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  1. Literaturschock - Bücherforum
  2. illy

Beiträge von illy

  • Margaret Atwood - Oryx and Crake

    • illy
    • 19. Juli 2026 um 12:33

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    „Schneemensch“ lebt irgendwo in den ehemaligen USA am Meer, vielleicht ist er der letzte Mensch. In seiner Nähe lebt eine Gruppe Nicht-mehr-Menschen, sie sind genmanipuliert und ähneln ihm und uns nur noch etwas. Für sie ist er Beschützer vor den Resten der Menschheit, doch zugleich ist er auf sie angewiesen. Der „Opfergabenfisch“, den sie ihm regelmäßig bringen, ist manchmal seine einzige Nahrung.

    Während wir ihn auf einer Reise zu den Laboren begleiten, auf der Suche nach Nahrung und anderem Nützlichen, erfahren wir von seiner Vergangenheit, als er noch Jimmy war und auch was die Ursache der aktuellen Situation ist.

    „Oryx und Crake” ist der erste Teil der MaddAdam-Trilogie, das zeitlich größtenteils parallel spielende „Jahr der Flut“ habe ich bereits gelesen, so dass mir einiges, vor allem in Bezug auf die gesellschaftlichen Strukturen und entwickelten Technologien bekannt vorkam.

    Atwood wirft in diesem Buch ein kritisches Auge auf den Menschen, der sich für die Spitze der Evolution hält und mindere Wesen (inklusive der Menschen mit weniger Geld oder Macht) ausnützt. Das wird in den Erzählungen aus Jimmys Jugend mehr als deutlich dargestellt, mir waren auch der junge Jimmy und sein Kumpel Crake viel zu zynisch, um sie zu auch nur annähernd sympathisch zu finden.

    „Oryx und Crake” ist keine nette Nebenbeilektüre, lenkt aber immerhin die eigene Aufmerksamkeit auf die Dinge, die aktuell genauso schlecht laufen, wie in der Buchwelt.

    4ratten

  • Mark Helprin - Der Findling

    • illy
    • 19. Juli 2026 um 08:28

    Der Findling. Roman eines ungewöhnlichen, abenteuerlichen Lebens. (Refiner's Fire: the Life and Adventures of Marshall Pearl)

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    Diese Buch lag sehr lange in meinem SUB und im Nachhinein betrachtet, hätte es von da auch direkt in die Entsorgung wandern können. Es ist von 1977 und möglicherweise ist es nur sehr schlecht gealtert, aber gefallen hat es mir so gar nicht.

    Die Geschichte beginnt 1947 mit einem Schiff, mit dem jüdische Flüchtlinge in das zu dem Zeitpunkt gesperrte Palästina einzureisen versuchen. Währenddessen wird Marschall Pearl geboren, von dessen Leben das Buch handelt. Anfang und Ende des Buchs bilden eine Klammer, Marshall wird frisch verheiratet als Soldat der israelischen Armee verwundet und liegt im Lazarett. Er ist noch jung, doch seine Vergangenheit reicht für mehrere Leben. Er wird in den USA adoptiert, lernt reiten, schießen, zahlreiche Sprachen, reist am liebsten im Güterwaggon durch das Land, jagt Rastafaribanden auf Jamaika, erlebt also bereits als Jugendlicher zahlreiche Abenteuer, trifft dann auch noch seine Kinderliebe aus dem Pfadfinderlager wieder, die natürlich wunderschön ist, kurz: er ist so ein richtig toller Typ. Und für mich ziemlich unerträglich… Dazu kommt der ausschweifende Stil, in dem der Autor irgendwelche Hintergrundinformationen über seine Leser*innen ausschüttet.

    Ich war froh, als es zuende war, die 500 Seiten fühlten sich doppelt so lang an und das Buch darf gerne wieder in der Nichtwahrnehmung verschwinden.

    2ratten

  • Julie Masson - Pastis für den Commissaire (Lucien Lefevre ermittelt 1)

    • illy
    • 18. Juli 2026 um 08:39

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    Commissaire Lucien Lefevre ist nach dem Tod eines Kollegen nur noch im Innendienst im Kommissariat von Bordaux, doch es ist Sommer, alle sind im Urlaub und so muss er im Fall des Toten am Strand eines Urlaubsorts ermitteln. Dabei kommt er doch aus besserer Umgebung, liebt seinen Porsche (den er verkehrswidrig überall parkt), gutes Essen, schöne Frauen (er ist geschieden) und natürlich spätestens zum Feierabend einen „Pastis Feuille Morte'“.

    Sophie Schumacher ist die Schwester der Leiche, sie wollte ihren Bruder besuchen, der sich am Lieblingsurlaubsort ihrer Kindheit eine Existenz aufgebaut hat. Allerdings hat er auch seinem alten Hobby gefrönt, Geheimnisse zu erfahren und sie auszutauschen und Andeutungen fallen zu lassen, so einige Dorfbewohner fühlten sich von ihm unter Druck gesetzt und sind verdächtig. Die örtliche Polizei hat ebenfalls ihre Geheimnisse, es ist ein wahrer Sumpf.

    Der Mord selbst, und was dahintersteckt, war eigentlich ein guter Ansatzpunkt, aber ich bin nicht ganz warm geworden mit den Figuren und damit mit dem gesamten Buch. Lefevre erschien mir die meiste Zeit über arrogant, Sophie war farblos und die Ortspolizei wirkte, als könnte die Autorin sich nicht entscheiden, ob sie Dorftrottel und Verbrecher in Uniform sein sollen.

    Ich glaube nicht, dass ich die Reihe unbedingt weiterlesen will.

    3ratten

  • Mathieu Sapin - Gérard. Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu

    • illy
    • 18. Juli 2026 um 08:36

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    Leseprobe beim Verlag

    Der Titel sagt schon alles: der Autor, Mathieu Sapin, erzählt von 5 Jahren, die er teilweise als Entourage von Gerard Depardieu verbracht hat, ganz bewusst als Zeichner seines Lebens.

    Früher mochte ich Depardieu sehr gerne, allerdings sind so einige Dinge über ihn bekannt geworden, die ich eher bedenklich finde. Seine Russlandliebe inkl. Putin wird auch in diesem Comic thematisiert.

    Wer ihn zum Freund hat, braucht jedenfalls keine Feinde. Über andere Menschen geht er wie in Bulldozer hinweg. Wenn er etwas beschließt, hat es zu geschehen. Toll, wenn er gerade beschlossen hat, dass er einem einen bestimmten Wunsch erfüllen möchte, schlecht, wenn er einen gegen den eigenen Willen mit sich zerrt.

    Ich weiß nicht, wie Sapin diese 5 Jahre überstanden hat, aber es ist ein Comic entstanden, den man sehr fasziniert liest, zumindest wenn man sich auch nur ein wenig für den Schauspieler Depardieu interessiert.

    4ratten

  • Monatsrunde Juli - Die Bücherkette

    • illy
    • 18. Juli 2026 um 08:09

    Crake->Krake/Android->Maschinenmensch/Australien->Australien

    Max Barry - Maschinenmann habe ich begonnen, aber ich habe im Moment mehr Lust auf einen Krimi, weswegen ich parallel Garry Disher - Funkloch begonnen habe. Die Verbindung: Beide Autoren sind Australier.

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  • Frédéric Maffre / Julien Maffre - Stern

    • illy
    • 12. Juli 2026 um 09:42

    Band 2: Die Stadt der Wilden

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    Stern möchte im Laden gerne seine Buchlieferung abholen, doch die ist nicht gekommen. Der Besitzer empfiehlt ihm, selbst nach Kansas-City zu gehen und einzukaufen. Nach einigem Zögern reitet er los. Doch die Stadt ist ein Moloch, der Buchladen macht gerade zu, er wird dort übernachten müssen. Gefahren lauern allerdings an jeder Ecke und auch alten Bekannten kann man nicht vertrauen.

    Wir erfahren einiges aus Sterns Vergangenheit, das ist größtenteils überraschend. Auch wenn einiges an den Haaren herbeigezogen wirkt, war es für mich tendenziell amüsant und damit lesenswert. Die literarischen Einsprengsel trugen dann noch zusätzlich dazu bei, dass mir auch dieser Band gefiel, beim nächsten Büchereibesuch werde ich bei den Folgebänden wieder zugreifen.

    4ratten

  • Bruno Duhamel - Le Goût du métal

    • illy
    • 12. Juli 2026 um 08:13

    Es gibt zwei verschiedene Coverversionen:

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    Die Ansichten darüber, ob die Menschen, die mit Metalldetektoren durch die Gegend ziehen, legitime Schatzsucher oder potentielle Zerstörer archäologischer Erkenntnisse sind, sind geteilt.

    Léo jedenfalls träumt davon, so einen Schatz zu finden, der den Unterhalt des Bauernhofs für ihn und seine Schwester sichert, während Gabriel diese Schatzsucher hasst.

    Neben den Schätzen geht es in dem Comic aber auch um Menschlichkeit, darum für sich selbst einen Platz im Leben, in der Welt zu finden.

    Wie alle Comics von Duhamel erzählt auch dieser eine tiefsinnige Geschichte auf leichte Art und bekommt deswegen natürlich wieder mal eine Lesempfehlung.

    4ratten

  • Brandon Sanderson - The Way of Kings / Der Weg der Könige & Der Pfad der Winde (Stormlight Archive 1)

    • illy
    • 12. Juli 2026 um 08:00

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    Das Buch ist dick genug, um als Türstopper zu dienen, deswegen habe ich es lange vor mir hergeschoben. Ich sage direkt, dass ich nach Ende der Lektüre den ebenso dicken Folgeband sofort kaufen musste.

    Wir haben drei Handlungsstränge, deren Zusammenhang sich im Laufe des Buchs ergibt.

    Kaladin hat bei seinem Vater medizinische Grundkenntnisse erlangt, war Soldat und ist zu Beginn des Buchs als Sklave in einem Transportkäfig unterwegs. Von seiner Vergangenheit bzw. wie er dort gelandet ist erfahren wir nach und nach mehr, während sich sein Schicksal hierhin und dorthin wendet. Er wird irgendwann im Buch den Adeligen begegnen, wobei der Vater Dalinar Visionen hat die ihn verändert zurücklassen. Zu dieser Familie gehört auch eine Gelehrte, bei der sich die Hauptfigur des dritten Handlungsstrangs, Shallan als Schülerin bewirbt. Hier wird dann auch bewusst Magie gewirkt, die ansonsten eher als Hintergrundrauschen bzw. in Artefakten existiert. Der einzig andere echte Magiewirkende ist ein Attentäter, dessen Handlungen in Zwischensequenzen erzählt werden.

    Die Welt ist komplex, mit seltsamen Bräuchen, der Feind des Volkes interessant, da steckt sicher einiges dahinter, die Figuren sind gut gezeichnet, sympathisch, aber durchaus realistisch. Kurzum, insgesamt einfach ein gutes Buch.

    Die obige Rezension von morgenfee zur deutschen Ausgabe habe ich jetzt gerade gelesen und so einige Bezeichnungen klangen vollkommen falsch und kitschig - in dem Fall bin ich sehr froh, das Original gelesen zu haben.

    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

  • Fanny André - Zwei am Meer

    • illy
    • 11. Juli 2026 um 08:02

    Camille ist über 80 als sie ihren Sohn beerdigt. Zur Beerdigung kommt auch seine Ex-Frau, Isabelle, die sich gerade von einem Burnout erholt. Die zwei Frauen haben sich eigentlich immer gut verstanden und so beschließen sie, gemeinsam eine Reise zu unternehmen. Sie wollen sich gegenseitig von den Schönheiten ihrer jeweiligen Heimatgegenden Bretagne und Normandie überzeugen.

    Ich habe das Buch leider nicht vor Ort gelesen, sondern in Frankreichs Süden, aber immerhin war ich bereits in z.B. Honfleur, wo sie einige Zeit verbringen und auch die anderen Orte waren mir zumindest nicht völlig fremd. Das war auch gut so, denn ich glaube, dass die eigene Verbindung zu den Handlungsorten einen guten Teil des Charmes ausmacht. Die beiden Hauptfiguren, in ihrer ungewöhnlichen Beziehung zueinander gefielen mir ebenfalls gut, so dass ich gerne bereit war über ein klischeehafte Entwicklungen hinwegzusehen und die ansonsten sympathische Roadnovel zu genießen.

    4ratten

  • Hannah Luis - Das Leuchten von Lavendel

    • illy
    • 11. Juli 2026 um 08:02

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    Nach dem Tod seiner langjährigen Lebensgefährtin trauert Emilias Großvater. Als sie beim Aufräumen im Keller einen alten Brief mit einer französischen Adresse und einem Herz aus Lavendelblüten findet und ihn nach dem Hintergrund fragt, wiegelt er ab. Da sie für den Sommer nichts Besseres vorhat, beschließt sie nachzuforschen und übernimmt einen Sommerjob bei einer Lavendelfarm im Absendeort des Briefs.

    Ihr Arbeitgeber und die Kolleg*innen sind von ihren Backkünsten begeistert, doch irgendjemand möchte nicht, dass sie nachforscht. Nach einigem Hin und Her findet sie natürlich heraus, was damals geschah und was den alten Nachbarn gegen sie bzw. ihren Großvater aufgebracht hat Und natürlich lernt sie nicht nur die Gegend zu lieben, sondern findet auch eine neue Heimat. Das ist eigentlich kein Spoiler, denn wenn man ein paar Bücher der Autorin gelesen hat, kennt man das Muster. Das hindert einen aber nicht daran, das Buch mit einem kühlen Getränk, irgendwo im Schatten zu genießen, am besten mit einem Lavendelbusch daneben, der mit seinem Duft zur Stimmung beiträgt. Den kann man dann auch gleich abernten, um die Rezepte aus dem Buch nachzubacken.

    4ratten

  • Monatsrunde Juli - Die Bücherkette

    • illy
    • 11. Juli 2026 um 07:49

    Crake->Krake/Android->Maschinenmensch

    Ich habe Ray Nayler - Die Stimme der Kraken durchgelesen, eine Rezension folgt irgendwann, da habe ich immer noch einen zu-schreiben-Berg aus dem Urlaub hier liegen.

    Eine der zentralen Figuren ist ein künstlich erschaffener menschenähnlicher Android, in meinem nächsten geplanten Buch geht es um einen Menschen, dessen Körperteile durch biomechanische Prothesen ersetzt werden, der also ebenfalls künstlich wird.

    Max Barry - Maschinenmann

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  • Felicity Cloake - One More Croissant for the Road

    • illy
    • 4. Juli 2026 um 14:16

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    Felicity Cloake macht eine Rundreise durch Frankreich zu den Heimatorten der bekanntesten kulinarischen Spezialitäten des Landes und das Ganze als Radreise.

    Das klang interessant genug für mich, um es lesen zu wollen: ich esse gerne, fahre gerne nach Frankreich in den Urlaub und habe auch schon Fahrradurlaube unternommen - allerdings bequemer als die Autorin, die mit dem Zelt am Rad unterwegs ist.

    Ohne dass ich jetzt anfange Streckenlängen zu berechnen: ich fand es außerordentlich irritierend, dass sie zwischen den einzelnen Radstrecken ständig mit dem Zug durch die Gegend reist. Die per Rad zurückgelegten Strecken empfand ich persönlich trotzdem als reichlich, vor allem wenn am Ende des Buches eine Durchschnittsgeschwindigkeit von in diesem Zusammenhang geringen 15,4 km/h angegeben wird und sie außerdem gefühlt ständig irgendwo anhält, um etwas zu essen. Ansonsten erlebt sie die typischen „Abenteuer“ eines Roadtrips, teils alleine, teils mit Freunden, an einigen Tagen haben sich Wetter, Straße, Unterkunft und Öffnungszeiten von Läden und Restaurants gegen sie verschworen, an anderen genießt sie unerwartete Begegnungen und schwelgt in kulinarischen Genüssen.

    Der britische Blick auf Frankreich war interessant und manchmal schon unterschiedlich von meiner Wahrnehmung, dass ich das Buch auf Englisch gelesen habe, trug noch dazu bei. Es war mir dadurch etwas zu viel Fremdheit dabei, als dass es mir wirklich gut gefallen hätte. Was mir an diesem Buch allerdings wirklich fehlte, ist ein Foto der Autorin mit ihrem Rad! (dieses, zum Beispiel: -> https://kenarah.wordpress.com/tag/felicity-cloake/ )

    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

  • Robert Merle- Malevil

    • illy
    • 4. Juli 2026 um 11:58

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    Emmanuel lebt irgendwo im ländlichen Frankreich auf einer alten Burg. Gerade als er und einige Freunde und Haushaltsangehörige im Weinkeller sind, fällt „die Bombe“. Die Welt ist verbrannt und auch wenn es keine Radioaktivität gibt (der Autor wollte wohl seinen Figuren eine Überlebenschance bieten) sieht die Zukunft zunächst düster aus, aber immerhin war auch ein Teil des Viehs in einer Höhle und damit geschützt. Und auch bei geologisch ähnlich gelegenen Nachbarn haben ein paar Menschen überlebt, wie sich bald herausstellt. Doch Kooperation ist nicht selbstverständlich, schnell bilden sich Gruppen, die unterschiedlichen Führungsfiguren folgen und es kommt zu Konflikten.

    Einiges ist sehr altmodisch, das Buch ist allerdings auch schon von 1972, so dass ich darüber zwar die Augen verdreht habe, aber dem Autor nicht wirklich einen Vorwurf mache. Die Frauen in gebärfähigem Alter beispielsweise sind in der Unterzahl, aber prinzipiell freudig bereit, Sex mit allen vorhandenen Männern zu haben und auch die Religiosität der Gesellschaft, wenn auch weniger des Erzählers, ist mir fremd.

    Ich habe eine Zeitlang praktische alles von Merle gelesen, ich glaube, das hier war das letzte verbliebene Buch, was ich aus diesem Grund und weil ich Endzeitromane nicht so gerne lese, lange liegen gelassen habe. Insgesamt würde ich sagen, dass man „Malevil“ durchaus immer noch lesen kann, aber zum Erscheinungstermin war es sicherlich deutlich eindrucksvoller.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

  • Monatsrunde Juli - Die Bücherkette

    • illy
    • 2. Juli 2026 um 11:07
    Zitat von Valentine

    Vorleser : passt!

    illy : da lasse ich den Ähnlich-Klang gelten, "crake" ist nämlich kein Oktopus, sondern ein Vogel (eine Ralle) ;)

    Jetzt, wo dus sagst erinnere ich mich wieder, dass das auch im Buch irgendwann mal übersetzt drin steht..:redface:.

  • Monatsrunde Juli - Die Bücherkette

    • illy
    • 2. Juli 2026 um 06:42

    Ich habe zum Monatswechsel "Oryx und Crake" beendet und mache mit den Oktopussen weiter und melde Ray Nayler - Die Stimme der Kraken

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  • Monatsrunde Juli - Die Bücherkette

    • illy
    • 28. Juni 2026 um 22:04

    Als chronische Parallelleserin... Muss ich immer ein Buch beendet haben, um das nächste Kettenbuch anhängen zu dürfen?

  • Monatsrunde Juni 2026 - Die Reise nach Osten

    • illy
    • 27. Juni 2026 um 07:21

    und hier kommt die Rezension meines zweiten Buchs, leider auch nichts besonders lesenswertes:

    Yukiko Tominaga - Vermissen auf Japanisch

  • Yukiko Tominaga - Vermissen auf Japanisch

    • illy
    • 27. Juni 2026 um 07:20

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    Als Kyoko mit ihrem zweijährigen Sohn ihre Familie in Japan besucht stirbt ihr Ehemann in den USA bei einem Unfall. Zurück in San Francisco findet sie zwar Unterstützung bei ihrer Schwiegermutter, aber Schulden und Einsamkeit und das Leben in einem fremden Land setzen ihr trotzdem zu.

    Die Autorin erzählt das ganze episodenhaft und springt dabei auch zwischen mehreren Zeitpunkten hin und her. Zusätzlich zur praktisch ganzen Kindheit und Jugend ihres Sohnes kommen noch Rückblicke in ihr Leben vor den auslösenden Ereignissen. Verschiedene Ortswechsel kommen noch hinzu und da alle Sprünge ohne Überschrift oder Einleitung kommen, wirkt das Buch sehr unstrukturiert.

    Zwar waren die Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonistin nicht uninteressant, aber insgesamt kann ich das Buch nicht weiterempfehlen.

    3ratten

  • Louise Penny - Die Reise nach Paris (Inspector Gamache 16)

    • illy
    • 22. Juni 2026 um 08:18

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    Originaltitel: All the Devils Are Here

    Im letzten Band hat Gamaches Schwiegersohn Jean-Guy Beauvoir Kanada verlassen und nun, wenige Monate später, sind Gamache und seine Frau zu Besuch in Paris, die Tochter wird in wenigen Tagen ihr erstes Kind zu Welt bringen. Doch nach einem gemeinsamen Abendessen wird Gamaches Pate auf offener Straße überfahren, offensichtlich kein Unfall, sondern ein Mordversuch. Die bald darauf auftauchende zweite Leiche überzeugt auch die Pariser Polizei, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

    Danach gibt es jede Menge Recherchen, es ist unklar, wer wirklich Freund und wer in die dunklen Intrigen verwickelt ist und es wird auch Zeitdruck aufgebaut. Es gab weniger Paris als ich mir gewünscht hätte, ansonsten war ich aber mit der Spannungskurve diesmal sehr zufrieden und auch innerfamiliäre Konflikte werden gut in die Geschichte eingebunden. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

    4ratten

  • Monatsrunde Juni 2026 - Die Reise nach Osten

    • illy
    • 21. Juni 2026 um 18:01

    Walter Nigg - Vincent Van Gogh. Der Blick in die Sonne war leider eine absolute Enttäuschung...


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