Beiträge von MacOss

    Deine Schwierigkeiten mit diesem Buch beruhigen mich in gewisser Weise. ^^ Ich habe in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Anläufe unternommen, es zu lesen, und stets ist mein Lesezeichen mehr oder weniger weit im ersten Drittel des Buches steckengeblieben. Dieses Buch und ich – das soll wohl nicht sein ... :|

    Danke für Deine Vorstellung dieses Buchs, Anne :thumbup:


    Ich schaue ganz interessiert auf das Buch, weil ich mich als junger Leser in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern mal mehr, mal weniger intensiv mit der Gruppe 47 und ihren Autoren befasst habe, und ich muss mir selbst ganz ehrlich eingestehen, dass auch mir in erster Linie ihre männlichen Mitglieder im Gedächtnis geblieben sind, auch weil sie medial damals einfach omnipräsent waren, seien es Reich-Ranicki, Handke, Grass oder Walter Jens. Und ich hatte schon damals das Gefühl, bei den Frauen der Gruppe interessierte man sich eher für ihre persönlichen Verbindungen zu den männlichen Kollegen (wie Ingeborg Bachmanns Beziehung zu Max Frisch und Hans Magnus Enzensberger) als für ihre literarischen Leistungen. Insofern unternimmt dieses Buch den lobenswerten Versuch einer späten Wiedergutmachung.


    Ich bin über den den Beitrag von Meike Feßmann im Büchermarkt-Podcast des Deutschlandfunks auf dieses Buch gestoßen:

    Die Frauen der Gruppe 47 - „Einige Herren sagten etwas dazu“
    Etliche Autorinnen waren bei den Schriftstellertreffen der Gruppe 47 dabei. Nicole Seifert erzählt in „Einige Herren sagten etwas dazu“ von ihnen.
    www.deutschlandfunkkultur.de

    Ich stöbere gerade ein wenig im Internet und bin auf einen Artikel bei Welt-Online aus dem Jahr 2019 gestoßen, in dem verschiedene Autoren jeweils kurze Statements zu ihren Lieblingsbüchern von Thomas Bernhard abgeben und den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Da bekomme ich richtig Lust, auch mal wieder einen Bernhard zu lesen. :)


    Autoren-Umfrage: Ihr Lieblingsbuch von Thomas Bernhard? - WELT
    Vor 30 Jahren starb Thomas Bernhard. Wir haben Schriftsteller von heute nach ihrem Lieblingswerk des modernen Klassikers gefragt. Antworten von Clemens Setz,…
    www.welt.de

    Liu Cixin (geb. 1963)

    Die drei Sonnen

    Originaltitel: San Ti (三體)

    Erstveröffentlichung: 2006

    Aus dem Chinesischen von Martina Hasse (2017)

    Heyne Taschenbuch (591 Seiten)


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    Ich habe diesen Knapp-600-Seiten-Wälzer innerhalb weniger Tage gelesen und schließe mich der begeisterten Meinung von Ingroscha an. Ich bin – abgesehen von einer heißen Science-Fiction-Phase in meiner Jugend und immer wieder unternommenen Wiedereinstiegsversuchen in den vergangenen Jahren – eigentlich kein passionierter Leser von Science-Fiction-Literatur, aber dieses Buch hat mir doch sehr gut gefallen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es dabei für mein Empfinden auch nicht unbedingt dem Bild entspricht, das ich mir angesichts von Star Wars, Star Trek, Perry Rhodan & Co. von SF geformt habe, sondern um den relativ un-utopischen Versuch einer Darstellung, wie der Erstkontakt der Menschheit zu fremden intelligenten Wesen technisch vonstatten gehen kann und wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen angesichts einer möglicherweise übermächtigen Bedrohung von außen, was das in ihnen auslöst und ob sie in Aktionismus oder Apathie verfallen, in Optimismus oder grenzenlose Depression.


    Ohne zu viel von der Handlung vorwegzunehmen, beschreibt dieses Buch den Kontakt der Menschheit zu einer ca. 4 Lichtjahre entfernt lebenden außerirdischen Zivilisation, von der ersten Kontaktaufnahme per Funksignal über große Radioteleskope, dann per quantenmechanischer Phänomene in Echtzeit und in der Zukunft wohl auch „persönlich“. Die Erzählung ist größtenteils in China angesiedelt und spannt einen zeitlichen Bogen über die Kulturrevolution der 60er-Jahre bis in die Gegenwart hinein. Die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen während der Kulturrevolution mit all' ihren Schrecken und Repressalien sind dann auch prägend für einige der handelnden Personen und möglicherweise der Grund dafür, warum der eine oder die andere gar kein Problem damit hätte, wenn die Menschheit durch die Außerirdischen komplett ausgelöscht würde ...


    Das Buch wird, soweit ich das mitbekommen habe, dem Genre der technikorientierten Hard Science Fiction zugeordnet, d.h. es beinhaltet eine ganze Menge an Wissenschaft, viel Mathematik, Grundlagenforschung und Physik wie z.B. das von Ingroscha schon erwähnte Drei-Körper-Problem, das im Prinzip die Ursache für das Bestreben der außerirdischen Zivilisation der sogenannten Trisolarier ist, ihre Heimat zu verlassen und in stabilere Gefilde zu ziehen, denn die drei einander umkreisenden Sonnen im Zentrum ihres Sonnensystems sorgen für keine stabilen und vorhersagbaren Verhältnisse auf ihrem Planeten. Die wissenschaftlichen Erläuterungen solcher Probleme nehmen relativ großen Raum im Buch ein, und für sowas Trockenes muss man schon ein Faible haben. Mir jedenfalls hat es gefallen, weil es mir das Gefühl gegeben hat, eine Geschichte wie im Buch geschildert könnte sich tatsächlich eines Tages so zutragen und ist nicht komplett abwegig.


    Gut, die Figurenzeichnung ist nicht die beste, viele der handelnden Personen blieben für mich relativ farblos, und ihre chinesischen Namen haben auch nicht unbedingt dazu beigetragen, dass ich sie stets auseinanderhalten und zuordnen konnte. Aber dank des Namenverzeichnisses am Anfang des Buches, das von mir ein eigenes Post-it-Reiterchen fürs schnelle Nachschlagen bekommen hat, war auch dieses Problem zu bewältigen. ;)


    Ich habe die Nachfolgebände dieser auf drei Bücher angelegten Reihe bereits im Regal zu stehen und mit dem zweiten Band („Der dunkle Wald“) auch schon begonnen, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.


    Das Buch bekommt von mir 4ratten

    Sprachlich verstecken sich ein paar Perlen zwischen den Seiten, allerdings habe ich keine Erzählung durchgängig als übermäßig ausgefeilt wahrgenommen.

    Wer hat die Erzählungen denn übersetzt? Manchmal liegt sowas ja auch an der Übertragung ins Deutsche, die ja immer auch ein Kind ihrer Zeit bzw. ihres Verfassers ist. Als abschreckendes Beispiel habe ich da Heinrich Bölls bräsige Übersetzung vom "Fänger im Roggen" aus den Sechzigern vor Augen, die wohl der Grund dafür war, dass ich nie so recht warm geworden bin mit dem Buch. Erst die Neuübersetzung von Eike Schönfeld vor ein paar Jahren, die sprachlich wesentlich näher am Original sein soll und die mir gut gefallen hat, hat mir das Buch näher gebracht.

    Ich habe gestern meinen Reread der Drei Männer im Schnee beendet, und es war wieder einmal ein großes Vergnügen, Geheimrat Tobler, Doktor Hagedorn und den angeblichen reichen Reedereibesitzer Johann Kesselhuth bei ihrem Verwirrspiel um falsche arme Schlucker und vermeintliche Millionäre zu begleiten! Mir verschafft das Buch jedesmal gute Laune, und wenn ich es lese, habe ich die meiste Zeit ein breites Lächeln im Gesicht.


    Ich habe diesmal auch auf problematische Stellen oder Schilderungen geachtet, an denen man als heutiger Leser hängenbleibt und stutzt. Sie gibt es, aber ich halte sie nicht für übermäßig heikel, weil sie sich in den Erzählton einpassen und vor dem Hintergrund der Entstehungszeit des Buches im Lesefluss eigentlich nicht weiter stören, jedenfalls mich nicht.


    Und ja, auch die Frauen im Buch kommen oft nicht gut weg, aber das tun die meisten Männer ebenfalls nicht. Sie bekommen alle ihr Fett weg: Männer wie Frauen, der Hoteldirektor und der Portier, die reichen Schnösel unter den Hotelgästen und eben auch die dünkelhaften Frauen von Mallebré und Casparius, die alle bemüht sind, den vermeintlichen Millionär Hagedorn zu umgarnen und seine Gunst zu gewinnen und dabei den Habenichts Schulze/Tobler so schnell wie möglich wieder loszuwerden, weil er ein Störfaktor ist. Alle sind überspitzt gezeichnet, klischeehafte Karikaturen, klar. Aber mich hat’s nicht gestört. Es hat gepasst.


    Und zumindest eine positiv besetzte Frauenfigur gibt es ja, nämlich die Schulze/Tobler-Tochter Hildegard, die durchaus selbstbewusst, klug und modern auftritt und Doktor Hagedorn auch schon mal ordentlich Kontra gibt, wenn er darüber entscheiden will, dass er künftig alleine für ihrer beider Lebensunterhalt aufkommen und der Ernährer sein will, wenn sie mal heiraten. Finde ich schon bemerkenswert, wenn man bedenkt, wann das Buch erschienen ist (1934).


    Also, alles in allem ein großartiges Buch für mich. :)

    Für mich ein klarer :tipp:

    Ich vergebe 5ratten

    Ich denke, ich werde dieses Buch mal auf meinen Merkzettel setzen und mich etwas eingehender mit Guillermo del Toro befassen. Er muss eine interessante und vielseitige Person sein. Mir ist er hauptsächlich in Erinnerung, weil er vor einigen Jahren ursprünglich Regie bei der Hobbit-Verfilmung führen sollte, dann aber aus diversen Gründen abgesprungen ist und Peter Jackson das Ruder übernommen hat.

    Ich habe hier neulich schon etwas auf Deinen Beitrag, Breña, geschrieben als Reaktion auf Deine Bauchschmerzen bezüglich der Darstellung von Frauen im Buch und anderer Schilderungen, die heute als problematisch betrachtet werden können. Ich fürchte nur, ich hatte da vorschnell etwas rausgehauen, das ich möglicherweise nicht komplett durchdacht habe und mit dem ich mich nach mehrmaligem Lesen selbst nicht mehr so richtig wohl gefühlt habe, denn ich glaube, ich habe Deine Bedenken etwas heruntergespielt und beiseite gewischt und das Fazit gezogen: Klar, das hat Kästner so geschrieben, aber ganz bestimmt nicht so gemeint, schließlich war er ein anständiger Kerl. Oder so ähnlich. Das tut mir leid.


    Ich hatte dann selber Bauchschmerzen mit meinem Beitrag, habe ihn zunächst überarbeitet und immer weiter daran herumgedoktert, bis er mir aber gar nicht mehr gefallen hat und ich ihn nach einigem Überlegen letztlich ganz gelöscht habe.


    Ich habe mir aber vorgenommen, das Buch, das ich ohnehin in diesem Winter einem Re-Read unterziehen wollte, nun erst recht noch einmal und mit besonderem Blick auf problematische Stellen zu lesen. Ich habe damit heute abend begonnen. Und was soll ich sagen – ich bin gleich nach ein paar Seiten auf eine Passage gestoßen, von der ich nicht weiß, ob sie ironisch gemeint ist, ob Kästner hier eine Kunstfigur als Erzähler sprechen lässt oder ob er selbst dieser Meinung war:



    Diese Passage transportiert natürlich ein Frauenbild, das heute mindestens veraltet ist, um es mal vorsichtig zu formulieren. Und auch wenn ich nicht weiß, wie ernst sie zu nehmen ist, so glaube ich, solche Stellen sind das, was Dich, Breña, im Buch gestört hat, oder?


    Klar, man sollte beim Lesen eines Textes zwar auch immer seine Entstehungszeit und den historischen Kontext betrachten und die Formulierungen und Begriffe entsprechend gewichten, aber sie sind zumindest diskussionswürdig.


    Ich weiß, dass dieses Thema in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, und ich möchte nicht ausgerechnet anlässlich des Buchs Drei Männer im Schnee hier eine Diskussion lostreten, die schnell die Emotionen hochkochen lassen könnte. Ich werde aber das Buch aufmerksam weiterlesen und auf solche Passagen achten. Und ich verstehe jetzt zumindest, was Du meinst.

