1. Literaturschock.de
  2. Forum
    1. Übersicht
  3. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Literaturschock - Bücherforum
  2. Sagota

Beiträge von Sagota

Bitte achtet auf die aktuelle Regeländerung der Forenregeln (Punkt 7) - KI-Texte werden hier im Forum nicht geduldet und unverzüglich gelöscht!
  • Christiane Adlung - Sommerrauschen

    • Sagota
    • 10. August 2026 um 14:13

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links

    Familienzusammenkünfte im sommerlichen Médoc

    "Sommerrauschen" von Christiane Adlung (HC, geb., 281 S.) erschien 2026 im Dumont-Verlag, Köln. Ausgehend vom Buchtitel wie auch vom Cover, habe auch ich eine interessante und eher leichte Sommerlektüre vermutet, jedoch eine ganz andere Geschichte gefunden.

    "Seit Kindheitstagen reist Judith in das Sommerquartier ihrer Familie im Médoc. Der Atlantik, die Wälder und Seen hinter den Dünen - der August verhieß einst endlose Wochen gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester und Natascha, dem Mädchen aus dem Nachbarhaus. Das Schicksal zerbrach die besondere Freundschaft, die Heranwachsenden verloren sich aus den Augen.

    Heute bewohnt Judith, mittlerweile eine erfolgreiche Bildhauerin, mit Robert, den beiden Töchtern und ihrer Mutter das Quartier. der Verkauf des leer stehenden Nachbarhauses scheint Robert Gelegenheit, die beengten Räumlichkeiten zu erweitern. In Judith jedoch rühren jene vier Wände mit ihren Geschichten an lang Vergangenem. Als Natascha unvermittelt in Begleitung ihres Mannes eintrifft, kehren all die Erinnerungen, denen Judith seit jenem Sommer vor vierzig Jahren zu entkommen versucht, jäh zurück." (Quelle: Klappentext des Verlages)

    Meine Meinung:

    Die Themen des Romans sind vielfältig: Sie führen über Kunst und Bildhauerei, Freundschaft, Loyalität und Liebe bis hin zu Unaufrichtigkeit, Trauma, Schuld und Lügengeflechte innerhalb einer Familie, die jedes Jahr im Sommer ihren Urlaub an der Atlantikküste verbringt, die atmosphärisch sehr gut von der Autorin beschrieben wird (mich allerdings auch betroffen machte, da genau in der Zeit, in der ich diesen Roman las, verheerende Waldbrände in besagter Gegend aufflammten, die allerdings in den 70er und 80er Jahren wohl nicht vermutet werden konnten.

    Ich fand diesen Roman, auch wenn er eine gewisse Tiefe besitzt und "zwischen den Zeilen" vieles zu lesen ist, recht anstrengend zu lesen, da ein roter Faden sehr lange fehlte - ebenso wie die Spannung; das Romanende fand ich ziemlich verstörend; von leichter Sommerlektüre also eher keine Rede.

    Ein weiteres Problem bestand darin, dass ich keinen wirklichen Zugang zu den Figuren fand; Oda (die Mutter von Judith, der Hauptprotagonistin) gar selbstsüchtig, auf sich bezogen, dominant gegenüber dem sanften Vater, dessen "Dichterjacke" noch nach seinem tragischen Tod am Nagel hing und demzufolge die Tochter-Mutter-Beziehung sehr schwierig war. Gegen Ende des Romans lösen sich dann manche Fragen, die mit dem jähen Ende einer tiefen, aufrichtigen Freundschaft zwischen Judith und Natascha zu tun haben und bedauernd kann man nur zu Notiz nehmen, wohin unaufgelöste Traumata führen können, wenn es Jahrzehnte dauert, die Wahrheit zu sagen. Andere von Schuld zu befreien, die gar nicht die Schuldigen sind, sich jedoch stets so gefühlt haben, dass sie dieses Kapitel stets weggeschoben haben.

