Terry Pratchett - Die Nachtwächter

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    Titel: Die Nachtwächter
    Autor: Terry Pratchett


    Allgemein:
    410 S.; Manhattan; 2003; 19.90 €



    Inhalt:
    Sam Mumm Kommandeut der Stadtwache hat einen folgenschweren Unfall, als er den gefährlichen Verbrecher Carcer verfolgt wird er auf dem Dach der Zauberberbibliothek in die Vergangenheit versetzt. Dreißg Jahre früher: Ankh - Morporks Stadtwache ist durchzogen von Kurupten Komandeuren und der herrschende Patrizier Lord Winder nutzt dies für seine eigenen Ziele. Und dann ist da noch ein junger Obergefreiter Namens Sam Mumm. Und der ältere Sam Mumm aus der Zukunft schlüpft in die Rolle von John Keel um Ankh - Morpork und auch sein jüngeres selbst vor dem schlimmsten zu bewahren, denn auch Carcer hat es in die Vergangenheit verschlagen...


    Meine Meinung:
    Irgendwie wird es für mich nach jedem Roman, den ich von Terry Pratchett lese schwieriger zu entscheiden welche Figur der Scheibenweltromane mir am besten gefällt. Eigentlich gehört Komandeur Mumm zu diesen Figuren :cool:


    Doch "Die Nachtwächter" konnte mich nicht so ganz überzeugen. Irgendwie haben mir hier vorallem die gewohnten Figuren gefehlt die sonst so unter Mumms Befehl stehen. Außerdem war mir der Roman einfach nicht skuril genug.
    Andererseits fand ich es schön etwas mehr über Mumms Vergangenheit zu erfahren. Leider beschränkt sich Pratchett hier viel zu stark auf Mumm und so wirken viele der anderen Figuren eher unwichtig obwohl sie das eigentlich nicht sind. Sie bleiben eher blass, was ich schade finde.
    Ein bisschen versöhnt wurde ich nur durch die Figur des jungen Ventinari der einigen Lesern als zukünftiger Patrizier bekannt sein dürfte :breitgrins:


    Zum Abschluss bleibt zu sagen: Kann man lesen muss man aber nicht!


    3ratten

  • Öhm - das ist mein Lieblingspratchett :kommmalherfreundchen:


    Ich fand gerade genial, dass das Buch anders ist als die meisten Scheibenweltbücher.
    Insgesamt ist es natürlich ernster als gewohnt, aber wie Mumm seinem jüngeren ich beibringt, ein Polizist zu sein, ist einfach köstlich.
    Ebenso Vetinari als Assassinenschüler.

    :lesen: Naomi Novik - Uprooted

  • Da kann ich mich Mäusedudler anschließen...allein die Stimmung in diesem Buch ....wow! Charcer ist so widerlich und entsetzlich, wie man sich einen wirklich fiesen Mörder wünscht und es ist einfach klasse den ganzen jüngeren Ichs zu begegnen :breitgrins:
    Auch die Barrikade ist einfach nur genial! Und das wehmütige Ende, der Flieder...*schwärm*
    Mir ist beim Lesen fast die ganze Zeit die Spucke weggeblieben, diese Mischung aus Entsetzen und tödlichem Ernst, trotz gewisser Komik und den typischen Gestalten (Nobby :breitgrins:) ist einfach Hammer!

    LG Gytha

    “Dieses Haus sei gesegniget”

  • Tja wie gesagt habe ich den Roman total anders empfunden. Stellenweise war er mir einfach zu langatmig und auch nicht besonders witzig. Es gab gute Szenen aber die waren viel zu spärlich gesäht. Ich hab mich sogar eher gelangweilt als unterhalten gefühlt.

