Ed McBain - Die Krimiserie vom 87. Polizeirevier

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 4.159 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Annabas.

  • Ed McBain - Eis (erschienen 1983)


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    Inhaltsangabe:


    Ein erschossener Kokaindealer ist Routinearbeit für die Menschen im 87. Polizeirevier. Aber als sich herausstellt, dass eine junge Tänzerin und ein bisher unauffälliger Diamantenhändler mit der gleichen Waffe wie der Dealer getötet worden waren, erhält der Fall eine ganz andere Bedeutung.
    Als wäre das nicht schon genug, mischen sich auch noch zwei Parteien ein, welche die Kunden des Dealers weiter beliefern wollen, denn im Drogengeschäft lässt sich Geld verdienen ...
    Die Stadt, in der das Buch spielt, nennt der Autor „Isola“. Es ist New York.


    Der erste Satz:


    „Es schneite immer noch sehr stark, als sie das Theater verließ.“


    Meine Meinung zum Buch bzw. zu der Buchreihe:


    Das Buch gehört zu einer Reihe von Romanen um das „87. Polizeirevier“. Die Reihe umfasst insgesamt 54 Bände und wurde in den Jahren 1956 – 2005 geschrieben. Hier die komplette Liste.


    Die Bücher sind keine Thriller, es geht in ihnen um den Alltag in einem Großstadt-Polizeirevier, um Ermittlungsarbeit, die nicht immer zum Erfolg führt, um Durchsuchungen, Vernehmungen, Verhöre und Verhaftungen, um Anwälte, Zeugen, Betrunkene, Prostituierte, um kleinere und größere Kriminalfälle, die mehr oder weniger erfolgreich gelöst werden.


    In allen Bänden spielen die gleichen Haupt-Protagonisten mit, mal mit mehr und mal mit weniger großem Anteil am Geschehen. Die Detectives Carella, Meyer, Kling und Hawes müssen sich mit den „üblichen“ Verbrechen in einer Großstadt herumschlagen, zusätzlich mit allen bürokratischen Verordnungen und Formularen, welche die Polizeiarbeit so mit sich bringt und mit dem Druck der Vorgesetzten und manchmal auch der Presse.
    Das jeweilige Privatleben der Detectives spielt ebenfalls eine Rolle im Buch, steht aber nie im Vordergrund. Hier ist es natürlich besonders schön, wenn man schon mehrere Bücher der Reihe gelesen hat, denn dann kann man die Entwicklungen am besten verfolgen. Trotzdem ist es keine Vorbedingung für das Lesen, die pro Buch erzählten Geschichten bauen inhaltlich nicht aufeinander auf, auch wenn manchmal in einem Nebensatz Bezug auf einen früheren Fall genommen wird.


    Ein zusätzlicher Reiz für mich, die ganze Serie einmal zu lesen, ist die Tatsache, dass sie über einen Zeitraum von 50 Jahren geschrieben wurde. Die gesellschaftliche Entwicklung und damit auch die Entwicklung der Kriminalität und der Polizeiarbeit ist hoch interessant.


    Auch dieses Buch ist ein solider Polizeikrimi, wie ich es mir von einem Ed McBain-Buch gewünscht habe. Allerdings waren andere Bände der Reihe schon spannender, deshalb gibt es für dieses eine Buch „nur“ 4ratten.


    Viele Grüße von Annabas :winken:

    Einmal editiert, zuletzt von Annabas ()

  • Das hört sich ja nach einer interessanten Serie an.


    Aber:


    Das Buch gehört zu einer Reihe von Romanen um das „87. Polizeirevier“. Die Reihe umfasst insgesamt 54 Bände und wurde in den Jahren 1956 – 2005 geschrieben. Hier die komplette Liste.


    54 Bände? :ohnmacht:
    Mal schauen, ob mir so ein Band mal in der Buchhandlung über den Weg läuft.
    Antesten kann man ja immer. :breitgrins:
    Sollte man die Bücher in der Reihenfolge lesen, oder geht es auch kunterbunt?

  • Ich lese sie kunterbunt durcheinander, wie ich sie eben gerade im Antiquariat finde.
    Angefixt wurde ich übrigens von einem der letzten Bände der Reihe: "Big Bad City". Kann ich dir als Einstieg sehr empfehlen.
    Im Zitatequiz hab ich mal daraus zitiert.


    Grüße von Annabas

  • Dann werde ich mich wohl mal auf die Suche machen. :breitgrins:
    Mein Sub liegt ja noch unter 500, da passen noch ein paar Bücher drauf.

  • Ed McBain – Graffiti (erschienen 1993)


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    Inhaltsangabe:


    Steve Carella und seine Kollegen vom 87. Polizeirevier müssen sich mit drei Fällen gleichzeitig herumschlagen:
    Ein Mörder hat es auf Graffiti-Künstler abgesehen, denn innerhalb von nur wenigen Tagen werden drei von ihnen tot aufgefunden.
    Gleichzeitig meldet sich der geheimnisvolle „taube Mann“ bei den Polizisten des 87. Reviers zurück, der ein gut besuchtes Rap-Konzert dazu nutzen will, einen großen Coup zu landen.
    Und zu allem Überfluss werden an verschiedenen Stellen in der Stadt hilflose und demente alte Menschen gefunden, die offenbar „ausgesetzt“ wurden ...


    Der erste Satz:


    „Die Leuchtziffern seiner Uhr zeigten zehn Minuten nach zwei.“


    Meine Meinung zum Buch:


    Wieder ein guter Polizeikrimi aus der Serie vom 87. Polizeirevier.
    Und wie erwartet fand ich darin hervorragende Dialoge, dies ist die absolute Stärke dieser Reihe. Wie die Vernehmungen beschrieben sind, ist einfach toll.
    Die Ermittlungsarbeit selbst ist diesmal aber nicht so brillant geschrieben wie ich es erwartet habe, da gab es auch schon bessere Beispiele dafür. Trotzdem ist das Buch immer noch besser als manch anderer Krimi, man merkt einfach, dass McBain sehr viel Ahnung von echter Polizeiarbeit hat.
    Der erwartete Running Gag wurde auch geboten – ein Kollege versucht, den anderen einen Witz zu erzählen und scheitert dabei grandios. In anderen Büchern taucht das auch immer wieder auf und ich amüsiere mich beim Lesen dieser Passagen immer sehr.
    Außerdem habe ich in dem Buch endlich auch erfahren, wie Steve Carella damals seine Frau Teddy kennenlernte – wieder eine Lücke geschlossen.


    Meine Bewertung: 3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:


    Viele Grüße von Annabas :winken:

  • Ed McBain – Long Dark Night (erschienen 1997)


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    Inhaltsangabe:


    Die Ermittler des 87. Polizeirevieres bekommen wieder zu tun. Eine alte, von der Wohlfahrt lebende Frau wird erschossen aufgefunden – und ihre Katze wurde ebenfalls erschossen. Nur wenig später wird die 19-jährige Prostituierte Yolande grausam umgebracht und in eine Gosse geworfen. Die Detectives Carella und Hawes machen sich auf die Suche ...


    Das Buch spielt in der heutigen Zeit in Isola (Manhattan, New York) und gehört in die Krimireihe um das 87. Polizeirevier.


    Der erste Satz:


    „Das Telefon klingelte bereits, als Carella die Dienststelle betrat.“


    Meine Meinung zum Buch:


    Dies ist wieder eines der besten Bücher aus der Reihe. Die später geschriebenen Romane schlagen die früheren doch jedes Mal, wenn ich eines lese. Schade nur, dass keine weiteren mehr folgen können.


    Zu den Personen muss ich nichts sagen – es ist die gleiche Besetzung wie in den anderen Büchern. Diesmal ist auch die Ermittlungsarbeit sehr im Vordergrund, so dass sich in Bezug auf Entwicklung der Charaktere wenig tut.


    Aber das ist ja die Stärke von Ed McBain: kein Autor schildert die routinemäßige und „langweilige“ Polizeiarbeit so spannend und präzise wie er. Ich habe das Buch in nur einem Tag ausgelesen und konnte gar nicht genug den Hauptpersonen durch den Tag folgen. Schritt für Schritt verfolgen diese die Herkunft der Mordwaffe bis hin zum Mörder zurück, Schritt für Schritt werden Isolas Schulen durchgekämmt, bis man auf das gesuchte Football-Team stößt, Schritt für Schritt kämpft man sich durch Befragungen und Zeugenaussagen. Mich fasziniert das ungemein.


    Und wie immer gibt es auch witzige Szenen, z. B. wie sich Pathologe und Polizist inmitten von Leichenteilen stehend versuchen, an einen Filmtitel zu erinnern – und wie immer werden irgendwelche gnadenlos schlechten Witze erzählt, nicht verstanden und müssen erklärt werden. Das Witze-Erzählen ist ein sich wiederholendes Element in den Büchern, ich warte immer schon darauf, was diesmal kommt.


    Einfach super! Die nächsten Bücher der Reihe sind schon angefordert. :smile:


    Meine Bewertung: 4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:


    Viele Grüße von Annabas :winken: