Gym liegt unbeturnt auch noch bei mir herum )
An diesen Foltergeräten tut man sich am Ende noch weh ...
Gym liegt unbeturnt auch noch bei mir herum )
An diesen Foltergeräten tut man sich am Ende noch weh ...
Ich habe mal wieder verschnarcht, rechtzeitig einen Leseeindrücke-Thread aufzumachen und bin dafür jetzt schon zu weit, aber "The Queen of Bloody Everything" ist mal wieder so ein Buch, das ohne die Monatsrunde noch länger auf dem SUB geschmort hätte und mir gerade ziemlich viel Spaß macht. Dysfunktionale Kleinfamilie (Tochter und betont unkonventionelle Mutter) trifft auf englische Kleinstadt und das Ganze wird mit viel Selbstironie erzählt, was ein schönes Gegengewicht zu den durchaus schwierigen Themen bildet - gefällt mir sehr.
Ich melde noch "The Queen of Bloody Everything" von Joanna Nadin an.
Die Autorin schreibt aus Sicht einer Frau, die ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter hat, das ihr ganzes Leben geprägt hat. Also Frauen im Fokus, so weit das Auge reicht.
Ja, die deutschen Titel sind leider meistens nichtssagend bis doof.
Falls Du es nicht schon kennst, "Unwell Women" von Elinor Cleghorn ist ein sehr gutes Buch zum Thema. Es enthält zwar auch persönliche Themen der Autorin, ist insgesamt aber eher sachlich geschrieben.
Bisher habe ich eigentlich nur Gutes gehört und thematisch rennt das Buch bei mir offene Türen ein. Ich werde auf jeden Fall berichten, ist auch ein SLW-Kandidat bei mir.
Ich melde "Die Hummerfrauen" von Beatrix Gerstberger an. Weibliche Autorin schreibt über drei Frauen aus dem Hummerfangmilieu in Maine. Da haben wir auch gleich noch einen Sehnsuchtsort erschlagen (wobei ich den aktuell live nicht aufsuchen würde wegen Agent Orange ...)
Feta gehört bei uns auch in die Kategorie der Zutaten, mit denen sich beinahe jedes Gericht aufwerten lässt
Allerdings steht er selten im Mittelpunkt, somit könnte das Kochbuch für uns durchaus noch Inspirationen bereithalten.
Mein Ausflug in die Wälder hat mir auch sehr gut gefallen ("The God of the Woods" von Liz Moore). Spannend, atmosphärisch und mit ein paar Wendungen, mit denen ich selbst als versierte Krimileserin nicht gerechnet hatte. Toll!
Da bin ich ganz bei Dir ![]()
Strickbilder klingt wirklich gruselig ![]()
"Rosane" T-Shirts sind für mich ganz normal ... allerdings eher im gesprochenen Dialekt als im Schriftdeutschen.
Ach wie schade. "Der Klang der Zeit" von Powers fand ich großartig, aber mit "Das Echo der Erinnerung" ging es mir so ähnlich wie Euch mit dem Buch hier, deshalb habe ich mich auch nicht an weitere Werke von ihm herangetraut.
Ja, es wird immer wieder Bezug auf Herausforderungen und Lösungen genommen, gerade was den Bau von Leuchttürmen auf Riffen oder kleinen Gezeiteninselchen (oder simplen Felsen) angeht.
Mir hätte es ja noch besser gefallen, wenn nicht ausgerechnet der Nicht-Leuchtturm-Stevenson im Mittelpunkt stünde, wenngleich der Konflikt zwischen dem familiären Erbe und den eigenen Wünschen schon immer guter Romanstoff ist. Dann hätte es vielleicht noch mehr Leuchtturmbau gegeben.
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Louis ist ein junger Mann aus gutem Hause, der nichts lieber tut als Gedichte und Geschichten zu schreiben und das am allerliebsten zu seinem Beruf machen würde. Doch sein gestrenger Vater hat andere Pläne mit seinem einzigen Sprössling, denn Louis heißt mit vollem Namen Robert Louis Stevenson und entstammt einer angesehenen Dynastie von Leuchtturmspezialisten. Zahlreiche Türme entlang der schottischen Küste, auf Inseln und Riffen haben sein Vater, sein Großvater und andere Verwandte bereits gebaut, um den Schiffen in den gefährlichen Gewässern Warnung und sicheres Geleit zu sein. Für Tom Stevenson kommt somit nichts anderes in Frage, als dass Louis in seine Fußstapfen tritt, ein Ingenieursstudium absolviert und in das Familienunternehmen einsteigt, das immer noch zahlreiche Bauprojekte am Laufen hat.
Louis ist mehr als unglücklich damit. Er hat kein Händchen für Zahlen und Berechnungen und ist von seinem Studium abwechselnd gelangweilt und überfordert. Die Schriftstellerei, in der er seine Erfüllung finden könnte, ist für seinen Vater nur alberne Spielerei, ungefähr auf gleicher Stufe mit studentischen Trinkgelagen und anderen Vergnügungen, denen Louis und seine Kumpels sich gerne mal widmen. Tom duldet keine Widerrede und Louis muss sich in sein Schicksal fügen. Selbst die vorlesungsfreie Zeit kann er nicht zum Schreiben und Ausspannen nutzen, wie er sich das eigentlich vorgestellt hatte - dann sind praktische Lektionen im Leuchtturmbau und -unterhalt angesagt, in Form von Reisen zu den abgelegensten Leuchttürmen und Baustellen.
Ein kleiner Lichtblick ist sein zumindest zwischenmenschlich gutes Verhältnis zu seinem Professor Fleeming Jenkin, der in seiner Freizeit gerne Theateraufführungen organisiert, und von den Leuchtturmwärtern und der immensen Leistung der Ingenieure und Arbeiter bei Planung und Bau ist er durchaus fasziniert, auch wenn die Überzeugung wächst, dass das nicht sein Lebensinhalt bleiben kann.
Einen sehr interessanten historischen Stoff hat sich Sabine Weiß, deren Buch über Madame Tussaud ich gerne mochte, sich hier ausgesucht. Die Stevensons waren im 18. Jahrhundert DIE Koryphäen in Sachen Leuchttürme, sowohl was den Bau selbst unter schwierigsten Umständen auf kleinen, nur bei Ebbe zugänglichen Felsen anging als auch in der verwendeten Lichttechnik. Ironie des Schicksals, dass der heute wohl der breiten Masse bekannteste Spross der Familie das damalige schwarze Schaf ist, Robert Louis Stevenson, der Autor so berühmter Werke wie der "Schatzinsel" oder "Dr. Jekyll und Mr. Hyde".
Louis, wie er im Buch genannt wird, war ein kränkliches Kind und auch als Erwachsener mit einer fragilen Gesundheit geschlagen und eher phantasievoller Schöngeist als pragmatischer Ingenieur. So oft er versucht, seinen eigenen Weg zu gehen, dräut wieder eine Auseinandersetzung mit dem Vater, bei der er meist den kürzeren zieht. Das ist die beherrschende Thematik des Buches, und lange Zeit wirkte die Figur des Louis auf diesen Aspekt reduziert, was ich ein bisschen schade fand. Erst spät konnte ich wirklich eine Beziehung zu ihm aufbauen, nämlich als er allmählich ernsthaft beginnt, sich freizuschwimmen und gleichzeitig sein Verständnis für die Welt des Leuchtturmbaus wächst.
Die restlichen Charaktere bleiben auch eher Typen, wobei dem informativen Nachwort der Autorin zufolge viele Begebenheiten an Tatsachen angelehnt sind und das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wohl wirklich ein schwieriges war. Zu Beginn steppte überdies in den Dialogen arg der ungeliebte Erklärbär, aber das hat sich mit der Zeit zum Glück komplett gelegt und es gibt viele eindrucksvolle Szenen von den wellenumtosten, gefahrvollen Standorten der entlegensten Leuchttürme. Diese gefielen mir an dem Buch mit am besten, wobei auch die Handlung auf den letzten 100 Seiten mich noch mal deutlich stärker begeistern konnte. Das schön zurückhaltend gestaltete Cover hat schließlich noch eine Extra-Erwähnung verdient.
+ 
Gästkatten
Heißt das Gastkatze?
Als Kind habe ich irgendwann mal aufgeschnappt, dass Rasse-/Edelkatzen Ädelkatten heißen, das fand ich damals sehr lustig ![]()
Die "Tales of Ise" klingen eher anstrengend, ich hoffe, dass Dich das Schneckenbuch mit dem hübschen Titel entschädigt.
Ich habe die "Leuchttürme der Stevensons" gestern abend ausgelesen, Rezi kommt hoffentlich in Kürze. Es hatte ein paar Längen und ich bin erst spät mit der Hauptfigur, Robert Louis Stevenson, warm geworden, aber alleine wegen der hochinteressanten Details über den Bau von Leuchttürmen mitten im Meer hat sich die Lektüre gelohnt.
Dottie : in den Wald von Liz Moore begebe ich mich lektüretechnisch als nächstes und freue mich schon sehr darauf. "Long Bright River" fand ich großartig.
Der Threadtitel jetzt auch ![]()
Die Tragödie ist übrigens näher am Originaltitel, der da lautet "Three-Act Tragedy".
Wenn ich die Folgebände nicht für den Kerl ausleihen müsste, würde ich vermutlich einfach nicht mehr weiterlesen.
Reicht doch, wenn der Kerl sie liest ![]()
Geldhockey
Das ist ein ausgesprochen hübscher Vertipper
Fragt sich nur: spielt man da mit Geld (einer Riesenmünze als Puck?) oder um Geld? ![]()
Feldhockey haben wir ab und an mal im Sportunterricht gespielt, das war eins der wenigen Dinge, die mir Spaß gemacht haben (obwohl ich mich auch noch ausgesprochen gut an das Gefühl erinnern kann, wenn man den Schläger ans Schienbein kriegt
)