Beiträge von Alice

    Aber zu irgendetwas war die Uni wohl doch gut, und wenn es das Übersetzen geisteswissenschaftlicher Texte ist.

    (Meine Hervorhebung..)

    Zuweilen traurig, wenn das nötig ist.

    Als Nicht- Geistes- Wissenschaftler schätze ich es durchaus mehr, wenn komplizierte Zusammenhänge verständlich dargestellt sind, als wenn im Gegenteil relativ banale Zusammenhänge so verklausuliert werden, dass man sie tatsächlich erst mal "übersetzen" muss.

    Schwierige Texte, weil die Gedankengänge kompliziert sind, sind ja ok - aber bei meiner (ist ein Einzelfall geblieben..) Lektüre eines Fachdidaktikbuches für Biologie brauchte der Autor tatsächlich mehr als zwei Seiten, um die Idee darzustellen, dass man mit einer Klasse beim Thema "Tiere" auch mal in den Zoo gehen kann (und da waren keine großen Detailüberlegungen oder Analysen dabei - es ging nur um die reine Idee). Klang aber wirklich beeindruckend - und war beim Verfassen sicherlich zeitaufwändig. :/

    (Gerade hat Enid noch einen Titel auf meine ToDoListe katapultiert - wenn es bei ihr schon ein Tamkatzn-Buch geworden ist, wird es vlt wirklich Zeit... :breitgrins: )

    Guten Morgen! Hier in Südbayern noch konsequent nass - lese also weiter in Ellen Sandbergs Buch (der Kandel liegt vorsichtshalber mal daneben..) und warte auf Söhnlein mit seinen beiden Frauen, zwischen denen ein Größenunterschied von deutlich mehr als einem Meter besteht.

    Am östlichen Alpenrand ist es seit gestern auch vorbei mit dem Sonnenschein - es regnet hartnäckig und ununterbrochen.. :rolleyes:


    Ich muss jetzt endlich mein (eigentlich interessantes) Sachbuch von Eric Kandel über Unregelmäßigkeiten im Gehirn beenden, damit ich ein neues Sachbuch dazunehmen kann.

    Natürlich kommen mir da immerzu meine (gerade mal etwas leichtlesigen..) belletristischen dazwischen - das siebte und neueste Buch von Ellen Sandberg, es geht um die RAF, und den 2. Band Inspektor Takeda hab ich mir auch schon bereit gelegt.

    Ich versuche aber, dass es nicht zu viele angefressene Bücher werden. :saint:  Dissiplin!!


    Ansonsten hab ich heute einige superlästige aber wichtige Anrufe zu Behörden und zur Krankenkasse erledigt. Solche Verwaltungsdinge liegen mir immer unverhältnismäßig schwer im Magen vorher, und gerade hängt auch noch echt viel davon ab. (Ich glaub, ich bin aber auch immer unverhältnismäßig dankbar, wenn mir da dann jemand tatsächlich weiterhelfen kann..)

    Ich bin die Königin der Warteschleife, und tatsächlich wahrscheinlich die einzige Person in Deutschland, die dabei nix parallel macht (noch nicht mal lesen!! Hab viel zu viel Angst, dann meine superkomprimierten Formulierungen zu vergessen..), sondern tatsächlich nur wartet.. :redface: Scheußlich.

    Dottie :

    Philippa Gregory - An dunklen Wassern

    ..ist ausgelesen.


    Es ist der Folgeband des vollständig in England spielenden Buches Gezeitenland und nimmt die Orte Venedig und Neuengland in die Handlung auf. Das weitere Schicksal der im ersten Band deutlich jüngeren Hauptcharaktere ist dargestellt - diese bleiben sich dabei selbst treu und handeln schlüssig. Nicht ganz nebenbei ist eine Menge Geschichte in die Handlung verpackt - ziemlich gut gemacht, aber zum Herzensbuch hat's nicht gereicht.

    Renate Hücking - Unterwegs zu den Gärten der Welt


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    Renate Hücking ist/war(?) "eigentlich" Literaturwissenschaftlerin, bevor sie zu den Garten-und Pflanzenthemen kam, für die Leute wie ich sie kennen. Ihr lebhaft interessierter weiter Blick und der auf unauffällige Art professionell-abwechslungsreiche Schreibstil führen dazu, dass ich mich mit ihren Büchern noch nie gelangweilt habe. :)


    Auch aufgrund einiger Kommentare zu dem gerade gelesenen Buch von ihr hatte ich eine etwas irregeführte Erwartungshaltung: Ich war der Meinung, es handele sich um Beschreibungen ihrer eigenen Reisen zu berühmten Gärten.

