Beiträge von Zank


    Mich hat das mit dem Merkzettel auch gestört (tut es vom Prinzip her noch immer), aber seitdem ich zusätzlich bei der Hamburger Onleihe bin, geht es, vor allem weil dort viel mehr Exemplare da sind, so dass ich selten was nicht gleich ausleichen kann.


    Bei mir sammelt sich da so viel an, weil ich gerne die Neuzugangslisten durchschaue. Und wenn eben 10 interessante Titel neu gekauft wurden, dann müssen mindestens 9 erstmal auf den Merkzettel wandern :zwinker:


    Ich finde es auch ärgerlich. Die Sortierfunktion ist ja schön und gut (noch besser würde sie mir allerdings gefallen, wenn sie gleich von vornherein nach Verfügbarkeit sortiert wären, aber was soll es), aber hundert Titel sind wirklich ganz schön wenig!
    Das mag erst einmal nach viel klingen, ist es aber nicht.


    Jep. Zuerst dachte ich auch: 100 Titel, das reicht doch. Und inzwischen nutze ich mehrere Onleihen und habe die Merkzettel voll :breitgrins:
    Aber so schaue ich wenigstens ab und zu mal durch und lösche Titel, die ich doch nicht unbedingt lesen muss. Wobei ich trotzdem hoffe, dass die Beschränkung irgendwann wieder aufgehoben wird... ich habe von Leuten gehört, die früher über 500 Titel auf dem Merkzettel hatten.


    Nachtteil des tollen Angebots in Hamburg: Meine Merkliste ist voll. Die einhundert Titel waren schnell erreicht. :breitgrins:


    Das liegt leider nicht an Hamburg, sondern ist momentan für alle Onleihen auf 100 Titel pro Merkzettel begrenzt.
    Ich finde es auch sehr ärgerlich, vor allem weil früher der Merkzettel unbegrenzt war. Geändert wurde das, als die Sortierfunktion eingeführt wurde.

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    Autor: Christoph Schmitz
    Titel: Flüchten und fliegen
    Verlag: Boje
    Seiten: 221 S.


    Klappentext:
    Köln im Jahr 2049. Längst herrschen neue Gesetze in der Stadt am Rhein. Den Kölner Dom gibt es zwar noch - und doch ist alles anders. Nur wenige Auserwählte wie Anton und Milena haben das Glück, in einem der Dom-Türme zu leben - und doch schweben sie in Lebensgefahr. Denn wer auserwählt ist, wird unerbittlich gejagt. Eine Bande ist Anton und Milena im Auftrag der Stadt auf den Fersen, in einem Spiel um Macht, Liebe und den Erhalt eines der letzten großen Bauwerke der Menschheit. Ein packender Zukunftsroman!


    Meine Meinung:
    Das Jugendbuch von Christopher Schmitz spielt im Köln der Zukunft. Anton und seine Eltern werden in die im Kölner Dom lebende Gemeinschaft aufgenommen und Anton erlebt dort ein großes Abenteuer…. Soweit die Ankündigung.


    Zuerst muss ich sagen, dass ich das Buch optisch einfach toll finde. Das Cover mit dem Dom wirkt durch die Farbgebung tatsächlich futuristisch und macht gleichzeitig direkt auf den Bezug zu Köln aufmerksam. Das Hardcover-Buch ist gut gebunden und die Domskizzen auf der Coverinnenseite verstärken den hochwertigen Eindruck.


    Umso enttäuschter war ich dann leider von dem Inhalt des Buches. Statt eines spannenden Jugend-Dystopien-Romans erwartet mich… nun ja, eine Aneinanderreihung von einzelnen Szenen, die willkürlich wirkt und bei der die einzelnen Szenen kaum Relevanz und Bezug zueinander haben. Außerdem werden immer wieder Stichwörter eingestreut, die dann nicht weiter erläutert werden (z.B. werden verschiedene Werkzeug aufgelistet, ohne zu erklären, wofür diese da sind: „Stahlfäustel, Holzknüpfel, Druckluftmeißel.“ (S.54)).