    Toll, das klingt interessant. Als ich Deine SLW-Liste gesehen habe, habe ich mich schon gefragt, was man aus dem Thema Quallen wohl für ein Buch machen könnte. Aber die Bücher aus der Naturkunden-Reihe von Matthes & Seitz sollen alle sehr gut sein und sind auch edel aufgemacht – ich hatte letztens einige Exemplare in der Buchhandlung in der Hand und war kurz davor, eines zu kaufen. Ich bin gespannt auf Deine Meinung zu den anderen Büchern. :)

    Hier knallt es seit Stunden durchgehend, als sei schon Mitternacht.

    Ja, bei uns in Berlin auch. X/ Und am Alexanderplatz hat es schon die ersten Ausschreitungen gegeben, als sich mehrere hundert(!) Leute gegenseitig mit Böllern beworfen haben. Die Polizei ist aber nach dem letzten Jahr wohl vorbereitet und konnte da erst mal Ruhe reinbringen. Ich fürchte, das bleibt nicht so...

    Milena Michiko Flašar (*1980)

    Ich nannte ihn Krawatte

    Erstveröffentlichung: 2012

    Verlag: btb

    Taschenbuch, 140 Seiten


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    Was für ein schönes, oftmals sehr trauriges und melancholisches, aber unterm Strich ungemein tröstliches Buch.


    Der etwa 20-jährige Hiro ist ein in Japan sogenannter Hikikomori, also jemand, der sich absichtlich der Gesellschaft und seinen Mitmenschen entzieht und sein Zuhause nicht oder so gut wie gar nicht mehr verlässt. Als Hiro eines Tages jedoch die Sehnsucht treibt, fasst er Mut und wagt sich nach zwei Jahren Abgeschiedenheit in seinem Zimmer im Hause seiner Eltern wieder nach draußen. Er sucht den von ihm seit Kindheitstagen so geliebten Park auf, setzt sich auf die vertraute Bank bei der großen Zeder, auf der er so manche glückliche Stunde verbracht hat, und beschließt, beflügelt von seinem Mut und angetrieben von dem Gedanken, wieder Kind sein zu dürfen, nun jeden Morgen hierher zu kommen.


    Eines Tages fällt Hiro dieser Mann auf, der regelmäßig auf der Parkbank gegenüber Platz nimmt, immer wochentags, dort die Zeitung liest, etwas von seinem Bentō (seiner Lunchbox) isst und anschließend eine Zigarette raucht. Dieser Mann, Herr Ōhara, Mitte fünfzig, ist ein sogenannter Salaryman, einer der vielen Anzug tragenden Büroangestellten, die zuhauf die Tokioter Innenstadt bevölkern. Und auch Herrn Ōhara fällt irgendwann der ihm tagtäglich gegenübersitzende Hiro auf. Bis er beschließt, einfach zu diesem rüberzugehen und das Gespräch mit ihm zu suchen.


    Auch wenn beide anfangs noch vorsichtig umeinander kreisen und nicht so recht wissen, was sie mit dem anderen anfangen sollen, so erkennen sie bald, dass sie eines eint: Sie sind beide aus der Gesellschaft Gefallene, jeder auf seine Weise. Und so beginnen sie, einander ihre Lebensgeschichten zu erzählen, von den Menschen und den Ereignissen in ihrem Leben, die sie aus der Bahn geworfen und zu den Menschen gemacht haben, die sie sind. Sie plaudern immer wochentags auf der Parkbank, bei Regen auch mal im Jazz-Café um die Ecke. Und dabei entwickeln sie sogar so etwas wie Freundschaft.


    Den Schluss des Buches möchte ich hier nicht vorwegnehmen, nur so viel: Es wird traurig und versöhnlich zugleich, und am Ende musste ich so manche Träne wegdrücken.


    War ich anfangs skeptisch, was den traurigen und melancholischen Grundton der Erzählung betrifft, weil mir der Sinn derzeit eigentlich nicht nach schwerer, deprimierender Lektüre steht, so legte ich das Buch am Ende doch glücklich und zufrieden beiseite, wahrscheinlich auch, weil das Buch streckenweise – so formulierten es einige Kritiker – hart am Kitsch vorbeischrammt. Aber egal. Ich brauche sowas im Moment.


    Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Sprache ist einfach und verständlich, die Form etwas ungewöhnlich. So verzichtet die Autorin zum Beispiel auf An- und Abführungszeichen in den Dialogen, trotzdem weiß man stets, wer spricht. Darüber hinaus ist das Buch zumeist in kurzen und knappen Sätzen gehalten. Einfach zu verstehen. Oft ohne Subjekt, Prädikat oder Objekt. Manchmal nur drei Wörter lang. Oder zwei. Liest sich trotzdem sehr gut. Oder gerade deswegen.


    Eine Empfehlung. :) Ich vergebe 4ratten und :marypipeshalbeprivatmaus: .

    Ich freue mich, dass du dabei bist, MacOss ! Und dann gleich mit so einem Backstein =O

    Ich weiß, ich weiß ... ich hoffe, ich übernehme mich damit nicht. Aber nachdem ich letzte Woche sämtliche Social-Media-Apps von meinem Handy gelöscht und mir heute vorgenommen habe, in nächster Zeit erst mal kein Netflix & Co. mehr zu schauen, bin ich voller Optimismus ^^ ...

    Haha, das ist ja genau mein Thema ... zu meinen guten Vorsätzen für das kommende Jahr zählt nämlich, dass ich überhaupt mal wieder etwas mehr lese ... :verlegen:


    Aber dieser Thread sollte mir Ansporn genug sein, nun endlich mal eine Altlast von meinem SUB zu befreien, um die ich mich schon längst kümmern wollte:


    Murasaki Shikibu - Die Geschichte vom Prinzen Genji


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    Mit über 1900 Seiten wohl auch dick genug für diese Runde. ^^


    Zumal ich sowieso vorhatte, dieses Buch in der nächsten Zeit zu lesen, denn im Januar 2024 startet im japanischen Fernsehen die neue jährliche Mammutserie des Senders NHK, Hikaru Kimi e (光る君へ), zu deutsch etwa: "An dich, die du strahlst", die als zentrale Figur ebenjene Murasaki Shikibu und ihr Leben zum Thema hat. Diese "Taiga Dorama" (大河ドラマ) genannten Serien nehmen sich seit vielen Jahrzehnten jeweils eine bestimmte historische japanische Person oder Ära als zentrales Thema und laufen i.d.R. das ganze Jahr von Januar bis Dezember mit wöchentlichen Folgen, also meist um die 40 bis 50 Folgen, immer sonntagabends. Und im kommenden Januar startet nun diese neue Serie. Ich hoffe ja, ich komme über meine diversen Kanäle an die Folgen ran. Übrigens: Sei Shōnagon, die Autorin des Kopfkissenbuchs, kommt ebenfalls in der Serie vor. Sie und Murasaki Shikibu waren Zeitgenossinnen und kannten einander sogar, wenn ich das richtig im Kopf habe.


    Also – welche bessere Gelegenheit, mich endlich an dieses Werk zu wagen, als die Januar-Monatsrunde gäbe es...? :)

    Ihr Lieben, ich wünsche Euch allen ebenfalls ein schönes Weihnachtsfest und ein paar ruhige und besinnliche Feiertage. Ich bin froh, meine Schmollphase überwunden und wieder zu Euch zurückgefunden zu haben. Ich war in den letzten Jahren an einigen Orten im Netz unterwegs, aber hier ist es immer noch am schönsten. Hier fühle ich mich immer noch am wohlsten. :) <3

    Danke für Deinen Vorab-Leseeindruck, das Buch klingt interessant. :thumbup:


    Ja, Shakespeare ist ein Mysterium, man weiß so wenig über ihn und sein Leben, ob Shakespeare tatsächlich Shakespeare war oder etwa der unter Pseudonym schreibende Christopher Marlowe, oder Ben Johnson, Francis Bacon oder gar Queen Elizabeth I. Mein Shakespeare-Fieber wurde vor einigen Jahren mit der Biografie "Unser Shakespeare" von Frank Günther geweckt, der zwar das dürftige vorhandene Material über Shakespeare und seine Zeit gesichtet hat, aber zu vielen biografischen Dingen über Shakespeare letztlich auch nur im Nebel stochert.


    Ich bin gespannt auf Deine weitere Lektüre. Das Buch werde ich auf meine Warteliste setzen. :lupe: