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Beiträge von dodo

  • Monatsrunde Februar 2026 - Sehnsuchtsorte

    • dodo
    • 27. Januar 2026 um 14:53

    Das ist die perfekte Motivation für folgendes SLW-Buch: George du Maurier - Trilby

    Der Roman spielt in Paris der Bohème. Bis jetzt habe ich ihn immer aufgeschoben, weil wiewohl der Roman in englischer Sprache geschrieben ist, die Hälfte der Dialoge in Französisch gehalten wird, einer Sprache der ich nicht mächtig bin. Aber ich fliege nächste Woche nach Paris, womit die Stadt definitiv ein Sehnsuchtsort für mich ist.

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  • Terry Pratchett - Ruhig Blut!

    • dodo
    • 27. Januar 2026 um 10:04

    Das erste Mal habe ich "Ruhig Blut" vor mehr als 25 Jahren in der deutschen Übersetzung gelesen. Jetzt war eine neuerliche Reise nach Lancre fällig.

    Carpe Jugulum ist der letzte "Hexenband" im Scheibenwelt-Universum. Anders als sonst wirkt Granny Weatherwax fast schon menschlich. Als sie vermeintlich keine Einladung zur Taufe von Margrats und Verence Baby bekommt, füllt sie sich überflüssig und zieht sich getroffen aus Lancre zurück - beleidigt würde ich mich niemals im Zusammenhang mit Granny schreiben trauen.

    Dieser Rückzug geschieht zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, fallen doch Vampyre über Lancre her. Zugegeben durch den Fehler von Verence, der sie höchstpersönlich eingeladen hat, aber wie soll sich Lancre wehren, wenn ihre gefährlichste Waffe unauffindbar ist?

    Zeit also, dass Nanny, Agnes und Magrat ein neues Hexentrio bildet und die Sache selbst in die Hand nimmt. Doch Granny wäre nicht Granny, wenn sie nicht alles ins Lot bringt, was andere verbockt haben. Die eigenen Zweifel beiseite schiebend, ob sie nicht langsam selbst auf die dunkle Seite wechselt, zeigt sie den arroganten Magpyrs wo der Hammer Knoblauch hängt. Oder doch nicht? Immerhin handelt es sich um moderne Vampyre, die über Kinkerlitzchen wie Knoblauch, Weihwasser oder religiöse Symbole nur ein verächtliches Lachen übrig haben.

    Mich persönlich hat "Carpe Jugulum" köstlich unterhalten. Meine heimlichen Favoriten waren der ewig an seinen Glauben zweifelnde Priester Mightily Oats und natürlich Igor, der Butler, der um seinen alten "mathter" trauert und für die junge Vampirgeneration nicht einmal mehr Verachtung empfindet. Es ist sicher nicht für Einsteiger geeignet, denn Pratchett lässt hier ein wahres Feuerwerk an Ideen, Querverweisen, Anspielungen und Wortspielen an seine Lesenden los. Fans der Scheibenwelt, die ihn gerade für diesen überwältigten kreativen Output schätzten, werden mit diesem Roman ihre helle Freude haben.

  • James Rollins/Rebecca Cantrell - Das Blut des Verräters

    • dodo
    • 24. Januar 2026 um 11:10

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    Originaltitel: Innocent Blood
    Übersetzer: Norbert Stöbe
    Verlag: blanvalet
    Erscheinungsjahr: 2015
    "Die Bruderschaft der Christuskrieger" Band 2

    Die Archäologin Erin Granger hat nach dem Tod ihrer Studentin Amy und den bahnbrechenden Entdeckungen, die sie vor ein paar Monaten gemacht hat, aber über die sie zum Wohle der Menschheit nicht sprechen darr, Schwierigkeiten in ihren alten Dozentenberuf zurückzukehren. Wie soll sie Studentin unterrichten, wenn alles, was sie ihnen erzählen kann und darf, grundlegend falsch ist?

