist das interessant, denn mein reines Sprachgefühl sagt ohne Begründung, dass das ein maskulines Wort ist, die Begründung von Menschen, die tiefer darüber nachdenken ist aber, dass es "das Web-Log, also das Internet-Tagebuch, und daher das Blog" ist!


    Das Laptop habe ich nie verstanden. Wie würde man Laptop übersetzen? Ich würde sehr frei sagen "der tragbare Computer, also der Computer, also der Laptop". Möglich aber, dass der Artikel von "das Notebook" übernommen würde, was für mich wieder logisch klingt (das Buch, das Notebook).


    Auf der anderen Seite: Das Tablet, das I-Pad (nach meinem Sprachgefühl), aber die Tafel, der Notizblock.... es ist zum Haareraufen, man findet keine intuitiv und sprachlich passende Übereinstimmung!


    LG von

    Keshia


    Eine Sache, die ich immer schwierig zu verstehen finde: People of Color = alle, die nicht weiß sind UND Schwarze Frauen, die aber ja in den PoC schon enthalten sind? Wäre das nicht so, wie "Frauen und weiße Frauen" zu sagen?


    Ich hatte mal mit einer Dozentin ein Gespräch über Frauenliteratur und diese ganzen anderen Unterteilungen und das Ergebnis war, dass das Endziel, irgendwann mal, wäre, dass es KEINE Frauenliteratur und ähnliche Kategorien geben sollte, sondern nur vielfältige Literatur.


    Bei Frauenliteratur finde ich die Erwartungen oft schwierig. Manche verstehen darunter wohl so etwas wie "Frauenzeitschriftenliteratur", also mehr so erweiterte Kolumnen über Alltagsprobleme.


    Übrigens könnte ich mir durchaus vorstellen, falls es NICHT zu einer Reduktion der Unterteilung von Genres nach Autorenidentität kommt, dass es in 20 oder 50 Jahren "Männerliterartur" gibt, das wäre dann die Literatur von MGTOWs oder diesen Incels, also Männern, die sich im Alltag benachteiligt fühlen und das nun literarisch verarbeiten!


    LG von

    Keshia

    Ich überlege, einem James Bond-Fan und Leser, aber keinem Sammler teurer Bücher, dieses Buch zu schenken:


    Das James Bond Archiv. No time to die Edition.


    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    Es kostet 150€.

    Ich kenne mich weder mit dem Thema Filme noch speziell mit James Bond aus. Ist dieser Band den Preis wert? Der Beschenkte ist eher sparsam, ich möchte ungern von ihm hören, dass ich für den Preis 10 der anderen Bildbände über das Thema hätte kaufen können.


    LG von

    Keshia

    "Wie eine gebügelte, frisch epilierte Amöbe auf hohen Schuhen bewegten wir uns durch den Erdgeschossflur.."


    Huch..?? :/ :huh:


    (Aus Mary Adkins - Das Privileg)

    Okay, eine Amöbe bewegt sich wie ein auslaufender Fleck bzw. eine überlaufende Pfütze.

    Sie hat eine Glykokalyx, also KH-Ketten auf der Außenseite, die man theoretisch abschneiden, also epillieren könnte. Das hätte aber wohl keine Auswirkungen auf ihre Bewegung.

    Aber: Wie zum Kuckuck bewegt sich denn bitte eine Amöbe auf hohen Schuhen?!


    Sind sie im Treppenhaus ausgelaufen, waren sie verletzt - frisch epilliert - oder sind sie gestöckelt?

    Das widerspricht sich mMn alles.


    "Frisch epilliert" würde zudem mMn bei der Amöbe das Gegenteil bedeuten von dem, was man als Mensch dabei erlebt: Amöbe - ein Teil von mir wird abgeschnitten, ich bin schutzloser und verwundet. Mensch - endlich bin ich die Haare los, auf geht's ins Nachtleben.

    Passt so gar nicht zusammen.


    Ich möchte aber trotzdem mal die Amöbe auf Stöckelschuhen sehen!:D


    LG von

    Keshia

    Aber ob man selbst sich angesprochen fühlt, halte ich für zweitrangig. Mir selbst geht es darum, dass Frauen so sichtbar werden, wie sie es verdient haben. Aber oftmals sind Frauen einfach nicht mitgedacht. Oder wie will man sich erklären, dass in Sicherheitssachen Männerkörper der Prototyp sind oder bei medizinischen Studien die männlichen Körper mehr Berücksichtigungen finden? Und das hat eine gesundheitsschädliche Folge für alle Frauen. Oder auch warum die Arbeit, die zum Großteil von Frauen verrichtet werden, weniger bis gar nicht "zählen", bzw. abgewertet werden.


    Das sind die Hintergründe der Gender-Debatte und wenn jemand denkt, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, dann endet unser gemeinsamer Diskussionskonsens. Denn Sprache hat immer damit zu tun. Nichts ist alltäglicher.

    Bei den medizinischen Studien würde ich es wirklich unterrichten. Also nicht durch Gendersprache, sondern konkret im Medizinstudium intensiv darauf eingehen, dass Studien an Männern UND Frauen und ggf. auch intergeschlechtlichen Menschen durchgeführt werden müssen (die also nicht exakt den typischen Männer- oder Frauenkörper haben).


    Der Begriff "mitgedacht" klingt für mich immer etwas vorgeschoben, irgendwie abgehoben. Es wird immer wieder gesagt, Mädchen fühlen sich etwa von Begriffen wie Feuerwehrmann nicht angesprochen und glauben dann, sie könnten den Beruf nicht ergreifen oder das wäre kein Standard.


    Mich würde interessieren, ob Menschen, die sich wirklich nicht angesprochen fühlen oder nur Männer vor sich sehen, das nun ändern, wenn - gesprochen - einfach ein "innen" anhängen.


    Und ich muss ganz ehrlich sagen - bestimmte Aspekte WILL ich gar nicht mitdenken!

    Ich möchte nicht, dass jemand, der mit mir arbeitet oder mich als Verkäufer oder Kellner bedient, bspw. meine sexuelle Orientierung oder Identität mitdenkt! Das sind für mich Privatthemen, die in der Öffentlichkeit nichts verloren haben und ich möchte nicht, dass so an mich gedacht wird. Ich möchte im Umkehrschluss auch nicht darüber nachdenken, welche sexuelle Orientierung Kollegen oder Kellner haben. Wenn sich das natürlich anbietet oder man es einfach mal mitbekommt, dass z.B. der Kollege seinen Mann statt seiner Frau mitbringt, kann man das still registrieren. Aber ich möchte nicht von erst mal fremden Menschen so viel Privates wissen und vor ihnen auch nicht so viel Privates preisgeben.


    Übrigens betont das gesprochene Gendersternchen für mich eher Männer: Lehrer - innen. Fahrer - innen. Gesprochen hört man als erstes: Lehrer oder Fahrer, also Männer, die im Gebäude sind. Oder man denkt halt wirklich nur an Lehrerinnen oder Fahrerinnen, also Frauen.

    Was bleibt, ist aber der Umstand, dass man durch diese Formulierung eher an die Geschlechter - und dann auch nur zwei - der Personen als an ihren Beruf denkt. "Die Lehrer/ Fahrer streiken heute" stellt den Beruf in den Vordergrund. "Die Lehrer*innen/ Fahrer*innen streiken heute" zwingt das Geschlecht mMn in den Vordergrund, man überlegt sofort, ob da nur Frauen oder mehr Frauen als Männer streiken und warum das Geschlecht so wichtig ist, man überhört eher den Inhalt (Lehrer oder Fahrer möchten bessere Arbeitsbedingungen oder besseres Gehalt). Jedenfalls geht mir das sehr oft so.


    Mich gruselt wirklich die Idee, dass wir alle in 10 oder 20 Jahren möglicherweise so sprechen müssen.


    Interessant wäre hier wirklich, wer dann was unterbewusst aufnimmt, also Menschen welchen Alters dabei dann eher an Frauen oder eher an Männer oder auch an Transmenschen oder Intergeschlechtliche denken, also bewusst diesen Aspekt wahrnehmen und welche eher abgelenkt werden oder, wie ich, immer "innen" wie "Innenraum" verstehen, und dadurch total vom Thema abgelenkt werden.


    Und schließt überhaupt diese Sprechweise nicht nonbinäre Menschen eher aus, weil sie eher eine Dichotomie zwischen Mann und Frau betont?


    Wobei ich mich immer noch frage, ernsthaft, wie viel mein Empfinden über meine Geschlechteridentität in Begriffen wie Berufsbezeichngen, Nationalitätsbezeichnungen oder ähnlichen "Funktionsbezeichnungen" zu suchen hat.

    Ich finde da tatsächlich das Englische interessanter, das diese Aspekte weitgehend ausblendet, außer ausgerechnet in Wörtern wie "Englishman". Aber in Sätzen wie "That's a German" steht ja nur die Nationalität im Vordergrund und man erfährt gar nichts über das Geschlecht. Und selbst wenn man das erführe, weil am Anfang ein Pronomen stünde, würden WEITERE wichtige Aspekte wie Alter, sozialer Hintergrund, Religion, Lebensphilosophie etc., die auch sehr wichtig für die eigene Identität sind, ausgeblendet.


    Wir assoziieren bspw. ja Berufe auch mit Bildung und Einkommen, denken automatisch bei einigen Berufen an einen "höheren Status" als bei anderen. Der sozialpädagogische Assistent wird oft nicht so hoch (gebildet) angesehen wie die Lehrerin.

    Dagegen sollte man mal angehen, aber nicht mit Sprache, sondern mit Diskussionen zum Menschenbild.


    LG von

    Keshia

    Könnte sein, dass der Vater noch so mit der eigenen Trauer beschäftigt war, dass er Reaktionen seines Sohnes in diese Richtung interpretierte. Möglich auch, dass sich beim Sohn normale kindliche Reaktionen und Trauerreaktionen überschnitten haben.


    "Mami wäre stolz auf mich" könnte auch das sein, was der Sohn aus Sicht des Vaters ausdrücken wollte, während er vielleicht nur "Mami" gesagt hat in einer bestimmten Situation.


    Es könnte aber tatsächlich für Eltern in ähnlicher Situation eine Hilfe sein, überhaupt mal zu überlegen, ob das Kind nicht mehr Trauer spürt, als es ihrer Meinung nach zeigt und ob nicht bestimmte Handlungen und Wörter auch in diese Richtung interpretiert werden können. Es gibt ja auch Verwandte, die in solchen Situationen sagen, "das Kind war schnell darüber hinweg".


    Immer wird so ein Buch sehr individuell sein und nie wird es sich komplett mit den Empfindungen anderer Betroffener oder Außenstehender decken.


    Ich habe, als Angehörige, viele Bücher über behinderte Kinder gelesen und da merkt man schnell, dass jeder eine andere Perspektive auf das Thema hat, die sich teilweise so gar nicht mit der eigenen decken möchte.


    LG von

    Keshia

    50 Shades of Gray habe ich angelesen, weil ich wissen wollte, was an dem Buch so toll ist, dass es reihenweise auch Frauen lasen, die sonst gerade mal die Bilder in der BILD Zeitung ankucken.

    Ich habe mal vor langer Zeit eine köstliche Rezension von 50 Shades auf Amazon gelesen. War eine Ein-Sterne-Rezension. Dort wurde das Buch ziemlich durch den Kakao gezogen und unter anderem erwähnt, dass ständig die "innere Göttin" Beifall klatscht usw.

    Es lohnt sich manchmal wirklich, Rezensionen zu lesen, um sich vor Hypes zu bewahren.

    Nicht so toll fand ich, dass wohl viele sich geschämt hatten, das Buch offen zu kaufen oder offen zuzugeben, dass sie es gelesen haben, weil es irgendwie eine Reputation von Pseudoprono hatte.

    Das war dann also keine feministische Haltung, weil Frauen vorgeschrieben wurde, was sie offiziell lesen oder kaufen "dürfen" und was nicht.


    Ich glaube, das letzte gehypte Buch, das ich gelesen habe, war Handmaid's Tale, und das habe ich weit vor der Serie zufällig in der Buchhandlung gefunden, wusste gar nichts von der Geschichte des Buches und vorherigen Verfilmungen usw.


    Generell finde ich diese Idee, etwas zu tun, weil es gerade alle tun, nicht so toll, weil ich das Gefühl bekomme, nicht meinem eigenen Geschmack folgen zu dürfen, sondern etwas gut finden zu "müssen". Leider funktioniert der Kompass nicht immer, weil man so auch ganz tolle Bücher oder Serien verpasst!:|


    LG von

    Keshia