Michael Dullau – Buchvorstellung Erzählband: »HIER KOMMT KEINER LEBEND RAUS!«

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    »HIER KOMMT KEINER LEBEND RAUS!«


    Verschwiegene und vergessene Todesfälle an der Berliner Mauer – Teil 1: die 60er-Jahre


    Erzählband


    von Michael Dullau




    Liebe Bücherfreunde und Geschichtsinteressierte,


    mein Name ist Michael Dullau, ich beschäftige mich seit mehreren Jahren mit der Aufarbeitung der Geschehnisse an der einstigen deutsch-deutschen Grenze und habe dazu Romane, Erzählung und Kurzgeschichten, aber auch Fachbücher, Dokumentationen und Chroniken veröffentlicht.


    In diesem Jahr jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 35. Mal. Dazu möchte ich den ersten Teil meiner neuen dreiteiligen Erzählreihe über die Todesfälle an der Berliner Roman mit dem Titel »HIER KOMMT KEINER LEBEND RAUS!« vorstellen, der von verschwiegenen und vergessenen Todesfällen an der Berliner Mauer in den 60er-Jahren erzählt.



    Inhalt:


    Zwei DDR-Transportpolizisten werden im Jahr 1962 zur Bewachung der Geisterbahnhöfe in Ostberlin abkommandiert – nahe dem S-Bahnhof »Bornholmer Straße« kommt es zu einer grausamen Tat. Zwei junge Männer versuchen die Flucht unweit des Westberliner Ortsteils Frohnau und bleiben in der zweiten Drahtsperre hängen – DDR-Grenzsoldaten eröffnen ohne Gnade das Feuer auf sie. Ein junges Paar wird während seiner Flucht nahe dem Westberliner Ortsteil Zehlendorf entdeckt und sofort beschossen – unglaubliche 199-mal.


    Ein 22-Jähriger wird auf seiner Flucht zwischen Kleinmachnow und Zehlendorf gestellt und ergibt sich – ein DDR-Berufssoldat lässt sich daraufhin zu einer unfassbaren Exzess-Tat hinreißen. Ein DDR-Flüchtling verfängt sich in der zweiten Drahtsperre nahe dem Westberliner Stadtteil Spandau – der Kommandeur des zuständigen DDR-Grenzregimentes gibt seinen Soldaten mit der Kalaschnikow ein »Beispiel«. Als Grenzsoldaten zwei Gestalten an der Berliner Mauer nahe dem Westberliner Stadtteil Neukölln entdecken, eröffnen sie mit ihren Maschinenpistolen sofort das Feuer – dann realisieren die Grenzposten, dass sie auf Kinder geschossen haben.


    Sechs Erzählungen von verschwiegenen und vergessenen Todesfällen an der Berliner Mauer hat der Autor für den ersten Teil seiner neuen dreiteiligen Buchreihe recherchiert und erzählt. Ein Kapitel über die Situation während der 60er-Jahre an der Berliner Mauer sowie ein Kapitel über die ZERV (Zentrale Ermittlungsstelle Regierungs- und Vereinigungskriminalität) ergänzen das Buch.


    Beste Grüße und Gewinn beim Lesen.


    Michael Dullau



    Link zu E-Book und Taschenbuch: https://www.amazon.de/HIER-KOM…0?_encoding=UTF8&qid=&sr=


    Buchinformationen E-Book: »HIER KOMMT KEINER LEBEND RAUS!«, Stiftungs- und Initiativenverlag, E-Book 2024, 120 Seiten, Erzählband, ASIN: ‎B0D33BSY8S, 3,49 €


    Buchinformationen Taschenbuch: »HIER KOMMT KEINER LEBEND RAUS!«, Stiftungs- und Initiativenverlag, Print 2024, 120 Seiten, Erzählband, ISBN: 979-885033-948-7, 7,95 €


    Link zur Autorenseite: www.amazon.de/-/e/B00JKQJ54W

  • Grenzland

    Hat den Titel des Themas von „Buchvorstellung Erzählband: »HIER KOMMT KEINER LEBEND RAUS!«“ zu „Michael Dullau – Buchvorstellung Erzählband: »HIER KOMMT KEINER LEBEND RAUS!«“ geändert.
  • Für jemand aus dem SW Deutschlands - also weit weg vom Geschehen, allerdings auch eine Weile in Fulda lebend, das nicht weit weg von der Grenze zur früheren DDR liegt, ist dies ein sehr bewegendes Thema:

    Ich habe so einige Dokumentationen darüber gesehen (bedrückend), die DDR mit meinem Vater besucht (via Leipzig nach Torgau) einige Jahre vor dem Fall der Mauer und es berührt mich bis heute, wie ein System wie das der DDR sich so lange halten konnte.

    Wie es aber auch möglich war, die Wende - ohne Blutvergießen - herbeizuführen. Dafür gebührt den Aktivisten in den neuen Bundesländern bis heute mein Respekt! Während der Zeit 1961 bis 1988 gab es 140 Mauertote alleine in Berlin; viel mehr an der gesamten früheren Zonengrenze und ich kann mir gut vorstellen, dass einige in tiefer Verzweiflung sich das Leben nahmen.


    Dass Du Dich diesem Thema widmest, den Toten eine literarische Stimme gibst, finde ich sehr gut und hoffe, dass "Hier kommt keiner lebend raus!" sehr oft gelesen wird. Viele Grüße aus dem SW.

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Hallo Sagota,


    herzlichen Dank für deine Rückmeldung und das Teilen deiner Erfahrungen – und natürlich für die Wünsche zum Buch. 😊


    Vielleicht noch eine kurze Ergänzung zu deiner Anmerkung betreffs der Selbstmorde aus Verzweiflung: Das ist, im Gegensatz zu den Opfern an der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze, in der Tat ein Feld, das bislang wenig erforscht und aufgearbeitet wurde. Diese Suizide aus Verzweiflung, oft wegen der wiederholten Ablehnung der Ausreisegesuche, sind von der DDR zwar erfasst, jedoch der allgemeinen (extrem hohen) Selbstmordrate zugerechnet und mit der Geheimhaltungsstufe „Geheime Verschlusssache“ belegt worden.


    Detaillierte Angaben gibt es zu den Suiziden, die im Grenzgebiet selbst geschehen sind. Bei meinen Recherchen zu den Todesfällen bin ich auf Fälle gestoßen, in denen sich Republikflüchtlinge noch kurz vor der Entdeckung bzw. Gefangennahme selbst getötet haben. Solche Fälle wurden von den DDR-Grenztruppen akribisch erfasst und unter dem Euphemismus „Besondere Vorkommnisse“ in den Dienstberichten vermerkt.


    Also, nochmals vielen Dank für deine Zeilen und alles Gute.


    Viele Grüße


    Michael Dullau (alias Grenzland)

  • Genau mein Beuteschema.


    War als Wessi-Kind mehrmals in der DDR zu Besuch, und konnte so mit eigenen Augen sehen, "wie es da so ist". Offiziell waren wir immer nur in Ost-Berlin und durften da auch nicht weg, aber in Wirklichkeit sind wir mit "unseren" Ossis durch das Land gefahren im Trabbi und haben viel mehr gesehen als wir eigentlich durften.


    Die Grenzkontrollen und Grenzanlagen, die ich bei der Ein- und Ausreise erlebt habe, werde ich nie vergessen.


    Mein Lieblingserlebnis: ein junger Grenzsoldat nahm uns unsere Pässe ab und ging damit weg. Warten. Kommt wieder, hält den Reisepass meiner Mutter in der Hand und sagt streng: "Laut Ihrem Pass waren sie mehrmals in den USA!" Meine Mutter nickt schüchtern. Er (etwas leiser): "Wo da genau?" Mutter: "In New York. Geschäftlich."
    Er klappt den Pass zu, sieht sich um, steckt den Kopf ins Autofenster und fragt begeistert: "Wie isses da denn so?"

  • Hallo Katjaja,


    herzlichen Dank für deine Rückmeldung und es freut mich natürlich sehr, dass das Buch ins „Beuteschema“ passt. 😊


    Ebenso vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung bei der Ein- und Ausreise an der einstigen Grenze. Gut, dass diese Zeiten Geschichte sind.


    Viele Grüße und noch ein schönes Wochenende.


    Michael Dullau (alias Grenzland)