    Als der mächtige Kardinal Bernard nach Monaten der Stille wieder seine Fühler nach ihr ausstreckt, weil er ihre Hilfe bedarf, flüchtet sie deswegen gern in die Vatikanstadt - vor allem nachdem kurz zuvor ein Anschlag auf ihr Leben verübt wurde. Sie hasst zwar die Geheimniskrämerei der katholischen Kirche, die noch immer nicht bereit ist, alle Fakten offenzulegen, aber immerhin ist sie "Die Frau großer Gelehrsamkeit" aus einer uralten Prophezeiung und sich demnach der Pflicht bewusst, die Menschheit vor der drohenden Apokalypse zu retten.

    Es handelt sich um Band zwei der Reihe "Die Bruderschaft der Christuskrieger". Er baut auf den Geschehnissen im Band 1. Natürlich wäre die Kenntnis vom ersten Teil für das Verständnis vom zweiten hilfreich, man muss ihn aber nicht gelesen habe. Bei mir war es vier Jahre her und ich konnte mich an nichts mehr erinnern. Die Erinnerung kam auch nicht während dem Lesen, wenn auf Ereignisse in Band 1 angespielt wurde. In meinem Hirn herrschte eine untypische Tabula rasa, es konnte einfach nichts aktiviert werden. Meine Vermutung ist dahingehend, dass hier ein physiologischer Schutzmechanismus gegriffen hat, der mich vor diesem Blödsinn einfach geschützt hat. Ist Band eins nur halb so krude wie Band zwei - und der Verdacht geht in eine andere Richtung - dann wäre es der Unsinnigkeit mehr als genug. Irgendwie hatte ich das Gefühl in einen Workshop für kreatives Schreiben gelandet zu sein mit dem Inhalt, welche Elemente in eine Handlung geworfen werden müssen, damit der Roman ganz sicher und garantiert und hundertprozentig ein Bestseller werden wird.

    Das Rezept lautete wie folgt:

    • Man nehme die katholische Kirche, die wieder einmal ein riesiges Geheimnis hat, das auf keinen Fall bekannt werden darf.
    • Schmeiß Vampire in den Topf - gute wie böse.
    • Koch laufend Actionszenen als nahrhafte Fleischbrocken auf.
    • Reich als Gemüseeinlage die drohende Apokalypse dar.
    • Gib Judas (ja der aus der Bibel), Elisabeth Bathory, Rasputin und einen auf die Erde verbannten Engel als Würze in die Suppe.
    • Garniere es mit drei für die Handlung unnötigen Liebesgeschichten, aber Romantik muss sein.

    Und fertig ist Soße. Muss ich mehr dazu sagen? Ich denke nicht. Es gäbe einen abschließenden dritten Band der Reihe. Zum Glück liegt der Band nicht auf meinem SuB, denn nach dieser Kostprobe habe ich absolut keinen Appetit darauf.

  • Sir Terry Pratchett - Maskerade (Mummenschanz)

    • dodo
    • 10. Januar 2026 um 09:41

    Maskerade ist ein Scheibenweltroman in Pratchetts schriftstellerischer Hochphase.

    Es sprüht von Witz und Anspielungen und spart wie immer nicht mit einem schonungslosen Spiegel. Wenn Pratchett schreibt, dass Perdita X Nitt alias Agnes Nitt zu fett für die Bühne ist und deswegen nur als Ghostsängerin für die untalentierte, aber schöne Christine fungieren darf, urteilt er nicht, er stellt einfach einen Fakt dar.* Er kommentiert auch nicht, dass beim Opernstar Enrico Basilica dessen ebenfalls beträchtliche Körperfülle kein Problem darstellt, er aber dafür ein anderes Binkerl zu tragen hat. Das Urteil darüber überläßt er seinen Lesenden.

    Maskerade ist wie immer ein eigenständiger Roman im Scheibenweltuniversum und kann deswegen gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Er macht aber sicher mehr Spaß, wenn man zumindest den Inhalt von "Weird Systers" kennt.