    Leider blieben mir die Protagonisten eher fremd, die zeitlichen Sprünge machten das Lesen eher anstrengend denn aufklärend und die ganz am Ende aufkommende Spannung konnte den Roman für mich auch nicht mehr retten, manches blieb auch lückenhaft. Bei "Sommerrauschen" handelt es sich um einen (für mich eher schwer verdaulichen) Beziehungs- und Familienroman, dessen Inhalt mich eher verstört denn begeistert hat. Dem jedoch sicher ein gewisser Wahrheitsgehalt (wie sich Menschen verhalten können) zugrunde liegt. Von mir knappe 3*

    3ratten

  • Was hört ihr gerade?

    • Sagota
    • 7. August 2026 um 23:52

    Vorleser

    Ich mag vor allem die frühen Romane von ihr am liebsten. "Die Champagnerkönigin" (in meiner "Bagage" mit Abstand meine älteste Schwester, die nie ein Glas Crément ablehnen konnte ^^ und das zu jeder Tageszeit) fehlt mir tatsächlich noch in der "Jahrhundertwind" Sammlung (Trilogie).

    "Solang die Welt noch schläft" gefiel mir besonders gut.

  • Neven Subotić/Sonja Hartwig - Alles geben: Warum der Weg zu einer gerechteren Welt bei uns selbst anfängt

    • Sagota
    • 7. August 2026 um 23:47

    Auf jeden Fall hat er meinen Respekt durch sein soziales Engagement. Das könnte man sich öfter wünschen von den Mio. verdienenden Fußball- und Tennisprofis dieser Welt!

  • Kondolenzbuch

    • Sagota
    • 2. August 2026 um 23:35
    Zitat von thomas_b

    Interessant. Das hat meine Oma auch gesagt, und die stammte aus Schlesien. Scheint also weit verbreitet.

    Das wiederum finde ich interessant (und wusste ich nicht, meine Vorfahren kamen wohl überwiegend aus dem Saarland und Hessen)

  • Kondolenzbuch

    • Sagota
    • 2. August 2026 um 23:30

    Mir geht es wie Bluebell - sie steht auf meiner Leseliste (vor allem "Die Bagage" - die hat ja jeder (oder gehabt, wie in meinem Falle) und hier in Grenznähe zu Frankreich sagt man durchaus auch "die ganz Bagage", wenn die Familie gemeint ist) - und das wird auch so bleiben. Ein Sturz ist ein tragisches Ende eines Lebens, finde ich - möge die Autorin in Frieden ruhen. Ihre Werke bleiben auf meiner Leseliste.

  • Peter Grainger - Ein unglücklicher Tod

    • Sagota
    • 24. Juli 2026 um 18:36

    Da meine Lebenszeit begrenzt ist (ebenso wie die Lesezeit, aber noch stärker :saint:) und ich im Englischen nicht so flüssig lesen kann wie in meiner Muttersprache, bevorzuge ich dann die Übersetzungen.

    Allerdings.... - wenn Bd. 17 in GB bereits publiziert wurde, heißt das (für mich) nicht automatisch, dass ALLE Bände dieser DC Smith-Reihe übersetzt werden: Bei Elly Griffiths (und die liebe ich sehr, diese Krimis) war nach Bd. 8 Schluss - zu meinem Entsetzen, denn in der Ruth Galloway-Reihe im englischen Original gibt es zahlreiche mehr:

    Für den Verlag wohl nur lukrativ, wenn die Verkaufszahlen auch ja stimmen (auf KrimileserInnen wird da wenig Rücksicht genommen ;()

  • Margaret Fay Shaw - From the Alleghenies to the Hebrides

    • Sagota
    • 21. Juli 2026 um 14:38

    Ja, Kirsten 'Runrig' kenne ich auch, allerdings noch nicht so sehr lange... - Der Sound von ALBA war reiner Folk, RUNRIG ist eher eine Folk-Rock-Band (mag ich aber auch sehr ;)).

    Hast Du zufällig mal was von "Clannad" gehört? Sind zwar IrInnen, aber ich mag ihre Songs auch unglaublich gerne (besonders die Stimme der Harfenistin). Mal unplugged in Wiesbaden gehört - vor laaaaanger Zeit :saint:

  • Peter Grainger - Ein unglücklicher Tod

    • Sagota
    • 21. Juli 2026 um 14:13

    Eigentlich nicht, bibse

    Die nächsten zwei Bände bzw. Fälle für DC Smith sind bei diogenes schon eingeplant bzw. werden wohl auf jeden Fall veröffentlicht. Es gab noch Luft nach oben ;)

  • Margaret Fay Shaw - From the Alleghenies to the Hebrides

    • Sagota
    • 20. Juli 2026 um 17:45

    Kirsten

    Ich habe neulich mal wieder "ALBA" gehört (eine Band aus den 70ern, die hier im Barrelhouse (das es auch nicht mehr gibt, ebenso wie die schottische Band) - Beim Konzert hatten ich und mein Bruder die LP erworben (die z.B. eine Rundfunkanstalt nicht spielen kann, da sie nirgends in einem Archiv ist - anders als z.B. The Chieftaines...) und ich <3 die Musik und auch die Stimmen von ALBA....

    Bin froh, dass wir damals das Vermächtnis dieser tollen (für mich die beste) Folkband kauften ;) und muss sie mal digitalisieren (lassen).

  • Katharina Seiser - Gut bei Hitze

    • Sagota
    • 20. Juli 2026 um 17:41
    Zitat von Valentine

    Taboulé gibt's hier auch gerne mal mit Hirse als Grundlage, auch sehr lecker :)

    Bei uns ist die Grundlage auch eher Couscous (Bulgur mag ich persönlich nicht soooo gerne, Couscous hingegen schon :saint:

  • Peter Grainger - Ein unglücklicher Tod

    • Sagota
    • 20. Juli 2026 um 17:27

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links

    Was geschah nach der Biegung des Flusses?

    Der britische Autor Peter Grainger hat mit "Ein unglücklicher Tod" eine neue Krimireihe gestartet, die bei Diogenes (2026, 271 S., tb) verlegt wird - und zu meiner Freude bereits im September mit dem 2. Fall für DC Smith weitergehen wird...

    Es handelt sich um einen klassischen Kriminalroman, der spannend und interessant zu lesen ist; mit einem sympathischen Ermittlerteam und einem Fall, der einen politischen Hintergrund aufweist.

    Einige Jugendliche feiern am Fluss, wobei Alkohol und Drogen im Spiel sind. Wayne Fletcher, ein sehr guter Schwimmer, wird übermütig und will einen vorbeiziehenden Kanuten einholen: Seine Freunde sehen ihn letztmals lebend, bevor der Fluss eine Biegung macht. Sie können ihn nirgends entdecken und alarmieren die Polizei: Ein Polizeitaucher entdeckt die Leiche des Jungen im Gestrüpp unweit des Ufers - sie weist eine Verletzung am Kopf auf und Druckspuren am Oberkörper, wie die Obduktion später ergibt (bei genauerem Hinsehen).

    DC David Smith, der geduldete Dinosaurier, der viel Erfahrung hat und noch immer effizient ermittelt, findet den Fall, der als Unfalltod eingestuft wurde, nach kurzer Auszeit auf seinem Schreibtisch. Er ist der unkonventionellste, beste, aber auch schwierigste Polizist im CID Kings Lake. Seine Vorgesetzte DI Alison Reeve hält große Stücke auf ihn und auch sie wird ob der gefundenen Verletzungsspuren am Kopf des Jungen hellhörig: War es ein Unfall oder war es Mord?

    Nun beginnt die Ermittlungsarbeit, die großen Raum im Début einnimmt und bei der ich mir einen etwas höheren Spannungsbogen gewünscht hätte. Unterstützt wird DS Smith von Chris Waters, einem Neuling und Sohn eines Ex-Kollegen, der sich als sehr klug und wendig erweisen sollte (besonders in IT-Sachen Smith voraus ist). Das Vierer-Team befragt Leute im Flussverlauf und der Versuch, den unbekannten Kanuten zu ermitteln, bleibt lange Zeit ohne Erfolg. Bis sich durch ein Anwesen, das einem Ex-Militärattaché gehört, doch Spuren finden lassen, die mit der Aussage des Schleusenwärters, es könne sich evtl. um einen Osteuropäer handeln, übereinstimmen. Doch wo ist der mysteriöse Kanut abgeblieben?

    Ab jetzt wird es wirklich spannend, da die Auflösung des Falls auf ein Verbrechen in die 1990er Jahre hinweist; dort liegt der Schlüssel zur Aufklärung, vermuten nicht nur DS Smith und Waters....

    Die Auflösung ist stimmig und der Schluss optimistisch, was die weitere Entwicklung von Chris Waters angeht; auch ein paar private Seiten des sympathischen Ermittlers Smith, der vor Kurzem seine Frau Shila verloren und seine Ermittlungs-Routinen hat, der früher mit ihr gemeinsam gerne auf dem Campingplatz in seinem Caravan seine Freizeit verbrachte und auch musikalisch ist, werden verraten und wie sehr seine Freunde ihn dort vermissen (auch auf der Bühne). Da ich klassische Kriminalromane gerne lese und sicher bin, dass sich der Spannungsbogen in den nächsten beiden Diogenes-Veröffentlichungen durchaus noch steigern könnte, freue ich mich auf diese bereits jetzt und gebe dem Début gute 4 *.

    4ratten

  • Katharina Seiser - Gut bei Hitze

    • Sagota
    • 17. Juli 2026 um 18:40

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links

    Erfrischende und leichte (Hoch)-sommerrezepte!

    Was früher "Sommer" genannt wurde, ist (besonders hier im SW der Republik, aber auch anderswo) seit 2019 in "Heißzeiten" übergegangen, was meine Vorfreude auf diese (eigentlich sehr schöne) Jahreszeit seit 2019 reichlich trübt. Dank des menschengemachten Klimawandels mit Temperaturen bis über 40°C hierzulande - früher eher in den mediterranen Bereich verortet - macht hierzulande Hitze träge und schlapp; eine Herausforderung und große Belastung für den Körper und auch den Geist.

    Hier setzt dieses geniale Kochbuch an und versucht, mit 'leicht Bekömmlichem', das dennoch gut schmeckt, wohltuend ist, den Körper nicht belastet, voll mit saftiger Frische ist und trotz der Affenhitze den Appetit anregt: Mit diesen Sommerrezepten kommt die Wiener Bestseller-Autorin Katharina Seiser gerade richtig: Sie liefert hier eine Rezeptsammlung, die sich sehen lassen kann (tolle Fotos!), die Körper und Geist erfrischen, schmecken und satt machen, vielseitig und alltagstauglich sind sowie 'gut zu finden'; dank dem Register im Anhang und der thematischen Gliederung in

    - zum Trinken (duftig, frisch & säuerlich)

    - Kaltes (knackig, saftig & farbenfroh)

    - Warmes (schnell, wohltuend & voller Geschmack)

    - Süßes ((eiskalt, fruchtig & unkompliziert).

    Zu unseren Favoriten zählen z.B. Earl-Grey-Eistee mit Pfirsich; Polnische Rote-Rüben-Kaltschale, Wassermelonensalat, Caprese (mein Lieblingsklassiker), Taboulé - allerdings auch gerne mit Couscous statt mit Bulgur; Pasta mit Zucchini und Zitrone und das Ofen-Ratatouille. Als Fan von "Grie Sooß" (28 Jahre Hessen^^) werde ich das Rezept "Wiener Grüne Soße mit Frühkartoffeln und Ei" noch ausprobieren und eine Zuppa Viennese hinterher wäre auch im (Sommer)programm noch fällig.

    Aus der vielfältigen Auswahl der Sommerrezepte (über 2/3 vegetarisch bzw. vegan) ist sicher für jeden etwas dabei: Gut erklärt und beschrieben, wirklich alltagstauglich und lecker beschert dieses außergewöhnliche Kochbuch einen Kanon voller leckerer Rezepte und Ideen, besser durch die Hitze(wellen) und Heißzeiten zu kommen und dadurch seiner eigenen Gesundheit Gutes zu tun! Von mir gibt es eine absolute Empfehlung und 5*.


    5ratten

  • Tipps für vegane Kochbücher gesucht

    • Sagota
    • 17. Juli 2026 um 18:22

    Von Katharina Seiser kann ich dir bzgl. Sommerrezepten (zwei Drittel vegetarische und auch vegane Rezepte dabei) dieses hier auch sehr empfehlen:

    "Gut bei Hitze"

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links

  • Sathnam Sanghera - Tonight the Music seems so loud

    • Sagota
    • 7. Juli 2026 um 00:30

    George Michael habe ich in den späten 70ern und 80ern sehr gerne und oft gehört - und mag seine Musik (und seine Stimme) noch heute :saint:

    Eine interessante Rezi, liebe Kirsten - vielen Dank dafür!

  • Monatsrunde Juli - Die Bücherkette

    • Sagota
    • 29. Juni 2026 um 00:58
    Zitat von Vorleser

    Es ist zu spät m Abend, und viel zu heiß, ich habe nichts verstanden, Das muss ich mir demnächst noch mal in Ruhe durchlesen.

    diesem statement kann ich mich nur anschließen hier im SW ;)

  • Tracy Chevalier - Zwei bemerkenswerte Frauen/Remarkable Creatures

    • Sagota
    • 23. Juni 2026 um 01:46

    Valentine

    Er ist wohl (soweit ich mich erinnere, das gelesen zu haben) an dem Roman orientiert....

  • Tracy Chevalier - Zwei bemerkenswerte Frauen/Remarkable Creatures

    • Sagota
    • 22. Juni 2026 um 00:37

    Valentine

    "Ammonite" von 2021 Hier ist der Trailer:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • Tracy Chevalier - Zwei bemerkenswerte Frauen/Remarkable Creatures

    • Sagota
    • 20. Juni 2026 um 23:17

    Ich kenne die Verfilmung des Buches - hat mir auch gut gefallen (besonders die Fossilien und die Verflechtungen der beiden Frauen). Gut dargestellt auch im Film!

  • Ferdinand Saalbach - Wie ich mit Steinen im Rucksack um die Welt rannte

    • Sagota
    • 15. Juni 2026 um 23:00

    Unser (und besonders mein) Motto in Sachen Reisen ist: "Reisen mit leichtem Gepäck" ^^

  • Annie Bertram - GesternWelten

    • Sagota
    • 14. Juni 2026 um 18:14

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links

    Von der Ästhetik der Vergänglichkeit

    "GesternWelten" von Annie Bertram ist bereits der zweite faszinierende Fotoband der sehr talentierten jungen Kunstfotografin und Autorin mit dem ihr eigenen 'fotografischen Blick'. Mit der "Schönheit des Verfalls" und dem Betreten von "GesternWelten" - sog. Lost Places, verbindet sich für mich das Erleben einer spürbaren, längst vergangenen Geschichte.

    Staub und bröckelnde Stuckdecken, abblätternde Tapeten und viel Staub regen die Fantasie und das Kopfkino an: Was, wenn diese Wände sprechen könnten? Was hat dieses Haus, dieses Schloss, diese Abtei, dieses Kloster wohl zu Blütezeiten wohl erlebt?

    Diese magischen Augenblicke haben zuweilen etwas Bezauberndes, auch Gegensätzliches zu unserer realen Welt, finde ich und würde mich am liebsten an die Ort des Geschehens (und des Verfalls), den Annie hier in diesem prächtigen Foto-Bildband sehr gelungen präsentiert, auf Zeitreise begeben.... So geht es wohl jedem, der dieses außergewöhnlich schöne Buch mit den wundervollen und atmosphärischen Fotografien betrachtet: Sie sind magisch und morbide zugleich; bei einigen zeigt sich gar ein leichter 'Gruselfaktor'.

    Auffallend war für mich, dass es gar nicht ungefährlich und oft verboten ist, verfallende Gebäude zu betreten und die Autorin (zu den Recherchen, die sie ebenfalls machte) musste sicher das ein oder andere Einverständnis einholen, die diesen unglaublichen und detaillierten Fotos zugrundeliegen.

    So bekommt man als Leser Einblicke (in recht großem Format, was das Staunen und Betrachten noch intensiviert) in die Villa dei Geologi in Italien, die Villa Paradiso, einer Residenz in Portugal ganz im Jugendstil, der "Quinta da Vinha", einem "Portal da Vinho", das einer portugiesischen Winzerfamilie gehörte und seit Jahrzehnten leersteht, da es nicht mehr bewirtschaftet wird; beeindruckt schaut man ins verwunschen wirkende "Casa Azul" und wirft erstaunte Blicke in ein Märchenschloss im maurischen Stil: Der "Rocchetta Mattei", das ein italienischer Wunderheiler, der zuletzt merkwürdige Züge zu tragen schien, sich bauen ließ, um dort seine Patienten zu empfangen - die Kapelle erinnerte mich ein wenig an Escher. Es reihen sich weitere, teils unwirklich anmutende Orte ein, die früher Andachten gewidmet waren: Die italienische Kapelle auf den Orkney Inseln, einst von Kriegsgefangenen gebaut, steht noch immer. Wracks wie ein Küstentanker, der einmal als Blockschiff im WWII diente und Schiffe der isländischen Walfangflotte sind ebenso zu bestaunen wie ein "Ankerfriedhof" in Portugal.

    Fazit:

    Die kunstvollen Fotos im Großformat dieser "GesternWelten" entführen wie Fenster in die Vergangenheit: Der Anblick und das Durchwandern schaltet das Kopfkino an, konfrontiert uns aber auch auf friedliche Art und Weise mit Vergänglichkeit und der eigenen Endlichkeit. Alte Häuser, auch verfallene, besitzen eine Geschichte, die glatte und perfekte (oft hässliche) Neubauten nicht haben; diese Geschichten "blitzen" hinter und in den Bildern hervor, die von Annie Bertram wie eingefrorene Zeitkapseln fotografisch gelungen eingefangen wurden. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich für Lost Places und damit verbundene Themen interessieren (oder es noch wollen). Von mir gibt es begeisterte 5*.

    5ratten


*Affiliate-Weiterleitung

Ungelesene Themen

  • Jennifer Segebrecht - Muttertage

    Kirsten 12. August 2026 um 22:55
  • Was hört ihr gerade?

    Saltanah 12. August 2026 um 21:44
  • Monatsrunde August 2026 - Noblesse Oblige

    Vorleser 12. August 2026 um 20:28
  • Delphine de Vigan - Die Kinder sind Könige

    Vorleser 12. August 2026 um 17:59
  • Caren Benedikt - Schlosshotel Fuschl

    Lerchie 12. August 2026 um 14:51

Letzte Themen

  • Jennifer Segebrecht - Muttertage

    Kirsten 12. August 2026 um 22:55
  • Was hört ihr gerade?

    Saltanah 12. August 2026 um 21:44
  • Monatsrunde August 2026 - Noblesse Oblige

    Vorleser 12. August 2026 um 20:28
  • Delphine de Vigan - Die Kinder sind Könige

    Vorleser 12. August 2026 um 17:59
  • Caren Benedikt - Schlosshotel Fuschl

    Lerchie 12. August 2026 um 14:51

Unterstützen

Unterstütze die Community mit einem kleinen Beitrag für mehr literarische Vielfalt.

Das kostet manchmal viel Geld für sichere Software, technische Ausrüstung, Lizenzen.

Regelmäßige Ausgaben:

Managed Server 37,96 EUR / Monat
Lizenzen 120,00 EUR / Jahr
Layouts, Plugins ca. 50 - 60 EUR / Jahr

Das sind gerundet ca. 50 - 60 EUR pro Monat.

Dein kleiner Beitrag hilft, die Community am Leben zu erhalten. Danke! <3

Wir sind schon mit dabei!

Lieber kein Geld spenden? Dann wirf doch einen Blick in Suses Amazonwunschliste

Spenden-Ziel

85.49%

85.49%(615.5€ von 720€) für das Jahr 2026

Jetzt spenden
  1. Hilfe zum Forum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Kontakt
  4. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.23