Antonia Blum - Kinderklinik Weißensee: Geteilte Träume

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    Seit dem dritten Band sind einige Jahre vergangen. Der Krieg ist vorbei, aber seine Nachwirkungen sind noch überall zu spüren. Das alles ist auch an der Kinderklinik Weißensee nicht vorbeigegangen. Emmas Tochter Elisabeth „Lissi“ Vogel ist inzwischen Ärztin und nun will sie in die Fußstapfen ihrer Tante treten. Doch der Klinikchef macht ihr das Leben schwer. Aber Lissi lässt sich genauso wenig einschüchtern wie seinerzeit ihre Tante. Marlene muss aus dem russischen Sektor fliehen und in Westberlin komplett neu anfangen.


    Ich habe mich schon sehr auf diesen Band aus der Reihe „Kinderklinik Weißensee“ gefreut, denn natürlich wollte ich wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil der Autorin Antonia Blum lässt sich angenehm und flüssig lesen.


    Auch dieses Mal sind die Charaktere wieder gut und authentisch gezeichnet. Emma versucht in der schwer beschädigten Klinik, die Pflege der Kinder aufrechtzuerhalten, obwohl sie nur den Mangel verwalten kann. Lissi hat eine Kinderlähmung überstanden und von der Krankheit eine Verformung ihres Beines zurückbehalten. Vielleicht wird die begabte junge Frau daher vom Klinikdirektor falsch eingeschätzt. Doch die Krankheit hat bei Lissi auch seelische Narben hinterlassen. Als es immer mehr Fälle von Kinderlähmung gibt, wird sie mutlos und kann nicht mehr für ihre kleinen Patienten kämpfen, aber auch nicht für ihre Liebe, dabei hat sie sich gerade erst verliebt. Marlene muss sich an das unterschiedliche Leben in Westberlin gewöhnen. Das Verhältnis zu ihrer Schwester Emma wird dadurch belastet.


    Diese Reihe hat Einblicke in die damalige Zeit mit allen ihren Wirren und Schwierigkeiten gegeben. Man konnte mit den Protagonisten in diese Zeit eintauchen und alles hautnah miterleben.


    Mir hat diese Reihe sehr gut gefallen. Meine Empfehlung!


    5ratten

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    Schwere Tage


    1948. Lissi Vogel will an der Kinderklinik Weißensee in die Fußstapfen ihrer Tante Marlene treten. Doch die junge Frau wird wegen ihres verformten Beines, das sie wegen einer überstandenen Kinderlähmung hat, vom Klinikdirektor geringgeschätzt. Und er legt ihr immer wieder Steine in den Weg. Doch genau wie Marlene lässt sie sich nicht einschüchtern.


    Marlene musste von jetzt auf nachher aus Ostberlin fliehen und hat in Westberlin bei null angefangen. Dann häufen sich die Fälle von Kinderlähmung, Lissi wird mit ihrer Angst konfrontiert und verliert den Mut. Sie br4ingt es auch nicht fertig um den Mann den sie liebt zu kämpfen.



    Meine Meinung


    Dies ist der vierte Band um die Kinderklinik Weißensee, um die Schwestern Marlene und Emma. Das Buch ließ sich wieder gut lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Ganz überraschend musste Marlene, wie im Klappentext bereits erwähnt, mit ihrer Familie nach Westberlin fliehen. Zum Glück konnte man zu dieser Zeit noch über die Sektorengrenze, so dass Emma sie auch besuchen konnte. Doch Marlene konnte es nicht riskieren, nach Ostberlin zu reisen. Sei tat mir unendlich leid. Auch Emma tat mir leid, musste sie doch zusehen, dass sie Material für Reparaturen der Klinik bekam, denn dafür fehlte das Geld. Lissi wurde schwer krank und ich war zunächst schockiert, denn davon hatte ich auch schon gehört. Sie tat mir leid, glaubte sie doch sie sei unheilbar krank und sie könne in ihrem Beruf nicht mehr arbeiten. Dass sie dachte, das ihrem Traummann nicht zumuten zu können, war der zweite Schlag für Lissi. Die Diagnose war wirklich niederschmetternd, doch wer wissen will, ob und wenn ja wie, doch noch alles gut wurde, der muss dieses Buch lesen. Die Autorin hat wieder sehr spannend dem Klinikalltag geschildert und auch alles andere ist sehr spannend geschrieben. Es hat mir sehr gut gefallen, hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne von mir.

    5ratten


    Liebe Grüße

    Lerchie

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    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Der vierte und letzte Band der Reihe Kinderklinik Weißensee spielt kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Lissi, die Tochter von Emma, ist dieses Mal die Protagonistin - dennoch kommen die Schwestern Emma und Marlene nicht zu kurz. Lissi beginnt ihre Tätigkeit als Assistenzärztin in der Kinderklinik und stößt dabei auf einige Herausforderungen.


    Auch wenn es nun bereits wieder eine Weile her ist, dass ich die ersten drei Bände der Serie gelesen haben, habe ich problemlos in die Geschichte hineingefunden. Die Vorgeschichte wird zwar nicht wiederholt, an wichtigen Punkten wird aber geschickt ohne zu nerven nochmals einzelnen erzählt. Man kann das Buch auch einzeln lesen - ich empfehle aber dennoch die gesamte Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Figuren auch kennenzulernen.


    Mir hat auch dieser Band wieder sehr gut gefallen. Besonders interessant fand ich mehr über die Krankheit Polio, die eine große Rolle in dem Buch spielt, zu erfahren. An keinem Punkt kam Langeweile vor, es gibt wie immer mehrere Handlungsstränge, die den Leser bei Laune halten: die Politik nach dem Zweiten Weltkrieg und die Teilung Berlins, Kinderkrankheiten, die erste große Liebe und die Schwierigkeiten ein Krankenhaus in der Nachkriegszeit zu führen sind nur ausgewählte davon.


    Auch wenn mir die Serie sehr gut gefallen hat, denke ich, dass tatsächlich ein guter Zeitpunkt für das Ende ist.



    5ratten