    Derzeit lese ich ich die Scheibenweltromane chronologisch innerhalb ihrer Reihen. Wenn ich damit durch bin, werde ich den nächsten Reread chronologisch nach der Veröffentlichung lesen. Das schöne an den Büchern ist ja, dass es zumindest für mich immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.

    *Übrigens hat mich diese Praktik sofort an Milli Vanilli erinnert.

  • Monatsrunde Dezember 2025 - Geschenkt!

    • dodo
    • 24. Dezember 2025 um 09:25

    Agatha Christie - Hercule Poirot´s Christmas ist ebenfalls gelesen.

    Ich will bitte auch nicht in den Lostopf.

  • Monatsrunde Dezember 2025 - Geschenkt!

    • dodo
    • 14. Dezember 2025 um 17:02

    #1 Carsten Polzin - Das Fest der Vampire: phantastische Weihnachtsstorys war eine selten schlechte Kurzgeschichtensammlung. Bis auf 2 gute und 2-3 durchschnittliche Kurzgeschichten war der Rest einfach nur schlecht, vereinzelt sogar grottenschlecht. Das Teil wandert zurück in die nächste Bücherzelle.

  • Monatsrunde Dezember 2025 - Geschenkt!

    • dodo
    • 13. Dezember 2025 um 09:35

    Zwar bin ich schon fast durch, aber mein aktuelles Buch war ein doppeltes Geschenk: Meine Schwester hat es wegen einer Kurzgeschichte von Terry-Pratchett aus einer Bücherzelle gefischt und mir geschenkt. Das Buch war ursprünglich selbst ein Geschenk, weil es am Vorsatzblatt folgende Widmung enthält: "Alles Liebe zum Nikolo! Bussi Claus"

    Carsten Polzin - Das Fest der Vampire

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    Nummer zwei hat mir meine Cousine im Juli geschenkt: Agathe Christie - Hercule Poirot´s Christmas

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  • Mary Shelley - Frankenstein

    • dodo
    • 8. Dezember 2025 um 09:07

    Breña Ich meinte die ganze Zeit Frankensteins Schöpfung, sein Kind, wenn man so will, nicht Victor Frankenstein

    Mein Beitrag ist schlecht geschrieben, weil ich beide namentlich vermischt habe. Ich werde es ausbessern.

  • Mary Shelley - Frankenstein

    • dodo
    • 7. Dezember 2025 um 10:51

    Mittlerweile habe ich Frankenstein mehrmals gelesen, obwohl ich beim ersten Mal auch nicht sonderlich begeistert war. Jedes Mal entdecke ich neue Facetten in dem Roman, die sich mir zuvor nicht erschlossen hatten. Was mich mittlerweile daran begeistert, ist die Tiefgründigkeit.

    Zitat von Breña

    Das Gejammer von Victor Frankenstein hat mich hingegen richtig genervt.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Genervtsein von Shelley beabsichtigt war. Sie seziert Frankenstein in seiner Jämmerlichkeit ziemlich mitleidslos und ich denke, sie setzt damit der Gesellschaft einen Spiegel vor.

    Die Industrialisierung war in England weit fortgeschritten und schuf die große Masse der working poor. Menschen, die für einen Pappenstiel rund um die Uhr arbeiteten. Das wenige Geld, das sie verdienten, wurde in Branntwein investiert, um dieses Leben ertragen zu können. Viele Berufe waren an sich schon gesundheitsgefährdend und führten zu körperlichen Missbildungen (z.Bsp: Matchgirls).

    Diejenigen, die von diesem Elend massiv profitierten, waren abgestoßen, weigerten sich, Verantwortung zu übernehmen oder gar etwas an der Verbesserung der Situation beizutragen. Wenn die Arbeiter:innen Forderungen stellten, war die Empörung groß. Verbesserung konnten immer nur mit massiven Drohungen und Sanktionen erreicht werden - also Streiks, die den Profit gefährdeten.

    Zitat von Breña

    Das Geschöpf tat mir tatsächlich leid - und ich weigere mich, es Monster zu nennen, denn das ist Frankensteins Bezeichnung. Er will es zu einem Monster machen und verwehrt ihm nebenbei auch die Individualität durch einen Namen. Er übt Macht mittels Sprache aus.

    Es hat mich richtig fasziniert, wie geschickt Shelley die Verrohung von Frankensteins Geschöpf dargestellt hat. Es bleibt nichts anderes über, als Mitleid mit ihm zu empfinden. Als Lesende:r beginnt man automatisch nicht den Täter zu verurteilen, sondern die Taten und die Umstände, die dazu geführt haben.

  • Reihe "Naturkunden"

    • dodo
    • 6. Dezember 2025 um 10:03

    Auweh, ich fürchte, dass sie sie sich vom schönen Leineneinband verabschiedet haben.

  • Reihe "Naturkunden"

    • dodo
    • 6. Dezember 2025 um 09:28
    Zitat von Alice

    Oft sind (waren, muss man teilweise sagen..) glücklicherweise sehr gut erhaltene Gebrauchtexemplare verfügbar.

    Wobei manche Gebrauchthändler mittlerweile auch glauben, sie können (fast) Neupreise dafür verlangen.

  • Monatsrunde Oktober 2025 - "New Classics"

    • dodo
    • 22. Oktober 2025 um 19:59
    Zitat von Kiba

    Das schaffen wir nur zusammen!

    Aber leider nicht mit mir. Denn ich schließe mich Breña an und melde: Ursula K. Le Guin - Tehanu (1990) an.

    Außerdem möchte ich bitte nicht in den Lostopf.

  • Barbara Kingsolver - Demon Copperhead

    • dodo
    • 10. September 2025 um 20:06

    Danke für die ausführliche Vorstellung von dem Roman, finsbury Das Buch wandert auf meine Merkliste.

  • David Langford - Terry Pratchetts Scheibenwelt-Quizbuch

    • dodo
    • 10. September 2025 um 17:08

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    Originaltitel: Terry Pratchett´s Discworld Quizbook: The Unseen University Challenge
    Übersetzer: Andreas Brandhorst
    Erscheinungsjahr: 1996/2000

    Getarnt als Aufnahmeprüfung für die Unsichtbare Universität präsentiert David Langford unzählige Fragen über Terry Pratchetts Romane. Größtenteils beziehen sie sich auf die Scheibenwelt, deren Spanne von "Die Farben der Magie" bis zu "Mummenschanz" umfasst.

    Große Fans von Pratchett und der Scheibenwelt werden ihre Freude daran haben, da man einen ungefähren Eindruck bekommt, wie belesen und gebildet Pratchett war. Man sollte aber nicht den Ehrgeiz haben, die Fragen wirklich beantworten zu wollen, denn das ist unmöglich. Dafür sind sie zu detailverliebt. Meiner einer hat sich gefreut, wenn ich eine Frage beantworten konnte und mich ansonsten amüsiert und/oder über Hintergrundinfos gestaunt.

    Selbst David Langford schreibt in seiner Einleitung:

    Zitat

    Von Allwissenheit hält man an der Unsichtbaren Universität nicht besonders viel. (Die Götter können bei Dingen, die ihren Zuständigkeitsbereich fallen, recht pampig werden). Wenn Sie jede einzelne Frage mühelos beantworten können, ohne in den Scheibenwelt-Büchern nachzusehen, ist mit der Qualität Ihres Lebens etwas ernsthaft nicht in Ordnung.

  • Franz Werfel - Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

    • dodo
    • 10. September 2025 um 16:46

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    Erscheinungsjahr: 1920

    Karl Duschek genießt die typische Erziehung in einer k.u.k. Offiziersfamilie. Schon in jungen Jahren wird er in eine Militärschule gesteckt. Am Wochende geht der Drill im väterlichen Haus weiter. Zuneigung oder gar Liebe erfährt er nicht. Die Mutter darf ihre Gefühle nicht zeigen, der Vater kann sie nicht zeigen und ist auch nicht willens.

