Thomas Hürlimann - Fräulein Stark

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    Inhalt:
    In der schweizerischen Provinz der 1960-er Jahre verbingt der Protagonist des Romans einen langen Sommer bei seinem Onkel, dem Stiftsbibliothekar, und dessen Haushälterin Fräulein Stark. Die Aufgabe des von allen nur Nepos genannten Jugendlichen besteht darin, den in erster Linie weiblichen Besuchern der prunkvollen Stiftsbibliothek Filzpantoffeln auszuteilen. Bei dieser Tätigkeit öffnen sich dem Jungen zwei Welten- die Welt der Bücher, durch die er auf ein gut gehütetes Familiengeheimnis stößt, und die des anderen Geschlechts- Entwicklungen, bei denen das resolute Fräulein Stark nicht tatenlos zusehen mag.


    Meine Meinung:
    Mir hat das Buch sehr gefallen. Der Ich-Erzähler beschreibt auf sehr humorvolle Weise seine innere Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen. Die sich teilweise vielleicht etwas zu oft wiederholende Beschreibung des in manchen Bereichen für den Jungen auch recht öden Sommers, wird durchbrochen von Rückblicken auf die Familiengeschichte, was das Ganze gut auflockert und für die nötige Spannung sorgt.
    Der Stil war recht flüssig und amüsant zu lesen. Die Charaktere werden humorvoll und treffend geschildert, wodurch man sich die Personen und Situationen sehr gut vorstellen konnte. Mir persönlich haben manche unbekannten, wohl schweizerischen Begriffe etwas Probleme bereitet, nach gewisser Zeit liest man sich aber gut ein.
    Für mich war das kleine Büchlein eine nette Lektüre für zwischendurch und hat mich gut unterhalten und amüsiert. Das wird sicher nicht mein letzter Hürlimann gewesen sein.
    Daher vergebe ich 4ratten

    Die Literatur gibt der Seele Nahrung,<br />sie bessert und tröstet sie.<br /><br />:lesen:<br />Alfred Kerr: Die Biographie

  • Hallo Madicken,


    mir hat das Buch auch gefallen. Allerdings muss ich doch bemerken, bzw. frage ich mich, ob ich pupertäre Phantasien und aufkeimende Gefühle so interessant finde, dass ich darüber lesen möchte? Ich bin seit Jahren unschlüssig. Ich finde, manchmal schreiben die Schweizer zu verkrampft. Hier, zum Beispiel.


    Daher: 3ratten