1. Quicksilver - Anfang bis "Feuer"

Es gibt 76 Antworten in diesem Thema, welches 20.672 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Miramis.

  • Hallo ihr Lieben! :winken:


    Ich habe gerade mal die ersten dreißig Seiten in der englischen Ausgabe geschafft, und es gefällt mir sehr gut (auch der ausschweifende Stil - in diesem Fall mag ich ihn), aber es lässt sich definitiv nicht schnell weglesen - die kommenden zweitausendneunhundert Seiten machen mir schon ein bisschen Sorgen. :zwinker:


    Nach diesem ersten Stückchen bin ich ein bisschen hin- und hergerissen, ob ich das Ausmaß an Bildungsinhalten, das Stephenson da schon auf den ersten Seiten auffährt für übertrieben und prätentiös halte oder ob ich es einfach spannend finde. Bisher überwiegt zum Glück der Spannungsfaktor. Leipniz, Franklin, Newton ... Das erschlägt einen ein bisschen auf so engem Raum, und einiges müsste ich definitiv nachlesen, um wirklich alles zu verstehen (bin dazu aber meist zu faul). Dass hier ein Messias der Wissenschaften gesucht wird, schien mir definitiv auch so. - Bin gespannt, was sich in dieser Hinsicht noch ergibt.


    Was die Barkers betrifft, könnte ich mir vorstellen, dass sie (wie erfunden auch immer) von einem Eigennamen abgeleitet wurden. Aber um da genauer suchen zu können, muss ich wohl noch ein ganzes Stück weiter lesen.


    Besonders interessant finde ich Enoch als Wanderer zwischen den Zeiten. Mein "Who's who in the Bible" sagt, dass Enoch der Vater Methusalems war, selbst aber 'nur' 365 Jahre auf der Erde weilte (für damalige Verhältnisse ein Fliegenschiss :zwinker:), nicht, weil er starb, sondern weil er von Gott entrückt wurde. Eigentlich also ein Unsterblicher, eine andere Variante des ewigen Juden vielleicht?


    Vermutlich wird's langsam weitergehen bei mir, aber ich freue mich schon drauf und habe schon jetzt das Gefühl hier wieder einen tollen Buchtipp abgestaubt zu haben. :smile:


  • Besonders interessant finde ich Enoch als Wanderer zwischen den Zeiten. Mein "Who's who in the Bible" sagt, dass Enoch der Vater Methusalems war, selbst aber 'nur' 365 Jahre auf der Erde weilte (für damalige Verhältnisse ein Fliegenschiss :zwinker:), nicht, weil er starb, sondern weil er von Gott entrückt wurde. Eigentlich also ein Unsterblicher, eine andere Variante des ewigen Juden vielleicht?


    Das ist ja interessant! Danke für die Info, Ink-Heart! Mir kamen einige Hinweise auf Enochs Langlebigkeit auch etwas verdächtig vor und ich hatte schon überlegt, ob er vielleicht eine "übernatürliche" Gestalt sein könnte.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Meint Ihr, dass mit Enoch der Enoch, im Deutsch heißt er übrigens dann Henoch, aus der Bibel gemeint ist ?
    Das mit dem Entrücken stimmt allerdings, gmäß der Bibel wurde Henoch irgendwann von Gott entrückt, weil er die Ungerechtigkeit und die Verfolgung in der Welt nicht mehr ertragen konnte.


    Die 365 Jahre waren für damalige Verhältnisse nicht ganz wenig, aber auch nicht wirklich viel, vor allem wenn man z. B. seinen Sohn Methusalem bedenkt, der 969 Jahre alt geworden ist! ;)

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich bin mittlerweile bis S.70 (also einschließlich Daniels Jugenderinnerungen) gekommen und muss sagen, dass ich noch nicht so genau weiß, wie ich das Buch jetzt eigentlich finde.
    Ich lese es auf deutsch und bin schon mal sehr froh darüber, weil ich mich schon so sehr schwer tue und mich immer noch nicht so ganz an die Erzählweise gewöhnt habe.


    Die Präsenzform war auch erstmal sehr ungewöhnlich, aber schön langsam wird es dann doch mal! :zwinker:



    Meint Ihr, dass mit Enoch der Enoch, im Deutsch heißt er übrigens dann Henoch, aus der Bibel gemeint ist ?
    Das mit dem Entrücken stimmt allerdings, gmäß der Bibel wurde Henoch irgendwann von Gott entrückt, weil er die Ungerechtigkeit und die Verfolgung in der Welt nicht mehr ertragen konnte.


    Ja, krass. Da ich überhaupt gar nicht bibelfest bin, kenne ich den guten Menschen gar nicht! Aber könnte natürlich schon sein, weil die Hinweise auf seine Jugendlichkeit kamen mir auch schon seltsam vor... :gruebel:



    Was meinen Clarke und Enoch nur mit diesem Dialog?
    Clarke: Natürlich nicht! Er könnte es sein, Enoch.
    Enoch: Er ist es nicht. Jedenfalls nicht der, an den Ihr denkt.

    Warten die beiden auf eine Art Messias der Wissenschaften?


    Ja, das Gefühl hatte ich auch. Konnte aber mit diesem kryptischen Dialog auch nicht so viel anfangen.


    Muss gestehen, dass ich öfters viele Fragezeichen vor mir sehe und viele Stellen öfters lesen muss, bis ich überhaupt weiß, was mir die Stelle überhaupt sagen soll bzw. was jetzt gemeint ist! :redface:


    Lustig finde ich auch S. 39 (deutsche Ausgabe) den Dialog zwischen Enoch und Clarke über Tee. Vor allem der Ausspruch von Clarke: "Dieser Tay ist durchaus harmlos, aber ich glaube nicht, dass die Engländer sich je für etwas derart Exotisches erwärmen werden." :breitgrins: Na, wenn der wüsste...


    Und dann fand ich noch gut die Stelle auf S. 64 (Daniels Jugenderinnerungen), als Enoch Waterhouse auffordert mit ihm nach Europa zu kommen und ihm prophezeit, dass sein Institut damit dann doch auch mal ein Institut mit renommierten Ruf wird. :breitgrins: Diese Vorhersage... :zwinker:


    Also ich vermute auch, dass ich an diesem Buch länger lesen werde...


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Hat eigentlich jemand von euch Stephensons Cryptonomicon gelesen? Dort tauchen nämlich einige Personen bzw. ihre Nachfahren auch auf.


    Ich komme leider im Moment nicht gut voran. Meine Kinder haben mir heute nur um die 20 Seiten gegönnt und ich hoffe, dass ich jetzt noch etwas zum Lesen komme.


  • Meint Ihr, dass mit Enoch der Enoch, im Deutsch heißt er übrigens dann Henoch, aus der Bibel gemeint ist ?


    Ich glaube eigentlich nicht, dass er der Bibel-Enoch ist (werde mir aber zur Sicherheit mal durchlesen, was über ihn in der Bibel steht), sondern sehe den Namen eher als einen Hinweis auf seine - sagen wir mal - überdurchschnittliche Lebensdauer an.


    Doris:
    Handelt Stephensons Cryptonomicon eigentlich von dem gleichnamigen Buch von John Wilkins, das hier im Roman erwähnt wurde?

    Wir sind irre, also lesen wir!


  • Meint Ihr, dass mit Enoch der Enoch, im Deutsch heißt er übrigens dann Henoch, aus der Bibel gemeint ist ?
    Das mit dem Entrücken stimmt allerdings, gmäß der Bibel wurde Henoch irgendwann von Gott entrückt, weil er die Ungerechtigkeit und die Verfolgung in der Welt nicht mehr ertragen konnte.


    Die 365 Jahre waren für damalige Verhältnisse nicht ganz wenig, aber auch nicht wirklich viel, vor allem wenn man z. B. seinen Sohn Methusalem bedenkt, der 969 Jahre alt geworden ist! ;)


    Es gibt im biblischen Zusammenhang zwei Henochs....

  • Doris:
    Handelt Stephensons Cryptonomicon eigentlich von dem gleichnamigen Buch von John Wilkins, das hier im Roman erwähnt wurde?


    Es ging in dort erster Linie um eine Chiffrierung, die im 2. Weltkrieg entwickelt und verwendet wurde. Wilkins Buch entstand ja viel früher. Ich bilde mir ein, dass es erwähnt wurde, aber groß war der Zusammenhang nicht. Alfa wüsste das jetzt sicher auf Anhieb, sie ist ja die Neal-Stephenson-Expertin hier im Forum :zwinker:.


  • Meint Ihr, dass mit Enoch der Enoch, im Deutsch heißt er übrigens dann Henoch, aus der Bibel gemeint ist ?


    Einen gewissen Zusammenhang könnte ich mir da schon vorstellen. Ein 'normaler' Mensch scheint unser Enoch nämlich nicht zu sein. Das deutet zumindest seine indirekt angesprochene Langlebigkeit an.
    Der biblische Henoch galt ja als ein weiser Mann, der der Menschheit die Schrift brachte, wenn ich nicht irre.



    Lustig finde ich auch S. 39 (deutsche Ausgabe) den Dialog zwischen Enoch und Clarke über Tee. Vor allem der Ausspruch von Clarke: "Dieser Tay ist durchaus harmlos, aber ich glaube nicht, dass die Engländer sich je für etwas derart Exotisches erwärmen werden." :breitgrins: Na, wenn der wüsste...


    Das fand ich auch sehr erheiternd. :zwinker:



    Bisher überwiegt zum Glück der Spannungsfaktor. Leipniz, Franklin, Newton ... Das erschlägt einen ein bisschen auf so engem Raum, und einiges müsste ich definitiv nachlesen, um wirklich alles zu verstehen (bin dazu aber meist zu faul).


    Geht mir fast genau so!


    Ich habe es nun bis Seite 84 der deutschen Ausgabe geschafft. Erstaunt hat mich, dass die Barker eine Sekte sind, die bereits in England gegründet worden ist. Ich nahm fälschlicherweise an, dass sie in den Kolonien entstanden wäre. :redface:
    Den Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen nach jedem(?) Kapitel finde ich im Moment etwas anstrengend. Trotzdem gefällt mir das Buch weiterhin sehr gut. Daniel Waterhouse kommt recht sympathisch rüber. :breitgrins: Seine Entscheidung den Rechtsspruch dem Jahr 1666 zu überlassen war Klasse. :daumen:


  • Ich glaube eigentlich nicht, dass er der Bibel-Enoch ist (werde mir aber zur Sicherheit mal durchlesen, was über ihn in der Bibel steht), sondern sehe den Namen eher als einen Hinweis auf seine - sagen wir mal - überdurchschnittliche Lebensdauer an.


    Überdurchschnittlich ist sie auf jeden Fall. Die Ereignisse in Boston sind 1713 angesiedelt, die Geschichte, die er Ben und Godfrey über sich erzählt, spielt 1655. Das allein macht schon 58 Jahre, und 1648 hatte er schon wieder begonnen Briefe zu schreiben und sich vom Apotheker Clarke „plagen zu lassen“. Mal angenommen, er wäre schon als sehr junger Mann so geschäftstüchtig und geschätzt gewesen, führt das aber zu einem Geburtsjahr von mindestens 1628, und damit wäre er 1713 bereits 85 Jahre alt, was man ihm zumindest nicht ansieht. Dafür spricht folgendes: Daniel Waterhouse wurde laut Personenregister im Buch 1646 geboren. Im Gespräch mit Ben, als Enoch sich vorsichtig nach dem Mann erkundigt, fragt Ben: „Älter als Ihr?“ und Enoch antwortet: „Nein, aber er wirkt vielleicht älter.“ Ziemlich zu Beginn des Kapitels „1655 Commonwealth of England – Enoch in England, 1655“ heißt es außerdem noch: „Enoch hatte sich selbst zu so etwas wie einem Experten für Langlebigkeit ausgebildet.“ Aufgrund der folgenden Sätze könnte man das so interpretieren, daß er sich besondere Unauffälligkeit zu eigen gemacht hat, was die Wahrscheinlichkeit reduziert, von wütendem Pöbel umgebracht zu werden, aber das wäre in diesem gesamten Zusammenhang dann doch zu platt. Also steckt wohl mehr und anderes dahinter. Aber was? Und im übrigen taucht er – zumindest unter dem Namen Enoch Root auch nicht im Personenverzeichnis auf ...


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Enoch scheint auch noch andere Fähigkeiten zu haben. Auf Seite 22 wird dies angedeutet.


    ... und bringt ihn durch so etwas wie einen Willensakt aus der Ferne dazu, aufzublicken und ihn auf der Fähre zu bemerken. Van Hoek sieht zu ihm hin und erstarrt.
    Enoch lässt sich äußerlich nichts anmerken, starrt dem anderen aber so lange in die Augen, dass dieser erst gar keinen Gedanken daran verschwendet, auf eine rasche Abfahrt zu drängen.


    Dadurch ist es Daniel später möglich die Minerva noch zu erreichen.
    Erstaunlich, wie gelassen Daniel über die Folgen seiner Abreise nachdenken kann. Wait Still schon fast als seinen familiären Nachfolger sieht und wie Godfrey sich später an ihn erinnern wird. Besonders gefallen hat mir die Stelle, an der stand:
    Die GESCHICHTE liegt in besten Händen. Mrs. Goose, die ein unheimliches Talent für dergleichen hat, ist mitgekommen, um sich die Sache anzusehen und einzuprägen, ...

  • Hi!


    Ich war gestern nicht online und kam erst jetzt dazu, eure Kommentare zu lesen. Ich lese derzeit noch nicht mit, weil ich dringend noch ein anderes Buch zuende lesen muss. Ein paar Dinge kann ich euch trotzdem verraten:


    Zur Widmung:
    Ich meine zu wissen, dass Stephenson verheiratet ist und ich verstehe die Widmung als an seine Frau gerichtet. Ich meine mich zu entsinnen, dass der die Barocktrilogie im Keller seines Hauses (wo er sich einen Arbeitsplatz eingerichtet hat) schrieb. Drum "the woman upstairs". Was ich übrigens sicher weiss, ist, dass er das ganze Manuskript von Hand (!!!) geschrieben hat. Habe im Netz mal ein Bild vom Manuskriptstapel gesehen :spinnen:


    Zu den Barkern:
    Ob es die Sekte wirklich gegeben hat, weiss ich nicht. Aber ihr Anführer Bolstrood ist ein fiktiver Charakter - einer seiner Nachfahren verkauft in "Cryptonomicon" wertvolle Echtholzmöbel in Neuengland.


    Zu "Cryptonomicon":
    Das Buch handelt nicht von Wilkins' Cryptonomicon, es wird in dem Roman zwar mehrfach erwähnt und auch erklärt, worum es sich dabei handelt. Aber sonst tuts wenig zur Sache. Dafür ist Kryptografie im Allgemeinen eines der grossen Themen von "Cryptonomicon". Und in der Barocktrilogie wird sie dann später auch noch wichtig.


    Zu Enoch Root:
    Der Mann bereitet nicht nur euch Kopfzerbrechen, sondern allen Lesern. Dass er ungewöhnlich lange lebt, habt ihr ja schon festgestellt. Er taucht auch in "Cryptonomicon" auf, das im 20. Jahrhundert spielt. Wie er das genau schafft, wird jedenfalls nicht vollständig geklärt. Dass er ausgerechnet Enoch heisst, dürfte sicher eine Hommage an den biblischen Enoch sein, den ihr hier schon erwähnt habt. Allerdings dürfte es kaum dieser Enoch selber sein.
    Ich neige in der Zwischenzeit zur Ansicht, dass Enoch Root eine Art Deus ex machina ist, den Stephenson zur rechten Zeit an den rechten Ort befördert, um der Handlung einen sanften Schubs in die richtige Richtung zu geben. Er greift selten aktiv ein. Aber wenn er es tut... naja, das erfahrt ihr dann später.
    Es gibt übrigens eine sehr umfangreiche (englische) Website, die sich mit Enoch Root beschäftigt. Dort wird alles, was Enoch in der Barocktrilogie und in Cryptonomicon tut, analysiert. Allerdings ist die Seite keineswegs spoilerfrei, also vielleicht eher eine Lektüre nach der Lektüre :zwinker:
    Link


    Lieber Gruss


    Alfa Romea

    Wer anderen folgt, wird nie zuerst ankommen.


  • Der Mann bereitet nicht nur euch Kopfzerbrechen, sondern allen Lesern. Dass er ungewöhnlich lange lebt, habt ihr ja schon festgestellt. Er taucht auch in "Cryptonomicon" auf, das im 20. Jahrhundert spielt. Wie er das genau schafft, wird jedenfalls nicht vollständig geklärt.


    Wenn er selbst noch im 20. Jahrhundert auftaucht, dann muß er der einzige fähige Alchimist sein, den es je gegeben hat und den Stein der Weisen gefunden haben :zwinker: Oder er ist ein entfernter Verwandter von Connor MacLeod, nur ohne Schwert und mit weniger drastischem Auftrag :breitgrins:

  • Beim Erwerb des, von Hildegunst schon erwähnten, Prismas habe ich mich köstlich amüsiert. :breitgrins: Ist euch aufgefallen, dass die Bezeichnung des Juden fast ebenso oft wechselte wie die verschiedenen Münzen. Mosessohn, Sohn des Aaron, Linsenschleifer, Schläfenlockigen usw.


    Wie Daniel habe auch ich gestutzt, als Drake auf den Zahlschein "an den Überbringer" schrieb.

  • Wenn er selbst noch im 20. Jahrhundert auftaucht, dann muß er der einzige fähige Alchimist sein, den es je gegeben hat und den Stein der Weisen gefunden haben :zwinker:


    Und vielleicht lässt er Daniel Waterhouse an diesem Geheimnis teilhaben (wilde Spekulation)? Im Personenregister ist nämlich zwar dessen Geburtsjahr angegeben, nicht aber das Todesjahr. Das kann natürlich so einiges bedeuten ...


    Die andere Frage, die bei mir noch aufgetaucht war - Crytonomicon - habt ihr schon beantwortet - merci! :smile:

  • Hallo Ihr Lieben,


    erstmal, @Alfa, vielen lieben Dank für die zusätzlichen Infos! :bussi:


    Ich habe ja gestern mal ein bisschen Wikipedia bemüht und mich ein bisschen ausführlicher über Leibniz und Newton informiert und jetzt auch erfahren, dass die beiden ja einen richtigen Wettstreit hatten und da wohl wirklich viel böses Blut geflossen ist. Anhand der Anmerkungen im Buch habe ich mir ja schon irgendso was gedacht, aber jetzt weiß ich wenigstens, dass sich der Streit darum dreht, wer denn jetzt zuerst auf die Infinitesimalrechnung kam... :rollen: :breitgrins:


    Außerdem habe ich auch über John Wilkes ein bisschen was gelesen. So weit ich das jetzt aber verstanden habe, hat er quasi das erste Buch zu Kryptografie geschrieben, aber das hieß nicht "Cryptonomicon", oder? :gruebel: Oder hab ich das nur überlesen? :redface:


    Was ich aber sehr spannend finde, ist, dass Bruce Schneier extra für das Buch "Cryptomicon" das Verschlüsselungssystem "Solitaire" entwickelt hat! Das ist ja echt der Hammer! :klatschen: Ok, genug OT! :redface: :breitgrins:


    Bin mittlerweile auf S.90 und muss sagen, seitdem ich mir jetzt ein paar Hintergrund-Infos angelesen habe und außerdem ein bisschen mehr Handlung aufkommt, komme ich richtig gut in das Buch hinein.
    Dass Waterhouse den Mord nicht gemeldet hat, kann man zwar vielleicht als Feigheit auslegen, aber ich habe mir die ganze Zeit gedacht: "Meld ihn nicht, meld ihn nicht...!" Ich denke auch, dass er sonst sehr gefährlich gelebt hätte...



    Dadurch ist es Daniel später möglich die Minerva noch zu erreichen.
    Erstaunlich, wie gelassen Daniel über die Folgen seiner Abreise nachdenken kann. Wait Still schon fast als seinen familiären Nachfolger sieht und wie Godfrey sich später an ihn erinnern wird. Besonders gefallen hat mir die Stelle, an der stand:
    Die GESCHICHTE liegt in besten Händen. Mrs. Goose, die ein unheimliches Talent für dergleichen hat, ist mitgekommen, um sich die Sache anzusehen und einzuprägen, ...


    Das fand ich auch total hart, dass Daniel einfach so seine Familie verlässt. Ob wir noch erfahren, was noch alles in dem Brief stand, dass er dafür einfach Frau und Kind verlässt???


    Liebe Grüße
    Tammy

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Hallo zusammen,


    ich wollte nur mal bekannt geben, dass ich am Montag auch mit Quicksilver angefangen habe. Sehr weit bin ich allerdings noch nicht gekommen, denn zum einen wollte ich zuerst noch ein anderes Buch zuerst beenden und zum anderen fiel mir der Einstieg relativ schwer.


    Überrascht war ich darüber, dass die Geschichte in Boston beginnt - ich hätte in jedem Fall ein europäisches Startsetting erwartet. Aber Boston ist auch gut. :zwinker: Jetzt lese ich mich erstmal ein Stück in die Geschichte hinein und melde mich dann wieder.


    Ja, wikipedia wird mir bei der Lektüre auch noch einiges an Diensten erweisen müssen.... :redface: Mein Hintergrundwissen ist wie meistens recht mau. :zwinker:


    Viele liebe Grüße :winken:
    Miramis

    :lesen: Kai Meyer - Die Bibliothek im Nebel

  • Also um seine Zeit in Epsom beneide ich Daniel nun wirklich nicht. Die Versuche, die dort teilweise durchgeführt wurden, sind grauenhaft. :entsetzt:
    Andererseits ist es interessant zu lesen, wie die Herren an ihr Wissen gekommen sind. Hooke und seine Entdeckung der Zellen, oder die Annahme das aus toten Tieren einfach so neues Leben entstehen würde. Dieser geballte Wissensdurst vereint an einem Ort, welche Experimente sie anstellen, zusammenarbeiten ohne den anderen zu hindern oder gar zu verlachen, wie es sonst oft der Fall ist. Und zwischen all diesen Genies Daniel, der immer noch mehr versteht als ich, die chronisch auf der Leitung zu sitzen scheint. Die Anspielung des Herzogs von York habe ich erst verstanden, nachdem Daniel es erklärte. :redface:


    Die kommenden Abschnitte aus der Vergangenheit werden wohl die Aufzeichnungen Daniels auf der Überfahrt sein, oder wie seht ihr das?

  • Hallo ihr Lieben!


    Ich bin zwar gerade erst mal eineinhalb Kapitel weit, aber fühle mich jetzt schon total gestresst. Da gibt's ja Unmengen von Dingen, die ich erst recherchieren muss, weil ich keine Ahnung hab, wovon hier geredet wird. Mein geschichtliches Wissen beschränkt sich auf einige wenige Zeiträume und diese eigentlich alle in Europa, drum gucke ich erstmal ein bisschen :entsetzt:.
    Dass der junge Ben - den ich übrigens total gerne mag - Franklin heißt, ist aber sogar mir aufgefallen. :breitgrins: Bin ja gespannt, ob wir ihn noch länger begleiten dürfen.


    Den Stil mag ich eigentlich. Ich brauche zwar Ewigkeiten beim Lesen und muss, wie gesagt, immer und immer wieder Wörter oder Hintergründe nachschlagen, aber ich finde, dass Neal Stephenson eine ganz tolle Atmosphäre erschafft. Man fühlt sich richtig mit dabei.



    Das Gespräch zwischen Enoch und den Harvard-Angehörigen hat mich amüsiert. :breitgrins: Dafür war die Unterhaltung zwischen Enoch, Godfrey und Ben wohl mehr als Informationsquelle für den Leser gedacht, denn wie Doris schon bemerkt, dass die Kinder, insbesondere Ben, so ein Wissen besitzen sollten kann ich auch kaum glauben.


    Das fand ich auch und das war bisher auch das einzige, was mich ein wenig gestört hat. Solcherlei Gespräche, die nur dazu da sind, um den Leser schlauer zu machen (was ja grundsätzlich sinnvoll und gut ist) erinnern mich immer an "Sofies Welt", wo es Hunderte von Seiten lang so dahinging. In Ermangelung einer besseren Idee, wie man dem Leser Hintergrundwissen nahebringen kann ohne ewig lang alles aufzuzählen, was er wissen muss, werde ich mich aber damit abfinden müssen. Und Ben und Godfrey zusammen sind ja ganz nett.


    Enoch ist mir noch ein Mysterium, aber das gefällt mir so gut, dass ich es gar nicht so eilig habe, alles über ihn herauszufinden. :breitgrins:


    Liebe Grüße,
    die langsame Wendy

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