    Als junger Mann schlägt er pflichtbewusst die vorgegebene Karriere ein und versieht seinen Dienst als Leutnant in der Armee. Mit 26 Jahren ist er ein Wrack. Zusehends driftet er in Wahnvorstellungen ab, bis er kaum mehr Illusion und Wahrheit unterscheiden kann. Mit Duschek kann auch LeserIn kaum feststellen, was wirklich geschehen ist und was seinen Drogenfantasien geschuldet ist. Um nicht endgültig zu zerbrechen, muss Karl rebellieren. Nur durch absolute Ablehnung und Verweigerung kann er sich aus der oppressiven Umklammerung lösen.

    Werfel zeichnet in seiner bedrückenden, gerade einmal 100 Seiten umfassenden Novelle oberflächlich betrachtet einen Vater-Sohn-Konflikt im Kleinen ab. Bei näherer Betrachtung versteckt sich in der Geschichte viel mehr: es ist ein Sittenbild einer sich selbst überlebt habenden Gesellschaft und eine literarische Abrechnung mit überkommenen Moralvorstellungen. Ersetzt man den Vater mit dem Kaiser und den Sohn mit dem gemeinen Volk erhält man eine offensichtliche Demaskierung der ach so glorreichen Habsburgermonarchie.

    Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Sir Arthur Conan Doyle - Seine Abschiedsvorstellung/His last Bow

    • dodo
    • 10. September 2025 um 16:05

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    Erscheinungsjahr: 1917

    Der achten Band der Reihe um den berühmten Meisterdetektiv enthält insgesamt 8 Kurzgeschichten. Es wird dabei ein breites Spektrum des Genres abgedeckt. Habe ich anfangs öfters gemeckert, dass die Krimis um Holmes für meinen Geschmack zu oberflächlich sind und die Auflösung der Fälle zu rasch abgehandelt wird, muss ich mein Urteil revidieren. Je tiefer ich in die Welt von Sherlock Holmes eingetaucht bin, desto mehr hat mich die Phantasie, mit der Doyle seine Geschichten aufgebaut hat, fasziniert. Kein Fall gleicht dem anderen. Holmes darf neben Mordfällen viele andere "kleinen Probleme" aufklären und das eine oder andere Mal auch in einer Spionagegeschichte das Königreich retten. Ab und an werde ich in Zukunft sicher zu meinem Sammelband greifen und zwischendurch eine Holmes-Geschichte lesen.

  • Donna Gillespie - Mondschatten

    • dodo
    • 10. September 2025 um 15:43

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    Erscheinungsjahr: 2004
    Übersetzer: Manfred Ohl und Hans Sartorius

    Die Handlung setzt 14 Jahre nach dem ersten Band "Mondfeuer" fort. Auriane lebt mit ihren beiden Töchtern und ihrem Lebensgefährten Marcus Julianus in einer luxuriösen Villa am Rhein. Während die ältere Tochter sich zu Aurianes Volk den Chatten hingezogen fühlt, ist die zweitgeborene eine waschechte Römerin. Ohne das Wissen von Marcus unterstützt Auriane die Chatten mit großen Geldsummen, die sich damit Waffen für den Kampf gegen die von Römern finanzierten Cheruskern kaufen können.

    Nach "Mondschatten" sollte ein weiterer Band die Geschichte um Auriane folgen. Das merkt man den Roman an. Während Band eins in sich abgeschlossen ist, endet der zweite Band mit einem deutlichen Cliffhanger. Außerdem lässt sich die Handlung Zeit. Vieles wird aufgebaut, das in dem fehlenden dritten Teil aufgelöst werden sollte. Dieser dritte Band ist allerdings nicht erschienen. Da mehrere Handlungsstränge in der Luft hängen bleiben, kann ich die ansonsten solide Historienfantasy nicht weiter empfehlen.

