Sabine Weiß - Hansetochter

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    Sabine Weiß - Hansetochter


    Klappentext:
    Lübeck 1375. Henrikes Welt bricht zusammen, als ihr Vater, ein angesehener Hansekaufmann, völlig überraschend stirbt. Zu allem Unglück übernimmt auch noch der ungeliebte Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch die Geschäfte des Vaters an sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa aus dem Weg geschafft? Wem kann sie noch trauen? Zum Glück steht ihr Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, zur Seite. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.


    Sabine Weiß hat mit diesem wundervollen historischen Roman direkt ins Schwarze getroffen. Man merkt sofort, dass alles sehr gut recherchiert worden ist, was für mich ein sehr wichtiger Punkt bei historischen Romanen ist. Man fühlt sich durch die genauen und detailgetreuen Beschreibungen selbst ins Jahre 1375 versetzt. Die Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen, obwohl die Liebesgeschichte nicht im Mittelpunkt stand (das tat dem Geschehen aber sicherlich keinen Abbruch), und die Protagonisten waren alle interessante Charaktere, die ich gerne kennengelernt habe.
    Der Schreibstil ist ganz flüssig, und wie oben schon bemerkt gefallen mir die ganzen detailgetreuen Beschreibungen. Immer wieder werden "alte" Wörter verwendet, die jedoch ganz hinten im Glossar beschrieben werden. Auch das finde ich sehr gelungen.


    Alles in allem hat mir das Buch also wirklich sehr gut gefallen. Es hat mir Spaß gemacht, es zu lesen, und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Deshalb erhält "Hansetochter" von mir 5 von 5 möglichen Sternen.


    5ratten

  • Ich kann die obere Meinung zu "Hansetochter" so gar nicht teilen. Allerdings habe ich das Buch auch abgebrochen, so dass ich nichts zum logischen Verlauf der Geschichte sagen kann. Abgebrochen habe ich es, weil ich Henrike als Hauptperson so unendlich naiv fand, dass es mich nur aufgeregt hat. Und auch Adrian kam mit seinen plötzlich, für mich nicht nachvollziehbaren, Emotionsschwankungen bei mir als Leserin nicht gut an. Wobei es natürlich realistischer ist, dass ein junges, behütet aufgewachsenes Mädchen der damalige Zeit, dem wahren Leben gegenüber naiv war.
    Anscheinend mag ich aber wohl eher Helden und Heldinnen, die vielleicht unrealistischer sind, dafür aber spannender.