    Diese kommen zwar auch vor, aber eher nur am Rande - das "unterwegs" bezieht sich auf die zahlreichen Verbindungen zwischen Gärten, Botanik und Reisen und spannt einen um Vieles weiteren, auch historischen, thematischen Bogen.

    Reisen diente nicht nur der "Jagd" nach neuen gartenfähigen Pflanzenarten, sondern auch der Inspiration und dem gegenseitigen Austausch von Gärtnern und Gartenschaffenden, und so befassen sich die einzelnen auch isoliert konsumierbaren Kapitel dieses "Lesebuches über Gärten und Pflanzen" mit so verschiedenen Themen wie den Reisen von Maria Sibylla Merian oder Loki Schmidt, den Erfahrungen einer freiwilligen Helferin in einem Garten des National Trust in England, fürstlichen Bildungsreisen und Pflanzenexpeditionen in China - aufgeteilt in fünf große thematische Abschnitte. Hat mich gut unterhalten, auch wenn Einiges altbekannt war.

    InteressantesThema mit schönem Monatsbezug, Dottie !


    Wie wär's mit diesem Neubeginn:

    Nach der Handlung des ersten Bandes Gezeitenland sind die der Hexerei verdächtigte Witwe Alinor und ihre Tochter Alys von der Südküste Englands weg nach London gezogen (Neubeginn!) und betreiben dort ein kleines Lagerhaus. (Hier beginnt der 2. Band..)

    Philippa Gregory - An dunklen Wassern

    Danke für Deine tolle Zusammenfassung Breña , die sich mit meinen Gedanken zum Buch in weiten Teilen deckt.


    Ob Roger Deakin das Buch in der Form je veröffentlichen wollte, ist unklar, denn es wurde nach seinem Tod durch seinen Freund Robert Macfarlane herausgebracht.

    Diesen Punkt hatte ich beim Lesen auch oft im Kopf, da ich davon ja schon aus einem Buch von Robert Macfarlane wusste. Ich nehme an, dieser hat wenig Änderungen vorgenommen, andernfalls würde er wohl als Coautor oder wenigstens Herausgeber auf dem Titel erscheinen. Wir werden nie mehr erfahren, ob Deakin an der einen oder anderen Stelle die Texte noch gerafft oder umgeordnet hätte - diese Möglichkeit war ihm genommen, aber sicherlich war eine Veröffentlichung überhaupt vorzuziehen.


    Nach meinem letzten Bericht stand der letzte mit 5 Kapiteln wieder kürzere Teil "Heartwood" noch aus, und @Brena hatte die Hoffnung geäußert, dass mir da doch noch einige "Perlen" begegnen würden. Diese Hoffnung wurde für mich nicht erfüllt - dieser wieder "heimische" (eigentlich gute Idee!) Teil bestand überwiegend aus eher technischen Themen über der Legen von Hecken und das Auf-den-Stock-setzen von Gehölzen. Das letzte Kapitel über die Esche hat dann versucht, es wieder auf eine breitere Ebene rauszureißen, aber Deakin bringt es eben immer wieder nicht übers Herz, genaue Details über sein Vorgehen bei eigenen Projekten wegzulassen - was es dann doch wieder mühsam macht; insofern dann doch immer wieder "technischer Bericht".


    Die Themen dieses Buches fallen "eigentlich" zum allergrößten Teil genau in mein Beuteschema (ok, bei der Kunst bin ich Amateur von ferne.. ;) ); um so erschreckender fand ich es immer wieder, dass sich das Lesen für mich dennoch so zäh gestaltete und ich teilweise wirklich Seiten gezählt habe. Zu Ende bringen wollte ich die Lektüre aber auf jeden Fall - viele der erfahrenen Zusammenhänge und Details fand ich eben auch ungemein faszinierend! Ähnliche Leseerfahrungen von gleichfalls Viellesern wie Breña und auch Kirsten empfand ich daher sehr.. erleichternd - es hätte ja auch sein können, dass sich mein Hirn allmählich zersetzt und der Text mich einfach überfordert. Bei uns allen dreien ist das dann wohl doch auszuschließen - nehmen wir also die Erfahrung mit, dass informatives und gleichzeitig mitreißendes nature writing keineswegs einfach und trivial ist.


    Insgesamt bin ich aber froh, dieses Buch gelesen zu haben und werde einige Passagen daraus auch nachhaltig "bei mir" behalten; viele von Deakins Erfahrungen sind es mehr als wert, für die Nachwelt festgehalten zu sein. Danke an Breña für's Mitlesen - das hat mir die Lesereise doch sehr erleichtert und viel angenehmer gemacht. :blume:

    Ein paar Jahre nach dieser Leserunde habe ich "Der letzte Sommer" jetzt auch gelesen und kann mich den positiven Stimmen nur anschließen: Ein sehr stimmiges Buch in einem angenehmen Erzählton, wie von einer moderneren weniger verschnörkelten Jane Austen. Ähnlich tief aber wie diese schaut Helen Simonson in ihre Chraktere hinein und schafft dabei ein lebendiges Bild der englischen Gesellschaft an dieser Zeitenwende.

    Nach dem letzten australischen Kapitel folgen zwei längere Kapitel, die Exkursionen von Roger Deakin in Zentralasien beschreiben: nach Kasachstan und Kirgisistan, wo sich die Wälder befinden, in denen die Urformen des Apfel- und des Walnussbaums wachsen.


    Obwohl beide Kapitel insgesamt äußerst aufschlussreich, informativ und insgesamt wirklich faszinierend waren, musste ich mich teilweise abschnittweise hindurchkämpfen, was bei mir dann immer zu einer Art "schlechtem Lesegewissen" führt.

    Deakin beschreibt in Art eines Reisejournals seine Exkursionen ungeheuer kleinteilig, wobei fast jedes Detail des Berichtens wirklich wert ist, einen die Menge aber eben geradezu immer wieder erschlägt. Mich jedenfalls.

    Lesenswert ist das Ganze aber allemal - ich bin (geschichtlich..) Wawilow wiederbegegnet, dem großen Gegenspieler des historisch tragischen Lyssenko, und habe jetzt lebendige Bilder von der Nussernte in Kirgisistan im Kopf, wo sich die größten Walnusswälder der Welt befinden.

    (Das nächste Kapitel führt wohl wiederum in Walnusswälder - aber: I really need a break!)


    Halt durch, Breña - ich finde, insgesamt lohnt es sich!!

    (Ich habe inzwischen nachgezogen - mein nächstes noch ungelesenes Kapitel wäre The Pilliga Forest.)

    Ein paar Notizen hier, bevor ich zuviel wieder vergesse..

    ... Ich merke das bei den ersten drei Driftwood - Kapiteln, die ich zwar ganz gerne gelesen habe, von denen mich aber anscheinend (?) keines wirklich nachhaltig beeindruckt hat. Mangels eigener griechischer Erfahrungen eben auch das mit den Wild Horses nicht so sehr..

    Zitat Breña:

    "...von Lesbos. Vor allem das letzte Kapitel hat mein Fernweh gefüttert. Ein paar der beschriebenen Details sind überall in Griechenland zu finden und keine Klischees - beeindruckende Olivenhaine, wilde Feigen, verfallene Bergdörfer und majestätische Platanen."


    The Bieszczady Woods beschreibt eine "Erinnerungsreise" in den europäischen Osten mit einer Freundin, die Erinnerungrn ihres Vaters im Zweiten Weltkrieg folgt und ist überwiegend bedrückend - der Baumbezug wird dadurch hergestellt, dass so viel aus Holz hergestellt und gebaut ist.. die ukrainische Landschaft wird als empty beschrieben, die Bevölkerung als misstrauisch.. man verläuft sich.


    Die nächsten Kapitel handeln von Australien.

    Mein Lieblingskapitel war dabei das erste: Cockatoo. Es ist eher lang, aber nicht lang-weilig: Im Gegenteil für mein Empfinden beim Lesen auch gut gegliedert und voll von google-würdigen Details. Ich habe gelernt, dass Peter Latz und Peter K. Latz (der hier eine Rolle spielt..) nicht identisch sind: Der eine ein Landschaftsgestalter, der andere ein Ethnobotaniker; die beiden Reisebegleiter spielen hier eine gute, tragende Rolle. Die Beschreibung des Trips hab ich teilweise auch als atmosphärisch gelungen empfunden. Die Beschreibung des (nur zeitweilig oberirdisch existierenden) Finke River fand ich sehr interessant - ebenso wie die einiger einheimischer Pflanzen. Die aktuelle Lebensart der Aboriginees ist recht differenziert dargestellt - mal wieder ein Bezug zu typischer Kunst (Deakins Interesse daran zieht sich ja durch das ganze Buch..), die Beschreibung einiger Überlebenstraditionen bezüglich Wasserbeschaffung, aber eben auch ein scharfer initialer Blick auf ein Wohnviertel, in dem verdächtig viele Frauen den immer linken Arm in einem Gipsverband tragen: Das ist derjenige, den man in Abwehr gegen Schläge erhebt..


    Meine letzten beiden gelesenen, ebenfalls australischen, Kapitel empfand ich insgesamt wieder als etwas weniger gerundet - ein Ausflug zur Ernte von Wildfrüchten hat mich aber immer noch mehr faszinieren können als die super-ausführlichen Beschreibungen der Kunst von John Wolseley. Das kann aber ganz subjektiv an mir liegen.

    (Ich glaube, es geht danach noch weiter mit Australien.)


    Insgesamt empfinde ich das Buch inzwischen doch als sehr bereichernd - ich bin mir nicht sicher, wie viel der teilweisen Mühsamkeit auch einfach auf die englische Sprache zurückzuführen ist, darum finde ich Parallelen beim Lesen zu Breña doch immer ziemlich aufschlussreich.

    "Was für immer mir gehört", der zweite Band der siebenteiligen Biographie von Maya Angelou, ist ausgelesen, Vorleser .

    Es wird spannend, wann ihr Leben anfangen wird, sich so zu entwickeln, dass sie allmählich zur prominenten Ikone und Mit-Vorreiterin einer Bewegung werden wird - bisher ähnelt ihr Schicksal eher dem von unzähligen anderen tragischen weiblichen "Karrieren"; vielleicht probiert sie ein bisschen mehr aus als Andere und liest ungewöhnlich viel, aber ansonsten zeichnet sich noch wenig Auffälliges ab. Das hätte auch schiefgehen können..

    Wir ziehen uns tatsächlich gegenseitig da durch, Breña ..?! Diesmal also Du mich. ^^

    Ich hab den zweiten Teil des Buches (sapwood..) jetzt auch ausgelesen - die letzten Kapitel sind im Durchschnitt deutlich kürzer als die ersten und beschäftigen sich überwiegend mit verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen, wie Du ja schon geschrieben hast.


    Das Kapitel über David Nash und seine Holzobjekte hat mir auch sehr gut gefallen - der Wooden Boulder und sein Weg ist schon etwas Besonderes, und auch das Abflammen von Teilen seiner Objekte (und die damit stattfindende Mineralisierung) ist eingängig beschrieben. (Irgendwie eins von den Büchern, bei denen ich parallel immer Abbildungen googele.. ^^ )

    Der Ausflug an die east anglian coast hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen - ich hab da allerdings tatsächlich ein paar Bilder im Kopf; "seahenge" verband ich mit Doggerland?!

    Mary Newcombs Bilder fand ich wahnsinnig unterschiedlich - von fast naiv über naturgetreu zu fast impressionistisch - ziemlich verwirrend. Einige haben mir gefallen, mit vielen konnte ich auch wenig anfangen. Mehr "Wald" als "Holz" hier, sie hat wohl aus lokalen Gründen ein eigenes Kapitel bekommen?

    ... Kapitel "Treibholz" weiter. Das Konzept von Margaret Mellis finde ich interessant, ihre Werke eher weniger. Auch die anderen genannten Künstler und die (erneute) Beschreibung seiner eigenen Treibholz-Fundstücke habe ich in erster Linie zur Kenntnis genommen.

    Bei den Driftwood-Künstlern ging es mir wie @Brena - ich fand die Erklärungen und Beschreibungen interessanter als die Kunstwerke selber. Insgesamt hat das Kapitel den Wunsch in mir geweckt, hier noch mal an den Fluss auf eine der Kiesbänke zu gehen, wo auch immer so Einiges rumliegt.


    (Ich hatte den Eindruck, die kürzeren Kapitel behindern Deakins manchmal ja übermäßige "Entfaltung" ein wenig, was den Texten ganz gut tut..?! ;) )