    Wer historische Fantasy a la Marion Zimmer Bradley und Diana Paxton mag, wird mit dem ersten Band "Mondfeuer" sicher große Freude haben.

  • Mary M. Kaye - Schatten über dem Mond

    • dodo
    • 10. September 2025 um 15:19

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    Originaltitel: Shadow of the Moon
    Erscheinungsjahr: 1957/ 1979 (überarbeitet)
    Übersetzerin: Ilka Paradies
    auch erschienen unter: Der Monsun hielt den Atem an (1958, Übersetzerin: Johanna Thomas)

    Die junge und reiche Erbin Winter de Ballesteros wird von ihrer Familie gezwungen, den im Indiendienst stehenden Offizier Conway Barton zu heiraten. Barton ist alkohol- und drogenabhängig und einzig an dem Vermögen seiner Braut interessiert. Zwischen seinem im unterstellten Offizier Alex Randall und Winter keimen bald tiefe Gefühle auf. Währenddessen bricht in Indien nach einem lange schwelenden Konflikt der brutale Sepoy-Aufstand aus.

    Die Liebesgeschichte zwischen Randall und Winter konnte mich nicht überzeugen. Vielmehr fand ich sie aufgrund des Altersunterschied zwischen den beiden bedenklich. Winter ist zum Zeitpunkt des Kennenlernens 16 Jahre alt, Randall 28 oder 29. Die beiden werden ein Paar als Winter gerade einmal 18 Jahre alt ist und von einer gewalttätigen Ehe traumatisiert ist.

    Ohne diesen unnötigen romantischen Handlungsstrang ist dieser schon in die Jahre gekommene historische Roman überraschend schonungslos. Die junge Erbin wird von ihrer desinteressierten Familie an den nächstbesten standesgemäßen Kandidaten verscherbelt. Hauptsache sie ist aus dem Weg und der Tochter des Hauses keine Konkurrenz bei deren Heiratsaussichten. Kaye porträtiert offen die unglaubliche Arroganz der englischen Kolonialherren, die die bereits am Sieden befindliche Stimmung in Indien nicht nur verharmlost, sondern auch durch unglaubliche Ignoranz so lange weiter anstachelt, bis es zum bereits erwähnten Sepoy-Aufstand kommt. Dabei spart die Autorin keineswegs an Kritik gegenüber der englischen Imperialpolitik.

    Leider fehlt es den handelnden Figuren an Tiefe. Hier gibt es nur weiß und schwarz, Grautöne sucht man vergeblich. Vor 20 Jahren hätte mir der Roman sicher besser gefallen, jetzt reicht es gerade noch zu einer durchschnittlichen Bewertung.

  • Bernard Cornwell - Das Zeichen des Sieges

    • dodo
    • 10. September 2025 um 14:44

    Bernard Cornwells historischen Romane überzeugen durch ihre Detailtreue, der guten Recherche und dass sie weit weg von Geschichtsklitterung sind. Seine Figuren sehen normal aus, sie stinken und sind ordinär. Nicht adlige Frauen sind mit Mitte Zwanzig verbraucht, den Menschen fehlen schon in jungem Alter die Zähne und Krankheiten sind allgegenwärtig. Vor allem der Krieg wird schonungslos gezeigt. Er besteht vor allem aus langweiligen Belagerungen, Hunger und Ruhr. Die Schlachten sind brutal und Heldenmut sucht man vergeblich.

    "Das Zeichen des Sieges" ist keine Ausnahme. Wer historischen Eskapismus sucht, sollte Cornwell allerdings meiden. Von meiner Seite gibt es eine klare Empfehlung.

  • Monatsrunde August 2025 - Ozzy Osbourne

    • dodo
    • 28. August 2025 um 10:10

    Kiba Danke für den Motivationsschub. Tatsächlich bin ich heute zufällig mit meinem Cornwell fertig geworden und kann "Das Zeichen des Sieges" als gelesen melden. 8)


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