Patrick McGrath - Spider

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.970 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Hallo!


    Hier möchte ich ein Buch vorstellen, das eines meiner Lesehighlights 2005 war.


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    Klappentext
    Gibt es vielleicht, frage ich mich, eine Art Fixierungsprozeß, durch den die Zeit, statt Erinnerungen verblassen zu lassen (wie man es erwarten würde), das Gegenteil tut - sie härtet wie Beton, genau das Gegenteil also zu dem flüssigen Brei, der dabei herauskommt, wenn ich versuche über gestern zu sprechen?


    Inhalt
    Schon beim Lesen der ersten Seit merkt man dass Spider anders ist. Die Art, wie er seine Geschichte erzählt, hat etwas Tragisches und Resigniertes an sich. Beinahe leidenschaftslos erzählt er von seinem Leben in einem kleinen Reihenhaus im London der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die einzige Freude ist seine Mutter, die an der Seite seines grausamen Vaters eine traurige Existenz zu fristen scheint, seiner beinahe 20jährigen Verbannung nach Kanada und von seinem Leben, als er wieder zurückkommt.
    Doch schnell wird klar, dass sein Leben weder so war noch so ist, wie er es erzählt. Spider hat ein tragisches Geheimnis, das sich immer mehr enthüllt, je weiter man liest.


    Meine Meinung
    Das Buch hat mich gefesselt. Patrick McGrath hat eine traurige kleine Welt erschaffen, mit deren Personen ich ausnahmlos mitgelitten habe. Das Buch ist nicht einfach zu lesen und auch wenn es sich "nur" um eine erfundene Geschichte handelt, hat sie mich oft traurig oder wütend gemacht und beschäftigt mich jetzt immer noch. Deshal ist meine Bewertung
    5ratten



    Liebe Grüße
    Kirsten

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

    Einmal editiert, zuletzt von Alfa_Romea ()

  • Hi Kirsten,


    hast Du zufällig auch die Verfilmung mit Ralph Fiennes gesehen?
    Die fand ich nämlich ganz grauenvoll, und jetzt wüsste ich gerne, ob es sich lohnt, das Buch trotzdem noch zu lesen, darauf habe ich gerade große Lust bekommen.


    Aber auf den Film war ich damals auch sehr gespannt.... :rollen:


    lg, adia

  • Ich hab die Verfilmung gesehen und fand den Film eigentlich recht gut... teilweise etwas langatmig und das Ende kennt man ja nun mittlerweile, scheint ja im Moment ganz beliebt als 'Auflösung' zu sein. Aber trotzdem mochte ich die Atmosphäre ziemlich und bin jetzt definitiv am Buch interessiert. Landet auf der Wunschliste. :zwinker:

  • Hallo Adia!


    Tut mir leid, dass Du so lange auf meine Antwort warten mußtest- ich bin gestern erst wieder aus dem Urlaub nach Hause gekommen :redface:


    Ich habe zuerst den Film gesehen und ungefähr ein Jahr später das Buch gelesen. Für mich hat sich das Buch absolut gelohnt, weil man gerade bei diesem Thema viele Dinge wie z.B. Spiders Gedanken nicht im Film zeigen kann. Ich hatte beim Lesen zwar immer die Gesichter der entsprechenden Darsteller im Kopf, aber besonders bei Gabriel Byrne hat mich das nicht weiter gestört :zwinker:


    Allerdings macht das Buch die Zerissenheit Spiders und seine inneren Kämpfe sehr deutlich und hat mich deshalb für lange Zeit nicht losgelassen. Es ist meiner Meinung nach viel bedrückender als der Film.


    Was fandest Du an dem Film so grauenvoll?


    groetjes
    Kirsten

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.