    Auch die Handlungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar. Wieso zeigt Milena dem Neuankömmling Anton direkt ihr Geheimversteck, wenn keiner ihrer anderen Freude dieses kennt? Wieso kümmert sich der wichtige Dombaumeister, das Oberhaupt der Gemeinschaft, ständig persönlich um Anton, den Sohn der neuen Angestellten? Wieso hat Anton so oft Migräneanfälle? Warum stottert Anton von einer auf die andere Szene plötzlich nicht mehr? Und wieso bringt der Stadtpräsident zur 4-Augen-Besprechung mit dem Dombaumeister nicht nur seinen 13-jährigen Sohn, sondern auch noch dessen gesamte Clique mit (die zuuufällig die Feinde von Anton sind)? …


    Leider erfährt man auch kaum etwas über das Leben in dieser Zukunftsvision insgesamt. Warum gibt es im Dom eine eigene Gemeinschaft? Wie sieht das Leben draußen aus und wie unterscheidet es sich von heute? Offenbar gab es weder eine Katastrophe noch Kriege oder ähnliches.


    Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig, da er vor allem zum Beginn aus kurzen „Sätzen“ bestand, die diese Bezeichnung teilweise nicht verdient haben (z.B. „Noch wenige Meter und er hatten den Südturm erreicht und konnte sich in Sicherheit bringen. Dort, wo er jetzt wohnte. Wo er gestern Abend eingezogen war, zusammen mit seinen Eltern.“ (S.11))


    Erst im letzten Drittel des Buches entwickelt sich tatsächlich eine Art Handlung, die für 10-Jährige vielleicht spannend sein könnte, die jedoch für mich sehr vorhersehbar war. Leider trotz der tollen Aufmachung kein Buch, dass ich guten Gewissens weiterempfehlen könnte.
    1ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Klingt grundsätzlich nicht schlecht, aber für mich wären 120 Euro im Jahr einfach zu viel Geld dafür.
    Da schalte ich lieber das Radio an, höre Musik über Youtube, Clipfish etc., kaufe mir ab und an mal eine CD und nutze für die Hörbücher die Onleihe.
    Auch dort gibt es ganz viele Hörbücher und das sogar für 0-30 Euro im Jahr (je nach Jahresgebühr der Bibliothek). :zwinker:
    Allerdings natürlich keine Musik und die Übertragung funktioniert nur auf DRM10-fähige Wiedergabegeräte.

    Auf diese Testleseraktion habe ich mich auch schon besonders gefreut.
    In den letzten Monaten habe ich zwei Bücher von Arno Strobel gelesen und fand sie beide sehr spannend.
    Außerdem bin ich eine leidenschaftliche Castingshow-Schauerin ( :redface: ) und würde mich wahnsinnig freuen, ein Buch zu lesen, dass dort anknüpft.


    Meine Rezi würde hier im Forum, auf der Literaturschock-Hauptseite und bei Amazon erscheinen.


    Edit: Habe jetzt auch einen Account bei Thalia.de, die Rezi würde also auch dort erscheinen :winken:

    Meine Meinung:
    Zwei Nachbarinnen, die sich anfreunden; eine die klammert und die andere immer mehr verehrt. Eine Nachbarschaft voller Intrigen und Gerüchten.
    Gillian Whites Roman erzählt auf fesselnde Art und Weise eine Geschichte von Obsessionen und Eskalationen.
    Jennie und Martha leben direkt nebeneinander, beide haben einen Mann und im Laufe der Geschichte auch Kinder. Und beide haben ihre eigenen Probleme.
    Die Kapitel sind abwechselnd aus der Perspektive der zwei Hauptfiguren Jennie und Martha erzählt, so dass man beide Sichtweisen der Situationen kennenlernt. Besonders gut gelungen, fand ich, dass immer der letzte Satz des Kapitels als erster Satz des nächsten Kapitels aufgegriffen wurde. Das machte deutlich, dass trotz aller Probleme und allen Hasses die beiden Frauen trotzdem ähnlich dachten.
    Bereits im Prolog wird verraten, wie das Buch enden wird, was zwar zum einen ein wenig Spannung herausnimmt, zum anderen jedoch gerade dadurch Spannung aufbaut, da man erfahren will, wie es so weit kommen konnte. Das letzte Kapitel greift dann den Prolog auf, lässt den Leser jedoch mit einem großen Fragezeichen zurück. Das Buch ist also eher etwas für Leser, die sich am Ende gerne eigene Gedanken machen und die keine komplette aufgelöste Geschichte erwarten.
    In den Anmerkungen der Autorin am Schluss wird angedeutet, dass das Buch auf einer wahren Begebenheit beruht. Leider konnte ich nirgends mehr dazu finden, was schade ist, weil mich schon interessiert hätte, wie die echte Geschichte dahinter ausgesehen hat.
    4ratten