  • Im Zuge meines Reread - Projekts der Scheibenwelt nach Protagonist_innen geordnet, bin ich also beim 6ten "Watch Novel" gelandet.
    Mir sind also die vorherigen fünf noch sehr frisch im Gedächtnis und ich finde es fantastisch, was Pratchett mit seinem Repertoire an Figuren macht! Dem kleinen Nobby zu begegnen, dem jungen Vetinari... Durchaus bleibt dabei einiges an Potential ungenützt (an Fred Colon ist keinerlei Entwicklung zu sehen, allerdings ist das vielleicht sogar gewollt :breitgrins:), wobei es Pratchett schafft den größten Fauxpas zu umgehen, den er in dieser Plotkonstruktion machen könnte, d.h. zwanghaft zu versuchen, alle "Watchmen" unterzubringen.


    Ich amüsiere mich jedenfalls großartig - an Thud! kann ich mich nicht mehr so erinnern, aber Snuff ist dann leider ein richtiger Reinfall - und fiebere mit einem Sam Vimes in Hochform mit!

    Auch ungelebtes Leben<br />geht zu Ende<br />- Erich Fried

  • Das ist der erste Pratchett für mich, und ich habe abgebrochen. Es konnte mich überhaupt nicht gefangen nehmen, alles schien so unzusammenhängend und uninteressant.


    Vielleicht funktioniert es, wenn man andere Scheibenweltromane kennt, aber da das bei mir nicht der Fall ist, kann ich überhaupt nichts damit anfangen. :smile:

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.&nbsp; - Albert Einstein

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    Klappentext laut Amazon:

    Eine geniale Mischung aus Witz, Ironie und philosophischem Tiefsinn.Durch einen Blitzschlag wird Kommandeur Mumm von der Stadtwache dreißig Jahre in die Vergangenheit versetzt: Im alten Ankh-Morpork herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Wache besteht aus korrupten Versagern, und einer von ihnen ist der junge Obergefreite Sam Mumm, der den schädlichen Einflüssen eines gefährlichen Verbrechers zu erliegen droht ...


    Mein erster Eindruck:

    Ich lasse mir das eBook vorlesen und bin eben bis zu der Stelle gekommen, an der Mumm Carcer gestellt und wieder verloren hat. Ich kann mir keinen einzigen Namen merken (musste eben auch nochmal nachschlagen), außer "Erster Ehelicher" :totlach: Das war bisher auch der größte Lacher für mich. Ansonsten bin ich überraschend gut in die Geschichte reingekommen und sie ist zumindest bisher nicht so abgedreht, wie ich befürchtet hatte.

    Ich habe gesehen, dass es irgendwelche Fußnoten gibt, aber die höre ich nicht, denn sie werden erst gebündelt am Ende des eBooks angezeigt. Entgeht mir da was? Ich muss da direkt an "Bartimäus" von Jonathan Stroud denken, bei dem die Hälfte des Lesespaßes ohne die Fußnoten fehlen würde.

  • Unbedingt die Fußnoten lesen. Sie gehören zu Pratchett einfach dazu und meiner Meinung nach verpasst du etwas, wenn du sie auslässt.

  • Ich bin (ohne Fußnoten) ein bisschen weitergekommen und Mumm hat gerade herausgefunden, wo wann er sich befindet.


    Ich weiß nicht, ob es an den fehlenden Fußnoten liegt oder am Vorlesen, aber so richtig viel Humor höre ich da eigentlich gar nicht raus. Kommt vielleicht noch? Also ja, ein gewisser trockener Humor schwingt mit, aber steht für mich nicht im Vordergrund.

  • Das ist "Night Watch", hm..?! Also einer der späteren Bände über die Wache.. Wenn ich mich richtig erinnere, ist der tatsächlich ein wenig düster/moralisch und nicht so vordergründig humorsprühend; geht viel um die Person von Vimes, den man halt aus früheren Bänden kennt - gut fand ich ihn trotzdem.

  • Oh, ich hab noch so einen gefunden. Das trifft alles meine Vorstellung von Schlagfertigkeit und Humor ziemlich gut ^^

    Zitat

    »Na schön, aber es ist allgemein bekannt, dass die Unaussprechlichen die Leute foltern«, murrte Sam.

    »Tatsächlich?«, entgegnete Mumm. »Warum unternimmt dann niemand etwas dagegen?«

    »Weil sie Leute foltern.«

    Nachvollziehbar :autsch: