Chuck Palahniuk - Das letzte Protokoll

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    Das ist eines meiner ältesten Bücher im SUB, ich habe "damals" so ziemlich alle Bücher des Autors gelesen, fand sie aber nicht alle gut, deswegen ist das hier vermutlich so lange liegengeblieben.


    Es ist in Tagebuchform geschrieben, die Erzählerin ist Misty, sie stammt aus einer "White-Trash"-Wohnwagensiedlung, hat es an die Kunsthochschule geschafft, wo sie sich prompt schwängern ließ. Ihr Mann war/ist der nutzlose Erbe einer Familie, die zu denen gehören, die auf einer vorgelagerten Insel residieren. Das ist jetzt 13 Jahre her, ihr Mann hat versucht sich umzubringen und liegt im Koma. Zuvor hat er aber so komische Dinge gemacht, wie in den Sommerhäusern auf der Insel ganze Zimmer so kunstvoll zuzumauern, dass man den Zugang nicht mehr erkennen konnte.


    Das Buch ist anstrengend. Misty richtet sich mal an sich, mal an ihren Mann, mal an mich als Leserin, springt hin und her zwischen aktuellen Geschehnissen und Erinnerungen und klingt dabei psychisch nicht ganz klar. (Das könnte daran liegen, dass sie definitiv zu viel Alkohol trinkt, aber ich bin mir nicht sicher, ob das als Ursache reicht.)

  • Das Buch habe ich vor relativ genau fünf Jahren gelesen und kann mich an nichts mehr erinnern. Auch mein kurzer Eindruck nach dem Lesen lässt keine Erinnerung aufkommen, vielleicht helfen deine Leseeindrücke... Die zugemauerten Räume lassen zumindest ein leises Glöckchen klingeln.

    "Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht." J. L. Borges

  • Ich bin mittlerweile auf Seite 100, habe also ein Drittel durch und außer dass ich ein paar mehr Informationen dazu bekommen habe, wie Misty und Peter zusammengekommen sind, habe ich nicht den Eindruck auch nur ansatzweise mehr zu verstehen, was dieses Buch soll. Es liest sich nicht furchtbar schlecht, erscheint mir aber bislang ziemlich sinnlos, ich könnte es ohne etwas zu vermissen abbrechen (wenn es nicht gleich für zwei Wettbewerbe zählen würde 8o )

  • Ich habe es durchgelesen und bin unschlüssig, wie ich es finden soll.


    Ich mochte eigentlich niemanden im Buch, ein bisschen Mitleid habe ich für einige, aber insgesamt scheinen höchstens ein paar Nebenfiguren normal und ansatzweise nett zu sein, von denen erfährt man aber zu wenig.

    Die Story an sich ist entweder dem Mystery-Genre zuzuordnen oder reichlich psychotisch, glaubwürdig ist sie jedenfalls nicht.

    Der Autor schreibt außerdem gerne mal eher eklige Szenen, daran glaube ich mich auch von früheren Büchern zu erinnern.


    Trotz allem was mir NICHT gefiel, hat das Buch irgendwann einen Sog entwickelt, der mich gegen meinen Willen weiterlesen lassen wollte, es war wie bei einem Unglück, wo man einfach nicht wegschauen kann, auch wenn es ganz fürchterliche Bilder sind.


    Für mich ist das Kapitel Palahniuk hiermit auch beendet, ich glaube nicht, dass ich noch mal etwas von ihm lesen will.


    3ratten