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    Titel: Schwarzfall
    Autor: Peter Schwindt


    Inhaltsangabe:
    Ein kurzes Flackern kündigt die Katastrophe an: Plötzlich geht gar nichts mehr – weder Licht noch Telefon, weder Kühlschränke noch Klimaanlagen. Weder Bankautomaten noch Fahrstühle, weder Benzinpumpen noch Straßenbeleuchtung oder Ampeln. Die ersten Versorgungsengpässe sind eine Frage von Stunden – und in den Vorstädten brechen plötzlich Unruhen aus.


    Meine Meinung:
    Endzeitstimmung in Frankfurt am Main: Ausgelöst durch eine Hitzewelle führen die Flüsse nicht mehr genug Wasser, um Kraftwerke betreiben und kühlen zu können. Immer mehr werden abgeschaltet, die übrigen überlasten die Stromleitungen, so dass es zum Totalausfall kommt.
    Anhang von 3 Geschichten erzählt der Autor, wie sich das Leben nach einem Stromausfall entwickeln könnte: Jessie, Patrick und ihr Sohn Marvin - eine typische junge Unterschichtenfamilie; Harald und Claudia mit ihren zwei Söhne - er ist Oberstufenlehrer und sie haben massive Eheprobleme; und schließlich Katharina, eine Ärztin, die sich nebenbei um ihre demente Mutter kümmert.
    Die Namen der Personen sind sehr klischeehaft gewählt, man weiß sofort, in welchem Milieu man sich gerade befindet und auch die Geschichten wirken teilweise sehr stereotypisch. Durch seine Kürze (282 Seiten) kratzt das Buch nur oberflächlich an dem auf dem Klappentext angekündigten Thema. Unruhen und Plünderungen kommen eher am Rande vor. Trotzdem ist es interessant, die Geschichten der Protagonisten zu verfolgen. Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass die 3 Stränge an verschiedenen Punkten miteinander verknüpft sind.
    3ratten

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    Titel: Zauber deiner Sehnsucht
    Autor: Sasha Lord


    Inhaltsangabe:
    Brogan OBannon ist nach Schottland zurückgekehrt, um sein väterliches Erbe einzufordern. Dort trifft er auf die stolze Matalia McTaver, die eine einmalige Chance wittert. Als sie Brogan im Wald ihrer Vorfahren begegnet, fühlt sie sich sogleich von seinem männlichen Charme angezogen. Einen Mann zum Heiraten möchte sie zwar nicht, aber was spricht dagegen, die süßen Früchte der Liebe ohne das Eheversprechen zu genießen? Doch ihr Experiment gerät außer Kontrolle, denn Brogan zeigt ihr weit süßere Früchte, als sie sich hätte träumen lassen ...


