Hexer 0.1: Geschichte 2: Ein Körnchen Wahrheit

Es gibt 55 Antworten in diesem Thema, welches 8.174 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von RitaM.

  • Dachte ich mir auch als ich es gestern beim Hörbuch von meinem Mann vorgelesen bekommen habe. Es kommt mindestens 3x vor, bis dahin habe ich genervt beim vorgelesenen Hörbuch mitgezählt und mir gedacht "ja ja, schon gut... ich hab's kapiert" :lachen:

    Mr Zank lässt ausrichten: Schön, dass in unserer Leserunde die Lebenspartner mit einbezogen werden :D

    (Er liest die Bücher auch gerade wieder und ist bereits beim ersten Band der Pentalogie angekommen.)

  • (Er liest die Bücher auch gerade wieder und ist bereits beim ersten Band der Pentalogie angekommen.)

    So ein Lesestreber ;)

    Wir besitzen die Witcher-Buchreihe übrigens, weil mein Mann sie gerne lesen möchte. Bisher hat er noch nicht angefangen. ^^

  • Ich muss leider sagen, dass ich eure Begeisterung nicht ganz teile. Kann allerdings auch daran liegen, dass ich nicht der Typ für Kurzgeschichten bin. Die Spannung ist da, die Themen sind interessant, aber so ganz warm kann ich nicht mit Gerald werden. Es fehlt mir zu viel an Input über seinen Charakter und seine Gedanken. Wird wahrscheinlich daran liegen, dass es Kurzgeschichten sind. Ich werde sie trotzdem weiter lesen, um den Anschluss an die anderen Bücher nicht zu verpassen.

  • Ich muss leider sagen, dass ich eure Begeisterung nicht ganz teile. Kann allerdings auch daran liegen, dass ich nicht der Typ für Kurzgeschichten bin. Die Spannung ist da, die Themen sind interessant, aber so ganz warm kann ich nicht mit Gerald werden. Es fehlt mir zu viel an Input über seinen Charakter und seine Gedanken. Wird wahrscheinlich daran liegen, dass es Kurzgeschichten sind. Ich werde sie trotzdem weiter lesen, um den Anschluss an die anderen Bücher nicht zu verpassen.



    Kann ich ein Stück weit verstehen, auch wenn es mir nicht so geht :)

    Ich denke, das wird sich noch ändern. Auch weil die anderen Bücher keine Kurzgeschichten sind.

  • Auch weil die anderen Bücher keine Kurzgeschichten sind.

    Der Band für nächsten Monat ist auch ein Einzelgeschichtenband, oder? Danach wieder Kurzgeschichten.

    Vielleicht fällt es dir, RitaM da leichter? Den Kurzgeschichtenband 1 könntest du ja dann zwischendurch lesen.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

    Einmal editiert, zuletzt von Marada ()

  • Ich verstehe auch, was du meinst RitaM . Mich erinnern die Geschichten momentan eben sehr an Heftromane, von denen ich schon einige Reihen gelesen habe. Insofern bin ich diese Art zu erzählen gewöhnt und es stört mich überhaupt nicht, dass man nach 2 Geschichten bzw. 100 Seiten noch nicht viel über den Charakter und den Hintergrund der Hauptfigur weiß - stattdessen gab es (im Vergleich zu den ersten hundert Seiten eines Romans bei dem der Fokus auf dem "Innenleben" des Protagonisten liegt) viel Handlung.

    Mir gefällt es eigentlich ganz gut, dass man immer nur einzelne Charakterzüge von Geralt nach und nach kennenlernt (seinen Humor, sein Verständnis von "Ehre" bzw. seinem Job, Andeutungen zu seiner Kindheit, ... ) und es macht mich neugierig auf die Romane, in denen dann hoffentlich alles zusammenhängender geschildert wird.

    Aber wie gesagt: Ich sehe deine Kritikpunkte durchaus. Man muss da vielleicht ein bisschen ein Typ für diese Art des Storyaufbaus sein.

  • Ich gebe den längeren Bänden auf jeden Fall noch eine Chance. Mir gefällt der Schreibstil, die Figur des Geralt hat Potenzial, und die Verknüpfung der Dämonen mit den Märchen finde ich erfrischend anders. Vielleicht finde ich das, was mir bisher fehlt, in den Romanen.

  • Zuerst mal war ich angenehm überrascht, dass die Rahmenhandlung an die Geschichte angeschlossen hat. Ich hatte bis jetzt keine guten Erfahrungen mit Kurzgeschichten und freu mich schon wenn der rote Faden erkennbar ist und ich die Geschichten einigermaßen einordnen kann.


    Spannend sind die Kommentare von Nenneke. Was genau ist denn nun mit Geralt los? Wieso wirkt er krank bzw. lassen seine Reflexe nach? Und ich würde gerne mehr über diese Trance erfahren. Die Dialoge zwischen den zweien gefallen mir total gut:

    Zitat

    Bei der Großen Melitele, Geralt, was ist mit dir los? Was ist geschehen, dass du sie so nahe herangelassen hast? Was wolltest du mit ihr machen? Sie bumsen? [Sapowski, Andrzej: Der letzte Wunsch. S. 51]


    Mich umgibt kein Knäuel der Vorsehung. Und selbst wenn, wozu zum Teufel darin herumwühlen? [Sapowski, Andrzej: Der letzte Wunsch. S. 55]

    Ein trockener, manchmal unterschwelliger Humor, liest sich toll!


    Zur Geschichte ein Krönchen Wahrheit: Gefiel mir auch gut, wenn auch nicht so durchgehend wie die erste. Ich hab ich nichts gegen Geralts Gespräche mit Plötze, fand ich prinzipiell amüsant, aber die langen Erläuterungen wirkten ein wenig unbeholfen um auch ja viel Information weiterzugeben. Das Highlight war ohne Zweifel Nivellen und das Gespräch zwischen den beiden. Wieder mit einer wunderbaren Mischung aus unverblümter Direktheit und leichtem Humor. Der Showdown im ersten Abschnitt war so schön choreographiert, dagegen wirkte dieser Kampf zu durcheinander mit dem Hin und Her und den diversen Zeichen.

    Am Ende war mir nicht ganz klar wie nun der Fluch aufgehoben wurde. Unser Hexer drückt sich anscheinend gerne vage aus. "Es muss wahre Liebe sein" - wessen Liebe? Beiderseits? Oder nur seine Liebe zu ihr? Hmm.

    Immer besser gefallen mir die Landschaftsbeschreibungen, das macht er wirklich gut und ich habe sofort ein Bild der Umgebung und der Atmosphäre vor mir.

    Geralts Kleidung und Waffen werden ausführlich beschrieben, davon habe ich einen guten Eindruck erhalten. Was ist denn mit seinem Gesicht? Außer dass er weiß/oder grauhaarig ist weiß ich noch nichts und deshalb ist er für mich (noch) gesichtslos. Bei manchen Geschichten erfindet meine eigene Phantasie dann ein (für mich) passendes Gesicht, aber dazu weiß ich von Geralt und seinem Gehabe und seiner Mimik noch viel zu wenig.


    PS: :/Passt das mit den Zitaten zwecks Quellenangabe so? Keine Ahnung wie man das in einem Forum richtig macht. Ich habs mir vorne von Marada abgeschaut.

  • Diese Yennefer (Mr Zank schaudert es, wenn ich "Dschennifer" sage 8o ), von der Geralt fantasiert, scheint sowas wie seine große Liebe gewesen zu sein. Ich vermute, von ihr werden wir noch häufiger hören. Im Klappentext taucht sie ja auch schon auf. Ich persönlich muss sagen, dass mir die sommersprossige Iola besser gefällt (und das, obwohl wir über Jenny noch gar nichts wissen. Aber ich mag Sommersprossen.).

    Schön, dass es nicht nur mir so geht :breitgrins: Auch wenn ich noch nichts über Yennefer weiß, war mein Gedanke gleich: ach, die Iola ist schon sehr interessant!


    Ich mag dieses "am Lagerfeuer/Tisch sitzen und Geschichten erzählen" in Büchern sehr gerne.

    <3 Davon bin ich auch ein Fan (in Bücher und im Leben). Als ich merkte, dass Nivellen im Begriff ist seine Geschichte so richtig zu erzählen, hab ichs mir gleich extra gemütlich gemacht. Und es war sehr gut erzählt.


    Was die "Zweigleisigkeit" bzw "Zweispurigkeit" des Buches angeht (wie auch immer man das nennen mag), da war ich drauf vorbereitet. Ich denke, ich wäre ansonsten sicherlich auch ein wenig verwirrt gewesen.

    Ich war nicht darauf vorbereitet, bis jetzt stört es mich (noch) nicht. Bei den Übergängen muss ich mich kurz "orientieren" aber wirklich stören tut es mich nicht. Mal schauen ob ich das nach sechs Geschichten immer noch so sehe.


    und dass es einen so starken Verweis auf Märchen gibt (Frösche küssen, "Die Schöne und das Biest") hatte ich auch nicht erwartet.

    Mr Zank meinte, dass Sapkowski sich viel bei Märchen und mythischen Gestalten bedient (haben wir mit der Striege ja schon gemerkt). Auch die Märchen der Brüder Grimm werden wohl teilweise noch erwähnt (so von wegen "hast du das gehört? Da gab es diesen Typ, dem dasunddas passiert ist.").

    Hat mich auch überrascht! Ich dachte, wenn, dann müsste man für die Anspielungen eher zwischen den Zeilen lesen, also danach "suchen" aber dass es so direkt erwähnt wird, hätte ich nicht gedacht. Find ich aber spannend, ich mag Märchen total gerne und ich lese auch gerne Neu-Interpretationen wenn es gut gemacht ist.

    Oh, die Märchen werden dann direkt in Gesprächen erwähnt? Das ist ja cool.


    aber an einer Stelle (ich glaube im Tempel) sagt er offen heraus "Ich habe Angst um..." und diese Art von Formulierung habe ich nicht erwartet. Normalerweise wird diese Gefühlsregung bei so durch-und-durch männlichen Protagonisten wie Geralt ja eher umschrieben, durch Handlungen angedeutet oder sonst wie umfahren. Ich habe mich bei dem Gedanken ertappt "Wie. Geralt, DU hast Angst?!", und das fand ich toll, dass er das so offen gesagt hat.

    Genau die Szene blieb mir ebenfalls im Gedächtnis! Gefällt mir gut, dass man verschiedene Seiten von Geralt kennen lernt, nicht nur den guten Kämpfer und seine Prinzipien sondern hier mal seine Sorge um andere. Dass er es so direkt ohne Umschweife ausdrückt hat kam unerwartet, vor allem da er meist eher kurz angebunden ist.


    Ich muss leider sagen, dass ich eure Begeisterung nicht ganz teile. Kann allerdings auch daran liegen, dass ich nicht der Typ für Kurzgeschichten bin.

    Mir gefällt es eigentlich ganz gut, dass man immer nur einzelne Charakterzüge von Geralt nach und nach kennenlernt (seinen Humor, sein Verständnis von "Ehre" bzw. seinem Job, Andeutungen zu seiner Kindheit, ... ) und es macht mich neugierig auf die Romane, in denen dann hoffentlich alles zusammenhängender geschildert wird.

    Aber wie gesagt: Ich sehe deine Kritikpunkte durchaus. Man muss da vielleicht ein bisschen ein Typ für diese Art des Storyaufbaus sein.

    Wie du, RitaM, bin ich mit Kurzgeschichten bis jetzt nicht warm geworden. Oder hab nicht die richtigen gelesen. Deshalb bin ich mit niedrigen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und ohne Leserunde hätte ehrlich gesagt eher mit der Pentalogie angefangen.

    Umso überraschender, dass ich bis jetzt gut damit zurecht komme. Ich sehe es einfach als episodenhafte Erzählung an und der rote Faden - Geralt - bleibt ja immer da. Wie Zank finde ich es spannend nach und nach mehr über ihn, seine Eigenschaften, sein Leben zu erfahren. Wie Puzzleteile die sich langsam ergänzen.

    Wie lange mir dieses episodenhafte gefällt, kann ich selbst noch nicht einschätzen.


    Und noch kurz zu der Spoiler-Diskussion: Ich kenne die Serie noch gar nicht, also wäre ich natürlich nicht happy wenn jemand einen richtigen Twist verraten würde (was ich aber hier nicht glaube :)). Kleinigkeiten oder (nicht entscheidende) Zusatzinfos stören mich persönlich nicht.

    Bei richtigen Spoilern bin ich leider vorbelastet weil mir jemand DEN Spoiler im sechsten Harry Potter Band verraten hatte...

  • Keine Ahnung wie man das in einem Forum richtig macht. Ich habs mir vorne von Marada abgeschaut.

    Ich auch nicht in Bezug auf Foren ;) Ich hab einfach die Standard-Zitatvorgabe aus der Uni in gekürzter Form genutzt, damit sind wir zumindest am wissenschaftlichen Standard der Germanistik dran.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Wie du, RitaM, bin ich mit Kurzgeschichten bis jetzt nicht warm geworden. Oder hab nicht die richtigen gelesen. Deshalb bin ich mit niedrigen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und ohne Leserunde hätte ehrlich gesagt eher mit der Pentalogie angefangen.

    Umso überraschender, dass ich bis jetzt gut damit zurecht komme.

    Mir geht es da bzw. ging es bevor wir gestartet haben ähnlich. Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten und habe eigentlich nur wegen der Leserunde und Mr. Zanks Empfehlung nicht mit der Pentalogie angefangen ^^ Aber ich komme ebenfalls erstaunlich gut zurecht mit diesem Band.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ich hab ich nichts gegen Geralts Gespräche mit Plötze, fand ich prinzipiell amüsant, aber die langen Erläuterungen wirkten ein wenig unbeholfen um auch ja viel Information weiterzugeben.

    Ja, das trifft es ganz gut. An sich stören mich "Gespräche" mit Tieren nicht (ich rede auch mit meinen Meerschweinchen), aber es wirkte einfach nicht so ganz rund und authentisch.

    Passt das mit den Zitaten zwecks Quellenangabe so?

    Ich glaube, da gibt es für Foren keine "richtige" Vorgehensweise. Ich gebe beim Zitat einfach nur die Seitenzahl mit an*, weil hier ja klar ist, auf welchen Autor und welches Buch wir uns beziehen (steht ja im Threadtitel). Ob das nun so korrekt ist, weiß ich nicht. Aber wir schreiben ja auch keine wissenschaftliche Arbeit. Es sollte eben deutlich sein, woher man etwas hat, wenn man zitiert und dass es eben nicht von einem selbst stammt.


    * Ich finde das ganz cool, dass man, wenn man hier ein Zitat einfügt auf das Wort "Zitat" beim Zitat ( :totlach: ) klicken und dann die Quellenangabe dort eintragen kann:

    Zitat von <-- also hier drauf klicken
  • Ich auch nicht in Bezug auf Foren ;) Ich hab einfach die Standard-Zitatvorgabe aus der Uni in gekürzter Form genutzt, damit sind wir zumindest am wissenschaftlichen Standard der Germanistik dran.

    Ich glaube, da gibt es für Foren keine "richtige" Vorgehensweise.

    Okay, dann denke ich das passt so. Wollte nur sicher gehen und Danke! Ich dachte auch mit der gekürzten Version von der Uni kann man nicht viel falsch machen.


    Mir geht es da bzw. ging es bevor wir gestartet haben ähnlich. Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten und habe eigentlich nur wegen der Leserunde und Mr. Zanks Empfehlung nicht mit der Pentalogie angefangen ^^ Aber ich komme ebenfalls erstaunlich gut zurecht mit diesem Band.

    Zwei Gleichgesinnte :five:

    Dass das Forum meine Wunschliste verlängert bin ich ja schon gewohnt, dass ich mich nun aber schon nach Tipps von Angehörigen von Forenmitgliedern richte, ist neu :lachen:

    Ich hab aber auch noch nicht allzu viele Kurzgeschichten gelesen und das waren dann halt einfach abgeschlossene, unabhängige Geschichten. Hier ergibt sich ja immerhin ein Gesamtbild. Und den Schreibstil find ich eben richtig angenehm.

    Wobei ich mir jetzt schon denke, dass ich danach trotzdem gerne mit der "richtigen" Pentalogie anfangen würde. Mal schauen wie sich das noch entwickelt.

  • Mir geht es da bzw. ging es bevor wir gestartet haben ähnlich. Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten und habe eigentlich nur wegen der Leserunde und Mr. Zanks Empfehlung nicht mit der Pentalogie angefangen ^^ Aber ich komme ebenfalls erstaunlich gut zurecht mit diesem Band.

    Ohne Leserunde hätte ich auch mit der Pentalogie angefangen. Die Figur des Hexers ist mir sympathisch, und die kleinen Geschichtchen zeigen ja nach und nach immer mehr Charakterzüge von ihm. Für mich sind die Kurzgeschichten gut fürs schnelle lesen zwischendurch. Aber um mich richtig in ein Buch hineinversetzen zu können, brauche ich schon mehr. Aber wir haben ja noch 5 richtige Romane vor uns! ?