    Meine Meinung:
    Jep, das Cover und der Klappentext verraten schon alles. Ich wollte herausfinden, ob in einem solchen Buch mehr stecken kann, als man auf den ersten Blick vermutet. Allerdings wurden meine Vorurteile voll und ganz bestätigt.
    Die Geschichte ist so simpel konstruiert, dass man immer schon vorher wusste, wie es weitergehen wird und was als nächstes passiert.
    Brogan und Matalia treffen sich auf der 8. Textseite. Auf der 10. Textseite schlägt er vor, miteinander zu schlafen. Warum auch nicht? Sie will aber nicht. Dann will sie, er aber nicht. Dann er, sie zögert aber... Und dann passiert es natürlich doch. Immer wieder.
    Ach ja, nebenbei gibt es natürlich auch etwas Handlung: Er will Herrscher werden, sein Zwillingsbruder aber auch. Sie hassen sich, aber weil sie Brüder sind, mögen sie sich tief in ihren Herzen doch. Und Matalia hasst Brogan, weil sie ihn heiraten musste, nachdem ihre Eltern sie mit ihm im Bett erwischt haben, aber weil er so ein toller Typ ist, mag sie in tief in ihrem Herzen doch. Und sein Vater hatte seine Mutter verbannt, weil er dachte, sie habe ihn betrogen und deshalb hasste er sie, aber tief in seinem Herzen spürt er, dass sie ihn doch nicht betrogen hat und mag sie immer noch...
    Inhaltlich ist das Buch also kurz gesagt ein Fall für die Tonne. Der Schreibstil der Autorin wirkt deshalb überraschend angenehm, so dass ich das Buch doch ganz gut durchlesen konnte.
    Dafür gibt es 2ratten

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    Titel: Die Romanleserin
    Autor: Pearl Abraham


    Inhaltsangabe:
    Bücher sind Rachels Leidenschaft, doch die Dreizehnjährige wächst in einer orthodoxen jüdischen Familie vor den Toren New Yorks auf. Das heißt: keine vermeintlich falsche Lektüre. Keine falschen Freunde. Keine falschen Träume von einem Leben jenseits der traditionellen Frauenrolle. Im Hause der Benjamins darf nur jiddisch gesprochen werden, nicht-koscheres Essen ist verpönt und jeglicher Kontakt zur goi-Welt streng reglementiert. Rachels Vater, ein unbedeutender Rabbi, der von einer eigenen Synagoge träumt, überlässt die Erziehung der sieben Kinder der Mutter, die stur an der traditionellen Frauenrolle festhält. Mit eiserner Hand wacht sie über das Benehmen ihrer ältesten Tochter. Doch der aufgeweckten Rachel fällt es schwer, sich unterzuordnen, und je älter sie wird, desto offener wird ihre Rebellion. Bald ist sie in ihrem Viertel bei den chassidischen Müttern als „modernes“ Mädchen verschrien, das als brave Schwiegertochter nicht mehr in Frage kommt. Aber Rachel wünscht sich sowieso eine ganz andere Zukunft. Sie möchte alle Fesseln abstreifen und ihr eigenes Leben beginnen.


    Meine Meinung:
    Das Buch erzählt von dem Leben einer 13-Jährigen, die in einer sehr religösen, jüdischen Familie aufwächst. Da die Autorin selbst dieser Glaubensgemeinschaft angehört, steckt vermutlich auch einiges von ihren eigenen Erlebnissen in dem Buch. Die Hauptfigur Rachel mag die Kleidungsvorschriften nicht und lässt sie trotz des Geredes in der Nachbarschaft zur Rettungsschwimmerin ausbilden. Außerdem liest sie gerne englische Bücher.
    Der Roman ist angenehm geschrieben, aus der Perspektive von Rachel, so dass man auch ihre Gedankengegänge erfährt und nachvollziehen kann. Leider passiert nicht besonders viel in dem Buch - ihre Eltern sind immer erst einmal gegen alles, Mutter etwas mehr als Vater und irgendwie lassen sie ihr dennoch sehr viel durchgehen und einigen sich auf Kompromisse. Rachels 6 Geschwister (mit Ausnahme von einer Schwester, die ihr ) tauchen eher am Rande auf.
    Vor allem das Ende hat mich etwas enttäuscht, da ich auf eine Auflösung der Situation in die eine oder andere Richtung gewartet hat und dann irgendwie das Gefühl bekam, mitten in der Geschichte stehen gelassen zu werden.
    Ein Jugendbuch, das einen kleinen Einblick in das religöse Leben geben kann und für Leser geeignet ist, die gerne Bücher aus dem Bereich "Erfahrungen" lesen (sprich: Romane, die so tun, als wären sie Biografien). Leider ohne eine tiefere Nachricht oder "Moral von der Geschicht'".
    Von mir gibt es 2ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Aufmachung des Buches:
    Das Cover ist relativ schlicht gehalten und deutet schon auf die im Klappentext erwähnten Menschenversuche hin. Es passt zum Inhalt und macht neugierig. Die Kapitel haben eine schöne Länge und werden jeweils durch ein Zitat aus dem Kapitel selbst eingeleitet - ungewohnt, sollten sie als störend empfunden werden, kann man sie einfach überlesen.


    Thema:
    Eine Mordserie, über ganz Deutschland verteilt, ist ein Fall für die Ermittler des BKA. Eine Organisation namens New Horizon, die verspricht, das Leben von Menschen zu ändern, gerät dabei in das Visier der Fahnder. Und dann kommt heraus, dass früher mal ein Projekt mit Menschenversuchen ins Leben gerufen wurde, um den perfekten Killer zu erschaffen. Wie hängt das alles zusammen?
    Ein spannender Aufhänger für ein Buch, vor allem wenn man aus dem Nachwort erfährt, dass es ein solches Projekt wohl tatsächlich gegeben hat. Leider verrät der Klappentext viel zu viel, so dass man lange Zeit den Ermittlern voraus ist.


    Story:
    Ausgehend von dem ersten Mord beginnen die Ermittlungen. Schnell tauchen weitere Opfer auf und die Handlung spitzt sich zu. Die Geschichte ist gut erzählt und entwickelt sich weiter. Manche dieser Entwicklungen (auch zwischenmenschlich) gehen vielleicht etwas zu schnell, aber durch den mitreißenden Schreibstil des Autors kann man leicht darüber hinwegsehen.
    Auch wenn einzelne Handlungsstränge schon vorher aufgelöst werden, bin ich bis zum Ende nicht darauf gekommen, wer wirklich hinter der ganze Sache steckt.
    Ein kleiner Störpunkt für mich war, dass in diesem Buch unnötigerweise sehr viel geraucht wurde.


    Charaktere:
    Die große Stärke dieses Buches liegt meiner Meinung nach in seinen Charakteren. Mit der Hauptfigur Nicolas Eichborn wurde eine Figur geschaffen, die in jeder Situation einen passenden Spruch auf Lager hat (teilweise sehr zum Ärger seiner Gesprächspartner). Nicolas ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und das macht ihn sehr menschlich und sympathisch. Da die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt wird, gibt es eine ganze Menge von seinem trockenen Humor. Seine Partnerin Helen Wagner, eine Psychologin, ist eine Frau, die weiß, was sie will, die jedoch aufgrund von Eichborns Alleingängen oft etwas außen vor bleibt. Auch die anderen Figuren haben ihre eigenen Charakterzüge, egal ob es sich dabei um den von Nicolas ungeliebten Chef handelt, der sich dann doch als netter Kerl entpuppt, oder um den charismatischen und leicht schleimig wirkenden Leiter der Organisation New Horizon.
    Ich freue mich schon auf das nächste Buch mit Nicolas Eichborn und Helen Wagner!


    Fazit:
    Insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung für Leute, die gerne Thriller in und aus Deutschland lesen und die eine Portion Humor in der Geschichte zu schätzen wissen.


    4ratten

    Nachdem ich Tintenherz direkt nach Erscheinen gelesen hatte, lag der zweite Band Tintenblut jahrelang auf meinem SUB. Zu Unrecht, wie ich nun nach der Lektüre sagen muss. Cornelia Funke hat mit der Tintenwelt-Trilogie die Ebene zwischen Leser und Buch durchbrochen und (im Gegensatz zum ersten Teil, wo Buch-Charaktere in "unsere Welt" geholt wurden) schickt ihre Charaktere in die Welt zwischen den Seiten, um dort gegen das Böse anzukämpfen. Ob es um die Beschreibung der Burg oder die Namen der Figuren geht - alles wirkt wohlüberlegt und lädt zum Weiterlesen ein. Ein wundervolles Buch über den Zauber der Worte.
    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus: